Der erste Brei - die Beikost

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Geschrieben von Ani_k am 11.04.2007, 14:25 Uhr

Brei oder Gemüse

Hallo zusammen,

ich würde gerne bald mit der Beikost anfangen und mache mir gedanken mit was ich anfange. Soll ich mit Milchbrei anfangen oder doch lieber Gemüse?
Mit was habt ihr angefangen?
Ist es sinnvoll wenn ich mit Gemüse anfange Frühkarotten zu nehmen? (Meine hat viel mit Blähungen zu kämpfen)

LG Anika

 
8 Antworten:

Re: Brei oder Gemüse

Antwort von serena2006 am 11.04.2007, 14:32 Uhr

hi,

warum willst du denn mit brei anfangen ,wenn sie doch schon verdauungsprobleme hat???

würd da lieber etwas warten und den darm nicht noch mehr belasten.

WENN du anfängst dann IMMER mit gemüse anstatt der mittagsflasche(stillmahlzeit) !!
Wenn du mit dem abendbrei anfängst ,dann könnte es passieren dass sie das gemüse ganz verweigert.

lg

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Re: Brei oder Gemüse

Antwort von annamei am 11.04.2007, 17:48 Uhr

Sorry, aber Deine Tipps kann man so defintiv nicht stehen lassen ;-)

1. Stillmahlzeiten sollten gar nicht ersetzt(!) werden, sondern durch Beikost ergänzt - ein kleiner, aber feiner Unterschied!

2. ich kann aus vielfacher Erfahrung berichten, dass es VÖLLIG EGAL ist, mit welchem (grundsätzlich für den Beikoststart geeigneten) Lebensmittel man anfängt, und zu welcher Tageszeit ist ebenfalls EGAL! Die Ansichten dazu (z.B. die berühmten "Möhrchen am Mittag") sind REIN KULTURELL bedingt und haben keinerlei Auswirkungen aufs langfristige Essverhalten.

Kürbis morgens, oder Apfel mittags, oder Kartoffel abends... Spielt einfach keine Rolle, alles gleich gut (nur bitte nicht anstatt Muttermilch, sondern zusätzlich dazu).


LG,
Anna

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Re: @annamei

Antwort von serena2006 am 11.04.2007, 17:53 Uhr

erstens habe ich geschreiben es KÖNNTE sein dass er dann gemüse verweigert. und es wird ja nicht ohne grund EMPFOHLEN erst mittag die mahlzeit zu ersezten.

und IRGENDWANN fällt sicher das stillen weg,denn sonst könnte man ja gleich voll stillen und bräuchte nicht mit beikost anfangen.

lg

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@Serena: Missverständnis?

Antwort von Sphynxie am 11.04.2007, 19:50 Uhr

Ich denke, du hast Annamei's Statement gründlich missverstanden... Beikost ist nunmal BEIkost und nicht Anstattkost, aber irgendwie hat sich das bei den Müttern eingebürgert, dass man eine Flaschen/Stillmahlzeit ERSETZEN "muss", und das ist DEFINITIV die falsche Vorgehensweise, vor allem bei Stillkindern. Es ist so, dass vom Start weg minimale Mengen angeboten werden, so lange, bis das Kind den Mund für den Löffel nicht mehr aufmacht, den Kopf wegdreht oder sonst zu verstehen gibt, dass es nicht mehr will. Im Anschluss daran gehört IMMER die Brust oder die Flasche angeboten, bis es von sich aus nicht mehr will. Erst dann wird auch ein ERsatzgetränk (Wasser!) angeboten, weil vorher der Flüssigkeitsbedarf über die Milch gedeckt wird. Wenn man natürlich alles auf einmal von einem Baby verlangt, kommt es zu den hier immer wieder bejamerten "Problemen"...

Un zum Thema Obst vs. Gemüse: in Mexiko beispielsweise wird GRUNDSÄTZLICH mit Obst angefangen, und es ist wirklich erstmal schietegal, was dein Baby ausser Milch bekommt, ALLES ist neu und schmeckt "fremd" und alles muss erst kennengelernt werden. Und dass ein Baby Gemüse "einfach so" verweigert ist a) selten und b) nicht schlimm, weil es ja zum Ausgleich Obst isst.

Nicht böse sein, aber Annamei hat (mal wieder) Recht!

LG
Sphynx

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Re: @Serena: Missverständnis?

Antwort von serena2006 am 11.04.2007, 20:58 Uhr

nee denke das war kein missverständnis ,nur haben wir andere ansichten! ist mir auch klar dass man anfangs noch brust/flasche nach dem brei gibt und hab das ja auch nicht anders gemacht aber wie gesagt IRGENDWANN mag/brauch das baby keine brust/flasche mehr nach dem brei.

und wie ich ja so nebenbei mitbekommen hab ist annamei ja glaub stillberaterin und die haben ja eh immer andere ansichten,sorry is aber echt so. die sind ja meist aufmöglichst lange stillen aus !!! uch sehs halt so und gut , und wenn ihr stillen wollt solange es geht ,ist es auch okay. muss ja jeder selber wissen.

und wollte der dame die die frage gestellt hatte nur klar machen ,dass es um die mittagmahlzeit geht.

und ob erst obst oder gemüse: hab echt schoh oft gelesen/gehört ,dass babys gemüse verweigern wenn sie schon obst bekommen!! und ich denke ob und wie er mit beikost anfängt, muss jeder selber wissen. ich zumindest hab noch nie gehört,dass man mit obst anfangen soll.
ich geb ja nur meiner erfahrungen weiter und nix weiter. wenn einem nicht passt,der soll´s überlesen.

lg

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@serena2006

Antwort von annamei am 11.04.2007, 21:03 Uhr

Hi,

sphynxie hat ja schon einiges erklärt... vielleicht noch als Ergänzung:

es wird tatsächlich "nicht ohne Grund" empfohlen, die Mittagsmahlzeit - möglichst zügig - zu ersetzen... der Grund ist auch ein sehr schwerwiegender, nämlich Geld (mehrere Milliarden Euros, um genau zu sein!).
Babynahrungshersteller haben ein massives Interesse daran, dass Mütter möglichst wenig stillen und möglichst schnell möglichst viel zufüttern; allein dies ist nämlich ihre einzige Existenzgrundlage.
(Stell Dir mal vor, ALLE Mütter stillen 6 Monate voll, und drücken danach ihren Babys zusätzlich zum Stillen einfach eine gekochte Kartoffel in die Hand... so oder so ähnlich hat's die Natur zweifellos vorgesehen (ist nämlich am gesündesten!) - für die Babynahrungsindustrie wäre das allerdings das Ende.).

Also: achte mal drauf, WOHER diese "Empfehlungen" kommen, bzw. WER die Fortbildungen für Deinen KiA bezahlt ;-) traurige Realität, aber ist halt so.


Zu Deinem anderen Punkt:
Natürlich geht die Menge der Stillmahlzeiten irgendwann (ganz von selbst!) zurück - aber normalerweise NICHT im 1. Lebensjahr.

Natürlicherweise sieht es so aus: Durchschnittlich beträgt der Anteil der Muttermilch an der Gesamtnahrung am 1. Geburtstag ca. 50% - aber die absolute(!) Muttermilchmenge ist seit dem 6. Monat ungefähr gleichgeblieben. Das heißt eben gerade, dass die Beikost zusätzlich(!) zur Muttermilch gegeben wird.

Grundsätzlich sollte IMMER einfach nach Bedarf gestillt und nach Bedarf Beikost gegeben werden. Der Bedarf an Muttermilch geht dann im Lauf der Zeit von selbst zurück und der Anteil der festen Nahrung steigt automatisch an.

Hoffe diese Infos (an denen niemand verdient ;-) außer die Babys (und ihre Mütter) natürlich ;-)) helfen Dir weiter,

LG,
Anna

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Re: @annamei

Antwort von serena2006 am 11.04.2007, 21:45 Uhr

danke für die nette aufklärung :-)

ich weiß ja nicht woher du deine infos hast bezüglich beikost ,würd se gerne wissen :-)

ich für meinen teil höre mir MEHRERE meinungen an und nicht nur eine ( so wie manche mütter) und ich für meinen teil hätte GERNE 6 monate voll gestillt (wegen allergien), ging aber leider nicht.. naja..

versuch ja nur MEINE erfahrungen und meine meinung zu vertreten und mehr nicht.

lg

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Re: @annamei

Antwort von annamei am 11.04.2007, 23:29 Uhr

Hi,

die Informationen, auf die ich mich beziehe, stellen keineswegs "Geheimwissen" dar, sondern sind für jeden zugänglich:
und zwar bei der Weltgesundheitsorganisation WHO und den großen Stillverbänden.

Diese Organisationen handeln ausschließlich im Interesse der Mütter und Babys, um deren Gesundheit zu schützen und zu fördern - nicht in unternehmerischem Interesse.

Das hat eher weniger was mit unterschiedlichen "Meinungen" zu tun, sondern schlicht mit Fakten ;-)

LG,
Anna

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