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fremdsprache lernen

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Mitglied inaktiv

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hallo vorab - bitte nicht lachen - warum fällt es einem mit zunehmendem alter immer schwerer sich auf eine fremde sprache einzustellen bzw. diese zu lernen ?? tja früher fiel es mir irgendwie leichter !!! habt ihr ein paar vorschläge die einem das lernen erleichtern ?? mfg mma bin wieder weg


Mitglied inaktiv

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gute Frage, vllt. weil ein Erwachsener versucht automatisch logisch zu denken (Satzbau etc). und zu übersetzen


Mitglied inaktiv

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kann es sein, dass sich mit zunehmendem alter 1. gehirnzellen abbauen und 2. sie sich schwerer mit der verknüpfung tun? ich meine, mal sowas in der art gelesen zu haben. auch hat man den kopf viel voller und lernt wahrscheinlich eher dinge die wirklich notwendig sind.


Mitglied inaktiv

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Hi, es fällt einem nicht schwerer eine Fremdsprache zu erlernen, sondern man muss das Lernen erst wieder lernen. Zumeist hat man seine Schulzeit bereits ein paar Jahre hinter sich und hat zudem dereinst nicht wirklich gelernt, richtig zu lernen. Der Job eines Schülers ist nun einmal zu lernen, folglich glaubt man, Lernen sei in jungen Jahren einfacher. Heute weiß man, dass der Zenit unserer Lernfähigkeit mit 15 erreicht ist. Dadurch, dass man jedoch als Erwachsener mit anderen Motiven, Erfahrungen und Verknüpfungen lernt, kann zwischen einem 15jährigen (der seine Fähigkeiten nur selten ausnutzt) und einem 65jährigen (mitunter sogar Älteren) kein Unterschied ausgemacht werden. Je weiter man beim Erlernen einer Fremdsprache fortgeschritten ist, desto leichter tun man sich. Du solltest außerdem herausbekommen, welcher Lerntyp Du bist - oft liegt da der Hund begraben. Im übrigen gibt es eine Menge Lerntricks, die einem die Sache merklich erleichtern. Aufgrund unserer Gehirnstruktur, in der aus Gründen der Evolution kein Zentrum für Grammatik (!) existiert, gilt dies aber v.a. für das Erlernen des Wortschatzes. Grammatik, Hörverstehen, die eigene Sprachproduktion usw. müssen immer und immer wieder geübt werden - hilft alles nichts. Das geht allerdings auch im Alltag. Ohne Disziplin ist das jedoch nicht machbar - ein weiterer Punkt, weshalb viele scheitern. Hinzu kommt, dass sich die wenigsten vergegenwältigen, dass das Erlernen einer Sprache nicht automatisch bedeutet, dass man nach der fünften Stunde fließend parliert. Man muss also auch seine Erwartungshaltung der Realität anpassen. Es gibt eine Art Pyramide dazu: Die Basis ist der Wortschatz. Solange ich keine komplexeren Dinge ausdrücken will (z.B. Vergangenheit), reicht das. Das Niveau wird aber ein "Du mir sagen, wo sein Bahnhof" nicht übersteigen. Die zweite Stufe ist die Grammatik. Abhängig von der Komplexität dessen, was ich ausdrücken will, muss sich auch die dazu benötigte Grammatik steigern. Jeder einzelne Satz besteht aus der Anwendung verschiedener Grammatikregeln - das macht die Sache dann mitunter schwieriger. Stufe 3: Leseverstehen. Dies ist eine passive Anwendung meiner Sprachkenntnisse und ich kann selbst dabei steuern, wie schnell ich etwas lesen will und wie lange ich zu dessen Verständnis brauche. Stufe 4: Hörverstehen: Obwohl auch dies noch auf der passiven Ebene verläuft, ist es nun doch haariger, da ich als Hörer keine Stop-Taste beim Sprechenden habe. Das funktioniert nur auf CDs und dort nur ohne die non-verbalen Nachrichten, die eigentlich genauso wichtig wären. Ich muss also das globale Hörverstehen üben, um zumindest den wichtigsten Inhalt zu erfassen. Stufe 5: Eigene Schreibproduktion: Hier werde ich nun selbst aktiv und das bedeutet, dass ich noch eine Weile über dem meditieren kann, was und wie ich es ausdrücken möchte. Ich kann Wörter nachschlagen und Grammatkfehler ausbessern. Stufe 6: Eigenes Sprechen - steht ganz oben. Was einmal gesagt wurde, kann ich nicht zurückspulen. Ich muss also über eine gewisse Basis verfügen, da ich sonst den Gesprächspartner einschläfere und außerdem nicht einmal im Ansatz das ausdrücken kann, worauf ich hinaus will. (Jemand im 2. Semester kann eben noch nicht über die Kückeneinrichtung seiner Oma vor 60 Jahren philosophieren - aber er kann einen Weg beschreiben und sich ein Hotelzimmer organisieren.) Fehler passieren dabei zwangsläufig, sind aber kein Grund, um sich zu schämen - wir sprechen ja zumeist nicht einmal unsere eigene Muttersprache korrekt. Im übrigen verfügt die moderne Erwachsenenpädagogik (ich spreche von Profis, nicht von Hausfrauengattinnen von Pizzabäckern, die auch `mal Italienisch unterrichten wollen - GsD trifft dieses Klischee zunehmend weniger zu) über erwachsenengerechte Unterrichtsmethoden, die weit jenseits des klassischen und immer noch gerne angewandten Frontalunterrichts sind. Bei weiteren Fragen weißt Du ja, wo Du mich finden kannst. Um welche Sprache geht`s überhaupt? LG Fiammetta