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Geschrieben von Strudelteigteilchen am 01.06.2017, 9:13 Uhr

Zwei Gründe, warum ich das anders sehe

1. Du bist Vater, nicht Mutter. Das ist anders. Tatsache.

2. Du verfichtst Dein "Lebensmodell" mit der gleichen Härte und Ausschließlichkeit wie Deine Eltern das ihre - und das macht Dich genauso engstirnig und verbissen wie sie.

Ich war 30, fast 31 beim ersten Kind. Vorher hatte ich eine Abtreibung und bereue diese keine Sekunde. Gezwungen hat mich dazu keiner, aber meine Mutter war merklich erleichtert, als ich mich dazu entschloss. Meine Tochter wird nächste Woche 21, und wenn sie jetzt schwanger werden würde, würde ich eine Abtreibung ebenfalls begrüßen (noch mehr hoffe ich allerdings, daß sie gar nicht erst schwanger wird). Sie hat sich ganz alleine und freiwillig dazu entschlossen, das Abi zu machen und zu studieren. Sie war an der Realschule und ich hätte es nicht verhindert, wenn sie danach eine Ausbildung gemacht hätte, statt weiter zur Schule zu gehen. Die Folge ist natürlich, daß sie ein Kind jetzt (noch) nicht brauchen kann, sie könnte es weder ernähren noch sich darum kümmern. Ich finde es sehr schön und erstrebenswert, wenn Mütter (sic!) sich die ersten paar Jahre Zeit für ihre Kinder nehmen können - das geht aber nicht, wenn sie noch mitten in der Ausbildung stecken oder gar keine Ausbildung haben und daher die finanziellen Ressourcen das nicht zulassen. Dann landet das Kind in bei Oma - und mal abgesehen davon, daß ICH keine Lust habe, mich um die Schratzen meiner Kinder zu kümmern, würde ich das auch weder für mein Kind, noch für mein Enkelkind erstrebenswert finden.

Frühe Schwangerschaft geht überdurchschnittlich häufig einher damit, daß die Beziehung der Eltern nicht hält und daß die finanziellen Ressourcen eingeschränkt sind. Beides doof für das Kind.

Und übrigens: Meinem 16jährigen Sohn wünsche ich noch viel weniger, daß er früh Kinder zeugt. Ein frühes Kind meiner Tochter wäre wahrscheinlich irgendwie im Familienverbund groß geworden - suboptimal, aber machbar. Ein frühes Kind meines Sohnes würde wahrscheinlich im Familienverbund der Mutter "verschwinden" und mein Sohn hätte mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit von dem Kind nur noch den monatlichen Dauerauftrag auf dem Kontoauszug. DAS ist NOCH bitterer.

Ein Kind gehört in eine stabile und finanziell abgesicherte Beziehung. Beziehungen von 18jährigen sind beides so gut wie nie.

 
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