Mitglied inaktiv
Ich will die Diskussion nicht weiter anheizen, aber gerne von der unteren trennen. Du sagst, das das Wort Neger für dich völlig wertfrei ist und du es deshalb benutzt. Wenn ich mit meinen Kindern irgendwo langgehe, und eine Oma fällt mal wieder vor Begeisterung ob der Löckchen in Ohnmacht, und sagt mal wieder: ach so ein süßes Negerlein, da könnte ich im hohen Strahl kotzen. Ich will nicht, das meine Kinder so genannt werden. Und soviel Allgemeinbildung sollte drin sein, das man das Wort halt eben nciht mehr benutzt. Ich bin ziemlich entsetzt, das man meine Kinder in solche Schubladen stecken muß, um sie zu bennenen. Sie sind einfach Kinder und haben dazu sogar noch Vornamen, mit denen man sie ansprechen kann. Ich werte es immer als absolute Respektlosigkeit, wenn man meine Kinder so betitelt. Ich reagiere nicht unwirsch, wenn ein alter Mensch sie so nennt, aber ich weise darauf hin. Und bleiben sie trotzdem dabei, kann ich durchaus auch sauer werden. Als Astrid Lindgren Pippi Langstrumpf schrieb, war eine andere Zeit, heute ist anders, hoffe ich zumindest. Ich schlage meine Kinder auch nicht, nur weil es früher halt normal war. Lange Rede, kurzer Sinn, es ist einfach respektlos, heutzutage jemanden Neger zu nennen. In diesem Sinne, einen schönen Tag noch.
Ich möchte mich gerne anschließen! Ich sehe das genauso! Das Wort ist eben negativ besetzt (wurde ja unten auch schon genauer erklärt) und somit aus dem Wortschatz zu streichen! Die Freundin meines Cousins ist Halb-Afrikanerin und ich sehe sie beim vermeindlich harmlosen "Negerkuss" zusammenzucken! Sie wurde gehänselt als Kind und als "Negerin" bezeichnet! Für sie ist das ganz schlimm. Auch wenn es für uns vielleicht ein Umlernen bedeutet und wir "Negerkuss" nur aus Gewohnheit und nicht boshaft verwenden, so sollten wir es doch aus Respekt und Rücksichtnahme tun!!! Astrid Lindgren schrieb die Bücher zu anderen Zeiten und heute würde sie sicher andere Worte wählen! Also, bitte nicht aus falscher Gewohnheit Worte/Namen/Bezeichungen verwenden, die andere evtl. verletzen und die einfach eine negative Wertung/ Geschichte haben. Man sollte da schon etwas sensibel mit umgehen! Lg
Ich kann euch /eure Kinder verstehen, wenn Ihr /Eure Kinder in dem Zusammenhang schlechte Erfahrungen machen musstet. Die Hänselein fanden aber sicher unter Kindern statt und da wird auch jeder Brillenträger als Brillenschlange gehänselt. Eigentlich "eignet" sich fast jedes körperliche Merkmal das den Menschen von anderen unterscheidet dazu. Wie darf ich denn nun einen Menschen mit dunkler Hautfarbe nennen um ihn nicht zu beleidigen, zu hänseln und politisch korrekt zu bleiben? Ich meine diese Frage wirklich ernst. Für mich (ganz persönlich) hat das Wort keine negative Bedeutung. Ich stelle mir einfach eine bunte Menschengruppe vor und ich soll verschiedene Leute beschreiben. Natürlich nutze ich dazu seine äußeren Merkmale (die Frau mit dem großen Busen, der Mann mit der Glatze, das Kind mit der Brille und halt auch der Neger) Muss ich jetzt sagen-- der Schwarze ,der Mittelbraune, der Mitbürger mit der stark pigmentierten Haut, .....................????? Was kann/ darf/ muss ich sagen?? Bitte prügelt jetzt nicht nur auf mich ein sondern erklärt es mir. Danke momoo
zu meinen kindern sagt doch auch mit sicherheit niemand "schau mal, die süßen weißen"... abgesehen davon, dass KEIN mensch weiß, schwarz, rot oder wasweißich ist... nach einigem nachdenken bin ich zu der erkenntnis gekommen, dass ich mich nicht wirklich erinnern kann, die hautfarbe überhaupt zur näheren beschreibung einer person heran zu ziehen. warum auch? von daher könnte eine solche diskussion ansich grundsätzlich überflüssig sein...
In manchen Fällen macht es schon Sinn, eine Personenbeschreibung abzugeben, z.B. wenn es um Zeugenaussagen geht. Oder ein ganz praktisches, blödes Beispiel - ich lag letztens im Krankenhaus, ganz frisch, den ersten Abend, ein Mann in einem weißen Kittel kam herein und nahm das Telefongerät vom (leeren) Nachbarbett mit, weil im Nachbarzimmer ein Telefon kaputt sei - die Schwestern, die kurz danach kamen, waren hellauf entsetzt, sahen das gute Telefon schon geklaut und wollten von mir wissen, wer der Mann gewesen sei oder wie er ausgesehen habe... Da sind dann schon Fälle, wo es grundsätzlich Sinn macht, auch eine Hautfarbe zur Personenbeschreibung hinzuzuziehen, genauso wie Haarfarbe, Haarschnitt oder sonstiges. Allerdings empfinde ich es als absolut unangebracht, dann jemanden als "Neger" oder "negroid" oder ähnliches zu titulieren, weil diese Bezeichnungen im allgemeinen Sprachgebrauch grundsätzlich abwertend benutzt werden und von Betroffenen auch so empfunden werden. Wobei ich es auch, zugegebenermaßen, schwierig finde, die "richtige" Bezeichnung zu erwischen, zumal ich oft erlebt habe, dass die Betroffenen selbst unterschiedliche Bezeichnungen als "gut" oder "schlecht" empfinden. Der eine bezeichnet sich als "Black", der nächste als "Afro-American", und ich erinnere mich noch an eine sehr peinliche Debatte zwischen dem Vater meines damaligen Partners, der aus den Südstaaten stammt, eine sehr dunkle Hautfarbe hat und sich selbst als eben als "Black" bezeichnet, und einem Kongolesen... Da eine geglückte Gradwanderung hinzubekommen ist schon arg schwer! Ansonsten muss ich zugeben - "Negerkuss" kann mir (leider) im Eifer des Gefachts auch noch mal passieren, auch wenn ich es bewusst zu vermeiden suche. Die "Alternativbezeichnungen" wie "Schaumkuss" oder "Mini-Dickmann" oder so ähnlich empfinde ich irgendwie noch als "aufgesetzt" und noch nicht wirklich in Fleisch und Blut übergegangen... Die Phrasen "ich bin doch nicht dein Neger!" oder "hab ich ein N auf der Stirn stehen!?!", mit denen manche sich gegen ünerwünschte Arbeitsaufträge wehren wollen, finde ich allerdings indiskutabel und auch nicht aus der Gewohnheit heraus verzeihlich. Da ist die Wertung und die automatische geistige Gleichung "Neger = Sklave" offensichtlich. Wobei ich zugebe - in gewisser Weise messe ich da schon mit zweierlei Maß... :-( Und der "Sarotti-Mohr" hat sich ja nun auch erledigt! So, und jetzt hole ich mir einen Schaumkuss...
Nein, das ist sie IMHO nicht. Um einen Menschen zu beschreiben wähle ich meist sein auffälligstes persönliches Merkmal. Das ist - bei einem Nicht-Westeuropäer - idR seine Hautfarbe. Sind mehrere mit gleicher Hautfarbe in der näheren Umgebung, so dass es zu einer Verwechslung kommen könnte, da benenne ich eben ein weiteres Merkmal, zB, "Du kennst doch Herrn X, den Schwarzen mit der Brille." Ähnlich beschreibt man Westeuropäer, nur macht es da wenig Sinn auf die Hautfarbe zu verweisen. Da sagt man dann eher: " Du kennst doch Herrn X, den mit der Brille und den schiefen Zähnen" Na, dann doch lieber der Verweis auf die Hautfarbe :)
ich beschreibe menschen eher anhand anderer attribute... verschiedene dinge übersehe ich fast... bspw. fehlende zähne, weil das gebiss nicht eingesetzt ist oder dicke brillengläser. letztens machten bei einem workshop zwei teilnehmer untereinander witze über die schriftgröße am flipchart, dass es ja nicht so winzig geschrieben sein könnte, wenn der andere es noch lesen könnte... ich habe diesen, neben mir sitzenden mann dann gefragt, was es damit auf sich hätte. der tippte dann an seine brille und sagte "minus elf!" - erst da habe ich "gesehen", dass der mann wahre aschenbecher als brillengläser trug!
solche geschichten gibt es im täglichen leben reichlich bei mir... den oben erwähnten mann hätte ich irgendwie nicht als träger einer starken brille beschrieben, sondern erst mit seinem namen begonnen, dann seine statur beschrieben, seine auffallend interessanten lippen, seine jungenhafte und schüchterne ausstrahlung verbunden mit einem klisschee-progammierer-deutsch in langsamster artikulation, etc... aber die brille und gar die hautfarbe... nee, eher ganz zum schluss.
ich stelle viel eher die vergleiche mit bekannten personen her, um einen menschen zu beschreiben... mein bruder bspw. war als 20-jähriger optisch eine mischung aus terence hill und sascha hehn - und? da weiß doch eigentlich auch jeder, wie er typmäßig aussah, oder? ![]()
...ich trage auch solche "Aschenbecher" auf der Nase, vielleicht liegt es ja daran, dass ich Menschen eher anhand der Attribute, die selbst ich eindeutig erkennen kann, beschreibe. Haarfarbe und -länge sehe ich, Brille grundsätzlich auch (okay, diese Mini-Randlos-Modelle nehme ich oft nicht wirklich war), und Hautfarbe sehe ich eigentlich auch - aber sowas wie "auffallend interessante Lippen" oder "schüchterne Ausstrahlung" nehme ich erst wahr, wenn ich jemanden näher (d.h. aus der Nähe) kenne und sehe. Wobei es auch einfach ein Unterschied ist, ob ich z.B. gegenüber der Polizei eine Täterbeschreibung abgeben muss (also reine Aufzählung eindeutiger Merkmale wie Körpergröße, Körperfülle, Haut- und Haarfarbe etc.), oder ob ich meiner besten Freundin o.ä. meinen neuen Freund beschrieben habe - als ich meiner Schwester das erste Mal meinen jetzigen Partner beschrieben habe, habe ich ihr auch gesagt, er sieht aus wie der Schauspieler des "Nagus Zek" aus Star-Treck in Woody Allens "Manhattan" (= Wallace Shawn). Sie wusste dann, was ich meinte - und ich wusste, dass sie es wusste.
Ich glaube es Dir schon. Aber ich bin da einfacher gestrickt. Ich sitze im Kaffee und sage zu meiner Freundin, "guck mal da vorne die Dicke mit dem kurzen Rock, die kenn ich, die ist super nett." Was würde meiner Freundin der Name helfen um die Frau schnell im Getümmel zu identifizieren?
meiner schilderung der wahrnehmung oder gar der wahrnehmung selber, wenn andere meinen, ich würde mich so kompliziert ausdrücken...
DESHALB versteht mich also selten jemand! ![]()
Ich habe geschrieben, ich benutze es nicht!! Aber ich sehe eigentlich nicht wirklich ein, warum nicht, es wurde anno dazumal neg. gemeint, aber ursprünglich heißt es nur "schwarz", und gegen den Begriff "Schwarzer" wehrt sich ja auch keiner, wenn dann bitte sämtliche Farbenbegriffe abschaffen, egal ob "Schwarzer" oder "Weißer". Und eben, obwohl Pippi viel näher an der Zeit von annodazumal war, war man damals nicht so auf dieses Wort sensibilisiert, da hat es die Betroffenen komischerweise auch noch nicht betroffen, auch diese empfinden das zumeist erst seit einigen Jahren als Beleidigung. Und sorry, wenn man jemanden nicht kennt vom Namen her, wie darf man ihn denn beschreiben? Wenn die Hautfarbe nunmal das erkennbar augenscheinlichste Unterschied in der Menge ist, was soll man dann sagen "Guck mal da vorne der mit dem gelockte schwarzen Haare mit dem war ich letztens nett ein Bier trinken" und drumherum stehen 5 Italiener, mit genauso gelockten scharzen Haaren. Das hat nun nichts mit Schubladendenken zu tun, es ist doch keine Characterbezeichnung über die man Grund hätte sich aufzuregen. Demnach müßte ich mich ja genauso aufregen, wenn mein Kind als Goldlöckchen titutliert wird, weil es blonde Löckchen hat, Goldlöckchenschubladen sind bestimmt genauso unbequem:-(. Freu Dich doch, wenn Dein Kind für süß gehalten wird, alles andere ist m. E. Einbildung. Und ich habe soviel Allgemeinbildung, daß mein Spanisch z.B. ausreicht um das Wort Neger (negro) zu übersetzen. Wer wie dieses Wort benutzt ist nunmal unterschiedlich, aber da gleich eine Boshaftigkeit zu unterstellen ist arg übertrieben. Mein Sohn ist Asperger-Autist, oft auch Aspie bezeichnet als Abkürzung, er nennt sich selbst auch so ab und an, hat damit kein Problem, er ist nunmal einer und steht dazu, dahinter muß man nicht gleich Vorurteile gegen behinderte vermuten! Viele Menschen bekommen sprüche oder Spitznamen etc. auf Grund ihres Äußerem, sei es die geringe Körpergröße (damit kann ich dienen und ich hab schon so einiges an Sprüchen etc.- gehört), ihrer Masse, ihrer Haarfarbe (wenn jede rothaarige, die als Hexe betitelt wird spaßeshalber kotzen würde, wären die Straßen vollgekotzt und auch da steckt eine Geschichte hinter!!!) etc. etc.. Ich höre lieber auf den Unterton als auf das Wort an sich, da kann man schnell differenzieren, wie was gemeint ist! Im übrigen bin ich nun auch nicht beleidigt, daß Du meinen Namen verdreht hast, ich heiße Leolu, nicht Leolou! Verständnis habe ich bei characterlichen Beleidigungen, wie Schlampe und Co., aber ich flipp auch nicht aus, wenn Ausländerkinder spaßeshalber die meinigen Kartoffelfresser nennen. Wie gesagt, es kommt auf den Ton an! LG Nina
Das hatten wir doch neulich in nem anderen Forum auch schon. Ich bin der Meinung das sind Kinder/Menschen...wie auch immer...da erübrigt sich doch "schwarz","weiss" oder"gelb";-) Warum muss man denn überhaupt eine Hautfarbe erwähnen??? Mir ist neulich was aufgefallen: Wenn mein Sohn jemanden beschreibt dann sagt er...der Junge dahinten mit den dunklen Harren,der die rote Jacke anhat...er sagt nicht:Der Schwarze...-das finde ich ehrlich gesagt ziemlich gut;-)
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jeder, der nicht betroffen ist, kann zwar gut gemeint formulieren, daß das ja nicht schlimm sei, dieses (eklige) wort zu benutzen. aber hat er das recht, das dann gleich für diese hautfarbenbesitzer ;) zu entscheiden? nein. solange mir niemand sagt, ich SOLL neger sagen, benutze ich das wort auch nicht. als ich in den usa gelebt habe, war klar, daß sich diejenigen, die wir jetzt hier meinen... "black" genannt werden wollten und nicht negros. oder noch schlimmer. danke fürs akzeptieren und nicht weiter drüber nachdenken, ob es für uns nichtbetroffene schlimm wäre oder nicht. wir sind nicht betroffen, basta. lg mandana
Hast Du gelesen, was ich unten geschrieben habe? Anscheinend nicht, ansonsten würdest Du diesen Vergleich mit den Begriffen "Schwarzer" und "Weißer" nicht bringen! Eigentlich stimmt es, was Du schreibst, aber eigentlich auch nicht! "Neger" ist die Weiterleitung von "Niger" dem lateinischen Wort für "Schwarz". Niger, Nègre (französisch) oder Negro (spanisch) wurden aber im Zusammenhang mit den Schwarzafrikanern immer abwertend benutzt (Kolonialisierung und Sklavenhandel)! Auch wenn der Ursprung dieser Bezeichnung ein vollkommen neutraler ist, wurde leider ein sehr negativ besetztes Wort daraus, das wirklich von den Betroffenen als Abwertung angesehen wird. Auch wenn der Begriff "Neger" von manchen Menschen wertfrei benutzt wird, kommt es bei den Betroffenen doch abwertend an! Daher muss man mit solchen Dingen immer aufpassen. Der Begriff "Weißer" wurde, soweit ich weiß, nie von den so genannten "Weißen" als Abwertung gesehen! Es wurde ja auch nur von "Minderwertigen" abwertend verwendet! Ja, ja, die Überheblichkeit der Weißen! Übrigens: Neger war daher schon immer eine Beleidigung!! Nur mussten die so Benannten das hinnehmen! Das machen sie jetzt glücklicherweise nicht mehr!! WIR ALLE SIND MENSCHEN UND SOLLTEN AUCH ALS SOLCHE BEZEICHNET WERDEN! LG Bettina
Sonst kann ich auch zu jeder einzelnen Dame hier "Du Sau!" sagen und behaupten, daß Schweine doch ganz saubere und niedliche Tiere sind und sie selber schuld ist, wenn sie sich durch den Begriff beleidigt fühlt, schließlich habe ich ihn nicht beleidigend gemeint. Wenn ein Eskimo nicht Eskimo sondern Inuit genannt werden möchte, wenn ein Zigeuner nicht Zigeuner sonder Sinti oder Roma genannt werden möchte, wenn ein Neger nicht Neger sondern Schwarzer genannt werden möchte - dann ist das seine Entscheidung und das ist zu respektieren. Ich möchte Elisabeth und nicht Elli genannt werden - und erwarte, daß auch das respektiert wird, obwohl es sicher Millionen ganz lieber Ellis auf der Welt gibt und das fast immer auch gar nicht böse gemeint ist. Aber wie ICH genannt werden möchte, bestimme ich selber. Und meine Kinder dürfen bestimmen, wie sie genannt werden möchten. Aus. Fertig. Auf eine Diskussion brauchen sie sich nicht einzulassen, wenn sie das nicht möchten. Warum auch? Gruß, Elisabeth.
......oder wie sie reden. Mensch bleibt Mensch. Ich kann von mir sprechen. Ich wurde immer gehänselt, wegen meine Behinderung. Man merkte mir an das ich ein Rückenschaden habe und deswegen nicht so gut ging. Und da wurde ich als Ente, als krummer Hund und ich weiss nicht was betitelt. Es hat mich als Kind sehr verletzt. Und in der heutigen Sicht stehe ich darüber. Wenn jemand mir von der Seite blöd kommt, wird sich gewehrt. Das lernt man mit der Zeit. Und ich lerne meine Kinder,das jeder Mensch so genommen werden sollte, wie sie sind. LG Claudia
fragt, an die diskussion weiter unten denkend, snuggles
Du meinst das mit den Nazis oder? Ich finde diese Menschen echt erschreckend. Sie haben das Leben nicht gelebt und leben für ein Glauben, das sie nicht kennen. Ich glaube an den Mensch an sich. Aber Denkweisen wie die Radikalen Moslems oder Nazis natürlich nicht. Um Gottes willen. Ich bin ein friedliebender Mensch. Ich würde nie herablassend über einen Menschen reden und denken, der behindert ist. Ich würde auch kein herablassenden Ton über ein Menschen machen, der andere Hautfarbe hat oder aus einen anderen Land kommt. Ich würde nur heftig reagieren, wenn ein anderer Mensch jemand anderes egal aus welchen Land Kulturen oder Denkweise jemand anderes verletzt, demütigt oder tötet. Snuggels hoffe ich konnte dir die Frage beantworten. LG Claudia
Ich versuche meinen Kindern beizubringen, dass man allen Menschen gegenüber den gleichen Respekt zeigen muss! Allen Menschen unabhängig vonihrer Hautfarbe, Religion, politischen Einstellung, Behinderung, ... Erst wenn man den einzelnen Menschen kennt, kann man feststellen, ob dieser den Respekt überhaupt verdient! Wobei ich sagen muss, dass es mir selbst manchmal schwer fällt, mich daran zu halten. Wenn ich weiß, das jemand politisch eindeutig rechts steht, dann kann ich dieser Person keinen Respekt zeigen! LG Bettina
guinian genau das lerne ich meine Kinder auch. Respekt vor jeden Menschen zu haben. Und vor allem nicht mit den Finger zeigen. Jeder Mensch hat es auch verdient mit Respekt behandelt zu werden. Nur bei den Rechten bin ich ehrlich kann ich es auch nicht. Wer Völkermorde als normal bezeichnet, wer Behinderte als Seuche bezeichnet und wer eine Religion als Teufel ansieht, der kann für mich kein Respekt erwarten. Und so sind leider die Rechten. LG Claudia
Ich stimme zu, gebe aber zu bedenken, dass man sich derartig oft ereifert während man an anderer Stelle gern von Zigeunern spricht. Sagt man aber auch nicht... LG, alex
mir geht es um das Wort allgemein, welches nichts bösartiges an sich hat, lediglich eine Hautfarbe angibt, wer was daraus macht oder gemacht hat, ist eher in den Köpfen der Menschen, da kann das Wort nichts für, wenn es wer abwertend benutzt! Und was ist bösartig an einem Negerkuss? mal ganz davon abgesehen kann man das auch ohne an Menschen zu denken einfacher nur übersetzen mit schwarz und Kuss, nur manche möchten halt gerne das ein oder andere assozieren. Von den angesprochenen Zigeunern ganz zu schweigen, vor Jahrhunderten ist man auf dem Scheiterhaufen gelandet, wenn man als Hexe tituliert wurde, heute nennt man Hunde so oder betitelt seine nicht immer hörenden Töchter so, oder um die ein oder andere rothaarige zu ärgern. Wer völlig korrekt handeln und neg. belastete Worte meiden, sollte dann auch dies verschlucken.... Mir geht es darum, daß ein harmloses Wort einfach neg. gedreht wird und somit aus dem Sprachgebrauch zu verschwinden hat. Wie unten schon erwähnt gilt gleiches für Zitate, die an einem KZ standen, ist auch verpönt, wobei die Zitate älter sicher älter sind als das dritte Reich. An diesen Worten ist nichts bösartiges, es verwandelt sich nur in den Köpfen der Menschen in etwas böses, weil sie dies und das hineinassozieren bzw. ihnen diese und jene Erinnerung dazu einfällt. Und daß die Betitelung "Weißer" völlig wertfrei zu nehmen ist, ja eher sogar mit stolz getragen wird, halte ich auch für ein Gerücht! Ganz ehrlich, bei dem Wort "Weißer" habe ich zuerst Indianermeuchelnde Cowboys im Kopf (darf man überhaupt Indianer sagen???). Warum man Rassenunterschiede überhaupt macht mit solchen Worten ist mir eh ein Rätsel, hab ich hier im Forum schon mehrfach bekundet, nur WENN das schon sein MUSS, dann finde ich das eine Wort nicht schlimmer als das andere! LG Nina
...vielleicht kommt es auch auf den "zeitlichen Abstand" an..? Die "Hexenverbrennungen" sind schon lange her, im Rahmen der Aufklärung glaubt heute niemand mehr ernstlich an Hexen, zumindest nicht in diesem Sinne, und die letzten Hexenverfolgungen gab es etwa 1750 (von ein paar wenigen späteren Ausnahmen abgesehen). Also ist es im Prinzip seit 250 Jahren "ungefährlich", als Hexe tituliert zu werden, es ist doch sehr "dunkle Vergangenheit" und niemand kennt mehr jemanden, der jemanden kannte, der als Hexe angeklagt, verurteilt und hingerichtet wurde. Die Hetzjagden auf Hexen sind - zumindest hier - definitiv vorbei, es ist "Geschichte". Das nimmt niemand mehr ernsthaft persönlich. Die selbsternannten Hexen, die es heute gibt, sind ein anderes Thema, aber für die ist der Begriff Hexe auch keine Beleidigung, sondern ein selbstverliehener Ehrentitel, und kein noch so dämlicher Neonazi würde auf eine Frau ernstlich in der Überzeugung losgehen, dass sie eine "Hexe" wäre. Mit "Neger" ist das komplett anders. Das Wort "Neger" ist schlimm, es wird i.d.R. (nicht immer, aber das ist dann unerheblich) wertend gemeint und impliziert automatisch eine Abwertung. Und von einer echten Gleichberechtigung aufgrund der Herkunft eines Menschen sind wir immer noch meilenweit entfernt. Die (überwiegende) Abschaffung der Sklaverei ist erst knapp 150 Jahre her, die Rassentrennung in den USA galt strikt bis in die 60er Jahre, und die Apartheit in Südafrika wurde offenziell erst in den 90er Jahren abgeschafft - und von dem, was in den Köpfen der Menschen immer noch ist, mag ich jetzt nicht reden. Die heute lebenden Schwarzen haben also oft sehr wohl in ihrer Familiengeschichte entsprechende Erfahrungen, die immer noch überliefert werden, die amerikanische Kultur ist voll solcher Geschichten (lies z.B. nur mal Toni Morrison!) und so ziemlich jeder Schwarze, der in einem Umfeld mit Weißen lebt, wird heute die Erfahrung gemacht haben, dass er aufgrund seiner Hautfarbe diskriminiert wurde und/oder wird. Das ist schlecht, aber es ist Realität! Und solange es Realität ist, solange ist "Neger" auch abwertend und diskriminierend und eben kein "normales Wort", dass man "einfach so verwenden" kann! Mal ein ganz blödes Beispiel - bei uns ist vor kurzem ein 21-jähriger Nigerianer erstrochen worden, als er zwei Frauen zu Hilfe kam, die morgens im Frankfurter Bahnhofsviertel von zwei anderen Männern bedroht wurden. Als Dominik Brunner vier Kindern gegen Jugendliche in der Münchener U-Bahn zu Hilfe kommen wollte und dafür mit Tritten und Schlägen zu Tode malträtiert wurde, war das gegen für Woche das große Thema in allen Zeitungen, ihm wurde posthum der bayerische Verdienstorden und das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik verliehen und überhaupt gilt er als "moderner Held". Das will ich auch alles gar nicht schlecht reden, bestimmt nicht - aber ein Nigerianer, der von zwei Schwarzen bei einer vergleichbaren Tat voller Zivilcourage erstochen wird, der ist keine große Schlagzeile wert, der bekommt posthum keine Orden und es dauert Wochen, bis die Oberbürgermeisterin von Frankfurt nur mal den Hinterbliebenen konduliert, und darüber wird allenfalls mal unauffällig im Regionalteil der lokalen Zeitung berichtet. Da wird verdammt sehr mit zweierlei Maß gemessen, so dass es einfach nur zum Kotzen ist!!!
-- Und daß die Betitelung "Weißer" völlig wertfrei zu nehmen ist, ja eher sogar mit stolz getragen wird, halte ich auch für ein Gerücht! -- Dazu ein Erlebnis von Sir Peter Ustinov: Als er in die USA einreiste, musste er ein Formular ausfüllen, in dem auch die Hautfarbe angegeben werden musste. Er gab "Rosa" an. Die Beamten versuchten ihm mehrfach klar zu machen, dass er ein Weißer ist und er stolz darauf sein muss. Daraufhin zeigte er ihnen immer wieder, dass er doch nicht weiß wie ein Blatt Papier ist. LG Bettina
die zwar auch wenn sie eben eine frankfurter aber dennoch deutlich überregionale zeitung ist, hat mehrere artikel zu diesem fall geschrieben - andere blätter übrigens auch... außerdem gibt es noch einen möglichen grund für die vorsichtigere berichterstattung: der bereits gefasste tatverdächtige stammt aus eritrea... und dass dieser potentielle täter afrikanische wurzeln haben könnte, war sogar auf den veröffentlichten phantombild zu erkennen.
der hatte einen wunderbaren humor und eine tolle art, seinen "finger in wunden zu halten".
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Er war das, was man unter einem Cosmopoliten versteht! Alleine er ist mein allergrößtes Vorbild! LG Bettina
...aber in etlichen regionalen Zeitungsartikel hier habe ich schon das Gefühl, dass es einfach "etwas anderes" ist, ob ein Schwarzer von zwei anderen Schwarzen erstochen wird, oder ob ein weißer Mann bei der Verteidigung von weißen Kindern stirbt. Dass eine gewisse "Zurückhaltung" in der Berichterstattung an dem Migrationshintergrund der Täter liegen könnte, und quasi aus "Rücksicht" in welchem Sinne auch immer, auf die Täter, diesen Eindruck habe ich bisher nicht gewonnen. Und auf die Titelseite hat Emeka Okoronkwo es nicht einmal bei der FNP gebracht - im Gegensatz zu Dominik Brunner.
ich gerne einmal die hand hätte schütteln wollen... peter ustinov gehörte dazu! eine der beeindruckensten persönlichkeiten mit einem der brillantesten gehirne überhaupt *find*.
ich kann ansich fankult nicht nachvollziehen... wenn es so etwas ähnliches in meiner wertewelt gibt, dann die verehrung eines peter ustinov. ![]()
Das siehst Du ganz gleich wie ich!! Es ist so schade, dass es nicht mehr Menschen wie ihn gibt! Buchtipp: "Achtung! VORURTEILE" http://www.amazon.de/Achtung-Vorurteile-Gespr%C3%A4chen-Harald-Wieser/dp/3499239280/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1273857856&sr=8-1 Aber wirklich Achtung! Ich hab mich leider auch darin gefunden, obwohl ich meine Vorurteilsfrei zu sein! Ich wurde eines besseren belehrt! LG Bettina
wo er recht hat er recht. Ich mag ihn auch sehr gerne. LG Claudia
Du hast ernsthaft geglaubt vorurteilsfrei zu sein? Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Mensch Vorurteile mit sich herum trägt. Der aufgeklärte Mensch nur, der erkennt, wo ihn mal wieder ein Vorurteil narrt und überprüft ob es auch als Urteil haltbar ist. Vorurteile an sich sind ja erst Mal nix gänzlich negatives. Wenn mir ein verwirrt blickender Mann mit einer Pistole in der Hand entgegen kommt, dann bringe ich mich erst Mal in Sicherheit in der Annahme, der Typ könnte für mich gefährlich werden. Vielleicht ist es aber auch nur ein Vater mit einer Wasserpistole in der Hand der beim Versteckenspiel seinen Spößling sucht. Vorurteile können einen auch schützen, weil man eben nicht in jeder Sitution und jedem gegenüber auf die Schnelle ein Urteil fällen kann, wenn man eine Entscheidung treffen muss.
Ich hab mich falsch ausgedrückt, ich schnell schreiben wollte. Also, ich weiß, dass ich Vorurteile habe, versuche aber so gut wie möglich diese zu reflektieren. Das Buch von Peter Ustinov zeigte mir aber Vorurteile auf, die ich so verinnerlicht habe, dass sie mir nicht als Vorurteile aufgefallen sind! So meinte ich dieses "Vorurteilsfrei" LG Bettina
Ach so, das ist was anderes
. Alles klar und gut, dass wir darüber gesprochen haben ![]()
"Alle Klarheiten beseitigt!" *g* Wie es bei uns heißt! LG Bettina