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Geschrieben von Käferchen am 22.05.2004, 9:30 Uhr

Straßensteuer ....neue Ideen der Regierung

Huhu,

kam heute morgen in den Nachrichten.

Die wollen statt einer Maut für die Bevölkerung eine neue Straßensteuer einrichten nachder jeder Bürger jährlich 150€ zahlen soll. Da fragt man sich doch was aus unseren Steuergeldern wird die wir eh schon zu millionen an die Regierung abtreten...aber klar doch...die Diäten sind ja noch nicht hoch genug gell!?

Sicher..es ist ein Vorschlag von irgendeinem schlauen Politiker aber mich würde es nicht wundern wenns tatsächlich so kommt.

Was haltet Ihr davon?

Käferchen

 
21 Antworten:

eeeeeeeecht???? ...

Antwort von Nic*&*Yannick am 22.05.2004, 10:02 Uhr

Neee, oder???

Die Abzocker - und bei uns sind dieses Wochenende Wahlen!! *grummel*

Ich dachte, es solle nur eine Maut geben. So eine Steuer fände ich unverschämt.

Solle jeder Bürger zahlen - auch Kinder?? *gg* Sitzen ja mit im Auto.

Lieben Gruß
Nicole

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Die grundsätzliche Frage lautet doch... (sehr lang)

Antwort von Ralph am 22.05.2004, 10:20 Uhr

... wie kann man aus dem Loch wieder herauskommen? Niemand zahlt gerne Steuern. Die Säue, die in den letzten paar Jahren jede Woche neu durchs Dorf getrieben werden, zeigen mir letztlich nur, daß "die da oben" nicht mehr wssen, was sie tun sollen.

Was ich davon halte? Nun, wir haben 20 Jahre über unsere Verhältnisse gelebt, hatten über lange Zeit eine Regierung, die große Reformen nicht angegangen ist, sondern die Probleme unverantwortlich geleugnet ("Die Rente ist sischer!!!") oder einfach ausgesessen hat (Aussitzen oder "Kanzlerqualitäten" nannte man das damals!). In der Haut der heutigen Regierung möchte ich nicht stecken: Durch fahrlässige Fehleinschätzung der wirtschaftlichen Lage wurden Erwartungen geweckt, die seit nunmehr 13 Jahren nicht erfüllt werden können - man erinnere sich, daß nach zwei Jahren in Ostdeutschland blühende Landschaften entstehen sollten -, die Sozialsysteme stehen nicht vor dem Kollaps, sie sind bereits kollabiert, allein der Büger will es nicht wahrhaben, und nur die Milliardenzuschüsse aus Berlin z.B. an die Bundesagentur für Arbeit und an die Rentenversicherer hält diese am leben. Milliarden,die bei sinkender Wirtschaft NICHT vorhanden sind.

Jetzt wäre eigentlich der letzte Zeitpunkt, das Ruder herumzureißen, aber wo die Regierung auch anfängt zu kürzen, überall ist das Geschrei groß was ich für jeden einzelnen ja soagr verstehen kann), allenthalben wird das St.Flotrians-Prinzip gehegt und gepflegt, die Lobbyisten tun ihr Übriges, Gewerkschaftsfunktionäre genauso wie die Arbeitgebervertreter und Vorstandschefs.
Siemens hat zum Beispiel vor einigen Jahren eines der besten Geschäftsergebnisse der Konzerngeschichte erwitschaftet, aber so gu wie überhaupt keine Steuern gezahlt. Wenn es denn so sein sollte, daß dies legal ist, haben wir also irgendie, zumindest für Siemens & Co. ein terparadies mitten in Deutschland. enn es aber so ist, we ommt es dann, daß gerade Siemens Tausende von Abeitsplätzen nach Osteuropa auslagern will? Und was soll eine Bundesregierung dagegen tun? Wird die Steuerschaube angezogen, gehen noch mehr Konzerne ins Ausland, bleibt es so, gehen Steuererträge in 2-3 dreistelliger Milliardenhöhe flöten., Chemiegiganten (Arzneimittelhersteller) sowie Großkonzerne, die rücksichtslos Abeitsplätze nach Osteuropa verlagern (Siemens).

Daraus folgt für mich nur die eine Frage: Kann eine regierung den Großkonzernen gesamtgesellschaftliche Verantwortung abverlangen, ggf. zwangsweise? Meine Antwort lautet dazu nein, sie kann es nicht, sie sollte es können, aber sie kann es objektiv nicht! Wenn sie es tun würde, veschwänden die Konzerne und damit die Arbeitsplätze, und so ist jede Regierung erpreßbar. Und genau da liegt unser zentrales Problem!

Natürlich ist die konkrete Frage berechtigt, ob es denn eine Straßensteuer geben muß, wo wir doch schon KFZ-Steuer zahlen. Diese zu erhöhen hätte den gleiche Effekt, wäre aber natürlich nicht so "fiskalhygienisch". :-)

Viele Grüße
Ralph/Snoopy

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Verlorene Buchstaben...

Antwort von Ralph am 22.05.2004, 10:22 Uhr

... liegt an meiner bescheidenen Tastatur... sorry! :-(((

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Ich bin ja generell bereit ...

Antwort von Nic*&*Yannick am 22.05.2004, 10:30 Uhr

kürzer zu treten.

Aber ich VERLANGE dann auch, dass andere auch kürzer treten. Jeder soviel wie er kann. Und nicht, dass gewisse Leute - wie die Regierung - sich an den Bürgern noch bereichern und ihre Diäten erhöhen.

Früher konnte ich sagen, lebten wir an der oberen Mittelschicht - mittlerweile sind wir aber an der unteren Grenze angelangt!!!

Wie weit runter sollen wir noch gehen????

Sachen, die wir uns vor der Euro-Umstellung leisten konnten, gehen jetzt einfach nicht mehr.

Jeden Cent 3 x umdrehen ist ja schon Standard geworden!

LG
Nicole

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Re: Ich bin ja generell bereit ...

Antwort von ellert am 22.05.2004, 21:52 Uhr

jeder Bürger jährlich 150€

WIE BITTE
wir sind 6 Personen
und zahlen schon genug Steuer am Sprit
mir würden da viel bessere Ideen einfallen
wir waren heute mal wieder in Berlin
und wenn ich das Regierungsviertel so sehe
und die ganzen Prunkbauten an denen hat sicher keiner gespart !!!

Warum werden eigentlich immer die Diäten großzügig erhöht und den Beamten die Weihnachtsgelder gestrichen ???GLEICHES RECHT FÜR ALLE
stellt Euch mal vor wir könnten über die Erhöhung unserer Gehäkter abstimmen...

dagmar

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Außerdem mal so ganz am Rande ....

Antwort von Nic*&*Yannick am 23.05.2004, 17:06 Uhr

Warum lassen die für MI 3 nicht im Reichstag für eine Gesprächsszene drehen. Wenn die sooo viel Geld brauchen.

Aber sie sagen ja, dass der RT nicht zweckentfremdet werden soll. *grübel*

Vielleicht doch etwas viel Stolz für nüschts, oder?

Fällt mir nur so grade ein!

Lieben Gruß
Nicole

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Re: Außerdem mal so ganz am Rande ....

Antwort von marit am 24.05.2004, 8:34 Uhr

Grundsätzlich stimme ich hier Ralph zu. Das dauernde Gerede über Diätenerhöhungen der Politiker geht mir gewaltig auf die Nerven. Ich weiß gar nicht, wann die zum letzten mal erhöht wurden. Eher finde ich müßte man deren Altersversorgung kritisieren. Ich bin Beamtin auf Zeit und mir ist das Weihnachtsgeld nicht gestrichen, sondern nur gekürzt worden (lediglich das Urlaubsgeld wurde gestrichen). Auch wurde meine Arbeitszeit auf 41 Stunden erhöht, was ich angesichts der wirtschaftlichen Lage durchaus verkraftbar finde.Bei 150 Euro Straßensteuer wäre aber meine Geduldsgrenze erreicht, nicht weil ichs auf den Monat umgelegt zu viel finde, sondern weil gerade ich mich bemühe, den Verkehr zu schonen. Ich bin viel mit dem Rad unterwegs, was in Köln fast schon lebensgefährlich ist, fahre weite Strecken immer mit der Bahn (wofür man inzwischen schon genug zahlen muß), kaufe Produkte aus der Region, um weite Lieferstrecken zu vermeiden. Ich habe außerdem nicht mal ein Auto. Da sehe ich das nicht ein, wenn da einfach eine Pro-Kopf Pauschale erhoben wird. Einfacher wäre, die Pendler Pauschale vollends abzuschaffen oder die Steuer an die Kilometer/pro Jahr der Autos zu koppeln. Allerdings nimmt man bei Vielfahrern ja auch wieder viel über die Benzinsteuern ein. Wenn es einen allgemeinen Aufruf in dieser Höhe gäbe, die Radwege in Köln ausbauen zu wollen oder strikt durchzusetzen, daß die Autos nicht mehr die Radwege zuparken, wäre ich allerdings sofort dabei.

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Naja...@marit

Antwort von Käferchen am 24.05.2004, 9:26 Uhr

Hallo,

es ist schön dass Du viel mit dem Rad unterwegs bist oder weitere Strecken mit dem Zug fährst...ABER

bei uns ist das so gut wie unmöglich. Zu unserem Ort fährt schon gleich garkeine Bahn. Der Bus der kommt kommt 1. immer zu spät und 2. nicht so wie es zB mein Mann bräuchte um auf Arbeit zu kommen. Morgens kommt der erste Bus 8Uhr und abends fährt der letzte 17Uhr ...während des Tages kommt er allenfalls alle 2 Stunden.

Und mit dem Rad 35km zur Arbeit fahren ist ja auch nicht das wahre...deswegen halte ich garnichts davon die Pendlerpauschale zu streichen. Schließlich müssen wir auch arbeiten um zu überleben.

Ich sags mal so ...würde das Verkehrsnetz etwas mehr ausgebaut und die Preise für Bus und Bahn gesenkt dann würden auch wieder mehr Leute die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen woraus folgen würde dass die Straßen entlastet würden. Dadurch dass mehr Leute dann Bus und Bahn fahren würde es sich auch wieder rentieren aber weißt Du warum das nicht gemacht wird!? Weil da die Benzinkonzerne ihren Daumen draufhalten! So und nicht anders kann ich mir das vorstellen!
Denn dann müssen die ihre Preise senken dass es sich für die Leute wieder lohnt Auto zu fahren ...Da geht eins ins nächste .....aber das fortzuführen würde in endlose Diskussionen enden

im Grunde sind wir jedoch der gleichen Meinung
lg Käferchen

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Re: Straßensteuer ....neue Ideen der Regierung

Antwort von letti04 am 24.05.2004, 10:13 Uhr

Hallo,
ich kann nur sagen, wenn Deutschland zu blöd ist, Mauthäuschen einzurichten, was bleibt dann noch übrig???
Entschuldigt die Ausdrucksweise!
LG Birgit

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Re: Zustimmung

Antwort von marit am 24.05.2004, 10:18 Uhr

Hallo Käferchen,

ja das mit den Bussen ist auf dem Land eine Katastrophe. Ich komme selbst ursprünglich aus einer Gegend, wo man, wenn man mal früher oder später als sonst Schulschluß hatte, sich 3 Stunden in der Stadt herumtreiben durfte, bis der nächste Bus nach hause fuhr. Das finde ich ebenso skandalös wie die total überfüllten Busse und Straßenbahnen morgens und nachmittags, die sicher keiner Verkehrssicherheitsprüfung standhalten würden. Wenn das Geld zweckgebunden für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs verwendet würde, quasi als "Sonderopfer Nahverkehr", wo man je nach Einkommen einen gestaffelten Beitrag zahlen müßte, fände ich das eine gute Sache. Aber dann wäre es sicher wieder so, daß die regulären Zuschüsse aus dem Topf rausgenommen würden... Wenn wirklich verläßlich alle Viertelstunde oder in weniger belebten Gegenden alle halbe Stunde Busse und Straßenbahnen verkehren würden, dann würden sowohl die Straßen in ihrer Substanz entlastet und auch die Parkplatz- und Stausituation wäre nicht mehr so dramatisch. Dann würde die Stadt aber die ganzen Falschparkerknöllcheneinnahmen verlieren (andererseits aber auch viel sparen, weil nicht jeden Tag einer zu dicht an den Strabaschienen parken würde, was in Köln mehrmals täglich zu Störungen im Fahrplantakt führt).

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Von mir nur halbe Zustimmung

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 24.05.2004, 10:51 Uhr

Und zwar weil niemand Euch zwingt, so weit weg von der Arbeit zu wohnen.

Als wir nach einer größeren Wohnung suchten, hatten wir im Prinzip zwei Möglichkeiten:
1. Wir ziehen in die Pampa, brauchen zwei Autos, ich fahre jeden Tag über eine Stunde zur Arbeit, dafür zahlen wir nur einen Bruchteil der Miete.
2. Wir ziehen in die Stadt, in die Näher meiner Arbeit, zahlen einen ganzen Haufen mehr Miete, dafür reicht ein Auto - notfalls kommen wir sogar ohne aus.

Wir haben uns für Lösung 2 entschieden, obwohl sie im Endeffekt die teurere Variante ist. Der einzige Vorteil für uns: Wir finden leichter eine Kinderbetreuung für Kleinkinder und wir brauchen weniger Fremdbetreuung, weil ich kürzer "aus dem Haus" bin.

Aber sobald einer für die Kinder zu Hause bleibt, fällt auch der Faktor weg. Das zweit Auto wird aber mit der Pendelrpauschale subventioniert und die billige Miete landet netto in der Tasche des Subventionsempfängers. Nur: Warum soll ich als Steuerzahler die günstigen Mieten am Stadtrand subventionieren? Mir wird die teure Stadtmiete ja auch nicht subventioniert. Eigentlich sind das ja auch "arbeitsbedingte" Kosten, denn wenn ich einen Job in der Pampa hätte, könnte ich mir eine billige Wohnung in der Pampa mieten und wäre fein raus.

Maximal würde ich eine zeitlich begrenzte Pendlerpauschale gelten lassen, so ähnlich wie einen Zweitwohnsitz, wenn man einen neuen Job hat und nicht sofort umziehen kann/will.

Vielleicht wird auch umgekehrt ein Schuh draus: Wenn es sich für die Pendler nicht mehr rechnet, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, werden die Verkehrsbetriebe von Arbeitnehmern und Arbeitgebern praktisch gezwungen, bessere Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Oft war es früher ja besser mit den Verkehrsanbindungen, alleine die Bahn hat einen großen Teil ihres "Pendlernetzes" aus Kostengründen einstellen müssen. Seit immer mehr Leute aus Bequemlichkeit auf das Auto umgestiegen sind, hat es sich für viele Verkehrsbetriebe einfach nicht mehr grechnet, morgens um 6:00 halbleere Busse duch die Gegend fahren zu lassen.

Ich habe eine Kollegin, die fährt jeden Tag mit ihrem steuervergünstigten aber benzinvernichtenden Geändewagen zur Arbeit, obwohl sie ohne Umsteigen die U-Bahn nehmen könnte. Aber in der U-Bahn müffelt es ihr zu sehr. Offensichtlich ist Bezin immer noch nicht teuer genug, oder? Und das Ganze zahle ich dann auch noch über die Pendlerpauschale????

Schöne Grüße,
Elisabeth.

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Re: Von mir nur halbe Zustimmung

Antwort von marit am 24.05.2004, 11:45 Uhr

Hallo Elisabeth,

ich glaube ich habe vor einiger Zeit schonmal eine ähnliche Position vertreten, wie du sie eben formuliert hast, aber einige Argumente der Gegenseite haben mich schon ein wenig überzeugt, z.b. daß man, wenn man keinen so sicheren Arbeitsplatz hat, ja nicht alles halbe Jahr einem anderen Job hinterherziehen kann. Oder auch, daß man in einer Stadt wohnen, in einer anderen arbeiten kann, weil eben der Partner einen festen Arbeitsplatz in der einen Stadt hat. Im Ruhrgebiet ist das wohl ein häufiges Problem.

Grundsätzlich kann ich aber nicht verstehen, daß die Verkehrsanbindung an den Arbeitsplatz für viele offenbar keine Rolle spielt, wenn sie entscheiden wo sie wohnen. Ich habe z.B. als ich meine jetzige Wohnung gesucht habe in die Anzeige geschrieben, daß ich favorisiert an der Straßenbahnlinie 9 suche. Der Stadtteil selbst war mir weniger wichtig. Das Landleben mag zwar für ganz kleine Kinder eine nette Sache sein, aber spätestens wenn diverse Freizeitaktivitäten dazukommen, braucht man schon ein Elternteil, das hauptberuflich Cheauffeur ist. Daher zieht für mich das Argument "Landleben ist gut für Kinder" überhaupt nicht. Im Teenageralter ist es noch schlimmer, da braucht man dann entweder ein Moped, was gefährlich ist, oder fängt an zu trampen, was noch gefährlicher ist, oder versumpft als "Landei" und kommt gar nicht mehr weg. da ist doch die Gefahr eines Stadt-Jugendlichen, ab und an mal ein Handy oder eine Jacke abgezogen zu bekommen geringer einzustufen, finde ich.

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Du bist ja witzig Elisabeth!

Antwort von Käferchen am 24.05.2004, 13:01 Uhr

Glaubst Du wir verkaufen unser Haus um eine Wohnung in dem Ort zu bekommen wo mein Mann arbeitet für die wir dann noch mehr Miete zahlen müssen als für den Kredit unseres Hauses??? Und was ist wenn ich wieder arbeiten gehe? Meine Arbeitsstelle ist "nur" 13 km von zu Hause entfernt....soll ich mir dann auch nen neuen Job suchen?

Also wenn Du denkst dann auch soweit dass es für beide reicht. Ist nicht bös gemeint nur leider die Realität!

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Re: Von mir nur halbe Zustimmung

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 24.05.2004, 13:01 Uhr

Hallo marit,

ja, ich weiß, das ist so eine Sache und Einzelne kann ich auch verstehen, daß sie die Pendlerpauschale brauchen. Aber für mich ist der Staat jemand, der seine Gesetze nicht an Einzelnen, sondern an vielen aurichten sollte. Da finde ich es dann sinnvoller, Zuschüsse für Geringverdiener zu gewähren oder allgemein den Einstiegssteuersatz zu senken.

Wer einen Beruf hat, wo man alle Naslang einen neuen Arbeitsplatz hat, hat diesen Beruf wahrscheinlich gewählt. Ich kann auch nicht verstehen, wenn z.B. Kellner über ihre Arbeitszeiten jammern (allerhöchstens in Beziehung auf die mangelndern Betreuungsmöglichkeiten zu normalen Kellner-Arbeitszeiten). Ich suche mir einen Job aus und sollte wissen, daß der Job Vor- und Nachteile mit sich bringt. Für Leute, die z.B. auf Montage sind, gibt es dann ja auch ganz andere Zuschußmöglichkeiten, aber über eine Pendlerpauschale ist das nicht zu regeln. Ich behaupte, daß rund 70% der Empfänger der Pendelerpauschale diese zu "Unrecht" beziehen - und das ist zu viel. Einen gewissen "Streuverlust" gibt es bei allen Subventionen, aber sobald er über 20% steigt, ist die Subvention für mich nicht gerechtfertigt. Im Falle von Sozi für Deutsche im Ausland war der Streuverlust sogar wesentlich geringer, trotzdem hat "Florida-Rolf" bewirkt, daß das gestrichen wurde. Nach aktuellen Berechnungen wird das "Florida-Rolf-Gesetz" sogar teuer für den Staat, weil die große Mehrheit der Sozialhilfeempfänger im Ausland billiger war als in Deutschland, jetzt müssen wir für die Rückflüge und die teureren Sätze im Inland aufkommen. Aber die BILD sprach, und die Regierung tat, was man ihr befahl. Ich wette, wenn die BILD nur noch an nicht-Pendler verkauft werden würde, wäre die Pendlerpauschale auch schnell weg. Aber das ist jetzt ein anderes Thema.....

Schönen Gruß,
Elisabeth.

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Eigentlich bestätigst Du doch meine Ansicht

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 24.05.2004, 13:06 Uhr

Ihr zahlt für den Kredit für das Haus weniger als Ihr in der Stadt Miete zahlen würdet. Ist doch schön. Aber warum soll ich als Steuerzahler Euch indirekt dieses Häuschen finanzieren, indem Ihr zusätzlich zur Eigenheimförderung (noch so ein Dünnquatsch, obwohl ich selber davon profitiere) noch die Pendlerpauschale kassiert? Erklär mir das mal bitte. Es rechnet sich doch offensichtlich auch ohne den "Zuschuß", oder?

Schönen Gruß,
Elisabeth.

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Re: Von mir nur halbe Zustimmung

Antwort von krissie am 24.05.2004, 13:07 Uhr

Hallo Elisabeth,

ich kann Dir auch nur unter Vorbehalt zustimmen. Wenn es um einen Alleinverdiener geht, der dann mit der ganzen FAmilie bewusst raus aufs Land zieht, die Eigenheimzulage mitnimmt und künftig steuersubventioniert zum Arbeitsplatz pendelt, gebe ich Dir recht. DAs mus echt nicht subventioniert werden, ist auch ökologischer Wahnsinn. Was aber, wenn der Alleinverdiener in seinem Ort den Arbeitsplatz verliert und 50 Km entfernt einen neuen findet? Sollen dann alle hinterherziehen, Kindergartenplätze, Schule etc. gewechselt werden? Das muß man schon abwägen, ist ja auch für die Kinder alles andere als toll. Vor allem wenn es zwei Jahre später wieder passiert...

Und was ist in dem Fall, in dem ein Partner im Ort X, der andere im Ort Y arbeitet? Das ist doch superhäufig, gerade auch in ländlichen Regionen, aber auch hier im Rhein-Main-Gebiet. Die Fahrtkosten sind da mitlerweile ein wirklich große Belastung, wenn das nicht mal mehr steuerbegünstigt wird, lohnt sich arbeiten für einen der beiden nun gar nicht mehr.

Außerdem darf jeder Selbständige beliebig solche Kosten geltend machen, weil sie seinem Broterwerb dienen, das den Angestellten zu verweigern, ist ungerecht.

LG Kristina

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naja..

Antwort von Käferchen am 24.05.2004, 13:11 Uhr

so wie Du es willst, Elisabeth ..ist dass bei Fällen wie meinen Ich in meine "Arbeitsstadt" ziehe und mein Mann in die seinige damit "Deine" Steuergelder nicht uns in den Hintern gesteckt werden weil wir ein eigenes Häuschen haben und uns erdreisten dafür eigenheimzulage zu beziehen.

Also ich rege mich da eher über Leute auf die jahrelang nicht arbeiten...tausende an € vom Staat bekommen und dann auch noch uns arbeitende Bevölkerung als doof und bekloppt bezeichnet weil wir ihnen den Luxus leisten....aber wenn Dir solche lieber sind!!?

schönen Tag noch!
Käferchen

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Re: naja..

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 24.05.2004, 13:31 Uhr

Ich wußte nicht, daß ich da eine entweder-oder-Entscheidung treffen muß....

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Re: naja..

Antwort von marit am 24.05.2004, 13:37 Uhr

Das hat ja niemand gesagt, daß du umziehen sollst... es ist ja nur die Rede davon, daß die Eigenheimzulage und die Pendlerpauschale, sowie die billigeren Mieten auf dem Land ein Vorteil sind, den Leute, die in der Stadt wohnen nicht haben. Das kann man doch ruhig auch mal anerkennen, daß man selbst eben auch Subventionsempfänger ist. Das gleicht in vielerlei Hinsicht höhere Benzinkosten aus. Wenn nun diese Straßensteuer auf alle Köpfe erhoben wird, finde ich es unfair, wenn aber ein "vernünftiges" Verkehrsverhalten gefördert werden soll (und das dafür auch sinnvoll ausgegeben wird), ist es doch ok. Ich denke es gibt in Deutschland, in einem so dicht beseidelten Land was Benzinpreise angeht noch jede Menge Sparpotential: Fahrgemeinschaften zur Arbeit, Großeinkauf nur einmal wöchentlich, kleinere Wege mit dem Rad oder zu Fuß, Car-Sharing, Erledigungen besser organisieren etc. Solange ich auf der Straße noch so viele Autos sehe, in denen eine einzelne Person sitzt, glaube ich einfach nicht daran, daß das Benzin so schrecklich teuer ist.

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Re: naja..

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 24.05.2004, 13:45 Uhr

So, jetzt mit Zeit.

Wenn Du meine vorherigen Postings richtig durchgelesen hättest, würdest Du Dich jetzt nicht angegriffen fühlen. Es geht mir nicht um die Leute, die die Pendlerpauschale beanspruchen. Ich habe auch die Eigenheimzulage beantragt, obwohl ich sie finanzpolitisch für Blödsinn halte. Ich gänne Dir Euer Häuschen, welches Recht hätte ich, Euch das nicht zu gönnen. Ich will Euch auch auf keinen Fall auf eine Stufe stellen mit Sozialschmarotzern oder so. Der Unterschied ist doch erheblich, ob man legal Subventionen beantragt oder illegal überzogene Ansprüche an die Gesellschaft stellt.

Ich bestreite auch nicht, daß es einige wenige Fälle gibt, wo die Pendlerpauschale angebracht sein kann.

Ich bedaure nur den Streuverlust, der meines Erachtens den positiven Anteil dieser Subvention weit übersteigt.

Ein Politiker hat meines Erachtens die Pflicht, nicht auf individueller Basis Käferchens Familie das maximale Maß an Gerechtigkeit zukommen zu lassen. Steuergerechtigkeit KANN niemals 100% sein (alleine schon deswegen, weil Käferchen ganz andere Ansprüche an Gerechtigkeit stellt als Elisabeth). Die Aufgabe eines Politikers ist es, den GESAMTGESELLSCHAFTLICHEN Nutzen einer Maßnahme im Auge zu behalten. Und den sehe ICH bei der Pendlerpauschale nicht gegeben. Die Diskussion soll auch nicht sein: "Hat Käferchen einen gerechtfertigten Anspruch auf die Pendlerpauschale?" sondern "Ist die Pendlerpauschale gesamtgesellschaftlich sinnvoll oder nicht?". Ersteres kann und werde ich nicht beurteilen, zweiteres verneine ich.

Schönen Gruß,
Elisabeth.

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Re: jawoll, Elisabeth, jawoll

Antwort von Benedikte am 24.05.2004, 23:13 Uhr

Deine postings hätten auch hier aus meiner feder stammen können.Im übrigen- die Eigenheimzulage ( von den Grünen neuerdings auch frech " Zersiedelungsprämie " genannt)fällt in Kürze sowieso. Das macht sogar Sinn bei abnehmender Bevölkerung und großem leerstand zumindest außerhalb der westlichen Ballungsgebiete. Geärgert hat mich allerdings die Bewertung der Grünen Abgeordneten Eichstädt-Bohlig, die dazu sagte,man könne genausoschön in einer Stadtwohung wie im Einfamilienhaus auf dem acker wohnen-das stimmt nämlich nur, wenn wenn man keine kleinen Kinder hat. Mit Kindern ist ein Häuschen echt Gold wert.Und mit der Pendlerpauschale das sehe ich genauso wie Du: Viele Leute rechnen sich einen Neubau auf dem Lande dadurch schön, dass die KOsten ( durch Eigenheimzulage und Pendlerpauschale) sozialisiert werden, der Nutzen aber ( mehr HAus für weniger Geld) in die eigene TAcshe geht.Und natürlich ist es heute schwer, dass zwei an einem Ort eine ansprucsvolle Arbeit finden- aber ich bin da inzwischen auch so weit, zu sagen, schade natürlich- aber immerhin sind es dann Doppelverdiener. Und ich habe auch den Eindruck, dass immer noch viel zu viele Leute aus Bequemlichkeit mit dem Auto zur arbeit fahren- ich kenne soviele kinderlose Ehepaare, die jeder in seinem auto zur Arbeit fahren, nicht mal einer den anderen vorbeibringt oder so, einfach weil es bequemer ist, man sich bei regen nicht die Kleidung verdirbt, man unabhängiger ist, man abends noch weggehen will oder einkaufen und bei gründung einer Fahrgemeinschaft ja Zeitverluste hätte und da- wie mir eine Kollegin sagte- doch auch gleich mit deen öffentlichen fahren könnte. Und die sind gerade hier in berlin echt ordentlich.Und was ich an der Pendlerpauschale auch nicht verstehe: sie wird gezahlt, weil man ohne Anreise nicht zur arbeit kommt, die Anreise das Arbeiten erst ermöglicht. Bei mir ist es so, dass die kostenpflichtige Betreuung meiner Kinder mein arbeiten erst ermöglicht, ich aber nur einen lächerlichen Teil davon anrechnen darf in der Steuererklärung. Dann trage ich privat nur Gammeljeans und leger, meine Kostüme und Blusen und Hosenanzüge sind wirklich ausschließlich fürs Büro ( war mir wirklich peinlich, privat damit erwischt zu werden). Und? Darf ich die absetzen? Nein. Ich sehr überhaupt nicht, was die Pendlerpauschale so privilegiert.Heisst das teil jetzt nicht auch Entfernungspauschale und wird unabhängig vom Fortbewegungsmittel gewährt? Egal- bald einigen sie sich, die Politiker, und dann ist die Eigenheimzulage weg oder es gibt sie nur noch für Familien mit 10 Kindern und einem Einkommen unter 25.000 € in zwei Jahren und die Pendlerpauschale wird auch gewaltig zurückgekürzt.

Benedikte

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