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Geschrieben von Elisabeth mit Fumi & Temi am 13.05.2005, 10:44 Uhr

Suche Informationen zur vorgeschrieben Schulhofgröße

Hallo,

ich google mich hier zu Tode, aber vielleicht weiß hier jemand, wo ich noch schauen kann.

Folgendes Problem:
Meines Wissens gibt es Vorschriften zur Größe von Schulhöfen etc. für verschiedene Schularten. Ich vermute mal, daß das ein Ländergesetz sein müßte, also von BuLand zu BuLand anders geregelt wird. Ich bräuchte die Vorschriften für Bayern bzw. München. Wo finde ich sowas? Weder unter www.bayern.de noch unter www.muenchen.de bin ich bisher fündig geworden, und google gibt auch nicht richtig viel her.

Irgendwelche Ideen?

Danke,
Elisabeth.

 
7 Antworten:

Re: Suche Informationen zur vorgeschrieben Schulhofgröße

Antwort von Schwoba-Papa am 13.05.2005, 10:58 Uhr

Hi Elisabeth,

das müsste, wenn es so was gibt, in einer Bauvorschrift (Landesbauordnung LBO oder in einer ähnlichen Bestimmung und davor gibt es genügend) verankert sein. Über das Baudezernat der Stadt München oder das Kultusministerium könnte man das sicher erfragen.

Bauverordnungen wirst Du leider im Netz nicht viel finden, da sie an Verlage gekoppelt sind und diese damit Geld verdienen.

Grüßle

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Re: Suche Informationen zur vorgeschrieben Schulhofgröße

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 13.05.2005, 11:18 Uhr

Echt? Mist, blöder! Ich hätte die Info gerne noch heute, damit wir den Bruef vor den Ferien noch rausschicken können. Nun ja, dann nehmen wir den Passus halt raus...

Da hat man schon das Internet und trotzdem fehlen wichtige Informationen (dafür sind umso mehr unwichtige vorhanden).

*grummelgrummelgrummel*
Elisabeth.

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Bei Architekten von Schulen anrufen?

Antwort von KH am 13.05.2005, 13:31 Uhr

Oder wie gesagt - gleich beim Baudezernat.
Wofür brauchst du das denn, wenn ich fragen darf?

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Re: Bei Architekten von Schulen anrufen?

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 13.05.2005, 13:58 Uhr

Ach, wir haben gerade einen neuen Brief an dem OB (Kopie an den Bezirk Oberbayern und das Innenministerium in Berlin) geschrieben und wollten einen Passus einbauen, der darauf hinweist, daß der Schulhof sowieso zu klein ist.

Der Hintergrund ist *tiefLufthol*, daß der Schulhof von Fumis Grundschule seit Anfang April nachmittags offen ist. In München gibt es ein Projekt "offener Schulhof", im Rahmen dessen Schulhöfe nachmittags als "Spielplätze" freigegeben werden. Grundsätzlich finden wir das gut, aber der Schulhof von Fumis Schule ist dafür nicht geeignet (wie das Schulreferat in einem eigenen Gutachten vor 2 Jahren selber festgestellt hat). Gründe:
1. Der Schulhof ist ein Innenhof und komplett von größeren Häusern eingerahmt, daher von außen nicht einsehbar.
2. Der Schulhof wird außer von der Grundschule auch noch vom Hort (100 Kinder), vom Kindergarten (75 Kinder) und von der Mittagsbetreuung (50 Kinder) genutzt, auch in den Ferien bis 17:00 Uhr.
3. Wir wohnen in einem "Problemstadtteil", an jedem Ende der kleinen Straße, in der die Schule ist, befindet sich eine Substitutionsapotheke, es wurden seit Beginn der Öffnung schon mehrere Joints und 5 Spritzen auf dem Schulhof gefunden.

Jetzt ist es so, daß die Stadt München behauptet, die Öffnung beruht auf Vorgaben des Bezirks Oberbayern, der einen Teil des Geländes, auf dem sich der Schulhof befindet, vor 30 Jahren mit zweckgebundenen Bundesmitteln von einem Privatmann gekauft und der Stadt München zur Verfügung überlassen hat. Der Bezik Oberbayern bestreitet, daß es diese Auflage gab. Die Unterlagen sind lt. Auskunft des städtischen Baureferates verbrannt (na, sowas), der Bezirk Oberbayern befindet sich derzeit auf der Suche im Archiv.

Wir haben über 500 Unterschriften gegen die Öffnung gesammelt, eine öffentliche Übergabe wurde von der Sozialbürgermeisterin in etwas pampigen Ton schriftlich abgelehnt.

Außerdem haben wir im Bezirksausschuß erfahren, daß im Neubaugebiet, das derzeit in der Nähe geplant wird, keine neue Schule vorgesehen ist, so daß die Kinder alle auf unsere Schule gehen müssen. Gleichzeitig soll der Hort geschlossen und die Schule in ein Tagesheim umgewandelt werden.

Der Schulhof ist - das wissen wir - eigentlich zu klein, aber weil die Schule über 100 Jahre alt ist, gibt es einen Bestandsschutz, der nach unseren Informationen aber nicht mehr gilt, wenn aus der Schule ein Tagesheim wird.

Ja, und dieses Schamott wollen wir mal wieder dem Bürgermeister, der Regierung von Oberbayern und dem zuständigen Bundesministerium mitteilen. Der Brief soll heute noch raus, weil dann die Pfingsferien anfangen und die Elternbeiräte von Schule, Hort, Kindergarten und Mittagsbetreuung nicht mehr gemeinsam unterschreiben können.

Wir haben jetzt beschlossen, auf den Passus mit der Schulhofgröße zunächst zu verzichten. Wir haben genug anderes Material. Das kommt dann in den nächsten Brief ;-). Bis dahin habe ich das sicher recherchiert. Ich habe jetzt mal schlicht und ergreifend das Baureferat angemailt *fg*.

Aber Danke für die Tips,
Elisabeth.

P.S. Und solche Sachen mache ich nebenbei, weil ich ja völlig überfordert und unfähig zur richtigen Erziehung meiner Kinder bin *wutschnaub*. Aber das gehört nicht hierher....

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Wendet euch nicht nur an den OB, sondern auch an die Stadtratsmitglieder.

Antwort von KH am 13.05.2005, 14:57 Uhr

Macht's die Presse mobil. Wenn euch die Bürgermeister abblitzen lassen, dann geht eben über die Stadtratsmitglieder. In drei Jahren sind Wahlen. Da darf man auch mal darauf hinweisen. Was sagt denn die Schulleitung selber? Den Frust kann ich gut verstehen, noch nicht ganz klar ist mir euer Ziel. Vielleicht verstehe ich auch die Situation nicht ganz. Der Schulhof wird nachmittags nicht nur von Hort etc. benutzt, sondern auch jeder x-beliebige Typ kann da hineinspazieren, ist das richtig. Oder ist das erst ab 17 Uhr möglich? Werden im Rahmen des Projektes die Schulhöfe gar nicht geschlossen, auch nicht in der Nacht?
Was wollt ihr überhaupt? Eine neue Schule, oder dass der Schulhof nachmittags für Fremde zu bleibt, damit keine Joints etc. mehr herumliegen, einen größeren Schulhof? Dass nicht mehr Kinder in die Schule kommen? Eine Möglichkeit, wäre auch eine stärkere Polizeipräsenz/Sozialarbeiter zu fordern, die die Öffnung kontrollieren.
Viel Erfolg und gute Nerven

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Re: Wendet euch nicht nur an den OB, sondern auch an die Stadtratsmitglieder.

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 13.05.2005, 15:34 Uhr

Stadtrat und Beziksausschuß sind informiert, Presse auch, die Süddeutsche hatte schon drei Artikel dazu, wo Fr. Dr. Burkert sehr schlecht bei wegkam (dabei mag ich die Frau eigentlich, aber in unserem Fall war sie vom Bauamt falsch informiert worden - aber dafür muß sie geradestehen, wenn sie das dann in dem Brief an uns schreibt).

Der Schulhof ist in den Ferien ab 13:00 Uhr geöffnet, in der Schulzeit ab 17:00 Uhr, und am WE ganztags, jeweils bis 20:00 Uhr. Das Schulhoftor wird einfach aufgesperrt. Das ist dann wie ein Spielplatz, da kann jeder draufmarschieren. Es hängt zwar ein Schild dran, daß nur Kinder bis 15 Jahre und keine Hunde draufdürfen - aber was ist schon ein Schild (Hundehaufen sind derzeit täglich zu finden).

Wir wollen, daß der Schulhof wie früher nur den Kindern der Einrichtungen (Schule, Hort, KiGa, Mittagsbetreuung - ist ja auch nicht gerade wenig) zur Verfügung steht und ab 17:00 Uhr geschlossen wird. Alternativ könnten wir uns auch mit einer betreuten Öffnung zufrieden geben, also mit Sozialarbeitern oder so, aber dafür hat die Stadt kein Geld.

Der Schulhof wird nur montags früh gereingt, eine tägliche Reinigung (war auch mal ein Kompromissvorschlag von uns, zumindest als Übergangslösung) ist finanziell nicht machbar, München ist pleite. Also sammelt der Hausmeister jeden Tag die Kippen etc. auf - und ist entsprechend angenervt, der hat eigentlich auch sonst genug zu tun.

Die Polizei hat sich übrigens auch dagegen geäußert, eben weil der Hof von der Straße aus nicht einsehbar ist. Da kann der Kontaktbereichsbeamte fünf mal dran vorbeimarschieren, die Kiffer oder Junkies sieht der gar nicht.

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Hm, ich kann mir im Moment nur nicht vorstellen,

Antwort von KH am 13.05.2005, 18:56 Uhr

inwieweit die Größe da ein Argument ist. Es gibt aber auch Modellprojekte "schule und Sozialarbeit", die mit Mitteln bezuschusst werden. (Ich weiß, die Zuschusszeiten sind ziemlich vorbei), vielleicht lässt sich über diese Schiene doch noch etwas erreichen.
Wenn natürlich die lieben Nachbarn den Schulhof als Hundeklo missbrauchen, dann ist so etwas in meinen Augen ein Argument, dass das Projekt "offener Schulhof" nach hinten losgeht. Vielleicht sollte man "Beweismaterial", sammeln und dokumentieren. Normalerweise bewirkt ja Öffentlichkeitsdruck schon einiges. Wenn "offener Schulhof" ein Projekt ist, dann ist die Sache doch zunächst über einen begrenzten Zeitraum angelegt, und erst wenn Ergebnisse vorliegen, wird entschieden, wie es weiter geht. Wird das Projekt von irgendjemandem wissenschaftlich begleitet?
Denn so wie du es schilderst, kann es ja wohl kaum gemeint sein. Wenn alle dagegen sind, wer ist denn dann dafür? Oder wurde einfach beschlossen "alle Münchner Schulhöfe". Vielleicht gibt es ja auch noch andere Ausnahmen, bei denen es nicht so ist, bei denen der Schulhof zu ist. Das wären für euch Präzedenzfälle. Wenn aber ausnahmslos ALLE offen sind, dann wird es schwierig. Dann müsstet ihr wohl wirklich auch an anderen Schulen Verbündete suchen, damit ihr nicht selbst als Präzedenzfall abgeschmettert werdet.
Viel Erfolg

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