Mitglied inaktiv
Vor 2 Tagen ist der Sohn meiner Freundin auf dem Schul-Nachhauseweg von einem Auto angefahren worden. Die Fahrerin flüchtete. Da dem Kind glücklicherweise kaum was passiert ist, wollte meine Freundin von einer Anzeige absehen, jedoch versuchen, besagte Dame ausfindig zu machen, um sie zu fragen, ob sie sie noch alle hat. Sie stellte sich zunächst am folgenden Tag an die Bushaltestelle (morgens und mittags) um zu sehen, ob die Frau vielleicht auch zum Unfallzeitpunkt unter Schock stand und am nächsten Tag nach dem Kind Ausschau hält. Dem war leider nicht so. Da der Kindergarten in unmittelbarer Nähe zum Unfallort liegt und die Frau ebenfalls 3 Kids im Auto hatte, hat sie nun im Kindergarten nachgefragt, ob sie denn dort einen Zettel aushängen dürfte, um die Frau zu finden. Jetzt kommts: Die KiGa-Leitung nahm daraufhin Kontakt zum zuständigen Pfarrer auf, der das ablehnte, weil er "seine Mütter" schützen wolle!!! Ist das nicht derb? Man verzichtet auf eine Anzeige, möchte es im Guten klären, setzt alle Hebel in Bewegung und der Pfaffe setzt alles daran, die "schuldige" zu decken? Wie würdet ihr denn nun vorgehen? *Ich habe ihr geraten, an jedem Baum, jeden Laternenmast, jeden Breifkasten etc. VOR dem KiGa entsprechende Zettel zu hängen, womöglich am Sonntag auch an die Pforte der Kirche *hihi* *Den Pfarrer beim Bistum zu diskreditieren * Doch eine Anzeige zu machen * SIch an die örtliche Presse zu wenden, um a) die Fahrerflucht und b) das Vorgehen des Pfarrers publik zu machen Die Schule ist bereits informiert, aber auch da hat sich leider niemand gemeldet, wie auch beim Busunternehmen, das die Schüler heim bringt. Mad world...
Ja, mad world. Ich hege ABSOLUTES Unverständnis KEINE Anzeige bei Fahrerflucht zu machen, nachdem (m)ein Kind angefahren wurde! Selbst WENN die Frau unter Schock stand, hätte sie die Gelegenheit gehabt sich zu melden und die Sache zu klären. Hat sie aber nicht. Ob der Pfarrer da wie und warum ist dafür egal. Anstelle öffentlicher Plakatierung würde ich eine Anzeige schalten. Und das sofort. Geht ja gar nicht. Grüße
sorry, sicher ist es schlimm, was dem jungen passiert ist. aber bevor ich zu solchen mitteln greife, würde ich den ganz normalen weg gehen und ne anzeige bei der polizei machen. dann kümmern sich die leute drum, deren beruf das ist.
Bigottes A...loch, kann ich da nur sagen - was soll denn das? Ich hätte im Übrigen auch nicht von einer Anzeige abgesehen, Fahrerflucht ist Fahrerflucht, auch wenn "nicht viel" passiert ist. Also: - Anzeige - großes Tamtam mit Aushängen in der ganzen Gegend - Mitteilung an die Gesamtkirchengemeinde/das Bistum, damit dieser Typ ordentlich eingeheizt bekommt In so einem Fall wäre ich mir auch nicht zu schade, für mein Kind eine andere Einrichtung zu suchen, falls es richtig Ärger gibt. Unglaublich, so was... LG Nicole
Hallo ! Ich habe kein Verständnis. Nicht für Deine Freundin, die so was "einfach so" regeln will. Das ist kein Kavaliersdelikt, das geht einfach nicht. Und kein Verständnis für die tollen Vorschläge, die Du gemacht hast, wie Ihr an die Dame kommen wollt. Wenn die Dame angezeigt wird und der Pfarrer weigert sich Auskünfte zu geben, ist es was anderes. Aber so finde ich das nicht verwerflich. Gruss Ute
was hier noch gar nicht geschrieben wurde: WAS bitte sol das bringen, sich selber drum zu kümmern? die frau wird alles abstreiten. sie wird sich auch kaum selber stellen. wieso keine anzeige? iohr habt doch keine polizeigewalt. und plakate aufhängen kann sie gegen sich verwenden, wenns hart auf hart kommt.
Auch ich habe kein Verständnis, weshalb sie sich weigert, das die Polizei klären zu lassen, zumal dann eh ein Artikel in die regionale Presse kommt. Ich schätze, sie will die Frau vor "größerem Schaden" bewahren, sprich juristische Konsequenzen, aber es ist nunmal Tatsache, daß diese gewaltig was verbockt hat, und das nicht nur einmal.
Ich bin ein heidenkind, also helft mir mal: wenn der pfarrer mal angenommen in der beichte oder einem anderen vertraulichen gespräch von der frau über ihre fahrerflucht informiert worden wäre - hätte er dann nicht eine schweigepflicht? oder ist das bei solchen delikten nicht so? mal davon abgesehen wäre es mir egal, ob die frau konsequenzen zu erwarten hätte oder nicht. wer ein kind anfährt muss dafür gerade stehen. also anzeige und nichts weiter. je mehr zeit vergeht, desto schwieriger wirds eh.
weiß deine freundin denn nun wer die frau ist oder nicht - irgendwie geht das aus deinem ausgangsposting nicht so recht hervor. wenn die frau dort 3 kids hat, dann muss man sie doch nicht erst suchen, sondern deine freundin könnte sie gleich ansprechen. ach so, und wegen der anzeige: das würde ich schon aus dem grund machen, falls bei dem angefahrenen kind später noch irgendwelche probleme auftreten, die behandelt werden müssen - dafür muss nämlich die verursacherin bzw. deren versicherung einstehen.
Das Beichtgeheimnis gilt absolut. Laut Strafgesetzbuch sind Pfarrer von der Pflicht zur Anzeige geplanter Verbrechen ausgenommen. Zumindest ist es mir so bekannt.
Ich mein, erst ist ein Geistlicher, ein Prediger des Wortes Gottes. Kann so eine Person es mit ihrem Gewissen vereinbaren, eine Straftat zu decken, weil diese unter das Beichtgeheimnis fällt? Das würde mich interessieren. Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, ob die ein bereits geschehenes Verbrechen decken dürfen. Ob ein geplantes auch ausgenommen ist weiß ich nicht genau, ich bilde mir ein, sie müssen es zur Anzeige bringen. Da es dem Wohle und Schutze der Allgemeinheit oder einer Person dient. Kann mich aber auch täuschen.... melli
ich würde anzeige stellen. was den pfarrer angeht, keine ahnung ob der sein verhalten nicht evtl. unter schweigepflicht abbuchen könnte.
das kann und will ich nicht verstehen.....
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das ist ja löblich von der Mutter des angefahrenen Jungen, der Frau keinen Ärger zu bereiten. Aber ich hätte sie EBENFALLS angezeigt - und zwar WEGEN Fahrerflucht. Dass dem Kind nichts passiert ist, war in dem Moment vielleicht nicht mal ersichtlich. Ich kann nicht ein Kind, ein Tier oder sonstwas anfahren und dann einfach abhauen - ich habe die Pflicht zu überprüfen, ob alles in Ordnung ist. Gerade wenn es um einen angefahrenen Menschen geht. Aus dem ersten Posting habe ich das so verstanden, dass besagter Pfarrer anscheinend weiß, WER diejenige ist. Interessant fand ich die Frage hier, ob seine Schweigepflicht auch Fahrerflucht inkludiert, das ein "Verbrechen" darstellt. LG Sue
Hallo, also ich finde es ganz schlimm, was da vorsich geht. Der Pfarrer will da nichts publik machen. Ich mein, was ist das für ein Pfarrer, es geht hier um ein angefahrenes Kind, und auch noch Fahrerflucht. Dem Kind ist nichts passiert. Jedenfalls nichts ersichtliches, wer weiß was in drei Tagen ist.... kann immer noch was auftreten. Schwindel, Nackenschmerzen, Übelkeit etc. Ich weiß ja nicht, in welchem Ausmaß das "Anfahren" nun war. Aber dennoch, ich würde gleich einen Artikel schalten im örtlichen "Stadtblatt" wenn es sowas gibt und auch in der Regionalzeitung. Auch eine Anzeige bei der Polizei würde ich machen. Sehr lobenswert, dass die Frau eine andere Mutter schützen will, aber so geht es ja nicht. Selbst wenn sie zum Tatzeitpunkt evtl. unter Schock stand, so geht es nicht, sie muss spätestens am nächsten Tag klar denken können.... vor allem, sie ist ja selber Mutter! Sie hat es aber doch bemerkt oder? Nicht dass sie ihn "nur" gestreift hat und es nicht bemerkt hat? Kann ich mir zwar ehrlich gesagt nciht vorstellen, aber bei der Schneelage und beengten Straßenlage teilweise... melli
Was erwartest du? Dass er alle Beichtwilligen fragt, ob sie Fahrerflucht begangen haben? Ist doch gar nicht gesagt, dass die Frau überhaupt gebeichtet hat. Und wenn, es gibt das Beichtgeheimnis, das gilt bis auf ganz wenige Ausnahmen. Die alleinige Kenntnis eines Verbrechens entbindet nicht davon. Oder geht es dir gar nicht um die Beichte? Erwartest du vielmehr, dass der Pfarrer bei seinen Schäfchen nachforscht, wer es war? Das ist aber nicht sein Job - er muss sich um deren Seelenheil kümmern, das ist sein Job. Straftäter fangen hingegen ist der Job der Polizei.
um ein Beichtgeheimnis, Beichte ablegen oder ähnliches. Es geht nur darum, daß der Pfarrer verboten hat, diesen Zettel im Kindergarten aufzuhängen. Der Pfarrer hat mit der Sache prinzipiell gar nichts damit zu tun, die Kirche ist lediglich der Träger der Einrichtung, und ausgerechnet ein Kindergarten verhindert wegen eines Pfarrers, daß der Übeltäter ausfindig gemacht wird.
Ach so, hatte das leider anders verstanden.Dachte, der Pfarrer sollte sich direkt an der Verursachersuche beteiligen. Mich wundert, dass der KiGa den Pfarrer wegen eines Aushanges überhaupt um Erlaubnis fragt... der wird sich gedacht haben " wenn die schon fragen, ist irgendwas damit nicht in Ordnung" Ich würde den Pfarrer jetzt nicht anschwärzen, ihn aber mal direkt aufansprechen. Nur, dass ihr den Zettel im KiGa aufhängen wollt, heißt ja nicht, dass es eine KiGamutter war.....ihr erhofft euch einfach Informationen, ob jemand Zeuge des Unfalls war..... Vielleicht war euer Brief auch sehr " gewagt" und vorverdächtigend formuliert. Ansonsten, Zettel in den Supermarkt und an die Laternen vor Gebäuden mit hoher Kinderfrequenz. Und, um bei Folgeschäden wirklich sicher zu gehen, Meldung bei der Polizei. Auch schon aus Versicherungsgründen, die Kk wird bei Unfallverletzungen vielleicht eh Nachweise verlangen. Oder war es gar nicht so schlimm, dass ihr zum Arzt musstet? Dann hat die Frau vielleicht wirklich nichts gemerkt.
Auf dem Zettel stand nur, daß ein Kind angefahren wurde und ein Fahrzeugtyp gesucht wird und eben um Hinweise gebeten wird. Den Zettel hat der KiGa gar nicht gesehen, es wurde nur der Sachverhalt geschildert und eben gefragt, ob man den Zettel irgendwo im KiGa aufhängen dürfe. Es kam ja auch gleich von der Leitung das ok und der Hinweis, man solle diesen doch gleich an die Eingangstüre hängen, damit ihn möglichst viele sehen. Naja, warum die sich dann nochmals an den Pfarrer wendet, ist uns ein Rätsel, aber vieles, was in dem KiGa läuft, kann und muß man nicht verstehen. Die Kinder meiner Freundin waren insgesamt 7 Jahre (bis sept. 2010!) dort untergebracht, sie ist also auch keine Fremde. Das Kind wurde am Bein ewrwischt und fiel daraufhin zu Boden. Die Ärztin im KH meinte nur, er muß 1000 Schutzengel gehabt haben, es war nur Glück, daß er auf dem Schulranzen auf dem Rücken gelandet ist, sonst hätte es ganz anders ausgehen können. Dennoch hatte er Kopfschmerzen und in der Nacht auch gespuckt, so ganz ohne war das nicht. Und ich kann es immer noch nicht verstehen, weshalb sie keine Anzeige macht ?!?!
Das hört sich aber schon nach einer Gehirnerschütterung an. Hat die Ärztin sich vielleicht nur um die Knochen gekümmert? Egal, wenn deine Freundin keine Anzeige erstatten will, kannst du wohl nichts machen.....