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Geschrieben von wassermann63 am 17.04.2006, 23:15 Uhr

@saulute

Hallole,

jetzt muss ich doch kurz ein paar Zeilen zu deinem Gesundheitsthema droppen...

Also, erst einmal, ich finde es absolut korrekt und auch verantwortungsvoll dir selbst gegenüber, wenn du all diese zur Zeit auftretenden Symptome auf ihre Ursache hin untersuchen lässt. Aber ich möchte dir eines voraussagen: du wirst keinerlei reelles Gesundheitsproblem haben.

So wie du deine Situation in der letzten Zeit geschildert hast, sind all diese Erscheinungen - ich würde schon fast sagen - eindeutig auf überspannte Nerven zurückzuführen. Ich kann dir da auch ein ganz konkretes Beispiel geben: ein guter Freund hatte genau dieselben "Probleme" (also wirklich beunruhigende Symptome wie plötzliche Schwindelanfälle, fast schon Ohnmachtsanfälle, kalter Schweiß, Sehstörungen usw. usw.. Und weißt du warum? Er hatte beschlossen, sich wegen einer anderen von seiner langjährigen Freundin zu trennen, und das Ganze hat ihn nervlich so mitgenommen, dass er all diese Symptome aufwies. Als er den Schritt dann letztendlich unternahm, hat sich die Spannung gelöst und er wurde wieder gesund, also beschwerdefrei (klar, seine 6,0 Diopthrien hat er leider behalten ;-)

Ich denke mir, dass sich deine Lage stetig bessert, sobald du anfängst, dich in GB einzuleben und das Leben dort zu genießen...

Selbst das eintönige Leben auf dem Land wird zum Genuss, wenn du dir die guten Seiten daran einmal selbst aufzeigst. Und jeder - wenn auch nur sporadisch stattfindende Besuch einer größeren Stadt wird zum Ereignis (ich weiß wovon ich rede, weil wir auch in einem P..sdorf wohnen, mit genau 1 Bäcker, 1 Metzger, 1 Kindergarten *freu* und 1 Edeka ohne EC-Karten-Service *verzweifeltimgeldbeutelgrubel*. Glaub mir, da wird jede Fahrt in die nächst größere Stadt (die dann auch nicht gerade eine Weltstadt ist) zum feierwürdigen Ereignis ;-).
Aber dafür haben wir die grünen Felder direkt vor der Haustüre, die Lärche jubiliert jeden Tag schon morgens (auch bei dieser A...kälte - kann ich gar nicht verstehen. Die trällern doch sonst nur bei Wärme, scheint mir), wenn es wieder wärmer wird, schnall ich mir die Inliner unter die Füße, pack ein Kiddy in den Jogger, das andere auf's Laufrad, der Esel blökt und freut sich über mein steinhartes, weil selbst gebackenes Brot usw. usw.

Du siehst, das beschauliche Landleben hat durchaus auch positive Noten.

LG
JAcky

 
11 Antworten:

Re: @wassermann63

Antwort von saulute am 17.04.2006, 23:39 Uhr

Das glaube ich mittlerweiler auch. Aber wenn diese Anfaelle kommen, bekomme ich Angst, denn ich weiss ja nicht, was weiter passiert. Ausserdem, was mir Sorge bereitet, ist, dass ich diese anfaelle nie bei mir zu HAuse habe, sonder auf der offenen strasse. Ich habe Angst, dass es Anzeichen fuer moeglicherweise beginnende Agoraphobie sein koennte, die ja ernsthafte psychische Erkrankung ist, bis man nicht in der LAge ist, sein HAus zu verlassen.
Ich halte mich bis jetzt ganz gut, weil ich versuche nicht daran zu denken, dass ich Deutschland verlassen habe. Es ist wie Ruhe vor dem Sturm. Ich weiss noch nicht welche Wucht mich treffen wird, wenn ich mich diesem Thema oeffne. Und es wird passieren, das weiss ich. Bis jetzt habe ich alles verdraengt und bin wie in einen Schlaf gefallen, und selbst das bezahle ich mit diesen Panikattacken.
Ich war bis jetzt immer Stadtmensch. Aber mit einem kleinen Kind, ist es gar nicht verkehrt in einem Dorf zu wohnen, besonders, wenn man in England wohnt, mit ihren sattgruenen Feldern und den Hecken als Feldabgrenzungen. Ich habe nirgendwo so ein gruenes Gras gesehen wie in england.
Ich werde es sehen. Was mich nervt, dass ich mich wieder durch die sprache so benachteiligt fuehle. sprache war immer meine Waffe, und jetzt bin ich sie los. Ich fuehle mich hier sehr hilflos.

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@saulute

Antwort von wassermann63 am 18.04.2006, 7:43 Uhr

Hallole,

das hört sich alles schon viel besser an :-) Du wirst sehen, das renkt sich alles wieder ein.

Natürlich ist die Anspannung immer noch groß und du hast das Gefühl, irgendwo entwurzelt zu sein, aber deine wirklichen Wurzeln und der Halt, den jeder Mensch benötigt, liegt in einem selbst. Und dich selbst hast du immer dabei, egal wo du bist ;-))

Gib dir einfach ein bisschen Zeit, um dich einzugewöhnen und behandle dich in der Zwischenzeit gut.

Und was die Sprache anbelangt, so bist du auf dem besten Wege, eine weitere Sprache so gut zu sprechen wie die deutsche. Das Englische wirst du in wenigen Wochen genauso gut zur zwischenmenschlichen Kommunikation verwenden können.

Und denke immer dran: das Glas ist mindestens halbvoll ;-)

LG
JAcky

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Re: @Saulute

Antwort von Alba am 18.04.2006, 9:20 Uhr

Hallo Saulute,

das mit der Sprache verstehe ich sehr gut. Ich kann mich noch erinnern wie es mich nervte, dass Leute mit bei weitem schlechteren Argumenten bei Diskussionen einfach durch ihr besseres Englisch gewonnen haben. Oder wenn Leute die Tatsache ausnützen, dass Englisch nicht meine Muttersprache ist.
Ich hatte mal einen Studenten der in einem Test schrieb "...uses oxygen" wo die richtige Antwort war "...produces oxygen". Er kam nachdem ich den Test zurückgab zu mir und sagte, dass wenn ich nicht sehen würde dass er "produces" meint wenn er "uses" schreibt, dann gäbe es da vielleicht ein Sprachproblem. Da hatte er völlig recht, aber es war nicht ich mit dem Sprachproblem in dem Fall. Das hätte er bei einem Muttersprachler nie probiert. Er hat bei mir auch nie mehr ein Bein auf den Boden bekommen.

Du hast doch ganz offensichtlich Talent fürs Sprachenlernen. Englisch lernst Du ganz schnell.
Ich habe als ich nach NZ ging viel gelesen, alles was mir unter die Finger kam, Bücher, Magazine, Zeitungen. Das hilft ungemein. Und habe auch viel geredet mit anderen.

Die Panikattacken hören sich schon nach Agoraphobie an. Ich habe mich damit mal beschäftigt weil ich doch diese Brückenphobie entwickelt habe vor ein paar Jahren. Ich habe allerdings keine anderen Symptome. Es gibt einige selfhelp groups im web an die Du Dich wenden kannst.

VG,
D

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@alba

Antwort von wassermann63 am 18.04.2006, 10:46 Uhr

Hallole,

habe übrigens auch so eine Art Brückenphobie; allerdings bezieht die sich vor allem auf eine Autobahnbrücke in Italien, über die wir immer ans Meer gefahren sind. Die Brücke war einfach zu hoch un der Blick nach unten einfach zu tief und das Geländer sah irgendwie so unstabil aus ;-((

Nachdem mein damaliger Freund keinen Führerschein hatte, durfte ich immer die STrecke fahren (eigentlich kein Problem, bin Viel-Fahrer), aber bei dieser Brücke wurde es mir schon vorher mehr als mulmig und ich konnte regelrecht nachvollziehen, wie sich die einzelnen Muskeln an- und verspannen.

Aber auch diese Phobie ist - wie alle anderen auch - rein gedanklichen Ursprungs. Und als solche kann man sie auch gedanklich beeinflussen. Kein leichter Job, aber glücklicherweise machbar.

Wollte nur mal kurz informieren, dass selbst ein cooles Wassermännle durchaus Schiss haben kann, aller Weisheit zum Trotz ;-)

LG
Jacky

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@wassernmann63

Antwort von maleja am 18.04.2006, 11:07 Uhr

Brückenphobie...kann ich voll und ganz nachvollziehen. Vor allem, wenn es zu Fuß drüber gehen muss. Denke da mit Grauen an unseren Urlaub vor 2 jahren in Kärnten zurück. Durch die Jeppaschlucht... eine Brücke nach der anderen. Und zum Abschluss, nachdem es eine Gittertreppe ewig weit hinauf ging (wollte nach der Hälfte zurück, aber das war noch schlimmer), war oben die Teufelsbrücke. Als ich die gesehen hab, fing ihc glaub mit heulen an. Und die Kids sind natürlich dauernd hin und her gerannt. Nur die olle Mutter wollte nciht drüber. Augen zu und drüber führen lassen.

Oder damals vor ca 12 jahren die Nord-Ostseekanal-Brücke. Suuuuuuper. Hab erstmal angehalten, da Sturmwarnung war. Ob mich der Wind nicht mitsamt dem Lancia (der ganz kleine) und Marius drüberfegt. Hat er aber zum Glück nicht. War aber kurz davor, umzudrehen.

Grüßle SIlvia

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Re: @Wassermann63

Antwort von Alba am 18.04.2006, 11:07 Uhr

Hi Jackie,

crikey, bei mir ist das fast genauso.
Ich bin früher über alles gefahren ohne ein Problem (Brenner usw.). Dann bin ich mal von München nach Würzburg gefahren und da gibt es eine superhohe Brücke, übers Steinbachtal bei Heidingsfeld, da bin ich schon zigmal rüber, aber dieses eine Mal fingen mir auf einmal die Kniee anzuschlottern, mir war totschlecht. Ich dachte ich falle gleich in Ohnmacht. Seitdem habe ich ein Brückenproblem. Ich kann zwar immer noch über die meisten drüberfahren (mein Freund fährt auch kein Auto), aber ich muss mich voll darauf konzentrieren die Ruhe zubewaren. Regelmässig atmen usw.
Ich fahre im Moment täglich zweimal über die Taybridge, die ist 1.6 Meilen lang und das löst nur noch etwas schnelleren Herzschlag aus, aber an die Brücke über den Firth of Forth bei Edinburgh habe ich mich noch nicht rangedraut.
Ist echt lästig.
Brückenphobie ist ein klassiches Symptom der Agoraphobie, aber ich habe keine der anderen Symptome, ganz im Gegenteil. Ich bin gern unter vielen Menschen und lerne auch gerne neue kennen.

Was???? Wir Wassermänner sind nicht perfekt??? Das meinst Du doch nicht im Ernst! ;-)

VG,

D

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Re: @maleja

Antwort von Alba am 18.04.2006, 11:13 Uhr

oooh ja Gitterbrücken mag ich auch nicht. Ich mag es nicht wenn ich durchschauen kann wenn ich worüber laufe. Oder als ich mal den Eifelturm hoch und runtergelaufen sind, da sind runde Löcher in dem Treppen. Das mochte ich garnicht.
Da muss ich mich echt zusammen reissen.

Zumindestens bin ich nicht allein. Ich dachte schon ich bin ein bisschen seltsam.

VG,
D

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Re: @Wassermann63

Antwort von wassermann63 am 18.04.2006, 12:25 Uhr

Hallole nochmal,

so aus dem Stehgreif würde ich jetzt sagen, dass das Brückenproblem mit mangelnder Schwindelfreiheit einhergehen könnte. Jedenfalls bin ich nicht schwindelfrei und knieschlottere schon beim Blick aus dem dritten Stock nach unten 8-(

Wenn dem so sein sollte, erklärt sich, warum du sonst keine Symptome dieser Phobie aufweist. Außerdem sind Wassermänner natürlich keine Schisshasen, nur vor Brücken dürfen sie großen Respekt haben ;-))

Denk mal, einmal wurden wir von Kunden in ein Restaurant in Hong Kong eingeladen, das wie ein Helikopter gebaut war. Das heißt, der Tisch und die Stühle, auf welchen wir saßen, befanden sich auf dem Boden einer Glaskuppel, in ca. 200 m Höhe. *augenaufreiß*
Ich bin zwar echt ein guter und vor allem Alles-Esser, aber da habe ich so derart geschlottert, dass ich nicht einmal die Gabel halten konnte. Erst nach ein bis zwei Gambé auf nüchternen Magen habe ich dann doch noch tiefer in den Teller geschaut und nicht mehr auf den Boden und konnte ein paar Bissen verdrücken ;-)

LG
JAcky

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Re: @Wassermann63

Antwort von Alba am 18.04.2006, 12:51 Uhr

Ja, schwindelfrei bin ich nicht. Ich gehe ja gerne in die Berge aber nur wenn das kein richtiges klettern beinhaltet.

So ein ähnliches Restaurant gibts in Auckland auch, im Sky Tower, das dreht sich 360 Grad innerhalb einer Stunde und Teile des Bodens sind aus Glas. Da hat es mich auch nie hingezogen.

Ich esse auch gerne und alles :-)) glücklicherweise bewege ich mich auch viel und gerne.

LG,
D

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Re: @Wassermann63

Antwort von wassermann63 am 18.04.2006, 13:03 Uhr

Ja, ich habe auch mal ein Problem in den Bergen gehabt. Wir sind auf so einem schmalen Ziehweg gelaufen, nach oben und nach unten steil und nur Wiese. Da musste ich mich original kurz hinlegen, mit Blick den Berg hinauf, damit der Schwindel sich wieder beruhigt.

Und denke mal, als Kind bin ich wie die Wilde in sämtlichen Brandungsfelsen usw. rumgeklettert. Wahrscheinlich ist dann irgendwann auch einmal so ein Schlotterereignis eingetroffen und seitdem bin ich nicht mehr schwindelfrei.

Was war denn dein außergewöhnlichstes Meal? Also, bei mir waren's in China Schildkröten- bzw. Hühnerfüße. Oder ein gekochtes Ei mit Schale im Getränk und wir wussten nicht, ob wir das jetzt auch runterjagen sollen oder nicht, beim heiteren Gambé ;-)

Was gibt's denn in NZ an Spezialitäten? Und jetzt in Schottland?

LG
JAcky

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Re: @Wassermann63

Antwort von Alba am 18.04.2006, 13:31 Uhr

Mein Ungewöhnlichstes war vielleicht kina. Das ist Seeigel. Maori in NZ pflücken die vom Fels und essen sie lebend. Mir wurde das mal von der Familie meines damaligen Freundes (ein Maori) auf einem Strandtrip angeboten und ich konnte schlecht ablehnen. War eigentlich lecker und ich versteh auch warum es als Delikatesse gesehen wird aber ich muss immer daran denken, dass es noch lebt.
Was mir total fehlt sind Feijoa. Die sind zwar nicht original aus NZ, ich habe sie aber noch nirgendwo anders gesehen. Meine Freundin von den Azoren kennt sie auch. Das sind so kleine Früchte aussen grün, innen grün-gelblich, die man einfach auslöffelt. Ich kann den Geschmack nicht beschreiben, aber wenn die in Saison sind könnte ich die eimerweise essen. Oh und Kumara, die NZ Süsskartoffel ist auch lecker.
Was ich nie probiert habe ist mutton bird, das ist ein Seevogel von der Südinsel und nur Maori haben Jagdrechte. Soll auch nicht so doll schmecken.
Als ich in Portland, Oregon gelebt habe kannte ich viele Leute die fischen und jagen gingen. Da bekam ich manchmal von Elch und Hirsch was ab, und einmal auch ein Schwarzbärsteak.
In Scotland gibts natürlich Haggis, den ich sehr gerne mag so 2-3 mal im Jahr. Ausserdem gibt es fantastisches sea food.

Beim chinesischen Laden in Dundee sehe ich immer Packungen mit Hühnerfüssen. Ich würde die schon mal probieren wenn ich sie angeboten bekomme. Wie schmecken die denn?

Ich habe gerade Heisshunger auf Pho, die Vietnamesische Rindernudelsuppe. War beim Metzger und habe Fleisch und ein paar Knochen gekauft (er wollte mir ein halbes Kuhskelett mitgeben). Morgen gibts Pho, yippie. Leider habe ich hier keine Pho-restaurants in der Nähe wie in Portland. Da gabs jede Woche mal eine Pho zum Mittagessen.

VG,
D

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