Mitglied inaktiv
Meine Mutter scheint an einem schwierigen Punkt in ihrem Leben. Sie ist anscheinend ziemlich überfordert mit sich und ihrem ganzen Leben. Zuerst dachten die Ärzte, daß sie Verkalkungen am Herzen hätte und mußte zur Untersuchung ins KH. Eigentlich sollte ihr ein Stend gesetzt werden aber es waren nur minimale Verkalkungen am Herzen (Arterien) zu sehen. Die Diagnose waren eigentlich Unregelmäßigkeiten beim EKG. Nun war sie nach der OP nochmals zum Kardiologen um Auszuschließen, daß irgendwie was mit der Lunge und dem "Rest" ist. Dort wurde komischerweise noch festgestellt, daß sie gerade eine Bronchitis hätte??!!! Sie ist schon seit längerem SEHR kurzatmig und fühlt sich selber auch nicht mehr belastbar. Deshalb die ganzen Gänge zu den Ärzten. Nachdem ja also eigentlich nicht wirklich was festgestellt wurde, fragen wir uns, wie wir ihr helfen können, da sie irgendwie Anzeichen einer Depression zeigt. Also diese Beklemmungen, dann muß sie wohl ständig heulen, z. B. wenn mein Vater sie fragt, wann sie z. B. eigentlich den Teppich im Schlafzimmer erneuern wollen (das war ihre Idee). Sie hat selber zugegeben, daß sie Schweißausbrüche bekam und einen Heulanfall. Auch gestern erzählte mein Vater mir, daß sie wieder einen Heulanfall bekam, als sie sah, was sie in der Küche noch machen müßte (ein paar Teile abwaschen und wegräumen). Wie können wir ihr bloß helfen?? Sie ist unheimlich stur und eigensinnig. Eine Kur käme überhaupt NICHT in Frage. Die ganze Arbeit die danach auf sie warten würde usw. (Meine Eltern haben eine eigenen Firma). An wen kann ich mich da mal wenden? An die KK? Ich habe ihr für eine Kur zugeredet aber da blockte die gleich ab und meinte, ich soll sie nicht auch noch unter Druck setzen. Ich will ihr einfach nur helfen bevor es alles schlimmer wird. Kommt man aus sowas überhaupt alleine raus?? LG PS: ich hoffe, ihr steigt da durch. Hab es gerade so aufgeschrieben, wie die Situationen mir einfielen......
wie alt ist deine mutter? sind es ggf. auch noch folgen der wechseljahre bzw. die dadurch begründete hormonstörung? es gibt aber defintiv altersdepressionen. ich denke, man sollte niemanden, der sich so fühlt, zu etwas zwingen. sie hat mit sicherheit angst vor der möglichen diagnose, vor einer therapie usw. habt ihr einen guten hausarzt, der ihr wenigstens ansatzweise psychisch helfen kann und sie ein wenig in richtung therapie/kurz "schieben" könnte?
meine Mutter hat eine. Da bin ich mir sehr sicher. Leider ist sie jemand, für den solche Art v0n Erkankung keine Krankheit ist. Physisch hat sie natürlich so gut wie fast alles. Sie geht nur nicht zum Arzt, denn dann bestände ja die Chance, die gerade gefühlte Krankheit / Erkrankung doch nicht zu haben. Eigenverantwortung fast Null. Kur hat sie natürlich auch abgelehnt. Es tut mir sehr leid für sie, denn sie ist erst 65 und auch für uns, denn es ist sehr anstrengend für mich diesen negativen Stimmungen auszuweichen.
warum eine "alters"depression? eine normale depression reicht doch auch schon aus... meine schwiegermutter ist seit ca. 30 jahren depressiv... das anfangsstadium habe ich zwar nicht mitbekommen aber die letzten jahre immer wieder mal... was du beschreibst könnte alles von ihr stammen, das überfordert sein, die körperlichen beschwerden... nur würde sie sich in so einer situation niemals nicht aus ihrem haus bewegen und auch nur IRGENDEINEN arzt konsultieren. sie geht seit ca. 20 jahren 1x pro woche zu einer therapeutin (psychotherapie). ich bin aber der meinung (auch therapieerfahren) dass das humbug ist und sie woanders hin sollte weil sorry... nach 15 jahren keinen deut besser ist mal job verfehlt für die gute therapeutin. oder sie verdient gut an ihr... ist privatpatientin. naja, ab vom thema: ich denke ja, sie könnte depressiv sein, aber man kann ihr nur die richtung weisen; den schritt, die depression erkennen zu lassen (zum arzt zu gehen und darüber zu reden ob es DAS sein könnte) muß sie selber machen, und das fällt dieser altersgruppe glaube ich sehr schwer. alles gute für euch.
vielleicht würd ees ihr dann noch viel viel beschissener gehen, oder sie hätte sich irgendwann umgebracht?
Hi, Psychotherapie wirkt bei Depressionen unterstützend zur Behandlung durch Medikamente - nicht umgekehrt. Sollte die Depression auf ein übles Erlebnis in der Vergangenheit zurückgehen, dann wäre das sinnvoll. Bei einem genetischen Hintergrund gibt es aber nicht zwingend solch einen Auslöser und damit ist der Behandlungsansatz ein anderer. LG Fiammetta
Hi, welche Art der Depression es ist, läßt sich von uns Küchenpsychologen nicht beurteilen. Tatsache ist aber, dass sich die jüngere Generation dazu leichter bekennt und ich den Eindruck nicht loswerde, dass so mancher es heutzutage wie ein Statussymbol vor sich herträgt. Die Generation Deiner SM hingegen verbindet Depressionen mit Geisteskrankheiten und diese wiederum mit etwas ganz fürchterbar Schlimmem, das es zuzudecken gilt, zumal dereinst psychische Erkrankungen noch äußerst brachial behandelt wurde. Solange Deine SM ihre Einstellung dazu nicht ändert und begreift, dass Depressionen (s. auch http://de.wikipedia.org/wiki/Depression) oft genetisch bedingt sind, sie also nicht "schuld" daran ist und die richtigen Medikamente wie bei nahezu jeder anderen Erkrankung auch die negativen Symptome wieder ins Lot bringen und sie somit auch wieder belastbarer wird, wird sie nichts dagegen tun. Eigentlich wäre das auch der Job ihres Hausarztes, mit dem Du durchaus einmal sprechen kannst, um zu hören, was dieser dazu meint. Antidepressiva machen übrigens nicht abhängig, wirken aber auch erst nach ein paar Wochen richtig. Wer depressiv ist, fühlt sich übrigens tatsächlich leicht unter Druck gesetzt, da er ja eigentlich keine Kraft hat, um sich mit etwas auseinander- und u.U. zu widersetzen. Oft sind Gespräche von Außenstehenden mit einer gewissen Authorität zielführender als die durch Familienangehörige. Womit wir wieder beim Doc wären. Wenn sie allerdings nicht will, dann könnt Ihr gar nichts tun. LG Fiammetta
Es könnte auch das Burn-Out-Syndrom sein.