Mitglied inaktiv
Hat mich noch sehr beschäftigt. Danke auch für den Beitrag von Malwine. Fand ich auch beeindruckend. Ist der Lebenssinn nicht, anderen eine Freude zu machen oder zu sein ? Dafür zu sorgen, dass es Ihnen gutgeht ? Dass man Krisen meistert, an Tiefe gewinnt ? Als Eltern ist der Lebenssinn doch eindeutig, ein Kind zu einem späteren Leben zu befähigen, ihm alles mitzugeben, damit es das Leben meistern kann. Wenn man den Erziehungsauftrag erfüllt hat, bleiben noch viele andere Menschen. Bei mir z.B. Schüler: Mein Lieblingsautist (18) hat mich am Mittwoch als er mit dem Bus ankam,hochgehoben und durch die Luft gewirbelt (1,85, 90 Kilo). Wenn DAs kein Sinn ist. Ihnen die Schule so zu gestalten, dass sie alles freiwillig aus sich raus holen und Spaß dabei haben und sich freuen, mich zu sehen. ich seh so viel Sinn in diesem Leben und sei es nur, sein Leben sinnvoll zu gestalten... Sentimentale Marion
das gehört sicherlich dazu, aber wenn man sich nur um andere kümmern soll/will/ muss, bleibt doch irgendwann das eigene leben auf der strecke. ich bin fast an meinem beruf zugrunde gegangen, weil ich zuviel gegeben habe und wenig zurück bekam. meine frage von gestern war eigentlich bissl anders gemeint. ob man bewusster leben sollte oder freier( wenn man eben solch frühe todessfälle um sich hat) , d.h. sich um viele sachen weniger gedanken machen sollte und einfach warten was passiert und alles auf sich zukommen lassen soll.
dass es glücklicher macht, bewusster zu leben. Und die Hauptaufgabe ist sicherlich: Sich selber glücklich zu machen !!!
Tja, das mit dem "Gedanken machen" ist nicht ganz so einfach, weil man ja etwas mitbringt. Der eine macht sich mehr Gedanken, der andere weniger. UND: sich weniger Gedanken zu machen, kann man nicht lernen, wie ich aus langjähriger Therapieerfahrung berichten darf
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Es ist also nichts, was man steuern kann...
ABER: man kann schon lernen, für den Moment zu leben, nicht das Glücklich-sein auf morgen zu verschieben.
Und schlimme Krisen führen oft dazu, bewusster zu leben.
Deshalb haben auch sie SINN.
danke , beim letzten absatz kann ich unterschreiben!!! gedanken kommen und gehen und sind schwer zu steuern. aber man kann lernen sie zu mildern.
ich glaube manchmal, es ist aber schwerer, wenn man nicht religiös ist.
Wenn ich alle Weisheit erreicht habe, die es für mich zu erreichen gibt, werde ich sterben. Das ist mein Sinn des Lebens, so viel Weisheit wie mir möglich ist. Das bedeutet nicht alle Weisheit, sondern das, was für mich passend ist. Das kann morgen erreicht sein, das kann in vierzig Jahren erreicht sein. Um das zu erreichen, muss ich für mich alles tun, um die Weisheit anzunehmen. Ich sehe also in meinem eigenen Tod das große Finale für mich. Dann schließt sich der Kreis und ich werde im Sterben verstehen, wieso es diesen Kreis überhaupt gibt. Für diese letzte Weisheit muss ich jedoch bereit sein und das bin ich jetzt gerade nicht. Da gibt es noch so vieles zu verstehen, zu sehen... Aber irgendwann bin ich bereit (und hoffentlich auch alt). Und erzwingen kann ich diese Form der Weisheit, die ich für mich meine, auch nicht. Und deshalb ist mein Leben ein ganz großes Abenteuer, das ich einfach nur liebe. Da gehören selbst depressive Phasen, Trauer und Angst mit dazu, aber auch das gefühl der grenzenlosen Freiheit und das im Universum geborgen fühlen. Manchmal, wenn ich auf einem hohen Berg stehe, habe ich das Gefühl, jetzt einfach losfliegen zu können. Dann ist mir, als ob dieser eine Augenblick so voller Leben ist, das ich daran sterben könnte. Ich weiß nicht, ob Du damit etwas anfangen kannst. Nein, ich bin nicht depressiv oder manisch. Ich habe auch keine Psychose. ich hatte nur einige Male Glück, noch einmal mit dem Leben davon gekommen zu sein. Ich liebe das Leben. Grüße
Aber eine Frage hätt ich da noch: Denkst du in depressiven oder ängstlichen oder kranken Phasen: DAS ist das Leben ? Ich denke da eher : DURCHHALTEN !!! Und die Weisheit...wo bekommst du die ? Und wenn man jetzt stirbt ? Ohne die ganze Weisheit ?
ich wollte dich grade fragen was du nimmst;-)) ich verstehe, wie du es meinst und man hört von vielen leuten( die schon dem sensenmann von der schippe gesprungen sind), dass sie auf einmal sachen und dinge tun, die sie vorher nie für möglich gehalten haben.
Ich nehme nix... Diese meine Erkenntnis (ich sag ausdrücklich meine) ist in mir fester geworden, als ich auf Mallorca diese tolle Straße zum Torrent de parais herunter gefahren bin und Viva la Vida von Coldplay im Auto hörte. Zuvor hatte ich mit einem wahnsinns Glück NUR eine Konisation hinter mich bringen müssen und wußte dann sicher, das es nur ein gebärmutterhalskrebs in Situ also ohne verbindung zu den Blutbahnen war. Als ich dann meine Erkenntnis einer Frau im Krankenhaus dar legte bekam ich schwups eine nachblutung mit Not-OP (und die arme Frau dachte, ich wäre jetzt weise geworden und mich würd sie nicht wieder sehen). Es gibt und gab in meinem Leben genug komische geschichten, da bastele ich mir so ein mir hilfreiches Konstrukt. Grüße
herrje welch schlimme frage in einer zeit in der ich mein eigenes leben in frage stelle und mich frage, wann ich jemals zufrieden sein werde. ich denke der sinn des lebens liegt nicht darin dafür zu sorgen, dass es anderen gut geht. zumindest nicht nach meinen erfahrungen, die ich machen durfte. mein motto derzeit sollte sein, nicht darüber zu trauern was schiefläuft, sondern freude für das zu empfinden, was ich geschafft habe in der kurzen zeit. das fällt mir leider gerade sehr, sehr schwer. obwohl ich doch alles habe, was ich wollte. ich habe die liebe meines lebens, ich habe gesunde kinder, ich habe ein haus (wollte ich nie wirklich) und mir ist bisher noch nichts wirklich mißglückt. leider kostet dieser status aber enorm kraft, dass ich kaum zeit habe über die guten seiten nachzudenken. manchmal befürchte ich, wenn ich mal aufhöre mich anszustrengen, mal einige probleme einfach probleme sein lassen würde, dann geht alles den bach runter und ich verliere alles was ich erreicht habe. trotzdem, mein ziel (sinn) im leben ist es, mich an den dingen zu freuen die ich habe und lerne glücklich damit zu sein, nur dann profitieren auch andere von mir. ich habe gerade mit einer alten freundin telefoniert und sie meinte, als ich ihr die story mit meiner mutter erzählte und wie ich sie abfahren lies "wenigstens beginnst du langsam den richtigen charakter zu entwickeln!" egosau? "nein, für dich und denen die die wirklich wichtig sind zu leben und menschen die dir nur schaden endlich fallen zu lassen!" hmmm....trotzdem anstrengend. übrigens hat paul eine 4 in der mathe ex. vor einem jahr wäre ich noch am boden zerstört gewesen, jetzt hab ich zumindest gelernt gelassen zu sein und nachdem ich mir die ex ansah, hab ich beschlossen, ich hätte eine glatte 6 bekommen und 4 bedeutet immer noch ausreichend.... wenn das mal kein fortschritt ist.
In den depressiven, ängstlichen und kranken Phasen wird es für mich manchmal schwer, an meine Lebensphilosophie festzuhalten, aber es ist nicht unmöglich und bis her hats gut geklappt. Man hält nur durch, wenn man auch Hoffnung hat, also habe ich genug Hoffnung um durch zu halten. Die Weisheit kommt, wenn ich sie zu lasse. Sie ist eine Mischung aus Gelassenheit und Mut, Liebe und Hoffnung. Sie kommt in dem Maße, wie ich sie für mich in "Beschlag" nehmen kann. Und wenn ich jetzt sterben würde, dann hätte ich doch all die Weisheit bis zu diesem Augenblick. Ich kann das Ziel doch gar nicht nicht erreichen. Ich müsste nur los lassen und das will ich nicht, noch nicht, denn es gibt noch so viel zu sehen. Morgen soll es doch super Wetter geben. Wie schon gesagt, es ist mein derzeitiger Weg. In einem Jahr habe ich vielleicht neue Erkenntnisse und hab mich weiter-entwickelt (oder auch nicht, das spielt im Universum eh keine Rolle). wer weiß es schon. Grüße
Lust, zu telefonieren ???
Das Leben genießen....doch was heißt das? In Urlaub fahren, Tanzen gehen, sich alles Leisten? Oder einfach das Leben WAHRzunehmen? Ich habe mich für Letzteres entschieden..... Das Leben kann so schön sein - wenn man es möchte, wenn man es zulässt... Weißt du, das Einzige was gerecht ist im Leben ist der Tod...... Mein Kind hat mich gelehrt, den Tod nicht als Feind zu sehen, sondern zu akzeptieren.....Wir alle werden irgendwann einmal gehen müssen.......... manchmal ändert sich die Reihenfolge....doch können wir das beeinflußen? Sollen wir das so hinnehmen? Ich habe Wochen, Monate, Jahre gesessen und habe mich gefragt welchen Sinn hat das Leben.....Fragen die mich zermürbt haben.... Deshalb sind das nun Fragen, die ich mir nicht mehr stelle, denn die Antwort weiß der Wind.... Der Tod ist traurig, und trifft nie den richtigen Zeitpunkt....er kommt immer, manchmal angemeldet und doch immer unerwartet...... Das Leben kann schön sein, wenn man LEBT - Wir sollten aufhören immer nach höher besser schneller zu streben...... Seine Ziele verfolgen und dennoch Mensch bleiben - ABER immer mit dem glücklich sein, was man hat......
Ich unterschreibe Deine Zeilen doppelt und dreifach rot. Sie sprechen mir aus meiner Vorstellung vom Sinn des Lebens, auch, weil ich das Leben mehrfach neu geschenkt bekam. Schön dass es sie gibt, Menschen, die "ähnlich ticken!" auch das ist Sinn und Abenteuer!
@jaspermari Dann warst Du noch nicht so weit! alles braucht Zeit, vor allem die Weisheit...
dass Reichtum nicht glücklich macht. Klar, wenn man so wenig Geld hat, dass man Sorgen hat, macht das UNGLÜCKLICH.
Aber alles über ein bestimmtes Limit hinaus macht nicht glücklich.
Deshalb spiele ich nicht Lotto. Wir haben ein gutes Auskommen, was will ich MEHR ?
Weisheit kaufen ![]()
Es ist doch so: stirbt jemand aus unserem Bekanntenkreis, womöglich noch in jungen Jahren, dann denken wir nach, und schämen uns fast dafür, dass wir uns eben noch wegen irgendeinem Firlefanz aufgeregt haben. Wir geloben, jeden Tag zu leben, als wenn es der letzte wäre, sind dankbar dass es uns so gut geht etc. Das geht eine Weile und dann kommt halt doch mal wieder so ein Tag, wo man wegen irgendwas Belanglosem gestresst ist , wo man depressiv ist, einen alles annervt und sich fragt: was soll das ganze eigentlich ? So ist er nunmal der Mensch. Und vielleicht ist das auch gut so. Denn wenn wir ehrlich sind dann schieben wir den Gedanken an den Tod, wenn auch unbewusst, ganz weit weg. Dieses Ungewisse...wann kommt es, wie ist es wenn es soweit ist, ist da noch was oder ist es einfach AUS. Endet es gleich für alle, egal ob sie nun für andere eine Freude waren oder gar ein Feind....ob deren Leben Sinn machte oder nicht ? Fragen über Fragen, die nunmal keiner beantworten kann. Gibt es ein Leben vor dem Tod ?
Gibt es einen Tod nach dem Leben?
wieder einen Tod nach dem Leben nach dem Tod usw...
wie sagten uns immer unsere mütter??
vor der geburt war man quark im schaufenster;-))
was danach kommt ist mir egal, es konnte noch niemand berichten.
ich habe mir fest vorgenommen 85 jahre alt zu werden, also hab ich ja doch ein ziel im leben, wie mir grade bewusst wird.
muss ich mir jetzt Sorgen machen ? Ich hab viel mehr Angst dafür, dass irgendeiner meiner Lieben vor mir stirbt und ich muss dann noch hier auf der Erde sein. Es gab Situationen in meinem Leben,da wäre ich lieber tot gewesen, als das Leben zu ertragen-vielleicht liegt es daran ???
dein leben ist doch im moment sehr spannend, auch wenn du erstmal das ganze berkelchaos ordnen musst. der baum ist dein neuanfang, das ist im moment dein sinn . meine scheidungszeit war sehr kräftezehrend, gleichzeitig aber spannend und voller neugier auf das was kommt, denn ich hatte damals auch schon meinen jetzigen mann zur seite.
wenn du dich später langweilst, wirst du dich nach DEN aufregenden Zeiten zurücksehnen ![]()
DAS dachte sich mein Bruder auch......:-((((( und er ist jetzt 11 Wochen tot..... Andrea ps. vor 9 Wochen hab auch ich darüber nachgedacht......ABER, ich liebe meine Familie, meinen Mann, meine Mädels.....und ICH liebe das Leben!!!! auch wenn ich im Moment noch in tiefer Trauer bin! und darum fahren wir morgen in Urlaub! (mein Mann, unsere kleine Tochter und meine Mama.....)
nicht ein tod von der anderen seite und ein beginn hier?
-----Ist der Lebenssinn nicht, anderen eine Freude zu machen oder zu sein------
und wenn man selbst versagt?....:-( WENN man es nicht schafft, das der "andere" einen Lebensinn sieht! und JA, dann... habe ich versagt!!!
und trotz allem, liebe ich das Leben! auch wenn ich, schon viele Tränen geweint habe....hab ich das Lächeln und das Lachen NIE verlernt! *leichtlächel*
glg, Andrea
haben wir dann nicht, wenn wir ihn in weiter Ferne sehen. Aber wenn er vor uns steht, ist auch die Angst da - fast immer. Es ist dann wohl ein Prozess, sich mit dieser Angst auseinanderzusetzen in unterschiedlichen Phasen und letztendlich die Tatsache zu akzeptieren und somit die Angst abzulegen. Viele haben diese Zeit aber nicht mehr....
Ich finde, dass unser Leben überwiegend sinnfrei ist. Also so, wie wir hier alle sitzen und schreiben. Sicherlich gibt es Leute, die die Welt bewegen und verändern (Politiker wahrscheinlich am Ehesten, aber hier auch nicht immer mit Sinn) Ich halte mein ganz persönliches Leben tatsächlich für sinnlos und sinnfrei. Ich bin zweckerfüllend und sicherlich sinngebend, z.B. für mein Kind als Mutter. Oder für meine Freunde als Freundin, für einen Arbeitgeber als Arbeitnehmer. Aber ganz nüchtern gesehen ist alles sinnlos, denn es ist vorhersehbar und temporär – und der Sinn endet mit meinem Tod. Ich habe zum Teil, gerade finanziell gesehen, viele Momente gehabt, wo ich mein Leben als sinnlos sah. Wo mein Leben eigentlich nur noch aus ÜBERLEBEN bestand. Letztendlich zog aber auch das nach sich, dass ich Schulden z.B. schon sehr ernst nehme, sie aber irgendwann ebenfalls sinnlos sind – nämlich auch an dem Tag, an dem ich sterbe. Insofern sind auch Magenschmerzen in diese Richtung sinnlos, denn irgendwann lösen sie sich in Wohlgefallen auf, da es mich als Schuldner gar nicht mehr jucken würde, wenn nach meinem Tod ein Gläubiger sein Geld nicht bekommt. Bitte nicht falsch verstehen. Ich denke aber, dass viele Leute so denken, unnötig Schulden machen weil sie sich denken, pff, irgendwann interessiert das eh keinen mehr. Insofern eine interessante Lebenseinstellung. Im Grunde genommen reißt man sich sein Leben lang den Hintern auf, es geht immer um Geld, es geht immer um Anerkennung, es geht immer ums Weiterkommen – und WOFÜR? Für den Tod. LG Sue
Hallo, das wollte ich schon immer mal schreiben, denn das habe ich bei solchen Diskussionen noch nie gelesen. Für mich ist der Sinn des Lebens Spaß haben. Wobei Spaß für mich ist, lesen, fernsehen, Internet, Sport, mit dem Kind was schönes machen, ja, auch materielle Dinge, körperliche, anderen Menschen Freude machen, was dazu beitragen, dass es anderen Menschen gut oder besser geht... Gruß
Der Tod ist es der dem Leben einen Sinn gibt,denn wären wir unsterblich,dann würde wir null komma gar nix "auf die Reihe kriegen"...wie hätten ja ewig Zeit ;-)) Weiss icht mehr wer diese Überlegung aufgestellt hat(wars Sigmud Freud?) aber ich finde da ist absolut etwas dran.