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Geschrieben von Benedikte am 23.09.2006, 14:27 Uhr

normal ist der Durchschnitt

und ueber lange Jahre waren es eben zwei Kinder- das ist eine Modellfamilie , die die Nettoreproduktionsrate erhaelt und ueberall propagiert wird. Wir wollten letzte Weihnachten zu sechts nach Kuba fliegen- und Du kriegst doch maximal fuer zwei Kinder Ermaessigungen, ich war platt.Auch wenn Du Dir normale Einfamilienhaeuser anschaust- immer nur zwei Kinderzimmer, im Schnitt 12-14 qm, also ein Zimmer auch zu klein fuer 2 Kinder.

Und wie oben jemand geschrieben hat- das erste soll ein Junge sein, zwei Jahre spaeter ein Maedchen- and they lived happily ever after.

Wir haben zuerst zwei Jungen und beim dritten Kind haben viele Leute sich gleich selber die Erklaerung fuer ein Drittes gegeben, ah, Ihr wollt ja noch ein Maedchen. Als wir aber nach dem Maedchen noch ein Kind bekamen, war die Verwirrung gross- zumal ich keinen Zweifel dran gelassen habe, dass es sich wieder um ein absolut geplantes Kind handelt.

Ich persoenlich denke, viele Familien sind da auch zu empfindlich. seitdem in den medien und der Politik so geworben wird um Familie und Kinder und es ueberall dargestellt wird, als ob viele Kinder eine ungeheure Belastung bedeuten, sind die Leute aufmerksamer. Und wer das glaubt, der schaut dann vielleicht auch schonmal.Ich bspw. auch- um ehrlich zu sein- wenn ich auf Dienstreisen alleine unterwegs bin und mir noch einen schoenen Einkaufsbummel goennen kann und dann Frauen oder Maenner sehe mit vielen Kindern, von denen eins schreit, die sich in alle Richtungen bewegen,genervte Eltern- dann cshaue ich auch immer ganz entspannt und freue mich, wenn ich meine Ruhe habe.

Aber nochmal in Kuerze- zwei sind einfach das uebliche, genaugenommen 1,4- aber diese Zahl kommt dadurch zustande , dass viele FRauen gar keine Kinder haben, die welche haben, haben dann meist zwei, ein 0,4 Kind jedenfalls gibt es nicht.

Und mit dem asozial das- ich finde das schwierig.Wer oder was ist asozial? Viele Kinder alleine bestimmt nicht.Die Queen von England, Tonz Blair, Ursula von der Leyen, Sarkozy- alle mindestens vier Kinder aber definitiv keiner asozial.

Wer seine Kinder alleine nicht versorgen kann und staatliche Hilfe braucht? Bestimmt eher.Und vielleicht liegt hier auch mehr Erklaerung- Arbeitslosengeld 2, eine staatliche Sozialleistung, betraegt rund 350 Euro fuer erwachsene, rund 250 Euro fuer Kinder- fuer unsere Familie mit vier Kndern also 1700 Euro. Dazu kaeme die Miete, die krankenversicherung etc. Man muesste also seobst bei bescheidener Miete mindestens 2500 Euro netto verdienen, um mit 4 Kindern soviel Geld zu verdienen wie die staatlichen Sozialleistungen.In vielen Faellen kein Problem, bei gutausgebildeten menschen, insbesondere wenn beide Eltern arbeiten gehen.
Aber oft eben auch nicht- in vielen Grossfamilien mit nur einem verdiener- gerade da bleibt ja haeufig ein Elternteil zuhause- wird dieses geld bis in den Facharbeiterbereich nicht verdient.Das heisst, gerade die Mitte unserer gesellschaft rutscht durch Kinder unter das Einkommen, das der Staat als Sozialleistung bereitstellt. Mit zwei Kiindern und zwei Erwachsenen laege der staatliche TRansfer bei 1200 rund plus Miete- weniger Miete als bei der grossen Familie. Hier wuerde man also schon mit 1800 Euro mehr verdienen als die Staatsknete betruege.Kurzum- man muss viel geld verdienen, um durch Arbeit eine Grossfamilie durchzubringen.

Dein Mann sollte mal erklaeren, wieso er drei Kinder als asozial empfindet und was das fuer ihn bedeutet.Wir empfinden usn trotz unserer vier Kinder nicht als asozial- und ich habe auch nicht den Eindruck, dass die Umgebung das tut. Im Gegenteil, wir werden eigentlich meist recht freundlich, fast bewundernd empfamngen, dass es so grosse Familien bei uns ( wir sind eindeutig deutsch) noch gibt.

Benedikte

 
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