Mitglied inaktiv
ich habe vorhin so am rande gehört, dass viele katholiken über einen kirchenaustritt , wegen den missbrauchsfällen, nachdenken. deshalb meine frage an die kirchlich verbandelten unter euch: habt ihr schon an krichenaustritt gedacht?
ich bin schon lange ausgetreten. ich denke, die dimensionen, die die sache langsam annimmt, drängelt sogar dich kirche langsam ein bisschen an den rand. man bekommt ja den eindruck, als wäre es in den 60/70-er jahren usus gewesen, an schutzbefohlenen rumzufummeln. ich glaube, ein austritt ist ein gutes zeichen des protests, mit dem die kirche rechnen muss und der völlig legitim ist. grüßt ex-messdienerin mit total arsch als pfarrer (kath), snuggles
Puh, das ist schwer zu sagen!
ICH kann ja sagen, dass ich mit so einer Institution nichts zu tun habe weil eben ohne Konfession!
Mein Mann ist katholisch und unsere Kinder auch!
Er tritt nicht aus. Ich persönlich würde grundsätzlich sagen:
Die kath. Kirche war immer schon schlimm und sie wird nicht besser! Aber das ist MEINE Meinung, die ich vor meinen Kindern NICHT sage, weil sie einfach unbefangen damit groß werden sollen und sich selber ein Bild machen sollen!
Meinem Mann ggü. habe ich dies jedoch schonmal gesagt, dass ich nicht verstehen kann weshalb er sein / unser Geld für di Kirche hergibt, die sowas immer nur verscleiert und somit auch Deckmäntelchen und Mittäter da Mitwisser ist!
Tja, wie gesagt - es ist MEINE Meinung.
Man kann es letztendlich drehen wie man will: jeder aktive Christ wird jetzt sagen, dass man nicht alle in einen Topf werfen soll etc. pp.
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Nein! Ich stehe zur grundsätzliche Message des christlichen Glaubens. Ich bin schon mal ausgetreten (in den 90er Jahren, aus "Habgier"), dann wieder eingetreten, weil mein Sohn getauft werden sollte, und bleibe auch jetzt dabei. Ich stehe weiterhin zu meinem Glauben, bin allerdings der Meinung, man sollte darüber nachdenken, ob das Zölibat wirklich notwendig ist. LG I.
Ich bin zwar noch drin, aber nicht gläubig. Und meine Kinder sind alle drei nicht getauft und das vierte wird auch nicht getauft. Sollen selber entscheiden, was sie glauben. Und mein Mann ist wegen den Steuer ausgetreten. LG Claudia
andersrum so gesehen duerfe ich auch nicht mit einem mann zusammen sein, weil ja viele maenner kinder missbrauchen und man weiss ja nie (wegen alle in einem topf zusammenschmeissen) hatte die diskussion gerade vorhin mit meinem mann beide katholisch aber keine kirchengaenger hier zahlt man auch keine kirchensteuer
ich bin schon vor jahren ausgetreten, bei uns gab es, ein paar orte weiter, einen pfarrer der sehr beliebt war, hobby flieger, war fußballbegeistert, trinkfest und es war bekannt, dass er kinder hatte, er hatte immer lockere sprüche drauf, ich hatte ihn nach dem weg zu einer waldkapelle gefragt, seine beschreibung......du fährst bis f. dann rechts; und am puff dann links abbiegen, bis ihn dann eine 17 jährige wegen missbrauch angezeigt hat, nachdem das öffentlich wurde, meldeten sich noch zwei 16 j., dass ende vom lied, der pfarrer wurde versetzt, landete später in einem kloster, aber die mädel konnten sich kaum noch auf der straße sehen lassen, SIE waren die opfer wurden aber wie täter behandelt!! kirche, nein danke! ist mir viel zu verlogen
Ich bin schon vor langer Zeit ausgetreten, mein Mann auch. Unsere Kinder sind nicht getauft. Spätestens aber zu diesem Zeitpunkt wäre ich auf jeden Fall ausgetreten. Mein Mann war früher Ministrant und er kann sich daran erinnern, dass damals ein Priester (oder Pfarrer?) gehen musste weil er sich an Kindern vergriffen hatte. Mein Mann blieb zum Glück davon verschont. Ich habe mich gefragt warum seine Mutter ihn nach diesem Vorfall nicht direkt vom Ministrantendienst abgemeldet hat. ICH hätte es unverzüglich getan. Ich vermute, dass man es damals noch nicht so ernst genommen hat wie heute. ![]()
und dann treten wir auch alle aus dem Staat aus - weil es ja auch Missbrauch an staatlichen Schulen gibt und dann gehen auch alle Kinder nicht mehr in den Kindergarten - es könnte ja ein männl. Erzieher kommen. und Fußball schauen wir dann erst recht nicht mehr....... Erstaunlich, wie unterschiedlich alles gewichtet wird und noch erstaunlicher, wie unterschiedliche Vergehen jetzt in einen Topf geworfen werden. LG Anda
Der Staat vertuscht aber keine Straftaten. Wenn eine Straftat bekannt wird, dann wird der Täter zur Rechenschaft gezogen. So ist das in einem Rechtsstaat. Wäre es nicht so, hätten wir eine Bananenrepublik. Es geht nicht darum, dass solche Dinge passieren, sondern, dass sie von Verantwortlichen absichtlich vertuscht werden und die Täter straflos davon kommen. Gerade eine Kirche die auf Nächstenliebe beruht, sollte diese Nächstenliebe nicht nur den Tätern zukommen lassen indem sie sie schont, sondern vor Allem den Opfern die ein Leben lang unter dem Missbrauch leiden werden. Ich würde keine solche Institution unterstützen. Das hat für mich auch nichts mit dem Glauben zu tun. Man kann sehr wohl christlich sein und glauben OHNE eine Institution mit zu unterhalten.
der Staat = die Kirche der Staatsdiener = der Kirchendiener Die Kirche vertuscht nichts, denn "wir sind Kirche". Der Staat vertuscht nichts, denn wir sind der Staat. Einige Staatsdiener vertuschen sehr wohl, und einige Kirchendiener vertuschen auch. Ja, ich habe an Austritt gedacht. Auch weil ich - ohne das jetzt näher erläutern zu wollen - indirekt betroffen bin. Aber es ändert nichts, wenn ich austrete. Das ist ein einmaliges Zeichen, nicht wiederzuverwenden. Wer schon vor 3 Jahren ausgetreten ist, der kann heute kein Zeichen mehr setzen. Ich setze Zeichen "von innen". Das geht. Kostet halt Mut und Engagement - aber daß ich das habe, ist ja nichts Neues. Gruß, Elisabeth.
...mich ekeln die alten Männer in ihrem alten stinkigen wurmzerfressenen Kirchengestühl zunehmend an. Bäh. (Und nicht auszuschließen, dass Herr B. ganz oben (unten in Rom) an früheren Wirkstätten davon wusste). Mir wird langsam klar, dass alle meine Bekannten, die jemals in einem deutschen Kinderheim waren, mit latenten Depressionen und Menschenverachtung wieder herauskamen. Es gab übrigens mal eine Redakteurin in den 50ern in Dtland, die hat die Missstände in deutschen Heimen aufgedeckt. Aber das konnten wir leicht verdrängen, war ja eine Mörderin und wurde denn auch von Staats wegen in den Tod getrieben. Wir sind ein Land, in dem Kindesmissbrauch noch nie allzu ernst genommen wurde. Und noch heute werden eher die Opfer, denn die Täter gemobbt.
nein, ich bin zwar noch dabei bei dem Laden, aber nur auf dem Papier. mein Mann ist schon lange ausgetreten wegen der Kirchensteuer. Ich bleib dabei, weil ich in meinem beruf als Krankenschwester oft die Voraussetzung ist, dass man einer kirchlichen organisation angehört wenn man sich in Krankenhäusern etc bewirbt. ist zwar deppert...ist aber so und mir egal...
Ganz klar: Nein! Wir glauben an Gott und gehören der katholischen Kirche an. Dass diese schlimmen Missbrauchsfälle passiert sind, tut mir für die Opfer sehr leid. Mit meiner Kirchenzugehörigkeit hat das aber nichts zu tun und auch nicht mit unserer Gemeindearbeit. Auch Pfadfinderleiter oder Trainer missbrauchen, trotzdem käme wohl keiner auf die Idee, das Vereinwesen komplett zu boykottieren. LG Susi
Ich glaube nicht an Gott und bin u.a. auch daher aus der Kirche ausgetreten.
Blöder Vergleich, ich weiß. Bin evangelisch, aber ändert das was? Auch da gab's und gibt's Missbrauch, wenn auch sicher nicht so viel (Zölibat bewirkt halt doch einiges). Schon schwierig, aber mit Austritt ändert man auch nichts, finde ich.
Ich habs mir auch überlegt, und bin noch unschlüssig. Wie emfut schrieb, wäre das ein einmaliges Zeichen, aber damit auch schon das einzige, das ich setzen kann, um meinen Missfallen kund zu tun. Kirchlich heiraten können wir nicht, obwohl ichs gern gemacht hätte, und unser Kind wird in einer anderen Religion getauft, insofern ist es auch dafür nicht notwendig, "Mitglied" zu bleiben.
nein
so spar ich noch nen bissel Geld
denn dann darf ich morgen auch nicht zum Bundesligaspiel gehen.... Pauschal sind ja alle Deutsche Nazis und alle Katholiken pervers und alle Protestanten Alkis, nicht wahr? Wir fühlen uns in unserer Kirchengemeinde (ev.) wunderbar aufgehoben und engagieren uns dort gerne. Elli
Never. Denn ohne die katholische Kirche wären wir heute alle Muslime und müssten unsere bekopftuchten, minderjährigen Töchter an ihre Cousins oder an alte Säcke verheiraten, weil das eben so üblich und Tradition und vom Staat so gebilligt und gewollt wäre und wir Angst vor Ehrenmorden haben müssten, wenn wir oder unsere Töchter dagegen aufbegehrten oder es gar wagen sollten, zum Unglauben zu konvertieren. Solche Dinge wie Aufklärung, Humanismus, Demokratie, Freiheit und Menschenrechte, ja selbst die Säkularisierung konnten nur dem Boden einer christlich geprägten Gesellschaft entspringen. Und Träger und Bewahrer der christlich-abendländischen Werte und Bildung war durch zwei Jahrtausende hinweg nun einmal - trotz aller Verfehlungen - die katholische Kirche. Das sollten sich einige Leute mal bewusst machen. Im Übrigen können nur diejenigen etwas ändern, die dabei bleiben. Es geschieht vieles in diesen Tagen, die Kirche befindet sich in einem großen Umbruch. Und Rom wird sich noch wundern.
phase1, TROTZ Kirche gab es Aufklärung. Wo hast Du denn Deine Weisheiten her? Vom Pfarrer? Wenn wir auf die schnell totgelaufene Scholastik angewiesen geblieben wären, wären wir heute hirnmäßig bekopftucht. Um Gottes Willen. Und ohne Christen gäbs keine Moral? Das hast Du noch vergessen zu erwähnen. Jaja, scho recht.
hallo nein aus dem einfachen grund weil die kirche nicht auf die mißbrauchsfälle reduziert werden sollte bzw. nicht jeder priester ein potentieller kinderschänder ist mißbrauch wird es leider immer wieder geben und das immer und überall und nicht nur reduziert auf eine institution oder eine gesellschaft mfg mma
Glaubst Du das wirklich, was Du von Dir gibst?
Ach Du lieber Gott.
Wir haben nicht nur dran gedacht, sondern es vor vielen, vielen Jahren bereits praktiziert. Mein Mann schon knapp nach der Volljährigkeit, ich habe es erst im Studium durchgezogen (da hatte ich Zeit für sowas ;-). Der Grund für unseren Austritt war unser Nichtglaube und die Scheinheiligkeit der sog. "Christen". Traurig, wenn man für den Kirchenaustritt solche Gründe benötigt wie Mißbrauch-aber typisch für das dumme, fremdgesteuerte Volk. Stella
und Wissen, dass man selber besser ist als alle anderen, die hier posten
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Aber sicher kein spezielles Phänomen der Kirche sondern eher der Menschen.
Domspatzen
Papstbruder Ratzinger verteilte Ohrfeigen bei Chorproben
Georg Ratzinger hat eingeräumt, in seiner Zeit als Chorleiter bei den Regensburger Domspatzen Schüler geohrfeigt zu haben. Von den Prügel-Praktiken im Internat habe er zwar gehört, das Ausmaß aber nicht erkannt. Der Papstbruder bekräftigte, von sexuellem Missbrauch nichts gewusst zu haben.
Regensburg - Im Zuge der Missbrauchsvorwürfe gegen kirchliche Einrichtungen hat nun auch Papstbruder Georg Ratzinger eingeräumt, Zöglinge geohrfeigt zu haben. Der frühere Regensburger Domkapellmeister gab an, bis zum Ende der siebziger Jahre in Chorproben selbst Ohrfeigen verteilt zu haben. Doch habe er nie jemanden "grün und blau" geschlagen, sagte er der "Passauer Neuen Presse".
Zur Begründung seiner damaligen Verhaltensweise sagte der langjährige Chorleiter: "Früher waren Ohrfeigen einfach die Reaktionsweise auf Verfehlungen oder bewusste Leistungsverweigerung." Doch sei er froh gewesen, als zu Anfang der achtziger Jahre körperliche Züchtigungen vom Gesetzgeber verboten wurden. "Daran habe ich mich striktissime gehalten, und ich war innerlich erleichtert", so Ratzinger.
Er bekräftigte zudem, von den bekannt gewordenen Fällen sexuellen Missbrauchs bei den Domspatzen nichts gewusst zu haben - auch nicht gerüchteweise.
Von den Prügel-Praktiken in der Internatsvorschule der Domspatzen habe er zwar von einigen seiner Sänger erfahren. Allerdings sei ihm "das Ausmaß dieser brachialen Methoden von Direktor M." nicht bekannt gewesen, so Ratzinger. "Wenn ich gewusst hätte, mit welch übertriebener Heftigkeit er vorging, dann hätte ich schon damals etwas gesagt."
Ratzinger war von 1964 bis 1994 Domkapellmeister in Regensburg. Als der Missbrauchsskandal bei den Domspatzen in der vergangenen Woche bekannt wurde, geriet auch der 86-Jährige unter Druck. "Warum der Papstbruder Georg Ratzinger, der seit 1964 Domkapellmeister war, davon nichts mitbekommen haben soll, ist mir unerklärlich", sagte der Regisseur und Komponist Franz Wittenbrink dem SPIEGEL. Im Regensburger Internat der Domspatzen, in dem er bis 1967 lebte, habe ein "ausgeklügeltes System sadistischer Strafen verbunden mit sexueller Lust" bestanden.
ich bin vor 24 Jahren genau wegen demselben Thema ausgetreten und ich kann Euch sagen, das sich an diesem Thema leider nichts geändert hat. LG, Dor
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