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Meine Oma und meine Mutter liegen im Sterben

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und ich tippe jetzt einfach mal hier, weil ich das Telefonat gerade verdauen muß. Meine Oma wird also die xte Chemo nicht mehr fortsetzen können und meine Mutter hatte wohl einen Schlaganfall und da soll es zu Ende gehen. Bei meiner Oma bin ich mir sicher, meine Mutter..wer weiß Von mir wurde nichts verlangt, ich sollte nur Bescheid wissen... Tja..was nun?! Immerhin hat mich die Polizei vor vielen Jahren dort herausgeholt und somit gerettet. Ich fühle jetzt nichts, es berührt mich nicht und ich habe auch nicht das Bedürfnis gute 400km mit dem Auto zu fahren. Ich weiß auch gar nicht, ob ich einen Rat o.ä. jetzt haben wollte. Ich wollte es wohl nur mal tippen..das Bedürfnis hatte ich jetzt schon und grübel weiter. Man kann eben nicht alles vergeben, auch wenn das meine letzte Chance wäre die Menschen zu sehen, die mich selber fast usw.... Nichtmal setzen mußte ich mich beim Telefonieren..gar nichts.. Zuviel passiert


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...wo nimmst du nur deine kraft her? Sicher eine sehr seltsame situation für dich... ansonsten fehlen mir die worte...


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ich fühle nichts..da ist nichts mehr sie haben mir zuviel angetan und deshalb bin ich so kalt..das ist nichtmal ein schutz keine ahnung, was ich jetzt machen soll..einfach abwarten? klingt vielleicht hart, aber ich schrieb ja schon öfter bzw. hatte einiges angedeutet, falls jetzt jemand meint, ich sei ja ein gemeines kaltes stück anrufen im kkh? aber die dürfen mir am telefon ja auch nichts sagen. bei meiner oma bin ich sicher..sie hatte ja nun den xten brustkrebsrückfall


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will dir nichts raten und auch nicht viel schreiben wenn du was brauchst.. kannst mich gerne anschreiben. du weisst es hoffentlich kann deine gedanken und nicht gefuehle aber vollstens verstehen


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Schwester im Geiste, mal wieder...liebe 36. Ich weiß ganz genau, wie du dich fühlst. Wenn du kein Gefühl hast, ist es eben so. Wie du schon sagst: Man kann nicht alles vergeben und wenn nie Gefühle da waren, wie sollen sie es jetzt? Mach einfach das, was du möchtest, von dir aus. LG Heike


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auweia, das hört sich ziemlich doof an, wie alt warst du als sie dich wegholten?


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knapp 14 und ich habe ständig in der ehemaligen ddr noch um hilfe gerufen..wurde aber immer wieder nach hause geschickt :-( ca. 2 minuten nach dem telefonat habe ich jetzt hier getippt... vermutlich verarbeite ich dann ja doch etwas, sonst hätte ich nicht getippt?


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ein bisschen, wenn auch ganz anders, wie bei Jumaxi nach Tizis geburt... im schock...egal, warum es nun ein schock ist...so eine nachricht ist einfach immer krass und sei es, weil alles nochmal hochkommt... keiner denkt, du bist ein klates stück (bzw. wers denkt, der kann dich mal...)... aber seltsam wirds sein...


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du bist alles andere als ein kaltherziges stück !! zum anderen folgt später ne pn


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Das tust Du ganz bestimmt, das verarbeiten. Ist jemand zu Hause mit dem Du sprechen kannst? Freunde zum Telefonieren? Und Du bist auch nicht hart und ohne Gefühle. Sonst wäre das jetzt nicht so. Och mensch


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dass meine Steifmutter in den nächsten Tagen und später Std, sterben wird. Ich musste es los werden, irgendwo,bei Fremden. Ich drück Dich mal


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Oh Shit... Kein Ratschlag, nichts. Ich nehm Dich einfach nur virtuell in den Arm.


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36, sicherlich musst du diese nachricht erst einmal sacken lassen, um zu wissen wie du handeln sollst/kannst. was und wie du schreibst, bist du ganz schön erschüttert! du kannst es nur noch nicht realisieren... wie auch... ich denke, raten kann dir auch niemand etwas, denn dazu kennt dich und die dazu gehörige geschichte keiner hier gut genug. wie "eilig" ist es denn? wenn du das abschätzen kannst, dann macht es vielleicht sinn, dir ein zeitlimit zu setzen. denke dann (den umständen entsprechend) in ruhe nach. die entscheidung die du dann fällst, muss so ausfallen, dass du dich damit arrangieren kannst - nur schwarz oder weiß wird es mit sicherheit nicht geben, sondern eine wahl "des geringeren übels", stimmt's? wenn du magst, können wir auch per PN weiter schreiben...


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wenn es bei meiner mutter stimmen sollte, dann sehr eilig..da bleibt keine zeit, so wie es mir am telefon erklärt wurde. aber ich würde vermutlich grinsen und dann einfach (luftröhrenschnitt..nicht mehr ansprechbar) nur sagen => ich wußte, es kommt zurück..irgendwann kommt die strafe das klingt jetzt gemein, oder? ja..ein wenig wohl die hoffnung, hier kommen (und kamen ja schon) nur ein paar worte, die mir kurz helfen.,.bei was auch immer


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Ich weiss nicht WAS du erleben musstest,aber es klingt so schon schlimm. Reagiere so,wie du es fühlst und zwinge dich zu nichts. Du klingst nicht hart oder kalt,sondern nur nach jemandem,der Schlimmes erlebt hat und nicht verzeihen kann....ich finde das ist menschlich! lieben Gruss Carina


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bin ich mir sicher, dass es schlimm genug war, dass du jetzt so fühlst. Du musst halt für dich entscheiden, ob du den Kontakt noch willst und damit leben kannst, sie im letzten Moment nicht mehr gesehen zu haben.


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das sitzt sehr tief! "ich wußte, es kommt zurück..irgendwann kommt die strafe" vielleicht ist aber gerade diese tiefe verletztheit DAS argument, sie noch einmal zu besuchen, um deinen frieden mit ihr zu machen. es geht nicht um sie... es geht um dich! meinst du, du kannst einen schlussstrich unter deine kindheit setzen, wenn du sie von dir fern hältst? eher nicht... wenn du vor deiner mutter stündest und genau das zitat oben bei ihrem anblick denken oder sagen würdest, hättest du doch einen schritt nach vorne getan... abschließen wirst du eines tages damit müssen - unangenehm wird es auf jeden fall. du weißt doch: es gibt situationen im leben, von denen man ganz genau weiß, dass sie kommen werden... stehen sie direkt an, will man am liebsten umdrehen und nichts davon wissen. wir haben doch beide schon lebenssituationen hinter uns, die sich viele andere nicht in ihren schlimmsten träumen vorstellen könnten... und als wir davor standen, gab es keine wahl! möglicherweise hast du jetzt eine wahl... möglicherweise aber auch nicht. manchmal hilft es, sich die augen zu zuhalten und wie kasperl zu denken "was ich nicht sehe, ist nicht da!"... manchmal macht es aber auch alles nur noch schlimmer. denke zu ende! brich nicht an der selben stelle ab, an welcher du bisher abbrechen konntest! wenn ich dich richtig verstanden habe, gibt es keine weiteren chancen... deine entscheidung jetzt ist entgültig! und noch etwas: so, wie ich dich einschätze, bist du vieles... aber rachsucht zählt mit sicherheit nicht zu deinen charakterzügen.


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malwinchen eben..ich dachte kurz an den triumph wie bei heidi hassenmüller frieden oder vergebung wird es von mir NIE geben! seit meinem 14.LJ habe ich keinen einzigen tag bereut, an dem ich niemanden von ihnen mehr sah. es reizt mich schon, ganz egoistisch für mich ich hätte die chance nicht als kleines gebrochenes mädchen zu gehen..


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Liebe 36 Malwinchen hat wichtige Argumente... Die sind wirklich zu bedenken. Ich weiß, irgendwann komme ich auch in diese Situation und es holt mich ein. Ich weiß heute nicht, wie ich reagieren werde. Drück Dich


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man, gerade eben wollte ich ein ähnlich emotionales posting bezüglich meiner familie verfassen. ich kann dir keinen rat geben, würde aber hinfahren wenn ich in deiner situation wäre. "jemand" meinte neulich mal zu mir, dass ich nur diese eine mutter habe, egal wie schlecht, oder gut sie ihren job gemacht hat. entweder man schafft es eine linie zu ziehen (und das ist einfach unmöglich), oder man lebt damit und akzeptiert die umstände. daher würde ICH (und ich rede von mir und meinem empfinden) hinfahren und diese linie endgältig ziehen. und wenn es vorwürfe am sterbebett gibt, auch egal. schließlich haben diese leute auch einen teil von dir sterben lassen, damals ungeachtet dessen, was sie dir damit angetan haben.


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ungeachtet dessen, was du tust hast du IMMER die chance, nicht als kleines gebrochenes mädchen zu gehen. du bist erwachsen und kannst dieses kind in dir annehmen. dann ist es auch egal, was andere dazu sagen, und dann brauchst du auch keine rachegedanken mehr. rachegedanken bewirken, dass man an der beziehung festhält und ihr erlaubt, nach wie vor macht über einen oder das eigene leben zu haben. wie auch immer du dich entscheidest, es wird der für dich richtige weg sein. einfach nur als grundsätzliche denkanregung, was das verzeihen angeht sehe ich es wie malwinchen. beim verzeihen geht es nicth darum, dem anderen etwas gutes zu tun sondern darum, mit sich selbst ins reine zu kommen. und loszulassen, was wehtut und im gefühlten elend hält. meine persönliche meinung ist, weil du in dem bild des gebrochenen mädchens sprichst, dass es diesem mädchen mehr bringt, wenn du es annimmst udn ihm klarmachst, dass DU jetzt für es sorgst, als wenn du dich mit rachegedanken quälst. vielleicht würdest du, wenn du hinfahren würdest für dich spüren, dass du wirklich erwachsen bist und sie keine macht mehr über dich haben. sehen, wie alt sie geworden sind. nicht um zu triumphieren, sondern einfach um auch dem kleinen mädchen zu zeigen, sie sind alt, sie können dir nihcts mehr anhaben. vielleicht würde es dich auch richtig runterziehen. das weiß keiner. aber wie gesagt, ich bin davon überzeugt, dass man immer das beste tut, was man in einem moment tun kann, auch wenn es von außen nicht nachvollziehbar zu sein scheint. von daher, du wirst den passenden weg für dich finden. und solltest du nicht fahren und es später bereuen - das maßgebliche, wie beim verzeihen, ist, es mit sich selbst und den verinnerlichten bildern und stimmen zu klären. und das geht auch, wenn der adressat tot ist. wie auch immer - alles gute! hast du mal eine therapie gemacht um deine erlebnisse aufzuarbeiten?


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hast du mal eine therapie gemacht um deine erlebnisse aufzuarbeiten? da ich ja rausgeholt wurde, setzt man solchen kindern grundsätzlich einen therapeuten vor die nase. sie haben jetzt die rolle der hilflosen person angenommen. habe gerade rumtelefoniert und mir das WE freigehalten. wenn es zu spät ist, dann ist es zu spät. wenn ich umdrehe, dann ist das auch die richtige entscheidung. aber mir gefällt der gedanke, daß ICH jetzt nicht mehr als hilflose person da stehe, sondern sie versteht vermutlich auch nicht jeder, unwissende vielleicht nur, wenn sie ein anderes posting davor lesen und kombinieren


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naja, ddr-therapeuten zu vorwendezeiten waren vermutlich auf einem anderen stand als heute...


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ich auch und genau das war ja nun mein gedanke, warum ich das grinsen vorziehe..ganz egoistisch für mich genau aus diesem grund


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Es gibt die systemische Familientherapie. Die muss man nicht zwangsläufig mit der Familie machen...


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'94 gab es doch die DDR gar nicht mehr mach mich bitte nich noch älter^^


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ich brauche keine therapie mehr einiges kann man nicht mit einer therapie "heilen" und wenn, dann müßten einige menschen bis an ihr lebensende therapiert werden. gewisse dinge nimmt man mit ins grab als opfer


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bist du erst 30??


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Okay, dann ist das jetzt so im Augenblick. Vielleicht bleibt es vielleicht auch nicht. Aber "opfern" brauchst Du Dich auch nicht. Ich wünsch Dir Kraft und Mut für die Dir richtige Entscheidung


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36, dann würde ich sagen, grinse. fahr hin und grinse, wenn dir danach ist! und.......


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malwinchen und mama.frosch haben eigentlich schon alles gesagt... Trotzdem möchte ich dir meine Gedanken dazu schreiben. Auch meine Kindheit war schrecklich, aber vermutlich nicht halb so schlimm wie das, was du erleiden musstest. Mein Vater starb mit gerade 43 unter entsdtzlichen Umständen im Delirium tremens. Ich habe 5 Jahre gebraucht, um ihm - aber auch mir - zu verzeihen. Bis dahin habe ich seine Anwesenheit fast körperlich spüren können :o(. Anscheinend konnte er keinen Frieden finden. Ich allerdings auch nicht... Von der Minute an, in der ich ihm verzeihen konnte und selbst um Vergebung bat (ich bin täglich an seiner Wohnung vorbei gefahren, in der er eine unbekannte Zahl von Tagen hilflos mit gebrochenem Oberschenkelhals lag), fühlte ich mich wie befreit, und ich habe ihn nie mehr gespürt. Meine Mutter lebt noch. Ihr zu verzeihen habe ich etwas länger gebraucht. Und ich wusste genau, dass ich ihr nicht um ihretwillen vergebe, sondern ausschließlich, um meinen inneren Frieden wiederzufinden und mit der Vergangenheit abzuschließen. Natürlich haben wir kein inniges, sondern eher unterkühltes Verhältnis. Mehr kann sie von mir nicht erwarten, und sie weiß es auch. Letzte Woche wurde bei ihr der Verdacht auf Gebärmutterkrebs geäußert. Bei dieser Nachricht hat sich nicht mal mein Herzschlag beschleunigt. Und ebenso gefühllos war ich heute, als Entwarnung gegeben wurde. Ich nehme an, Menschen mit einem auch nur einigermaßen intakten Verhältnis zu ihren Eltern können so etwas nicht verstehen. Es klingt so unglaublich hartherzig. Für mich allerdings fühlt sich das völlig in Ordnung an. Ich schulde meinen Eltern nichts. Fühl in dich rein, was du in dieser Situation FÜR DICH tun kannst, nicht für Mutter und Großmutter. Und wenn es das Grinsen am Totenbett sein soll, dann ist das eben so... Ich hätte dir gern gewünscht, dass auch du vergeben könntest, nur dir selbst zuliebe, eben weil ich weiß wie sehr das von einer großen Last befreit. Aber ich ahne, dass das nicht möglich sein wird. Zumindest solltest du dir dann aber selbst vergeben, dass du es nicht getan hast. Einige Dinge, die dir widerfahren sind, habe ich mitbekommen. Als z.B. dein Kleiner im KH war, habe ich immer nach neuen Nachrichten gesucht und gehofft, dass es gute sind. Und ich habe mich schon oft gefragt, wie du das alles (er)tragen kannst. Du hast bisher schon so viel Unglaubliches geleistet, dass ich sicher bin, auch die nächsten Tage werden dich nicht aus der Bahn werfen. Trotzdem: Pass auf dich auf! Ich wünsch dir von Herzen alles Gute. Marion


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ach marion "" steht jetzt einfach mal für das, was ich zu dem großen teil in deinem text eigentlich sagen wollte. ist es schlimm, wenn man nicht verzeiht? warum muß man verzeihen, vergeben? hängt davon wirklich unser frieden ab? es geht mir innerlich gut. seit dem tag meines 2. neuen geburtstages. ich wußte früher schon, daß das falsch ist und habe fast täglich gekämpft rauszukommen. das ist ein unterschied zu anderen, die erst danach anfangen zu kämpfen. mir sind diese menschen egal. blut ist hier nicht mehr dicker als wasser. noch heute behaupten sie, was sie taten sei richtig gewesen. keiner schuld bewußt. wenn, dann hätte ich eher hass auf leute, die nur die ganzen jahre die krankenakten füllten, aber nie halfen. mir hat mal eine betreuerin gesagt: "du wirst deinen weg gehen, er wird steinig sein, aber eines tages bist du oben auf der höchsten stufe der leiter und guckst von oben herab auf alle, die dir das mißgönnten." das ist im prinzip das gleiche, wie in dem buch von heidi h. und auch mein grinsen da sind 2 seiten im grunde genommen sieht dann auch die andere seite, daß ich schon lange nicht mehr das kleine mädchen bin und dann hebt sich oftmals die frühere rolle auf. fritzl war ein kleiner alter wicht, als sein opfer plötzlich nicht mehr schwach war. man hat ihn unglaublich altern sehen.. nichts anderes ist das..für beide seiten und wenn es so ist, wie es in dem eher wirren telefonat dargestellt wurde, dann bleibt nicht mehr viel zeit für diesen letzten schritt mal sehen, was morgen ist


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Nein, natürlich ist es nicht schlimm, wenn man nicht verzeiht. Es gibt auch definitiv Dinge, die einfach nicht verzeihbar sind. Die sind mir aber zum Glück erspart geblieben. Deshalb war dieser Schritt für mich wichtig und richtig. Ich hätte wohl sonst nicht mit der Kindheit abschließen können. Für mich war das wie ein Schnitt. Dass ich die Vergangenheit nicht ändern kann, war mir ja immer bewusst. Ich wollte mich aber nicht ständig damit beschäftigen müssen und nach dem WARUM fragen. Um nach vorn schauen zu können, musste ich das Thema ein für allemal beenden. Das Vergeben war für mich Schlusspunkt und Triumph. Meine Mutter und meine Schwester sind immer noch damit beschäftigt, sich die Vergangenheit schön zu reden, weil sie die Wahrheit nicht ertragen. Genau das wollte ich aber nie. Es ist eben passiert, es war Scheiße, aber seit meinem 17. Lebensjahr bestimme ICH, wie es für mich weitergeht. Und eine unbewältigte Vergangenheit hätte mir dabei im Wege gestanden. Ich hatte übrigens in meinem ersten Posting den Satz "Blut ist eben nicht immer dicker als Wasser" wieder gelöscht und sehe jetzt, dass du dasselbe geschrieben hast :o). Deine Geschichte ist eine andere, dein Weg ebenso. Wenn es dir jetzt innerlich gut geht, brauchst du wohl den finalen Triumph nicht, den ich gebraucht habe. Ach Mensch, irgendwann sollte dein Leben aber wirklich mal leichter werden...


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Üble Situation. Einfach mal ein Tipp aus logisch-rationaler Sicht: Nur für den Fall, dass du in ein paar Jahren oder Jahrzehnten oder am Ende deines Lebens die Sache anders sehen könntest: Fahr hin, um die ein letztes Mal zu sehen, dich zu verabschieden, deinen Frieden zu machen, deine Pflicht getan zu haben, um deine momentane Gefühlstaubheit loszuwerden, um denen noch irgendwas zu sagen oder einfach nur um nicht Nichtszutun etc., was auch immer. Nur damit du dir nicht irgendwann mal sagst, ach hätte ich doch nur. Man kann nie wissen. Und wenn du eh nichts empfindest, hast nichts zu verlieren. Falls doch, sei es positiv oder negativ, kannst du es noch loswerden. Alles Gute.


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ich würd auch fahren und sei es nur damit du dir da sagen kannst" irgendwann jkommt es zurück" ich kann den satz so gut verstehen


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Hallo 36er ich finde gut das Du Dir das Wochenende freigemacht hast, wer weiß finde vieles was schon geschrieben wurde gut und Malwinchen hat es mal wieder sehr auf den Punkt gebracht. Ich habe eben Deine Worte gelesen und dachte erst mal was ? weißte man fühlt sich ja immer ausserirdisch wen einem selbst sowas passiert. Dann zu lesen und vor allem zu fühlen was Du da schreibst, ist dann was ganz anderes. Letztes Jahr erhielt ich auch einen Anruf wo ich erst dachte es läuft darauf hinaus, dann war es aber ein Cousin dem was passierte...danach war ich im Gefühlsdrehen was ich fühlen würde wenn es um meine Mutter ginge, tja auf was kam ich heraus...das es mir so geht wie Dir. Ich würde es genauso erleben und ja der Gedanke dann noch mal zu gehen und ihnen ins Gesicht zu schauen und dabei zu denken : Und ich habe es trotzdem geschafft, der hat dann doch was. Ich drücke Dich wenn Du magst Kathrin PS...wenn Du Austausch magst, gerne PN


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Es ist sehr schwierig dir da, was anzuraten. Aber der Fall erinnert mich an meinen Vater. Er hat, wie du sehr viel mitgemacht. Und ist sehr früh aus dem Elternhaus raus gekommen. Und er hat wie du keine Gefühle für die Eltern gehabt. Und er hat noch nicht mal getrauert, um seine Eltern. Warum wirst du dich fragen, er hat seine Eltern nicht als seine Eltern angesehen. Das war der Grund. Durch das ganze geschehen, was damals passiert ist, ist nicht an ihm vorbei gegangen. Er leidet unter schwere Depressionen. Und lässt keinen an sich ran. Ich würde erst versuchen, das sacken zu lassen und dir ehrlich gesagt Hilfe zu holen. Irgendwann wird es dir nachlaufen. Lass mich dich drücken. Wenn du reden möchtest kannst du mich auch per PN anschreiben. LG Claudia


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"dir ehrlich gesagt Hilfe zu holen. Irgendwann wird es dir nachlaufen." quatsch und das meine ich ernsthaft und nicht von oben herab DAMIT bin ich durch und habe vor langer Zeit von verschiedenen Therapeuten gehört, es gibt nichts mehr zu therapieren, den Rest nimmt man als "Opfer" mit ins Grab. bin nur nebenbei kläglich am Versuchen mehr herauszufinden, was davon alles stimmt und wenn, wie schnell das dann jetzt gehen muß. Heute ist Mittwoch..WE ist da noch lange hin. Per Telefon bekommt man keine Infos und unterdrückte Rufnummern bekomme ich so auch nicht raus


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...wenn Du weiter weg wohnst, hast Du relativ gute Chancen, von KH etwas zu erfahren.


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im bezirk abtelefoniert..nix aber auch verständlich..könnte ja jeder sich melden als XY und da ich ja schon ewig nicht mehr, wissen die doch da auch nix


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Du ich nehme dir das nicht krumm :o). Jeder Mensch verarbeitet das anders und wenn du schon durch die Hilfe vieles abgeklärt worden ist, auch gut. Du das kannst du nur raus finden, in dem du in den jeweiligen KH fährst oder Pflegeheime. Ich weiß jetzt nicht, wo deine Oma liegt. Es ist echt schwer was raus zu finden. Vor allem, wenn deine Familie keine Familienangehörige angeben. Ich hoffe, du bekommst doch noch was raus. Daumen sind dicke für dich gedrückt. LG Claudia


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Woher will denn irgendein Therapeut wissen, dass es nichts mehr zu therapieren gibt? Sonst würdest Du doch jetzt nicht diesen Thread hier durchziehen und von "grinsen" reden. 36, ich habe keine Ahnung, was die beiden Frauen mit Dir angestellt haben und kenne Deine Gescihcte nicht. Aber dieses Grinsen ist kein gutes Zeichen . Wenn Du nicht hingehst, verlierst Du mehr, als wenn Du hingehst. Du vergibst Dir eine eigene Chance, diese Menschen vielleicht in ihrer Gänze, wozu das Sterben gehört, erlebt zu haben und dadurch vielleicht besser mit allem fertig zu werden. Versäume die Gelegenheiten nicht, die Dir jetzt noch gegeben sind. WIE Du sie nutzt, ist Dein Ding; DU hast das Heft in der Hand (wahrscheinlich im Gegensatz zu früher, als diese Frauen Dir weh taten). Fahr hin.


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naja, nathalik. tatsächlich kann man nichts ins ungeschehene therapieren, geht nie. ein rest bleibt immer und die therapie hilft nur damit zu leben. ob es lohnenswert ist, das ganze noch mal vor augen zu haben, weiß nur 36 selbst. opfer wird sie immer bleiben, es gibt dinge mit denen kann man keinen frieden finden. ob es hilft nun eine beatmete, hilflose "mutter" zu sehen ist fraglich. ich denke auch nicht, dass sie dann noch grinsen würde. frieden wird sie aber auch keinen finden. schwierig da richtig zu beraten.


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"opfer wird sie immer bleiben" - das sehe ich anders. in der vergangenheit opfer gewesen zu sein bedeutet nicht, dass dies für den rest des lebens so bleiben muss.


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narben verblassen nicht ganz. em meint vermutlich das gleiche wie ich einige dinge trägt man mit ins grab du kannst auf dem weg dorthin zerbrechen oder wachsen..aber diese narben bleiben erhalten


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klar bleiben sie erhalten, aber man geht damit wahrscheinlich anders um, als wenn man keine Therapie besucht hätte. Ich kann es nur von meinen Vater sagen, er bräuchte sie dringend. Dann würde er auch in seinen Leben einen Sinn sehen. Ich gehe selber zu einer Therapie, weil durch das Verhalten meines Vaters vieles kaputt gegangen ist und ich einiges verarbeiten muss. Und das kann ich nur durch das. Und es ist mir auch völlig klar, dass man das nicht vergessen kann und auch Narben davon trägt, aber ich würde bestimmt dann damit besser umgehen, als das was mein Vater mit sich trägt. LG Claudia


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habe weiterhin das gefühl, es weicht hier ab also nochmal: ich hatte lange therapien, brauche sie aber jetzt nicht... und jetzt muß ich zum kindergarten flitzen^^


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