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Handwerkerproblem

Handwerkerproblem

Nomadin13

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Ich frag mal in die versammelte Runde, ob hier einer eine Idee hat. Wir haben einem Handwerker einen Auftrag gegeben, eine Absperrung zwischen Strasse und unserem Autoparkplatz zu fabrizieren und installieren. Es geht um sechs Eisengittertore, die mit Drehgelenken verbunden sind und je ein Rad haben, so dass je drei Tore auf die eine resp. andere Seite "geklappt" werden koennen. Die sechs Tore sind montiert, aber die Raeder fehlen noch und die Drehgelenke muessen weiter nach aussen platziert werden, damit die Tore auch dicht-an-dicht gefaltet werden koennen. Seit Monaten (!!! Start war im August) soll der Herr zurueckkommen und die Arbeit fertig machen. Wir haben ihm die Haelfte des vereinbarten Betrages bezahlt. Wenn mein Mann ihn anruft, nimmt er entweder gar nicht ab oder gibt uns einen Tag an, wann er kommen wird - taucht aber nie auf. Auf Nachfragen, warum er nicht gekommen ist, hat er immer eine Geschichte auf Lager. Wie gesagt, das geht jetzt seit bald vier Monaten so und ich hab es satt, dauernd verarscht zu werden. Darum meine Frage: habt ihr eine Idee, wie man den Mann dazu bringen kann, herzukommen und die Arbeit fertig zu machen?


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Nomadin13

Mit einer ganzen Gruppe starker Männer hinfahren und ihn freundlich auffordern, mit den nötigen Materialien mitzukommen, denn alle hätten gerade Zeit, ihm zu helfen... Lg Fredda P.S. Wie sieht es sonst aus? Schwiegerfamilie und so?


Nomadin13

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Hmmmmm, das koennte klappen..... Werd das meinem Mann vorschlagen - falls er heute mal noch aufwacht - der ist auf dem letzten Zacken, weil er dauernd rumrennen, telefonieren, liebreden und organisieren muss. Vielen Dank fuer den Tipp!!! Was meinst du mit Schwiegerfamilie? Wohl den doofen Bruder mit Frau und Teenager? Ach, die sind weiterhin intelligenzmaessig unterprivilegiert, das wird sich nie aendern, einfach ignorieren ist die beste Loesung. Vom Bauamt war noch keiner da, wo sie uns ja verklagt haben. Was ich dich gern noch fragen moechte: wir haben so viele Probleme hier, wo wir auf das Taetigwerden anderer Leute angewiesen sind oder die nur mein Mann loesen kann, nicht ich. Damit diese Probleme mich nicht total fertig machen, habe ich die Strategie des Verdraengens gewaehlt. Ist das deiner Meinung nach "sinnvoll"?


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Nomadin13

Na gut, dass das Bauamt sie wohl nicht so ernst nimmt! Verdrängen würde ich nicht, eher alles einmal anschauen, eventuell auch eine Liste machen. Dann kannst du sortieren in: "Hier kann ICH was ändern und zwar DAS" und in "Hier kann ich nichts tun." Und dann konzentrierst du dich guten Gewissens auf die Punkte, die du ändern kannst. Lg Fredda


Nomadin13

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Danke, das hab ich schon gemacht. Und bin auch schoen regelmaessig am email schreiben an die eine Anwaeltin (ist das Papier schon fertig zum Unterschreiben?) und am telefonieren mit einer anderen (haben Sie schon den Termin fuers Gericht?) etc. Ich hab einen Glaubenssatz, der sagt, man darf keine Probleme verdraengen. Aber wenn ich das nicht tue mit den Problemen, wo ich nix zu beitragen kann, drehe ich durch! Aber ich denke die Tatsache, dass ich mir bewusst bin, dass ich ausgewaehlte Probleme verdraenge, wird zu keinen "Schaeden" fuehren. Danke fuers Mithelfen beim Reflektieren. Mann, in der Schweiz musste ich nie ein Problem verdraengen, da konnte ich immer anpacken und was aendern! Sch... - Karibik.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Nomadin13

Dann verdrängst du ja nicht, sondern legst nur ein Paket, das nicht von dir zu öffnen ist, weg. Sieh's mal so... Ja, das ist bestimmt ein großer Unterschied zur Schweiz. Lg


Nomadin13

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Hihi, bleibe doch lieber beim Ausdruck "Problem verdraengen", denn ich merke grad wie es mich stresst, weil ich versuche in unserem Bauchaos Platz zu finden, um die "nicht von mir zu oeffnenden Pakete" zu verstauen!


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Nomadin13

....statt verdrängen sich von Schweizer Präzision auf karibisches laissez-faire und Tempo umstellen, runterbremsen, Dich, dein Denken, Deine Einstellung, Deine innere Uhr. Der liebe Gott hat keine Schweizer Uhr überm Schreibtisch, sondern er wird sich eins grinsen über unseren Perfektionswahn. Auch in der karibik dürften die Uhren anders gehen, argwöhne ich, die zwar noch nie dort war, mal. und übrigens: Nomadin, ohne Dich hier vertreiben zu wollen: rub wird Dir nicht beim Umstellen helfen können. Wir ticken hier nach MEZ (in vieler Hinsicht). Aber Du ankerst noch fast komplett in Europa, oder? Oder gehst Du eh bald wieder zurück? Dann wäre Umstellungsarbeit tatsächlich überflüssig.


bobfahrer

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Antwort auf Beitrag von Nomadin13

Du hast doch nur die Hälfte bezahlt, nimm die andere Hälfte und laß es von einem anderen fertigmachen, evtl sparst du noch dran!


Nomadin13

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Antwort auf Beitrag von bobfahrer

Yep, das ist die Alternative, die ich meinem Mann schon laenger vorgeschlagen habe. Gegenargument: die Leute moegen nicht von anderen angefangene Arbeiten fertig machen resp. die schnallen ja dann, dass du ein Problem hast, darum verlangen sie einen saftigen Preis, also wahrscheinlich mehr als die Haelfte, die wir dem anderen noch zahlen muessten.... Trotzdem danke.


Fru

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Antwort auf Beitrag von Nomadin13

...so bekommen andere Firmen auch neue Kundschaft....


Nomadin13

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Antwort auf Beitrag von Fru

Leider sind hier die wenigsten Firmen resp. Einzelpersonen auf neue Kundschaft scharf. Die typisch karibische Reaktion ist: Arbeit - huch!


Julia+Christopher

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Antwort auf Beitrag von Nomadin13

Schriftlich eine Frist setzen, bis zu der die fehlenden Arbeiten erledigt sein müssen. Sollte sie bis dahin nich erledigt sein wird eine andere Firma mit den Arbeiten beauftragt. Evtl Kosten die den ausstehenden Betrag überschreiten werden dem Handwerke in Rechnung gestellt. Dies wäre vermutliche die korrekte Vorgehensweise. Gruß Julia


Nomadin13

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Antwort auf Beitrag von Julia+Christopher

Hallo Julia Ja, das toent nach der korrekten Vorgehensweise. Probieren koennen wir's, aber dass uns der Typ "evtl. Kosten, die den ausstehenden Betrag ueberschreiten" jemals zurueckzahlen wuerde, wuerde garantiert nie passieren.... Hach, schoenes Europa, wo man Menschen entweder vertrauen kann oder ein funktionierendes Rechssystem hat, ich vermisse dich.... Danke trotzdem.