Es handelt sich um einen Kommentar zu einem Artikel des Spiegel-Kolumnisten Christian Stöcker, der die aktuelle Energiepolitik der Union und ihre Gefahren beschreibt. Der Kommentar stammt von dem Dekarbonisierungsexperten Stephan Hegele (https://www.linkedin.com/in/stephan-hegele-55834219/) und fasst das aktuelle Dilemma m. E. sehr gut zusammen: "Die [...] Parallele zwischen dem digitalen Versagen der Vergangenheit und der drohenden energetischen Stagnation legt den Finger in eine systemische Wunde der deutschen Industriepolitik. Es ist die Tragik der Pfadabhängigkeit: Wer auf die etablierten Monopolisten und deren behäbige Strukturen setzt, konserviert zwar kurzfristig politische Stabilität, erzeugt aber langfristig eine infrastrukturelle Auszehrung. Dass nun erneut die Netzebene [gemeint sind die Stromnetze bzw. der Netzausbau] zum Flaschenhals der Transformation wird, offenbart ein fatales Missverständnis von Daseinsvorsorge, die hier eher als Besitzstandswahrung der „Incumbents“ [=Amtsinhaber] missverstanden wird. Ein moderner Industriestandort definiert sich jedoch nicht über die Größe seiner ehemaligen Staatskonzerne, sondern über die Agilität und Verfügbarkeit seiner Lebensadern – ob Glasfaser oder Höchstspannungsleitung. Wenn politische Akteure die Standortvorteile der Zukunft gegen die Dividendeninteressen von gestern eintauschen, wird der Infrastrukturstau zur strategischen Wachstumsbremse, die weit über eine Legislaturperiode hinaus wirkt. Diese Form der „verwalteten Unterversorgung“ ist im globalen Wettbewerb ein Luxus, den wir uns schlicht nicht mehr leisten können." Hier der Link zu dem Artikel, auf den er sich bezieht: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7444085231004991488/?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAAALkmgMBvd1n7uva5lawyKsZKGKuj9TkAHA