Mitglied inaktiv
Seit kurzem können nun Feuerwehren und Rettungsdienste Geld sparen. Zum Fahren ihrer schwereren Autos braucht man jetzt keinen Führerschein (C1) mehr zu machen. Nun reicht eine einfache Einweisung innerhalb der Feuerwehr. Wenn man mal überlegt wurde die Führerscheinregelung ja gerade Ende der 90er geändert weil man festgestellt hat das das Fahren solcher großen Fahrzeuge gefährlicher ist als das Fahren normaler Autos und man das ja auch nicht in der Fahrschule gelernt hat. Als Folge dieses Hilfsführerscheins hat man nun immer mehr schlecht ausgebildete Feuerwehrmänner die mit schweren Autos und Tatütata durch die Gegend fahren. Und da fahren die doch noch schneller als normal. Ich bin der Meinung, daß man da nicht zuende gedacht hat und damit den Verkehr gefählicher macht.
Hallo, das Problem dabei sind die Kosten. Schon einen normalen Rettungswagen darf man mit dem neuen Autoführerschein nicht mehr fahren - der ist schon zu schwer. Mit dem alten Schein, ist das kein Problem gewesen. Aber der Rettungsdienst, der Katastophenschutz, die Feuerwehren sind auf die Mithilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter angewiesen - sonst funktioniert das ganze System in Deutschland nicht mehr. Wer zahlts - die Rettungsdienste werden doch jetzt schon nicht kostendeckend von den Krankenkassen finanziert - das fliessen sehr viele Spendengelder von den Hilfsorganisationenen rein. Katastophenschutz noch viel mehr. Du kannst sicher sein, das die Hilfsorgansistionen keine schlechten Fahrer auf ihre Autos lassen - schon vor 20 Jahren durfte bei uns nicht jeder Fahren der einen Führerschein hatte, sondern nur wenn die Verantwortlichen den auch das Fahren erlaubt haben. Die Verantwortlichen in der Politik standen schlicht und einfach vor der Entscheidung entweder sehr viel Geld in die Hand zu nehmen und Fahrer die vieleleicht (im Katastrophenschutz) nie im Einsatzfalle den Führerschein brauchen auszubilden oder einen nicht mehr funktionierenden Katastrophenschutze zu haben. Hauptamtliche Kräfte bei Feuerwehr und Rettungsdiensten werden auch weiterhin ihre "großen" Führerscheine haben. Bei dieser Regelung geht es aber um die kleinen ehrenamtlichen Feuerwehren und um den Katastrophenschutz - und da war dringend eine Regelung nötig. Lg Dhana
Im Rettungsdienst gibt es fast nur Hauptamtliche. Wenn dem Roten Kreuz das von den Krankenkassen gezahlte Geld zu wenig ist, können sie auch darauf verzichten Rettungsdienst zu fahren. Gibt genug private Anbieter, die das ohne Ehrenamtliche hinkriegen und den Führerscheine auch in Zukunft aus der Firmenkasse zahlen müssen. Da von den 1,3 Mio. Feuerwehrmännern gerade mal 50.000 Hauptamtlich sind liegt dort das Hauptproblem. Wie kann man Leute die mit erhöhter Geschwindigkeit unter Streß solche Autos fahren sollen weniger Schulen, als alle Anderen?
Hallo, ich weiß nicht aus welchem Bundesland du kommst. Ich kenne den Bay. Rettungsdienst - und der wird berechnet mit Ehrenamtlichen - ich weiß nicht genau wieviel, aber es dürfte um die 10-20% der Personalkosten sein. In den Großstädten ist es nie ein Problem den Rettungsdienst auch an private Anbieter zu übertragen - aber wer macht dann eigentlich die ganzen Landrettungswachen die nur 1-2 Autos besetzen. Da ist kein Geld zu verdienen - dafür findest du keinen privaten Rettungsdienstanbieter - die wollen nur dahin wo auch genügend Krankentransporte sind. Gleiches gilt in Bayern für die Feuerwehren - es gibt nur in den Großstädten Berufsfeuerwehren - das ganze "platte" Land wird von Ehrenamtliche (freiwillige Feuerwehr) abgedeckt. Und Sondersingalfahrten unter Stress lernst du in keiner Fahrschule - da schult jeder gute Kommandant seine Leute eh selber - Ehrenamtliche wie Hauptamtliche - was hat das mit dem Führerschein zu tun - der ja in dem Sinne nicht mehr ist als ein Papier, das dem der es haben will eine gute Stange Geld kostet. Das Autofahren lernt man nicht durch Fahrschule und Gesetze - das lernt man durch üben und Training und sehr viel Erfahrung. Mal ne andere Frage - wieviele Unfälle passieren den, mit den Sonderfahrzeugen um die es geht. Was glaubst du in wieviele schwere Unfalle ein Katastophenschutzlaster mit Anhänger Feldküche verwickelt waren? Meinst du wirklich die fahren mit erhöhter Geschwindigkeit? schmunzel - die fahren dann mit 60-80 km/h auf der Landstraße, schneller geht das 25 Jahre alte Ding einfach nicht. Und viele freiwillige Feuerwehren hier haben noch nicht mal ein eigenes Auto - die haben einen Anhänger und müssen vom Bauern erst mal den Traktor holen ... kannst ja mal schauen, wie schnell die Unterwegs sind - abgesehen davon - der Bauer, der dann den Traktor bringt hat ja auch den Führerschein dafür und fährt vermutlich beruflich noch viel schwerere Anhänger. Ich glaube, du kennst die Realität bei den Feuerwehren hier auf dem Land nicht - da werden noch ganz andere Vorschriften, die wirklich sinnvoll und lebensrettend sein können nicht eingehalten, weil einfach ein Menschenleben in Gefahr ist. Ich hab schon gesehen, wie eine 25jährige junge Frau als einziger Atemschutzträger in ein brennendes Haus ging - einfach weil gar kein 2. da war. Wenn du da was ändern willst - dann ruf nicht nach dem Führerschein - glaub mir, die Feuerwehr wäre die erste, die ihre Leute am allerbesten ausbilden würde wenn sie dafür Geld bekommt. Aber sag doch einfach mal den Komunen sie müssen dafür das Geld locker machen - ok wo wird es eingespaart? Kindergärten? öffentlicher Nahverkehr (ups, den gibts ja eh schon so gut wie nicht)... LG Dhana
Im Vergleich zur Kilometerleistung passieren bei Sonderrechtsfahrten überproportional viele Unfälle. Wenn man durch Fahrschulen nicht lernt könnte man sie dann doch konsequent abschaffen, oder? Wir gefährden also die Sicherheit der Menschen um dem Land (Katastrophenschutz), dem Kreis (Rettungsdienst) und den Gemeinden (Feuerwehr) Geld zu sparen. Armes Deutschland! Mal sehen wie groß das Geschrei ist wenn durch einen solchen SCHLECHT geschulten Fahrer jemand umkommt, vielleicht sogar ein Kind! Gerade in Bayern ist nämlich die vorgesehene interne Schulung ein absoluter Witz.
Hallo, ist die bessere Lösung dann gar keinen Kat-Schutz zu haben? Wie groß ist das Geschrei dann? Wenn das erste Kind stirbt weil kein Rettungswagen kommt? Wenn die Hilforganisationen nicht kommen wenn der nächste Zug verunglückt?.... Das es keine optimale Lösung ist, so wie es ist - kein Thema Armes Deutschland, das Geld für Kunst am Bau hat, aber kein Geld für Kat-Schutz in die Hand nimmt kein Thema... Aber wenn man mit dem was ist Leben muss, ist es mir lieber es kommt jemand der vielleicht!!! nicht sicher fahren kann - wie die internen Schulung umgesetzt werden, liegt ja bei jeder Hilforganisation - und ich denke mal davon arbeiten die allermeisten seriös und so das man denen auch vertrauen kann. Alternative ist derzeitig das keiner mehr kommt. Lg Dhana