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Freundschaft

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Die Diskussion weiter unten hat mich nachdenklich gemacht. Wer ist ein Freund? Warum ist man befreundet? Muss man dafür was "leisten"? Ich hab mal irgendwo gelesen: Einen guten Freund zu haben heißt nicht, dass ich weiß, dass ich immer zu ihm gehen kann. Einen guten Freund zu haben heißt, dass ich weiß, wenn es ihm schlecht geht, dann kommt er zu mir. Geben macht mehr Spaß als nehmen! Ich möchte bei Freunden niemals "nachrechnen". momoo


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aber wenn man immer gibt geht die Freundschaft nicht auf. So ist das halt. Das hat mit aufrechnen nix zu tun. Ich wüßte gerne mal wie alt alle sind die sagen es muß nicht aufgerechnet werden. Wahre Freunde erkennst Du wenn es dir schlecht geht und dich jemand auffängt. Und ja, man sollte was leisten. Sich selber einzubringen ohne zu fragen. Gegenseitig einstehen. Ich kann nicht erwarten das mir beim Umzug geholfen wird und man noch bis nachts die Küche aufbaut und dann bringe ich nix. Wenn das mal einmal vorkommt, o.k. Aber immer schön die Hände aufhalten ist auf Dauer nicht unbedingt ein Freundschaftsbeweis. "Wie Du mir so ich Dir" oder "Wie man in den Wald ruft so schallt es zurück" und weitere Sprüche findet man dazu bestimmt noch im Netz. Als ich jung war hab ich auch geredet man sollte nicht aufrechnen, da opfert man sich noch auf. Steht für vieles ein. Aber wenn dann die ersten Freundschaften bröckeln hinterfragt man mehr. Irgendwann reichen lustige Frauenabende, Popcornpartys, Karaokefeiern und Kaffeklatsch nicht mehr. Das Leben besteht ja nicht nur aus Spaß. Ich denke ich habe einfach so ein Exemplar angezogen was sich selber gut darstellen wollte. Der Artikel den jemand gepostet hatte traf es ziemlich genau. Ich will ja auch eigentlich gar keinen Kontakt mehr zu Ihr, aber der Frühling kommt und man wird auch mal ein bißchen Sentimental.


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Freunde hat man nicht viele. Und die sollten man Hüten, wie ein Schatz. Es ist halt so, dass es ein nehmen und ein geben ist. Aber es sollte von keiner Seite sehr viel werden. Dann fühlt sich der andere ausgenutzt. Probleme miteinander sollte man sofort regeln. Und sich einfach auch aussprechen. Und ihr werdet sehen, dass euch jemand einfach hilft, von dem ihr, dass nicht erwarten würdet. Und das macht einen Menschen aus. Der gerne eine Freundschaft aufbauen würde. Und bevor ihr fragt, wie alt ich bin. Ich bin 35 Jahre alt. Habe 3 Kinder und bekomme das 4 Kind. Und ich mache mich sehr schwer, Freundschaften aufzubauen. Weil ich Probleme habe, zu vertrauen. Und warum, weil ich oft ausgenutzt und verarscht worden bin. Das hat in meine Seele sehr gebrannt. Aber trotzdem, würde ich nie jemand im Stich lassen, der wirklich Hilfe braucht. Auch wenn es über meine Kräfte hinaus gehen würde. LG Claudia


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Hallo! Es gibt sicher mehrere Definitionen von Freundschaften. Freundschaften mit denen man "nur" weggehen und Partys feiern kann und Freunde, die auch da sind, wenn es mal unangenehm ist, oder wenn man einfach Hilfe braucht. Die wahren Freunde erkennt man meistens erst in diesen Situationen. Aber auch als Freundin muss man sich nicht ausnutzen lassen bzw. kann auch mal sagen, wenn man eben keine Zeit hat. Denn Freundschaft heißt ja nicht bedingungslose und unbegrenzte Hingabe, sondern eine gegenseitige Unterstützung und Verbundenheit. Also auch wenn eine Freundin mal was abschlägt, muß es nicht heißten, dass man sich in wirklich "ernsten" Sachen nicht auf sie verlassen kann. Ich habe auch schon mal Freundinnen was abgeschlagen, einfach weil es nicht ginge oder ich dachte, dass sie diesmal eine andere Lösung (z.B. zum aufpassen der Kinder etc.) suchen soll. Aber nicht, weil ich sie nicht mag, sondern weil ich selbst ausgepowert war. Aber trotzdem würde ich jederzeit da sein wenn es wirklich notwendig wäre. Ich finde eine Freundschaft muss nicht bedingunslos sein und genauso kann sie mal eine Pause haben, ohne gleich kaputt zu gehen. LG Traude