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Geschrieben von fiammetta am 30.01.2005, 0:02 Uhr

Zukünftige Studiengebühren

Hi,

seid Ihr auch so geschockt, über welche Höhe der zukünftigen Studiengebühren nun diskutiert wird? 500.-€ pro Semester ist schon fast jenseits dessen, was ich für meinen Sohn aufbringen könnte, aber Zahlen von bis zu 1.500.-€ sind doch wohl der Hammer. Das wären dann gut DM 6000.- im Jahr und - bei realistischer Rechnung - etwa DM 30.000.- für den nackigen Unibesuch + Lebensunterhalt + eventuellen Auslandsaufenthalt etc. In einer billigen Unistadt im Studentenwohnheim wären das trotzdem mindestens DM 1000.- / Monat = etwa DM 60.000.-. Ein Darlehnen würde die Sache auch nicht gerade besser machen, da mittlerweile auch Akademiker arbeitslos werden und dies letztlich bedeutet, daß man erst mit gut Ende 30 allmählich daran denken kann, sich etwas im Leben aufzubauen. Aber dann hat man ja noch locker weitere 30 Jahre Zeit dazu, denn unsere Kinder werden sich mit Sicherheit keine durch fadenscheinige Atteste begründete Frührente mehr leisten können... (Huch, wie plakativ - leider kenne ich mehr solcher Fälle als echte Kranke) Abgesehen davon, daß sich nur noch die reiche Bevölkerungsschicht - die aber nicht zwangsläufig die hellere ist :-) - eine entsprechende Ausbildung leisten kann, fürchte ich, daß wieder die alte Leier von wegen "Mädel, Du brauchst ned zu studieren, heiratest doch eh` und kriegst Kinder." eintreten wird. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich geschockt, nicht über die Einführung der Studiengebühren, die ich allerdings für komplett verfehlt halte, sondern über deren Höhe. Mich ergreift dabei die Panik, denn selbstverständlich möchte ich, daß mein Kind später nicht für Dümmere den Lakaien spielen muß, nur weil wir das Geld für seine Ausbildung nicht hatten. Ein zweites wird somit zum maximalen Luxus. Wie seht Ihr die Sache?

LG,

Fiammetta

 
26 Antworten:

Re: sorry- klares pro Studiengebühren

Antwort von Benedikte am 30.01.2005, 10:36 Uhr

wenn die Gebühren in die Ausbildung fliessen.
LAngzeitstudent ist ein deutsches Phänomen ( schreibt man das so? )- in keinem anderen Land gibt es so uralte Studenten.Und warum?Weil es- u.a. ewig dauert, seine Scheine zusammen zu kriegen, Ich musste auf einen läppischen Seminarschein mal zwei semester warten, weil ich keinen Platz gefunden habe- ud ich hätte jedes belegt, nicht nur eins, was meiner Spezialisierung diente oder mich inetressierte. Überall woanders kannst Du JAhre schneller studieren, mit vernünftigen relationen zweischen Professor und Student als in deutschland. Und gerade die Länder mit den happigen gebühren- USA, GB- haben soviele Begabtenstipendien, dass dort bedeutend mehr arme, aber intelligente Kinder studieren als hier. Es ist ja eine Binsenweisheit, dass auf deutschen Unis kaum Arbeiterkinder zu finden sind. Und so wie es bisher läuft, dass die frsieuse udn der Hilfsarbeiter dem Professorenkind das Studium zahlen,so muss es m.E. nicht weiter sein.
Die angedachten Rückzahlsysteme sehen ja auch staatliche Bürgshfaten für die Studentenkredite vr, so dass sie zu neiderigen Zinsen angeboten werden, abegschlossenw ereen müssen und erst bei leistungsfähigkeit getilgt werden müssen.
Also,nach dem erste Schreck bin ich sehr dafür.Wäre mein Studium zügiger verlaufen- und ich persönlich habe nicht gebumelt- aber erstens die SAcher mit dem seminarschein, zweitens war ich beim ersten und beim zweiten Staatsexamen jeweils fast ein Jahr ind er Prüfung, hätte ich meinen qualifizierten Job zwei bis drei JAhre früher anteten können, mehr für die Rente getan und das Geld auch schon wieder locker raus. Außerdem hätte ich dann früher Berufspraxis gehabt und nicht erst als " Spätgebärende" mit der Kinderkriegerei anfangen können- kurzum, ich befürworte die Stdiengebühren, wenn sie den Unis und Der Lehre zur Verfügung stehen und das Studium besser und kürzer wird.

Benedikte

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Klar bin ich geschockt

Antwort von maleja am 30.01.2005, 11:07 Uhr

denn mein Sohn wartet gerade auf seinen Studiumsplatz. Somit weiß ich auch, was finanziell auf mich zukommen wird. :-(((
Dazu kommen ja noch so Dinge, wie sonstige Unterstützung (Mietzuschuss etc) dazu. Und dann hab ich noch 2 kleine Jungs, die ja auch noch irgenwie Geld kosten. Tja, das wird ganz schön hart.

Silvia

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auch pro Studiengebühren

Antwort von Schwoba-Papa am 30.01.2005, 11:20 Uhr

Wie es der Zufall will war ich gestern Abend bei der "Disse-Party" eines Freundes, der sich nun Dr. oec. schimpft. Es waren viele seiner Kollegen anwesend, die meisten zwischen 26-30 Jahren inzwischen untergebracht bei KPMG, McKinsey, Daimler, Porsche, Union Investment etc. pp.
Autos : Beatle Cabrio, SLK, Z3, Mini Cabrio etc. pp,
Eigentumswohungen und 2-3 mal Urlaub inclusive, jedoch keiner Kinder !

Ich bin nun nicht neidisch, aber in dem Alter hatte ich schon 10 Jahre Berufserfahrung und musste mir mein heutiges Gehalt erst noch erarbeiten. Das nur mal als Hintergrund.

Studiengebühren sind angesichts der Nebenverdienstmöglichkeiten
die Studenten sicher haben (nicht zuletzt ihres Alters und ihrer Bildung) mehr als angebracht. Es muß jedoch sichergestellt werden das diese Gebühren einheitlich und in der Verwendung auch
dem Bildungssektor zugute kommen.
Sie sollte weder elitär hoch angesetzt werden, noch zu niedrig.

Grüßle

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Auch pro (und wegen Dr.-Titel...Schwoba)

Antwort von Frosch am 30.01.2005, 13:14 Uhr

Hallo!

Ich habe mal gelesen, daß es in kaum einem anderen Land so viele Langzeitstudenten wie in D gibt.
Wenn man in manchen Studiengängen sieht, wie viele Leute anfangen und dann jämmerlich eingehen - zB. im Ingenieurswesen: Da findet die Auslese vielleicht in der Hinsicht statt, daß sich die Leute wirklich ÜBERLEGEN, was sie studieren wollen, bevor sie etwas anfangen und dann nicht einmal zwei Semester durchhalten können.
Meine Schwester hat erst Germanistik studiert, und dann etwas anderes. Insgesamt hat sie recht lange gebraucht, sponsored by Daddy ;-)
Klar ist sie ABSOLUT gegen die Studiengebühren.

Und wenn eine Auslese stattfindet, dann vielleicht auch in der Hinsicht, daß nicht jeder Depp meint (sorry), studieren zu müssen. Ist ziemlich plakativ, ich weiß, aber wenn man sieht, wie viele Menschen studieren, und das ewig lang...


Wenn jemand sich einen Doktortitel erarbeitet, ist es normalerweise so, daß er sich diesen wirklich ERARBEITEN muß. Man macht so etwas nicht für "Fun". Die Personen, die ich kenne, haben geackert wie die blöden, und ich bin der Meinung, sie haben das Geld, daß sie nun verdienen, wirklich verdient!! Klar steigen sie in der Gehaltsklasse wesentlich höher ein als ein FH-ler, aber das ist ja logisch.

LG Antje

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Wie soll man sich das leisten?

Antwort von DickeFranzi am 30.01.2005, 14:24 Uhr

Ich bin selbst Studentin, meine Tochter ist jetzt 2,5 Jahre. Ich wußte nicht wie ich mit solch einer zusätzlichen finanziellen Belastung klar kommen sollte. Gottseidank ist ja Berlin noch nicht betroffen. Bezahle so schon pro Semester knapp 240€ und muß später die Hälfte meines BaFöG zurückbezahlen, dabei ist ja nicht einmal sicher, das ich dann eine gute Arbeit bekomme. Ich habe ziemlich Angst vor so einer zusätzlichen Belastung, gerade da ich erst im 3.Semester bin und noch einiges vor mir hab. Mit 35 Semesterwochenstunden kann man auch nicht einfach mal nebenbei Arbeiten gehen. Da die Hausarbeiten zum Studium auch noch ca. 15 Stunden in Anspruch nehmen. Ich habe kein Problem damit, gegen die Langzeitstudenten vorzugehen, aber eine generelle Studiengebühr halte ich für unangebracht. Da müßte esrt einmal ein ordentliches System für Stipendien aufgebaut werden.

LG
Franziska

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Re: Zukünftige Studiengebühren

Antwort von krissie am 30.01.2005, 14:49 Uhr

Ich mach mir genau wie Du auch Sorgen, ob wir das später mal finanziell hin bekommen. Und finde es auch ziemlich deprimierend, dass immer mehr Kosten für Kinder auf die Eltern abgewälzt werden, obwohl doch gut ausgebildete Menschen der gesamten Gesellschaft zu gute kommen.
Andererseits hat Benedikte schon recht, wenn es wirklich dazu führt, dass die Unis besser werden und das Studium kürzer, die Berufsaussichten möglicherweise dann besser, ist es unter Umständen sogar weniger Belastung für die Eltern bzw. den Studenten selbst als heute. Naja, bis unser Kind mal die Uni besucht, falls er sie denn besucht, wird man auf jeden Fall schon sehen, ob die Gebühren was gebracht haben für die Unis.
LG Kristina

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Re: Zukünftige Studiengebühren

Antwort von fiammetta am 30.01.2005, 16:12 Uhr

Hi,

ich hatte das Vergnügen, mir mein Studium weitgehend selbst finanzieren zu müssen. Von meinen Eltern bekam ich das Kindergeld sowie Steuer und Versichung für mein Auto bezahlt, dazu kamen DM 100.- Bafög. Auf das Auto konnte ich nicht verzichten, da ich in Nürnberg wohnte und in Erlangen studierte und ich täglich etwa 3 Stunden mit den öffentlichen Verkehrmitteln unterwegs war. Aus diversen Gründen wollte ich nicht uninah wohnen, außerdem waren die Wohnheime entweder ebenso teuer wie mein WG-Zimmer oder schwer versifft (wobei ich einiges aushalte, aber das war mir zuviel). Der ganze Rest wurde von mir selbst aufgebracht, was bei ca. 30-34 Wochenstunden an der Uni bedeutete, daß ich trotzdem noch einen Teilzeitjob im Büro hatte und als Messehostess fast keine Messe auslassen konnte, da ich so in relativ kurzer Zeit relativ viel verdienen konnte - bei durchschnittlich 12 Stunden Arbeit ohne Pause am Tag... Dazu kam mein Auslandsstudium, was nur möglich war, weil ich vorher gepowert hatte wie ein Pferd. Hätte ich zusätzlich noch Studiengebühren zahlen müssen, dann hätte mein Studium noch länger, nicht kürzer gedauert, denn von irgendetwas hätte ich das alles bezahlen müssen. Das Problem bei mir war nicht die Uni, eine schlechte Lehre oder mangelnde Organisation, sondern ein Durchhängesemester meinerseits und ein Prof, der eine Magisterarbeit erwartete, die so zuvor nicht abgesprochen war und damit allein daraus ein zweijähriges Vorhaben wurde.

Das alles war bei mir noch möglich - aber: inzwischen finden sehr viele Studenten keine Jobs mehr, mit denen sie sich über Wasser halten können, d.h. auch diese Kosten sind dann von den Eltern aufzubringen. Kann man am elterlichen Wohnort zur Uni, dann geht es, vorausgesetzt, man beißt sich zu Hause durch. Wir wohnen aber auf dem Land, die nächste Uni ist etwa 65km entfernt und somit sind bestimmte finanzielle Faktoren unausweichlich, wenn man in einer Gegend mit den höchsten Versichungszahlungen nicht täglich mit seinem Leben spielen und sich nach der Uni von den anderen ausgrenzen will.

Das Argument, anderswo studierten weitaus mehr Leute und das auch noch kürzer, kann ich aus meiner Erfahrung in Italien so pauschal nicht bestätigen, da man dort im Hotel Mama wohnen bleibt, beide Eltern oftmals jeweils zwei Arbeitsplätze haben, um die Kosten bewältigen zu können, die Kinder dafür entweder überhaupt nicht arbeiten oder eben wegen des Jobs weniger zur Uni gehen und diese deshalb oft schmeißen. Im Schnitt werden die Leute dort auch nach der Unireform nicht früher fertig, sondern sind deshalb jünger, weil man das Abitur früher macht. Außerdem hält sich dort die Anwesenheitspflicht schwer in Grenzen, d.h. ausschlaggebend sind die Prüfungen, egal wie man zu dem Wissen gelangt. Auch hinterher hockt man seinen Eltern auf der Pelle, da es schwierig ist einen Job zu bekommen. Allerdings betrug damals die Studiengebühr DM 1.500.- jährlich, was jedoch an den Unis kaum erkennbar war. Weder war`s sonderlich sauber (eher nicht), noch waren die Profs ansprechbarer (was ist das?), noch hatte die Lehre an sich eine höhere Qualität aufzuweisen. Wenigstens in der Mensa konnte man überaus günstig und gut zweimal täglich essen, was finanziell durchaus ein Deal war...

LG,

Fiammetta

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Pro bei...

Antwort von alfalfa am 30.01.2005, 16:15 Uhr

Hallo,

ich sage auch ja zu Studiengebühren, allerdings nur für Langzeitstudenten. Bildung muß für alle Schichten bezahlbar sein, aber ein Lotterstudentenleben darf nicht unterstützt werden.

Gruß alfalfa

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Re: Pro bei...

Antwort von murcksi am 30.01.2005, 19:48 Uhr

*schock*
ich finde es schlimm, so "plötzlich" Studiengebühren einzuführen.
in Meiner Verwandtschaft gibt es auch 1 Familie, mit 4 Kindern- alle insgesamt 6 Jahre auseinander.
Wie soll man dann plötzlich soviel Geld aufbringen, um 4 mal Studiengebühren zahlen zu können?
Warum verlangt man nicht "nur" Stiduengebühren, wenn man das STudium z.B. länger als 1 Semester nach der Mindeststudienzeit "überzieht"...
Naja,...
nachdenkliche Grüße,
murcksi
PS: In Österreich gibt's ja (auch ziemlich plötzlich!) auch Studiengebühren, wenn "nur" 360Euro/Semster.
Ich muss, um Studiengebühren, Wohnung ect. finanzieren zukönnen, natürlich auch arbeiten(28Stunden/woche)- jedoch bleibt,- durch die Arbeit- momentan das Doppel- Studium (ca. 40h/woche) etwas auf der Strecke...

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Absolut dafür

Antwort von Mausilein am 30.01.2005, 19:59 Uhr

Ich finde es einfach schrecklich wenn es 40 Jährige Studenten gibt,die einfach nix weiterbringen und vom Staat leben.
Ich weiß ja nicht,wie das bei euch in Deutschland ist,aber bei uns in Österreich kriegen die Studenten ne Menge Förderung und ich bin mir sicher sehr viele davon studieren ewig,weil sie nix hackeln (=arbeiten) wollen.
Dani

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Re: Absolut dafür

Antwort von murcksi am 30.01.2005, 20:13 Uhr

@ mausilein
"...ne Menge Förderung..."
naja, kommt warscheinlich drauf an, WAS man studiert...
Ich studiere(wie meine Geschwister) Musik, um das tun zu können, muss man bereits sehr früh anfangen...
dummerweise rechnet die Studienbeihilfenbehörde z.B. bei meiner Schwester, die Jahre bereits zum "studium" dazu (obwohl es damals ein "Vorbereitungslehrgang" war, und die Uni zu diesem Zeitpunkt gar keine Uni war.
d.h. Sie behaupten, dass z.B. meine Schwester bereits seit 9 Jahren studiert, und daher KEINE beihilfen mehr bekommt..
und das, obwohl sie jetzt 21 Jahre alt ist.
d.h. mit 11 Jahren schon studiert?!?
da müssten wir ja "Wunder" sein *g*

nochdazu muss man ja auf der Musik-Uni im Gegensatz zu den Anderen STudienrichtungen sowieso Aufnahmsprüfungen machen, wo von 200 vielleicht 4 genommen werden...

Studiengebühren und sonstiges(wohnen, UNterlagen ect.) bezahlt sie durch arbeiten- nur WANN soll man denn dann noch Zeit haben?...
naja...

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Kann auch andere Gründe haben :-)

Antwort von Schwoba-Papa am 30.01.2005, 20:16 Uhr

wenn in Österreich einer mit 40 noch studiert. Vielleicht hat er mit 38 erst die Matura geschafft.
Oder er ist ein Einheimscher, dia sand ja emma recht langsam ! :-)

Also bei uns wird man unter Umständen auch Zwangsimmatrikuliert, sprich von der Uni geworfen.
Ein Freund von mir war bis er 42 war eingeschrieben und nutzte seinen Studentenausweis für Ermäßigungen. :-)

Ein Student der sich auf die faule Haut legt braucht aber immer einen Sponsor und der Staat reicht da lange nicht.

Grüßle

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Zwangs EX-nicht IMmatrikuliert

Antwort von maleja am 30.01.2005, 21:53 Uhr

;-)))))))))))))))

Klugscheißer Silvia

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Ich auch PRO!!!!!

Antwort von tinai am 30.01.2005, 22:16 Uhr

ich fände das durchaus positiv. Dann gäbs auch mehr Konkurrenz zwischen den Unis, die jetzt machen können was sie wollen und wieviel sie wollen.....

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@Mausilein: Deswegen gibts die Studiengebuehren in Oesterreich schon!

Antwort von Birgit32 am 30.01.2005, 22:50 Uhr

Hallo,

und die Gebuehren betragen etwa 350 Euro pro Semester, also 700 Euro im Jahr.

Als das eingefuehrt wurde, gabs dann auch ploetzlich sehr viel weniger Studenten, weil die "Scheinstudenten" raus fielen.

Liebe Gruesse,
Birgit

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@Schwoba-Papa

Antwort von Mausilein am 30.01.2005, 22:56 Uhr

Kann es sein,dass du nicht gerade ein Österreich-Fan bist????? *gg*

Was ich noch sagen wollte:
Ich krieg ja schon einen dicken Hals,wenn man bei uns Schüler fragt was sie nach der Pflichtschule machen wollen...."ich weiß nicht,ich geh mal studieren..."
Ist doch klar,dass solche Leute ständig nur am rumstudieren sind,wenn sie nicht einmal wissen,WAS sie wollen ( fängt ja schon damit an,dass in der Schule zuwenig Berufsperspektiven aufgezeigt werden ).Dann studieren sie mal das,nach einem Jahr kommen sie drauf....nööö das macht mir keinen Spaß mehr,na dann kommt halt das nächste Fach...usw.
Mit der Zeit gefällt den Studenten auch das Leben,denn wenn man sie fragt,was das Schöne dran ist,kommt meistens zur Antwort: na da kann ich laaange ausschlafen,ab und zu geh ich mal zu Vorlesungungen....hallo??? Aber hauptsache jeden Tag bis Mitternacht oder länger rumhängen.Ich ärgere mich deswegen sehr darüber,weil das beste Beispiel bei mir in der Familie ist,meine Halbschwester.Die geht aber auch brav halbtags arbeiten und von ihr weiß ich,dass die Förderungen in Österreich nicht gerade schlecht sind.
Familienbeihilfe bekommt sie und die ist bei dem Alter nicht gerade wenig,sie ist Rezeptgebührenbefreit,an Kirchensteuer ist gar nicht zu denken weiters ist sie noch rundfunkbefreit und da ihre Eltern geschieden sind,muss ihr leiblicher Vater,aolange sie noch studiert sie finanziell unterstützen.Also in ihrem Fall weiß ich,dass sie sich viel Kohle erspart.
Dass sich Mütter mit Kleinkindern aufregen weil sie sich das net leisten können,ist für mich ja verständlich,nur ehrlich gesagt,ist es für mich unmöglich Kind,Haushalt,Halbtagsjob und noch Studium unter einem Hut zu bringen.
In solchen Fällen würde ich halt das Studium a bissi nach hinten verschieben,denn sonst kommt man ja echt nimma zurecht.
Liebe Grüße Dani

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@fiammetta: Bloede Frage, aber wie kommst du auf 6000 Euro im Jahr?

Antwort von Birgit32 am 30.01.2005, 22:59 Uhr

selbst bei 1500 Euro pro Semester schaff ich es nur auf 3000 Euro... (?)
*verwundertguck* - nehm an, war ein Schreibfehler ;o)

Aber noch etwas, das ich nicht ganz verstehe: wer sagt dir, dass
1. dein Sohn ueberhaupt mal studieren WILL?
2. nur Akademiker gutes Geld verdienen koennen?

Ich bin zwar Akademikerin, sogar mit tollem Dr. vorne dran, aber meine Kinder sollen spaeter studieren, wenn sie wollen, oder aber auch nicht und was anderes machen.

Mein Neffe ist uebrigens Canadier und da gibts andere Studiengebuehren. Er hat das auch geschafft, hat eben im Sommer gearbeitet und ja, er musste ausserdem einen kleinen Kredit aufnehmen, allerdings nicht allzu schlimm, denn er bekam auch ein Stipendium.

Auch in Oesterreich ist es immer noch so, dass man um Stipendien ansuchen kann, und bei sozial schwachen Familien fallen die recht gut aus - wenn das Kind gewisse Regeln einhaelt, das heisst nicht herumtroedelt, sondern seinen Job macht, also lernt.
Ich koennte mir vorstellen, dass es das auch in Deutschland geben wird, weiss es allerdings natuerlich nicht.

Liebe Gruesse,
Birgit

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Österreich ist Klasse

Antwort von Schwoba-Papa am 31.01.2005, 8:12 Uhr

ich geh in 6 Wochen wieder eine Woche hin und alß mir das Geld aus der Tasche ziehen oder ist es Entwicklungshilfe ? :-)))

Du hast absolut Recht, für viele ist ein Studium auch ein Puffer für die weitere Karriereplanung.

Grüßle

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Re: @Birgit

Antwort von fiammetta am 31.01.2005, 9:59 Uhr

Hi,

hättest Du richtig gelesen, dann hättest Du gesehen, daß ich nicht von 6000.-€, sondern von DM 6000.- geschrieben habe.:-) Soll ich`s in Schilling ausrechnen?

Nachdem in meiner Familie noch nahe zu jeder studiert hat, gehe ich natürlich von dem Naheliegenden aus. Außerdem habe ich zu oft erlebt, daß die Reue über verpaßte Chancen irgendwann doch gekommen ist, das Geld aber eben doch recht verlockend war. Somit halte ich einen geradelinigen Ausbildungsweg für durchaus sinnvoll. Darüber hinaus halte ich es für grundsätzlich intelligenter, mich auf die in dem Falle beste, aber eben auch kostspieligste Situation so rechtzeitig einzustellen, daß nicht hinterher der Katenjammer kommt. Wenn ich also jetzt weiß, was mich erwartet und ich noch mindestens acht Jahre an die immensen Schulden meines Mann hinzahlen muß, zwei Autos innerhalb dieser Zeit auch noch fällig werden usw., dann sind das finanzielle Belastungen, die rechtzeitig kalkuliert sein wollen.

Eine weitere Erfahrung ist mittlerweile, daß die wirklich guten Jobs, d.h. die zwar auch mit viel Arbeit, aber wenig Schmutz, guten Fortbildungsmöglichkeiten, entsprechendem Verdienst und Karrierechancen und sozialem Ansehen verbunden sind, heutzutage eben nicht mehr ohne Studium zu erlangen sind. Wer jetzt behauptet, das Sozialprestige sei doch nicht wichtig, der irrt, denn ich erlebe tagtäglich meine Kunden, die sich permanent für ihr Nicht-Studium rechtfertigen und sehr offensichtlich schämen oder zurückgesetzt fühlen und zwar ohne mein Zutun.

Den Text "meine Kinder sollen spaeter studieren, wenn sie wollen, oder aber auch nicht und was anderes machen" habe ich inzwischen so oft gehört, wenn die Kinder klein waren. Sobald der Übertritt zum Gymnasium anstand, wurden die Kids dann gedrillt. Das mag bei Dir vielleicht nicht so sein, aber in den meisten Fällen eben doch.

LG,

Fiammetta

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Wie viele Schein- oder Bummelstudenten gibt es eigentlich?

Antwort von fiammetta am 31.01.2005, 10:13 Uhr

Das sind doch tatsächlich die wenigsten, obwohl einem genau das permanent unterstellt wird.

Ich weiß noch, wie mir während des Studium gerade von denjenigen, die nie zur Uni gegangen waren, `reingepreßt wurde "Beweis` erst einmal, daß Du das schaffst." Kaum war ich fertig, krochen mir eben die entweder in den Hintern, denn nun war ich schließlich eine richtige Akademikerin oder aber sie zogen sich neiderfüllt zurück, was mir beruflich mitunter sogar geschadet hat. Dazu muß ich allerdings anmerken, daß ich selbst nur - und zwar wertfrei! - mitgeteilt hatte, ich habe nun das Studium erfolgreich abgeschlossen...

Was den Studentenausweis angeht, so profitiere ich von meinem jetzigen kaum, da nahezu überall Alterbegrenzungen bei den Ermäßigungen festgesetzt sind.

Das Studium als Pufferzeit mag zwar kurzzeitig so sein, allerdings gibt es Bayern Regelungen, bis wann man welche Scheine und Prüfungen, etc. abgeschlossen haben muß. Somit puffert es sich da nicht lange. Das Problem ist wohl eher, daß viele nicht wissen, was das Studienfach wirklich ist. Ich habe u.a. Romanistik studiert, was manche mit einem reinen Übersetzerstudium verwechselt hatten - das klärte sich dann aber bald auf.:-)

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Re: @Birgit

Antwort von murcksi am 31.01.2005, 10:53 Uhr

@Birgit32
"Auch in Oesterreich ist es immer noch so, dass man um Stipendien ansuchen kann, und bei sozial schwachen Familien fallen die recht gut aus - wenn das Kind gewisse Regeln einhaelt, das heisst nicht herumtroedelt, sondern seinen Job macht, also lernt."
Wie gesagt, schön wär's!
Hab' mein Studium nach der Matura begonnen,- bin bis jetzt der Mindeststudienzeit sogar 1 Jarh vorraus,- hab' 'nen Notendurchschnitt von schlimmstens 1,15 (bei 3 Studien) und TROTZDEM bekomme ich GAR KEINE Studienbeihilfe, Förderung ect. ...

Zum Glück habe ich eine Prof. an der UNi.- die so an mich glaubt, dass Sie mir die Studiengebühren bezahlt, - zumindest dann, wenn sich wirklich absolut nichts mehr ausgeht...

Sonst wäre ich wohl auch unter diese "Scheinstudenten" gefallen, die seit den Studiengebühren nicht mehr studieren ...


jaja, das schöne Österreich ;)
...

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Re: ganz so einfach mit dem nachgelagerten System ist es nicht

Antwort von marit am 31.01.2005, 11:08 Uhr

also zunächst: ich könnte mich mit einem System nachgelagerter Studiengebühren (wie z.B. in Australien) prima anfreunden, wenn z.B. das Geld- wie von der CHE vorgeschlagen - komplett in Personal und Sachmittel an den Unis gesteckt würde - aber NUR DANN. In Australien - und ähnlich auch in den Niederlanden gibt es einen Beildungskredit, der zum einen die Studiengebühren abdeckt und einen zweiten Anteil (den man nicht nehmen MUSS), der die Lebenshaltungskosten deckt. Man kann also entweder einen Großen Kredit für beides oder einen kleineren nur für die Studiengebühren in Anspruch nehmen. Gezahlt wird dann 5 Jahre nach Studienende.
Nur: So ein Modell ist in Deutschland nicht durchsetzbar - denn in Australien gibt es fast keine Akademikerarbeitslosigkeit. Und wer bürgt hier für die Ausfälle. Hierzulnade zahlen ja schon 30 % nicht mal ihr Bafög zurück, weil sie zuwenig verdienen. Nun war ich am Wochenende auf einer Tagung in Freiburg, wo das Modell jetzt bereits durchgesetzt wird. Da habe ich gelesen, daß die nötigen Kredite nach einem Ranking vergeben werden. Dort wird das Einkommen der Eltern, die Schulnoten, der Studiengang und die Umzugsflexibilität berücksichtigt. D.h. wer Chemie studiert bekommt eher einen Kredit als ein Politikwissenschaftler, wer seinen Studienplatz schonmal gewechselt hat eher als einer, der noch im Heimatort wohnt (die Gründe für das jeweilige Verhalten werden nicht berücksichtigt. Dabei frag ich mich natürlich, warum ich umziehen soll,. wenn die Uni vor Ort zufällig einen 1a Ruf hat). Das wäre dann im Grunde das Ende der freien Studienwahl. Und das wiederum finde ich sehr problematisch - vor allem ist es ungerecht, weil ja Fächer wie Literaturwissenschaft lange nicht soviel kosten, wie z.B. ein Medizinstudium. Mag sein, daß die Absolventen später auch nicht soviel verdienen - aber wenn man schon alle möglichen Faktoren berücksichtigt, dann sollte man die realen Kosten eines bestimmten Studiums auch nicht außen vorlassen. Entweder alle haben grundsätzlich ein Recht auf einen solchen Kredit und die Kredite sind für alle Fächer gleich - ODER man macht ein Ranking: dann dürfen aber unterschiedlich teure Fächer auch unterschiedlich hohe Kosten verursachen.

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Re: @Schwoba

Antwort von marit am 31.01.2005, 11:20 Uhr

hm, also ich weiß ja nicht, was du so für Bekannte hast. Unsere Lage und die unserer Studi-Kollegen sieht eher so aus:

Für die Promotion (Druckkosten: 4000 euro, 2 Monate Überbrückung vor Stellenantritt, weil man wegen Fertigstellung der Promotion nicht arbeiten konnte 2500 Euro) eh schon nen Kredit aufgenommen, ebenso für die andauernd fälligen Umzüge, weil man am Anfang den Jobs hinterherreisen muß, Kitagebühren von fast 350 Euro im Monat, Bafög muß mit 200 Euro im Monat zurückgezahlt werden. Da bleiben von unserem Familieneinkommen von eigentlich recht guten 2900 euro gerade mal 1200 übrig, von denen wir dann unser eigentliches Leben zahlen müssen. Dann noch zusätzlich nen Bildungskredit zurückzahlen? Dann führen wir mit Hartz IV wohl besser.
Wenn die Bildungskreditrückzahlungen den Kitabetrag mindern würden, ginge es vielleicht noch.
Also ich finde es generell nicht schlimm, für Bildung Geld auszugeben oder sich gar zu verschulden, finde aber , daß so ein System behutsamer eingeführt werden muß. Eher so, daß ich JETZT allmählich Rücklagen bilden muß, damit mein Kind mal die Gebühren zahlen kann, falls es mit einem Stipendium nicht klappt. Ein gutes Stipendiensystem würde nämlich auch die Motivation für gute Schulleistungen verbessern und damit den Bildungsstandard allgemein heben. Das fände ich besser. Auch möglich wäre, daß sterbende Akademiker einen gewissen Prozentsatz ihres Vermögens ihrer Alma mater vererben müßten (das ist in den USA auch üblich). Oder eben auch nachgelagerte Gebühren, die aber wirklich erst dann fällig werden, wenn es einem auch nach Abzug der oben genannten Beträge noch einigermaßen gut geht.

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Re: @Schwoba

Antwort von Schwoba-Papa am 31.01.2005, 12:39 Uhr

Ich redete von ehemaligen Studenten (die haben keinen Doktor oec., nur einer), die nun gut in der Wirtschaft untergebracht sind, auf Staatskosten studierten und sich während des Studiums sicher keine Schwielen an die Händen erarbeitet haben.
Wohl gibt es bei uns im Ländle das Sprichwort : "Mit vollen Hosen kann man gut stinken !" Wobei ich natürlich auch Studenten kannte die Nachts Taxi fuhren.

Es ist jedoch nicht so das sich unser Staat dieses Bildungssystem nicht mehr leisten kann, sondern es ist wohl eher so das er es sich so nicht mehr leisten muß. Eine Hochschulreform macht daher Sinn.

Grüßle

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Re: @ murcksi

Antwort von famisa am 01.02.2005, 12:59 Uhr

hallo!

nur aus interesse: warum geht sich bei dir das leistungstipendium nicht aus - werden dir die jahre vor der uni auch als "studium" angerechnet???

lg mi, die findet - soooo sehr zuckerwatte wie mausilein es darstellt ist das studium in ö nicht - denn trotz studiengebühren gibt es nicht genug lehrplätze, vorlesungen etc... es gibt einige studien wo mit mehreren ausfallssemestern gerechnet werden kann!!!

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Re: @ murcksi

Antwort von murcksi am 02.02.2005, 1:21 Uhr

Ja, genau!
abgesehen davon, gibt es "normale" Leistungsstipendien, wie an der "normalen" Hauptuni nicht.

Es gibt von einzelnen Stiftungen, oder (intern.) Wettbewerben einzelne Stipendien, die mesiten hängen zwar nicht mit der UNi zusammen, - d.h. die könnte man auch bekommen, wenn man z.B. am Kons. studiert ect. ...
insgesamt gibt es dafür ca. höchstens eine Handvoll Stipendien- und da zählt dann auch nicht die "Leistung" in NOten, sondern die Leistung bei einem Vorspiel an einem bestimmten Tag, vor einer bestimmten Jury...
(Und ob' man eines bekommt, hängt von den Lehrern die in der Jury sitzen ab ....)


nochetwas, was ich echt witzig finde:

An der Musik-Uni- ist es "so streng" mit dem Unterricht, dass jeder sowieso höchstens (im ganzen STudium) 1 Jahr länger asl Mindeststudienzeit seinen Hauptfachunterricht bekommt.
d.h. mit 40 zu studieren, war auch schon lange VOR den Studiengebühren gar nichjt drinnen ...

Übrigens- OBWOHL es sehr strenge Afnahmsprüfungen, und kaum "PLätze" gibt, (im Gegensatz zur Hauptuni) gibt es trotzdem in sehr vielen Vorlesungen einfach keinen Platz ect.
Da das bei uns aber so stark an das Hauptfach gekoppelt ist, kann/darf man praktisch nicht überziehen. (unabhängig von irgednwelchen Beihilfen ect.)

Habe übrigens soeben(vorgestern) den Bescheid bekommen, dass ich dieses Jahr auch KEINE gar nichts Studienzuschuss ect. bekomme...
(und zuwenig Stunden habe ich mit insg. 58 semesterwochenstunden sicher auch nicht ;)

bez: Lesitungsstipendium: da frag' ich mich echt, warum nicht z.B. an allen Wiener(Ö.) Uni's dieselben Lesitungsstipendien ect. "gelten"...

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