Sakra
ich hoffe ja eini liest jetzt hier mit, denn die kann mir wahrscheinlich am meisten dazu sagen. wie erkennt man, ob jemand o.g. hat??? bei uns auf arbeit eskalieren die launen der chefin, sie brüllt und heult vor den patienten und ein paar stunden später überschlägt sie sich vor guter laune. früher hatte sie solche ausbrüche nur aller halbe jahre und nun wird es mehrmals die woche. es ist für uns angestellte unerträglich und dadurch haben wir schon viele patienten verloren. sie selbst rechtfertigt diese ausbrüche mit ihrem stolz, der aber da wirklich fehl am platze ist. sie lässt sich auch von niemandem was raten, dann geht sie sofort wieder in die luft und wir sind die bösen , die immer meckern . sie versucht auch uns die verantwortung für die praxis auf´s auge zu drücken, obwohl wir als angestellte mit diesen sachen rein gar nichts zu tun haben. egal, ich könnte noch ewig aufzählen ............ im prinzip bleiben wir nur noch aus pflichtgefühl und mitleid dort.:-(( (davon abgesehen gibts im moment keine stellen in unserem job) um wieder auf´s thema zurück zu kommen, meine kollegin äusserte eben gestern die vermutung, ob sie ev. manisch depressiv sein könnten. kennt ihr jemanden der das hat und wie geht man mit diesen menschen um???? wir wissen nicht mehr weiter, denn egal was wir sagen oder tun, es ist falsch. heute verzweifelte grüsse
Hallo, ich kenne mich einwenig mit aus wir haben einen Fall in der Familie Julia
ich hatte mal einen Schüler, bei dem war es allerdings so, dass es länger andauerde Phasen waren - tage- oder wochenlang - mal die depressive Phase mit Selbstmordgedanken und Verfolgungswahn, dann wieder manisch = voller Tatendrang, aber allzuviel weiß ich leider nicht darüber; dem jungen Mann war ich nicht gewachsen und war froh, dass er kaum in der Schule war und sich dann in stationäre Behandliung begeben hat
Hi, ich wäre vorsichtig mit solchen Mutmaßungen - diese "Launenhaftigkeit" kann auch Anzeichen eines Burnout sein, vor allem, wenn es sich immer weiter verschlimmert. Natürlich KANN es sein, dass eine schwerwiegendere psychische Erkrankung, womöglich auch eine Suchtproblematik, dahinter steht, aber das hilft euch in eurer Situation als Angestellte erst mal gar nichts. Für mich klingt das, was du schreibst, nach schlichter Überforderung, gepaart mit Kritikunfähigkeit - wahrscheinlich seid ihr als Angestellte auch in der falschen Position, sie zur Ordnung zu rufen, weil sie sich in der Hierarchie über euch sieht. Ein Zustand ist das natürlich nicht, aber vielleicht hilft hier wirklich nur die Flucht nach vorn: Setzt euch mit ihr zusammen, macht ihr klar, dass die momentane Situation für euch und die Patienten unhaltbar ist und dass sie nach Wegen suchen soll, ihre Heul- und Wutattacken in den Griff zu bekommen. Verdrängen mag eine Weile gehen, aber irgendwann muss sie sich auch ihrer Verantwortung stellen. Wenn sie so weiter macht, werden die Patienten sowieso nicht nur abwandern, sondern sich möglicherweise auch an die Ärztekammer wenden, und dann hat sie erst recht ein Problem... LG Nicole
an einen burn out hatte ich vor ein paar wochen schonmal gedacht, aber wie gesagt, gespräche bringen nichts.
wir sassen vor einem jahr schonmal alles zusammen , die problematik war ähnlich. es ging 2 wochen gut.
jetzt haben wir ihr unabhängig voneinander alle die gleichen tips gegeben, aber sie nimmt nichts an.
wir versuchen schon immer bei den patienten ihre fehler auszubügeln und uns ständig für ihr verhalten zu entschuldigen, aber irgendwie habe ich dazu auch bald keine kraft mehr.viele kommen nur noch in diese praxis, weil wir dort sind.:-(
ich war letztes jahr auf reha, unter anderem hat mich die arbeitssituation an den rand des erträglichen gebracht.
sie sieht sich nicht unbedingt als chef, sie erwartet , dass wir sie an der hand nehmen und ihre probleme lösen.
ich habe auch ganz ehrlich bedenken, dass sie suizidale absichten hegt, denn da war sie schonmal vor ein paar jahren knapp davor.
und nun???
wir können doch nicht auch noch verantwortung für unsere chefin übernehmen.
Hi, nein, das könnt ihr nicht, aber so, wie die Situation momentan läuft, kann sie zumindest für dich nicht weiterlaufen, sonst landest du über kurz oder lang wieder in der Reha. Gibt es für dich/euch gar keine Möglichkeit, euch beruflich anders zu orientieren? Moralisch ist das natürlich schwierig, wenn eure Chefin potenziell suizidgefährdet ist, andererseits kann sie ja nicht erwarten, dass es immer so weiter geht. Sie ist Orthopädin, richtig? Viele Orthopäden/Chirurgen habe ich von früher eher als mechanistisch und funktionsorientierte Menschen in Erinnerung, möglicherweise scheut sie sich deshalb auch, sich mit ihrer eigenen psychischen Problematik auseinander zu setzen? Wisst ihr etwas über mögliche private Probleme? Wenn sie wirklich so "stolz" ist, wie sie sagt, dürftet ihr euch die Zähne ausbeißen bei dem Versuch, ihr Hilfe anzutragen... LG Nicole
wir sind physiotherapeuten.
ja wir kennen ihre ganzen privaten probleme und da kommt noch *falsche* hilfe von aussen dazu.
ich sage nur: wahrsager.
wir sind immer für sie da gewesen und könnten ihr mit wirklich einfachen sachen auch aus diesem loch heraushelfen, aber sie lässt es nicht zu.
ihr *stolz* wird ihr von jemandem suggeriert, der die ganze problematik nicht kennt.
meine kollegin und ich hatten letztes jahr sehr lukerative jobangebote und haben es beide aus loyalität ihr gegenüber ausgeschlagen. jetzt könnten wir
.
ich suche im moment wieder, aber es gibt momentan keine passenden stellen.
aber danke erstmal für´s zuhören, auch wenn uns da niemand wirklich helfen kann.:-((
LG
Oh, verstehe - dann ist sie also in der Eso-Szene unterwegs... Da wird ihr dann womöglich noch suggeriert, dass niedergelassene Psychiater und Diplom-Psychologen, die man in ihrem Fall sicher konsultieren sollte, alle nur der pöhsen "Medizin-Lobby" angehören. Wow, das ist sehr schwierig, aber dann müsst ihr wirklich in erster Linie an euch selbst denken - und das nächste lukrative Job-Angebot zum Absprung nutzen. Wer weiß, vielleicht ist das dann auch der heilsame Schock, den eure Chefin braucht, um einen anderen Weg einzuschlagen... LG Nicole
jaaaaaaaaaaaaaaa, du sagst es!!!! die schulmedizin hat ihrer meinung nach keine ahnung von nix!!! danke dir, der nächste job gehört mir;-)) loyalität hin oder her, ich kann es mir nicht leisten auf der strecke zu bleiben. LG
Hi, mit einem Menschen, der unter so einer Erkrankung leidet, kannst absolut nichts machen, solange er selbst keinen Handlungsbedarf begreift. LG Fiammetta
Hallo, schließe mich Fiammetta an. Es hat keinen Sinn, der Frau was Gutes zu wollen, wenn sie es selber nicht möchte. Die Ex meines Mannes war/ist manisch-depressiv. Mein Mann hatte viel von ihrer Krankheit erzählt. Es schwankte bei ihr zwischen extremen Selbstmordgedanken und absoluter Euphorie mit ausgeprägtem Tatendrang und Einkaufsgelüste mit Summen von mehreren Tausend damals noch DM. Sie bekam auch starke Medis. Man sollte jedoch vorsichtig sein mit solchen Mutmaßungen. Solange wie sie selber alles mit sich i.O. findet, sind Euch die Hände gebunden und Ihr müsst wohl weiterhin so mit ihr fertig werden wie sie ist. LG Steffi