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Geschrieben von Jamu am 10.12.2004, 9:44 Uhr

Sie haben ihn endlich!!!

Hallo,

habe es gestern im Radio gehört und eben noch mal in der RP gelesen!
Sie haben diesen Mistkerl gefunden, der die kleine Levke getötet hat!Ich bin jedes mal sooo erleichtert darum,wenn ein Mörder überführt wird!
So können die Familie wenigstens unter das Kapitel "Tätersuche" einen Schlusstrich suchen!!!
Ich frage mich, ob das denn niemals aufhört ...

 
30 Antworten:

Re: Sie haben ihn endlich!!!

Antwort von Schwoba-Papa am 10.12.2004, 9:52 Uhr

und ich frage mich warum überhaupt !

deswegen wird es niemals aufhören

Grüßle

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Re: Sie haben ihn endlich!!!

Antwort von Jamu am 10.12.2004, 10:13 Uhr

Weil die Kinder, die misshandelt wurden und missbraucht wurden - früher - niemals Hilfe bekamen - und jetzt diese Täter sind!So schwer es nachzuvollziehen ist: aber müsste heute nicht auch die Täterarbeit ausgearbeitet werden?Es gibt tatsächlich Möglichkeiten für Täter, sich anonym an bestimmte Stellen zu wenden, und es gibt viiiellleee, die es in Anspruch nehmen - allein nur, wenn sie den Ansatz zeigen, daß sie solche Phantasien haben.Die werden dort ernstgenommen und sind auch bereit, sich helfen zu lassen! Leider wird es nicht so publik gemacht. Warum??? Keine Ahnung! Ich finde es trotzdem immer wieder entsetzlich wenn so etwas geschieht und wünsche mir auf der einen Seite jede erdenkliche Art von Strafe für den Täter - aber manchesmal beschleicht mich auch der Gedanke: was - um Gottes Willen - hat man dem Täter damals als Kind so furchtbares angetan, daß er jetzt genauso reagiert? So lange hier nicht eingeschritten wird geht es immer so weiter! Ich hoffe, daß wir heute einiges besser machen können - diejenigen, die als Kinder geschlagen worden sind,misshandelt worden sind, missbraucht worden sind, brauchen Hiolfe und Unterstützung, grade auch in der Zeit wenn sie Eltern sind! Damit sie diese Spirale sprengen können! Das ist meiner Meinung nach der einzige richtige Weg!
Das so etwas nicht mehr passiert ...
Oder bin ich zuuuuu blauäugig?

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Re: Sie haben ihn endlich!!!

Antwort von Schwoba-Papa am 10.12.2004, 10:56 Uhr

Da hast Du im Prinzip recht und bist sicher nicht zu blauäugig :-) aber wo beginnt die "Eigenverantwortung" eines Sexualstraftäters. Sich anonym an Stellen zu wenden ? Sobald konkret was unternommen wird ist doch die Anoymität unterbrochen, das schreckt ab.
Das Problem ist unsere Gesellschaft, die es nicht schafft sich mit dieser Krankheit auseinanderzusetzen. Weil es für 90 % der Bevölkerung keine Krankheit ist. Denen wäre es lieber das "kurzen Prozeß" gemacht wird.

Grüßle

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@jamu/schwoba-Papa

Antwort von Caroline2000 am 10.12.2004, 13:12 Uhr

redet ihr von Sexualstraftätern oder Mördern(wie im Fall von Levke!)

Ich lese in Euern Beiträgen immer nur von``Krankheit`. Also, einen Mord zu begehen ist -weiß Gott- KEINE Krankheit.

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Re: @jamu/schwoba-Papa

Antwort von Schwoba-Papa am 10.12.2004, 13:30 Uhr

das sagst Du bzw. ist deine Meinung !
Schau mal hinter die Schlagzeilen.
Im Fall Levke (oder in 100 anderen gleichartigen Fällen) ist es ein Sexualstraftäter, der zur Verdeckung seiner Tat mordet. Der An(trieb) war nicht zu morden, sondern sich sexuell zu vergehen.

Grüßle

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Re: @jamu/schwoba-Papa

Antwort von Jamu am 10.12.2004, 13:37 Uhr

Hallo Caroline,

ich habe nicht von einer "Krankheit" gesprochen, aber im Endeffekt - wie anders ist es denn sonst definierbar?!
Perversität ist eben eine Krankheit!
Das Schlimme ist, Du hast jetzt genaus so reagiert, wie es Schwoba oben angesprochen hat!Und das macht es eben so schwer, gegen diese (auch in meinen Augen "Ärsche") Sachen anzugehen!
Mord ist Mord, Missbrauch ist Missbrauch, Misshandlung ist Misshandlung und gehört immer und grundsätzlich im höchsten Maße bestraft!Aber: vergessen wir da nicht etwas??? Wie ich oben schon geschrieben habe: das kann nicht ewig so weitergehen, indem wir sagen, der gehört kastriert, gelyncht etc.Klar werden wir wütend, heulen und haben Ängste! Aber wer denkt denn auch mal daran, daß andere Ansätze zu finden sein müssen?Du machst Dich sicher nicht auf den Weg! Das ist keine Anklage, aber ich habe in diese Richtung studiert, arbeite im Krankenhaus als Schwester und werde, sobald ich kann, mich in dieser Hinsicht engagieren!Das kann und soll (um Himmels willen) auch nicht jeder machen,nicht jeder könnte es.Ich musste mich auch lange mit dem Thema beschäftigen,aber es ist doch zumindest besser, man denkt etwas nach, informiert sich und überlegt sich, welche Möglichkeiten habe ich - ganz persönlich für mich alleine - sei es, weil ich beruflich die Möglichkeit habe oder aus anderer Motivation heraus - um mitzuhelfen, in dem Bereich weiterzukommen!
Das heißt nicht, daß ich erwarte, jeder muß mitmachen! Aber so grausam immer die Details sind,die Täter haben auch Schlimmes erlebt - und denen ist niemals geholfen worden! Man sieht die Täter nur jetzt als Erwachsene, aber stellt sie euch mal als Babys oder Kleinkinder vor... hm?
Das finde ich bald ebenso grauenhaft!
Ich sprach von einer Spirale die sich seit ewigen Zeiten in den Familien dreht und dreht und niemand sprengt sie!
Hat jemand einen besseren Vorschlag?

Liebe Grüße von Jamu

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besser verhindern als strafen!

Antwort von Birgit32 am 10.12.2004, 13:55 Uhr

Hallo Jamu,

genau unter diesem Motto stand doch dein Posting, oder? Und du hast da auch vollkommen recht. Nur ist halt strafen viel einfacher und befriedigender fuer unsere Gesellschaft, denn das verhindern, davon wissen dann nur die wenigsten... natuerlicherweise. Und es ist auch ungemein schwieriger.

Ich finde es jedenfalls bewundernswert, dass du dich in diese Richtung engagiert. Ein herzliches Dankeschoen und "Vergelt's Gott" von mir im Namen sehr vieler Muetter und Vaeter! :o)

Liebe Gruesse,
Birgit

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Hohe Strafen haben noch keine Straftat verhindert

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 10.12.2004, 14:12 Uhr

Wollte ich nur mal erwähnen.

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@ alle die geschrieben haben!

Antwort von Jamu am 10.12.2004, 20:00 Uhr

Danke, daß ihr zugelesen habt und daß ihr meinen Gedankengang verstehen könnt und auch positiv annehmt.Ich weiß wie gesgt,wie schwer dieses Umdenken ist,und ich bin weiß Gott nicht frei von den übelsten Gedanken...mir fällt es auch jedesmal schwer, etwas darüber zu lesen, zu hören und ich heule ständig wenn ich dann im TV von solchen Sachen höre.Und im ersten Moment sitze ich hier und sage das selbe wie ihr: dieses Schwein, am besten abschlachten!Ja, und dann, wenn man wieder mal den Täter hat und erfährt, was mit diesem geschehen ist, daß sie es oft selbst nicht fassen können, dann habe ich eine Scheißwut darüber, daß man damals einfach so ignorant war und es nicht besser wußte - daß man diesen ehemaligen Opfern hätte helfen müssen, vieles wäre "uns" heute erspart geblieben.Es nützt jetzt alles nichts, ich denke, wir sind auf dem Weg, oder?

Alles Liebe für Euch!

Eure Jamu

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Seltsam

Antwort von ninas59 am 11.12.2004, 18:07 Uhr

Normalerweise steht genau dieser Gedanke bei den meisten BEVOR sie selber Kinder haben. Der Tenor ändert sich nachdem mach eigene Kinder hat um die man Ängste entwickelt.

Präventiv zu handeln wäre auf jeden Fall sinnvoll. Das bedeutet, dass Pädophil veranlagte Menschen nötige Hilfe erhalten.

Was ist pervers? und warum soll pervers eine Krankheit sein?
Mit Perversion hat das nichts zu tun eher damit den eigenen Trieb gegen den Willen eines anderen auszuleben. Das ist Missachtung von Leben höchsten Grades.

Es ist dramatisch wenn Kindern so etwas zustösst aber irgendwann werden sie erwachsen und habe Verantwortung für ihr eigenes Tun und Handeln. Sehr oft werden Straftaten sehr milde verurteilt weil der Täter schliesslich in seiner Kindheit.....aber was bitte nutzt das dem nächsten Opfer?

Die Täter werden inzwischen schon viel therapiert, und ein einziger Psychologe hat dann die Entscheidungsmacht über den "Heilungsgrad" des Täters.
Wer erklärt dann betroffenen Eltern dass das leider nicht vorhersehbar gesehen wäre.

Die Täter sind von Anfang an nicht bereit Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Der Schrei geht nicht nach dem Strafmass sondern eher nach dem entfernen/ausgliedern aus der Gesellschaft.

Wenn ich ehrlich bin habe ich schon lange aufgehört mir über Täter diesen Grades, gross Gedanken zu machen. Kurzum, es ist mir egal was mit ihnen geschieht, sowie ihnen das Leben meiner Tochter egal wäre wenn er zu passendem Zeitpunkt auf sie trifft. Nicht egal ist mir allerdings, wenn er wieder auf freiem Fuss zu neuem Tatendrang erwacht.

Vor Ablauf von 25 Jahren ist er sowieso wieder draussen.

Wie gesagt,.... gegen Prävention habe ich natürlich nichts.

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ein Kreislauf ohne Ende.

Antwort von elody am 12.12.2004, 11:58 Uhr

Wehe es betrifft dann das eigene Kind.
Wie soll das dann aussehen??
Man sllte immer noch Verständnis aufbringen?
Was passiert dann mit dem eigenen kind , wenn es erwachsen wird?
Muss man damit rechnen dass es sich ebenfalss zu einem Triebtäter entwickelt??

Wird durch seuellen Missbrauch ebenfalls bei dem Opfer dieser Trieb gepflanzt??
Ihr seht Fragen über Fragen
Ich prsönlich habe keinerlei Verständnis für Triebtäter.
Wo bleiben die kleinen, die nichts dafür können.Die sich nicht wehren können.Die Machtlos sind so einem ausgewachsenem Monster gegenüber.

*kotz*
Gruss Moni

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Freuen wir uns

Antwort von Schwoba-Papa am 12.12.2004, 12:08 Uhr

das wir selbst und unsere Kinder diese Neigungen nicht verspüren.
Warum hast Du kein Verständnis für Triebtäter ?
Was weißt Du über deren Psyche ? Wie wird man zum Monster, was macht ein Monster aus ?

Grüßle

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Re: Freuen wir uns

Antwort von hevi79 am 12.12.2004, 13:04 Uhr

ja freuen wir uns....

es ist klar dass kein mensch als täter (egal welcher sorte) geboren wird. die menschen werden dazu gemacht.
aber was wäre, wenn "jeder" der eine schlechte kindheit gehabt hat, später seine vorlieben gegen jegliche regeln auslebt??
und die frage ist ja auch: sind solche menschen überhaupt therapierbar??
oder wäre es besser und sicherer sie wegzusperren?

fragen über fragen.....

wenn es um eines meiner kinder gehen würde.....ich sprechs lieber nicht aus, sonst werd ich hier auch noch gesteinigt ;-)

lg

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Re: Freuen wir uns

Antwort von elody am 12.12.2004, 14:08 Uhr

Schwoba-Papa.
Was weisst du über die menschliche Psyche?
Ich müsste Freud und Konsorten ohne Ende lesen um auch nur einen geringen Einblick in die menschliche Psyche zu bekommen.
Ich neige nicht dazu ständig neutral zu allem zu stehen.
Wir haben Überlebenswillen und einen starken Drang unsere Kinder zu schützen. Aus diesem Grunde schon werde ich niemals auch nur das geringste Verständnis verspüren.
Ich schrieb ja oben bereits...wehe es betrifft die eigenen Kinder.


Würde jemand eins meiner Kinder missbrauchen, glaube mir, der würde seines Lebens nicht mehr glücklich werden.
Gruss Moni

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was macht aus den Menschen Monster

Antwort von elody am 12.12.2004, 14:15 Uhr

Der Urtrieb?
Die Gesellschaft?
Die Vergangenheit?

Wir können uns da gerne was aussuchen.
Ich wage zu behaupten, dass Triebtäter nicht immer aus einem krankhaften Verhalten heraus handeln.Dann msste praktisch die Welt von kranken wimmeln.


Gruss Moni

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Tja, so einfach ist es nicht.

Antwort von Schwoba-Papa am 12.12.2004, 16:43 Uhr

Was weiß der Schwoba-Papa über die menschliche Psyche ? Muß er da viel wissen ? Nee. Warum nicht ? Weil ...
1. Wegsperren offensichtlich nix bringt
2. Schniedel abschneiden oder Galgen auch nix
und
3. die menschliche Psyche so komplex, Vergangenheiten so unterschiedlich und Erlebnisse
unterschiedlich bewertet werden sollten.

Diese "mediengerechten" traurigen Vorfälle haben doch alle eine Geschichte und einen Hintergrund, nur wird darüber viel verkündet ?

Auch ich hab ein Kind und mache mir Sorgen, aber
ich fürchte mich mehr davor das mein Kind von jugendlichen Rasern überfahren wird oder von Besoffenen als von sogenannten "Monstern" mißhandelt.

Natürlich können wir alle an die Wand stellen, doch außer Gefängniskosteneinsparung und Umsatzsteigerung der Bestatter wird nicht viel passieren, aber beruhigt sind wir bestimmt alle, toll.

Grüßle

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Re: Tja, so einfach ist es nicht.

Antwort von elody am 12.12.2004, 18:59 Uhr

Mediengerecht ist alles was man in der Glotze sieht, sobald der Fernseher angemacht wird.

Es geht ja nicht nur um die (kranken).
Alles was dem Mensch nich gut tut, kann man hinterfragen.
Ich bin auf jedenfall der Meinung, dass der Missbrauch zunimmt. Die Dunkelziffer will ich jetzt gar nicht kommentieren.

Wenn ich an Levke denke, an Jessica Poppund all die anderen Kinder, da sage ich ..Das darf nicht sein!!! und es gibt keine entschuldigung dafür.

Es ist einfach meine Meinung dazu.
Gruss Moni

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Re: Tja, so einfach ist es nicht.

Antwort von Jamu am 13.12.2004, 10:00 Uhr

Hm, also, ich wünsche mir auch insgeheim jede mögliche Strafe für jedes Vergehen.Auch ich würde zm Untier werden, wenn es mein Kind beträfe, keine Frage.Es wäre mein Alpttraum.Natürlich bin ich nicht betroffen und kann vielleicht in Euren Augen - ähnlich wie Schwoba - leicht daherreden! Aber von "leicht" sprechen Schwoba und ich hier keineswegs! Aber wenn man sich einmal wirklich intensiv mit dem "Problem" oder dem Komplex Psyche auseinandergesetzt hat, in dem Bereich auch u.a. gearbeitet hat, dann ist man einfach wachsamer!So, der Mörder von Levke ist und bleibt ein Schwein, nicht nur aus dem Grunde der Tat, sondern weil er in aller seelenruhe sein intaktes Familienleben mit 2 Mädchen weitergelebt hat, als wäre nie etwas passiert. Er hat vorher schon 2 Straftaten begonnen - und nichts ist damals geschehen. Er ist weder nennenswert verknackt worden, noch ist er psychologisch/psychiatrisch behandelt worden! Also, hier hat doch wieder mal das Gesetz versagt!Natürlich kann es keine Garantie dafür geben, daß er so etwas nie wieder getan hätte! Aber wenn ihr aufmerksam lest, was er als Kind - mal wieder - durchlitten hat: natürlich können Kinder, die so behandelt werden, von ihrer Umwelt, und von daheim keine Unterstützung bekommen eben zu Straftätern werden - bis hin zum Mörder! Das ist klar!!!! Und da brauchen wir uns gar nichts vorzumachen! Vielleicht seid ihr die richtigen Eltern, die ihre Kinder auffangen wenn es Probleme gibt!Sonst würde man Euch ja auch nicht hier im Forum finden, oder? Die Eltern, die sich eben nicht für das Leben ihrer Kinder interessieren - weil es ihnen egal ist, oder weil sie es nicht "können" (auch wieder ein psychologisches Problem) haben nie dieses oder ähnliche Foren besucht, lesen keine Bücher über Erziehung, gehen kaum zum Kinderarzt,sind uninteressiert. etc. pp. Da liegt die Quelle des Bösen!Diese Kinder erfahren niemals Hilfe,lernen nicht, daß man Probleme auch anders angehen kann, ziehen sich zurück, entwickeln im Laufe der Zeit Hassgefühle bringen ihre Eltern um, bringen die Schulkammeraden um, bringen kleine Mädchen und Jungen um... Die sind Monster geworden - ganz klar!Verabscheuungswürdig als Erwachsene, als Mörder und alles.Mittleid habe ich auch nicht wenn sie gemordet haben, vergewaltigt haben etc.Aber mir tun die Kinder in den Tätern leid!Die Täter muß man wegsperren und darf sie niemals rauslassen, nicht mal neue Gutachten stellen, aber man muß und soll heute die Augen aufhalten,sehen, wenn Kinder misshandelt werden, wenn Kinder auffällig sind etc.Es wird noch viel zu selten im Vorfeld agiert.Zum Glück reagieren heutzutage oft die Menschen sensibler und greifen ein! Das JA müsste in vielen Fällen schneller aktiv sein - um den Kindern zu helfen, und den Eltern zu helfen! Nur so kann man in kleinen und langsamen Schritten diesen Mist stoppen!

Lg Jamu

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Schwoba, ich weiss nicht wie ich darüber denken soll.

Antwort von ninas59 am 13.12.2004, 10:31 Uhr

ES sind so viele Geschichten und es sind so viele Schicksale, jedes eines anderen Ursprunges.

Der eine wird vielleicht zum Täter auf Grund einer schicksalhaften Kindheit, der Andere weil er im Lauf der Jahre seine Skupelhaftigkeit verloren hat.
Ebenso glaube ich daran das bei einigen genetisch eine Fehlschaltung im Gehirn stattfindet. Auf jeden Fall ob genetisch, anerzogen oder durch schockerlebnis ausgelöst, jeder dieser Täter stellt seinen Trieb vor seine Skrupel.
Es fehlt einfach dieses Stoppschild im Kopf.
Wem traust du zu dieses Stoppschild wieder aufzustellen und wem das TÜV-Gutachten zu erstellen.

Ich alte Gluckenmama habe eine heiden Angst um meine Tochter. Ich habe Angst vor dem besoffenen Autofahrer und ich habe Angst vor dem Täter. Gleichsetzen kann ich diese beiden Lebensenden nicht, wenn ich mir vorstelle was die Kinderaugen zu letzt sehen.

Natürlich unterstütze ich keine Art von Lynchjustiz, ich möchte sogar die richterlich unterzeichnete Todesstrafe als solche bezeichnen.
Sollte die Kastration, damit meine ich natürlich einen operativen Eingriff und nicht das Hackebeil, eine Lösung gegen die Triebhaftigkeit sein, wäre das sehr begrüssenswert. Doch nicht ohne die Zustimmung des Täters.

Ansonsten bleibt es wie gehabt..... Ich traue keinem zu, zu erkennen wann ein Täter wirklich geheilt ist.

Sollte allerdings doch ein Täter wieauch immer gelyncht werden, werde ich meinen dicken Hintern nicht von der Couch auf die Strasse bewegen.

Egal was für eine Meinung ich vertrete, egal wie ich mich für einen Täter einsetzen würde oder nicht, eines weiss ich sicher..... ICH gehe diesem Menschen am Allerwertesten vorbei.

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Re: Tja, so einfach ist es nicht.

Antwort von Schwoba-Papa am 13.12.2004, 10:34 Uhr

In der Psychologie wird oft die These vertreten, in jedem steckt was Böses.
Das dieses nicht an die Oberfläche tritt wird durch s.g. zivilisiertes Verhalten
verhindert. Bei manchen klappt das aber nicht, die klicken aus
Bsp. Folternde Soldaten im Irak,
Ein Familienvater killt die Familie im Schlaf, Ein Mann läuft plötzlich Amok,
usw. und so fort (die Zeitungen sind voll damit)
Wo ist da der Unterschied ?
Einem Familienvater der seine Familie killt bescheinigt die Gesellschaft sofort das "Prädikat" des Geisteskranken weil das ein "Normaler" nicht macht. Aber was hat ihn dazu geführt ? Man wacht nicht morgens auf und beschließt seine Familie umzubringen, genauso wenig wacht man morgens auf und beschließt ein Kind zu vergewaltigen.
Dem Familienvater gehört rechtzeitig geholfen und dem Pädophilen auch. Nur kann unsere Gesellschaft noch nicht mit diesen Menschen zurechtkommen und deswegen wird da kein Outing stattfinden. Das wäre so als wenn im Mittelalter eine Frau ins Dorf gegangen wäre und gesagt hätte : Ich bin eine Hexe, helft mir ! Natürlich helfen wir dir, holt schon mal den Zunder.
Hey, in unserer Gesellschaft gilt bei vielen Gruppen und Institutionen Schwulsein noch als abartig, wie können wir da mit Pädophilen umgehen, außer wegsperren, nur "wachsen" Neue nach wenn nicht die Ursachen erforscht und bekämpft werden.

Grüßle

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Re: Schwoba, ich weiss nicht wie ich darüber denken soll.

Antwort von Schwoba-Papa am 13.12.2004, 12:29 Uhr

..."Wem traust du zu dieses Stoppschild wieder aufzustellen und wem das TÜV-Gutachten zu erstellen."...

Wenn wir das nicht geregelt kriegen hat unsere Justiz UND unsere Gesellschaft versagt und resigniert. Vorallem weil schon ausreichend Therapien stattfinden und z. B. Gewaltprävention in Therapien sehr oft erfolgreich sind. Natürlich wird auf RTL in den Nachrichten nicht genannt "ehemaliger Sexualstraftäter Gerhard S. (Beispiel) oder Peter K. seit 10 Jahren in Therapie und kein Bedürfnis
auf kleine Kinder". Genausowenig wie "Ex-Skinhead Markus B. hat seit seiner Anti-Gewalt-Therapie keinen mehr vermöbelt". Wir bekommen doch mit wie hoch die Ziffer und wie höher die Dunkelziffer wahrscheinlich ist von Leuten die auf ihren Rechnern Kinderpornos und -fotos haben. Sind das nur "Schreibtischtäter" ? Wird ihr Trieb "nur" visuell per Hand ausgelebt oder leben sie ihn früher oder später reel aus und sei es in Thailand und später hier vor Ort mit unseren Kindern ?
Also sind alle "Verdächtigen" vom Bildersammler aus dem Netz bis zum badenden Papa (das ist heut nicht zu unterschätzen wie was interpretiert wird) in Sippenhaft zu nehmen um eine Prävention zu erzielen.

..."Gleichsetzen kann ich diese beiden Lebensenden nicht, wenn ich mir vorstelle was die Kinderaugen zu letzt sehen."...

Um was trauern die Hinterbliebenen. Um den Verlust des Kindes doch oder ? Da spielt doch die Todesursache eine untergeordnete Rolle. Also meine Oma (die ist gestern gestorben) wurde eigentlich erlöst. Sie ist aber trotzdem nicht mehr da und es ist mir ehrlich egal ob sie an Brustkrebs, Gehirntumor oder Schlaganfall gestorben ist. Hat unsere Gesellschaft weniger Probleme mit dem Tod eines Kindes durch einen Besoffenen als durch einen "Kranken", denn wenn es nicht krank wäre, wäre es normal ?

Ich bin nicht sehr christlich aber was sagte Jesus am Kreuz : "Vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun."
Unsere Gesellschaft braucht noch Zeit
damit umzugehen und solange wird es viele Täter und viele Opfer geben.

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Re: Schwoba, ich weiss nicht wie ich darüber denken soll.

Antwort von hevi79 am 13.12.2004, 12:55 Uhr

..."Um was trauern die Hinterbliebenen. Um den Verlust des Kindes doch oder ? Da spielt doch die Todesursache eine untergeordnete Rolle."...

der tod im allgemeinen ist für alle hinterbliebenen grausam, aber er ist "vielleicht" in einer weise erträglicher wenn man weiss, die oma ist eingschlafen und hat nichts gespürt, oder mein kind wurde überfahren und war sofort tot als wenn ich mich mit dem gedanken plagen muss die oma hatte krebs und ist monate lang unter schmerzen dahinvegetiert, oder mein kind ist in die arme eines psychos gelangt und wurde gequält, vergewaltigt und was weiss ich...nur zum beispiel....
und glaub mir, man macht sich solche gedanken, man macht sich gedanken ob der geliebte mensch schmerzen, ängste verspürt hat...
so viel zu dem

lg
hevi

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Re: nachtrag

Antwort von hevi79 am 13.12.2004, 12:59 Uhr

warum wohl wird hier soviel zum thema geschrieben...weil wenn es ein normaler unfall gewesen wäre, man zwar traurig ist und anteilnahme nimmt....

in diesem fall steht wohl im vordergrund die tat und das LEIDEN des kleinen mädchens

und diese Leiden beschäftigen uns nicht nur hier sondern international, zB James Bulgur....

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Re: nachtrag

Antwort von Schwoba-Papa am 13.12.2004, 13:21 Uhr

Es ist auch die Ohnmacht, vor der Tat und vor den Tätern .

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Re: nachtrag

Antwort von Jamu am 13.12.2004, 13:50 Uhr

Und was war mit den Tätern vom kleinen James? Die kamen aus total "verramschten" - sorry jetzt -Familien, niemand der Eltern hat sich gefragt,was ihr Kind treibt, ob es ihm gut geht.Diese Kinder waren der Familie egal!Und was geschehen ist weiß jeder: sie haben getötet! Und zwar wie für so "kleine" Jungen...

Interessant ist folgendes Buch: Schreie, die keiner hört! von Gitta Sereny! Das ist mal eine Biographie über ein Mädchen in England in den 60er Jahren, die hat mit ihrer Freundin getötet.Lest Euch dann mal ihre Beweggründe und Gedanken durch! Das ist auch bei vielen der Motor!

Und wenn dann jemand hingeht und das Mädchen verteufelt ...

Liebe Grüße von Jamu

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Re: nachtrag

Antwort von hevi79 am 13.12.2004, 14:01 Uhr

ohja ich glaube dass auch fast schon jeder von Mary Bell gehört hat...
auch sie kam aus ner "verramschten" familie...genauso wie die beiden "kinder" die james bulgur getötet haben.
wie lange haben sie bekommen? aja nach 8 jahren sind sie wieder draussen...und sie dürfen sich nun mit einer neuen identität ein neues leben aufbauen...wie würde denn das leben des kleinen james ausgesehen? hoffentlich fragen sich das die täter jeden tag, und hoffentlich haben sie jeden tag aufs neue ein schlechtes gewissen...so wie mary bell es auch hat...

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Prävention, Rache und Strafe

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 13.12.2004, 14:06 Uhr

Hallo,

ich habe das Gefühl, daß hier 3 Dinge vermischt werden, und da kann nur dreckiger Matsch bei rauskommen.

Was Jana will, und wofür sie kämpft, ist Prävention. Sie will die Menschen, die möglicherweise später mal Täter werden könnten, schon vorher behandeln, eben damit sie möglicherweise NICHT zu Tätern werden. Wer das überflüssig findet, der hat meines Erachtens auch kein Interesse an den Opfern sondern einfach nur Lust auf Rache.

Wenn aber nun doch aus einem potentiellen Täter ein tatsächlicher Täter geworden ist, gibt es zwei Reaktionen: Rache und Strafe.

Ich gebe zu: Wenn jemand eines meiner Kinder mißbraucht oder sogar tötet, dann würde ich auch nach Rache rufen. Ich würde ihn am liebsten verkehrt herum aufhängen und gaaaaanz langsam zu Tode quälen. Das ist ein natürliches und gesundes Gefühl. Aber es gehört in einem Rechtsstaat nicht ausgelebt.

Was die Gesellschaft im Rahmen ihres Justizsystems verhängt ist keine Rache, sondern eine Strafe. Insofern ist es vermessen zu erwarten, daß der Täter automatisch genauso leiden soll wie das Opfer. Das wäre nämlich Rache, Strafe hat einen ganz anderen Zweck. Strafe soll dem Täter sein Fehlverhalten vor Augen führen und ihn im Idealfall zur Einsicht und damit zurück auf den "rechten" Weg bringen.

Ich finde den Unterschied - gerade für Eltern - sehr wichtig. Wenn ein Kind absichtlich den Saft ausschüttet, rächt Ihr Euch doch nicht, oder? Ihr bestraft das Kind.

Deswegen ist die Justiz in Deutschland unabhängig und ein befangener - also selbst betroffener - Richter oder Staatsanwalt kann abgelehnt werden.
Und deswegen finde ich das amerikanische Jutsizsystem so befremdlich, weil es die Abgrenzung von Rache und Strafe nicht hinbekommt (z.B. wenn Angehörige des Opfers zu Hinrichtungen eingeladen werden).

Mir ist es sehr wichtig, daß das so ist, und deswegen nehme ich Fehlurteile in Kauf. Nicht, daß ich sie klasse finde, wirklich nicht, aber ich bin nicht bereit, zum Vermeiden von Fehlurteilen eine Art Rundumschlag-Justiz zu ertragen. Zu groß ist die Gefahr, daß jemand Unschuldiges in die Mühlen der Justiz gerät.

Ich habe am Wochenende auf 3sat eine sehr eindringliche Dokumentation gesehen über einen Schwarzen, der 1977 wegen Vergewaltigung von zwei 14jährigen weißen Mädchen zu 100 Jahren verurteilt wurde. Es wurde bis zum Schluß nicht klar, ob er es jetzt war oder nicht. Aber es wurde klar, daß er definitiv keinen fairen Prozeß erhalten hatte. Eine Blamage für jeden Rechtsstaat! Nein, sowas will ich hier in Deutschland nicht haben, wirklich nicht.

Schönen Gruß,
Elisabeth.

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Re: Schwoba, ich weiss nicht wie ich darüber denken soll.

Antwort von ninas59 am 13.12.2004, 14:38 Uhr

Ich kann gerade deinem Boulevardnachrichten-Auszug nicht ganz folgen.
Antigewalt Programme scheinen teilweise erfolgreich. (Unverhältnismässig stehen auch Schiffsreisen für kriminelle Jugendlichen) zu den Kosten. Aber ich denke es liegt ein gewaltiger Unterschied in der Gewalt aus Aggression und der Gewalt aus Triebhaftigkeit.
Ich denke auch, dass viel mehr potentielle Täter unter uns sind die ihren Trieb auch unter Kontrolle halten. Das finde ich auch in Ordnung. Aber sexuelle Gewalt hat viele Stufen, wir diskutieren noch nicht mal die vergewaltigung von Frauen, vergewaltigung von Kindern mit anschliessender Ermordung.
Deinem Vergleich mit der Sippenhaft kann ich auch nicht folgen. Ich möchte eigentlich nciht mal den Vergleich eines Bildersammlers mit dem eines Sexualstraftäters wagen.
Ich sehe nicht den Pädophilveranlagten gleich dem der Pädophilie auslebt oder gar zur Gewalt neigt.....


Und dann....

Ich meine nicht das Selbsmitleid der Hinterbliebenen aufgrund des Verlustes, sondern es ist sicher einer Mutter wichtig was ihr Kind erleben musste. Mir zu mindest würde es fast den Verstand rauben wenn ich mir vorstellen müsste was mein Kind in den letzten Minuten ihres Lebens erleiden müsste.

Ich bin überhaupt nicht christlich und kann daher mit den christlichen Phrasen nicht viel anfangen..... "Vergib ihnen denn sie wissen nicht was sie tun."Laut altem Testament möchte ich auch dagen können...."Vergib ihm denn er wusste nicht was er tat"

Ich habe aufgehört mich um die Belange der Täter zu sorgen, denn nur wer um Hilfe bittet wird diese auch annehmen. Jeder Andere wird auf die gereichte Hand spucken.
Um ehrlich zu sein, mag deine Einstellung dich ehren aber ich hoffe du bist dir bewusst, dass der betroffene Kreis dir dafür keine Lorbeeren umhängen würde.

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Re: Schwoba, ich weiss nicht wie ich darüber denken soll.

Antwort von Schwoba-Papa am 13.12.2004, 16:17 Uhr

..."Aber ich denke es liegt ein gewaltiger Unterschied in der Gewalt aus Aggression und der Gewalt aus Triebhaftigkeit."...

Also hat der Typ mit dem Baseballschläger der aus Frust oder Langeweile meinen Sohn totschlägt weil ihm seine Jacke gefällt mehr Verständnis zu erwarten als ein Pädophiler ?

..."Ich sehe nicht den Pädophilveranlagten gleich dem der Pädophilie auslebt oder gar zur Gewalt neigt."...

Sorry, aber das ist mal richtig blauäugig :-))
Woher kommen den die Bilder für den "passiven" Pädophilen ? Für ihn werden diese Bilder doch gemacht und wohin fährt er in Urlaub ? Das sind dort auch Kinder. Mit einer Psyche. Irgentwann werden die Bilder für ihn fad und er sucht sich Alternativen. Nur sich extrem im Griff haben wird das verhindern. Aber das Problem haben Alkoholiker auch ?! Und trotzdem gibt es genügend. Nur wird ihnen geholfen, weil die Gesellschaft damit weniger ein Problem hat. Und weil jeder früher oder später betroffen sein könnte.

..."Mir zumindest würde es fast den Verstand rauben wenn ich mir vorstellen müsste was mein Kind in den letzten Minuten ihres Lebens erleiden müsste."...

Mir auch, ganz klar. Aber wenn mein Sohn überfahren wird und verblutet, weil der besoffene Fahrer Fahrerflucht begeht, und er wegen Alk und gutem Anwalt "unzurechnungsfähig" nur 2 Jahre bekommt, was Steuerhinterziehung gleichkommt, findet das das Volk zwar Ungerecht, doch damit muß und kann man leben.

Mal angenommen ich wäre pädophil veranlagt (bin es nicht) und die Syntax veranlagt sagt da schon viel, was würde ich machen. NIX NIX und nochmal NIX
Warum begebe ich mich nicht in Therapie.
Nicht weil ich denke mir wird nicht geholfen, sondern weil ich dann gesellschaftlich tot wäre. Meine Frau würde mich sofort verlassen, Meine Verwandten und Freunde würden mich meiden wie der Teufel das Weihwasser und in der Firma würde ich gemoppt und entlassen. Würde im Umkreis von 250 km ein Kind nur 2 Stunden verschwunden sein
würde man mich jedesmal verhaften und verhören bis es wieder da ist. Na danke.
Verstehst Du was ich meine ? Hier geht es nicht um Handspucken und Lorbeerkränze. Es geht um verpasste Chancen und Möglichkeiten.

Ich bin vielleicht weniger liberal als man denkt, aber wenn etwas nicht funktioniert muss man was anderst machen.

Grüßle

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Re: Schwoba, ich weiss nicht wie ich darüber denken soll.

Antwort von ninas59 am 14.12.2004, 11:07 Uhr

"Also hat der Typ mit dem Baseballschläger der aus Frust oder Langeweile meinen Sohn totschlägt weil ihm seine Jacke gefällt mehr Verständnis zu erwarten als ein Pädophiler ?"

Siehst du das tatsächlich als gleichwertig? Oder meinst du nur, meine Sichtweise wäre von den Medien geprägt und du möchtest deshalb Beschaffungskriminalität zur Triebtat gleichstellen. Raub und Missbrauch sind für mich absolut nicht vergleichbar.

Der Raubtäter sucht sich auch gleichwertige oder stärkere Gegner. Es geht ihm einzig und alleine um die Beschaffung..... man kann sich dagegen schützen indem man die Jacke freiwillig hergibt oder gar nicht erst eine Jacke anzieht.
Triebtäter brauchen die Erniedrigung und
suchen sich hierzu grundsätzlich schwache und wehrlose Opfer. Ich will den Raubmord nicht geringschätzen aber auch nicht der Triebtat gleichstellen.

…….
Ehrlich gesagt, halte mich für alles andere als blauäugig …….

Wie kommst du drauf, dass jeder der kleine Kinder attraktiv findet kein Unrechtsbewusstsein haben kann. Lädt sich jeder pädophil Veranlagte Bilder aus dem Internet, fährt in den Urlaub nach Thailand?

…. „Woher kommen den die Bilder für den "passiven" Pädophilen ? Für ihn werden diese Bilder doch gemacht und wohin fährt er in Urlaub ? Das sind dort auch Kinder. Mit einer Psyche. Irgentwann werden die Bilder für ihn fad und er sucht sich Alternativen. Nur sich extrem im Griff haben wird das verhindern. Aber das Problem haben Alkoholiker auch ?! Und trotzdem gibt es genügend. Nur wird ihnen geholfen, weil die Gesellschaft damit weniger ein Problem hat. Und weil jeder früher oder später betroffen sein könnte.“

..die Karriere eines Triebtäters? Bist du dir so sicher, dass es immer und unbedingt so abläuft?
Ich kann keine Gemeinsamkeiten einer Triebtäterkarriere zu einer Alkoholikerkarriere finden. In letzter Konsequenz schadet der Alkoholiker sich selber der Triebtäter anderen.

….“Mir auch, ganz klar. Aber wenn mein Sohn überfahren wird und verblutet, weil der besoffene Fahrer Fahrerflucht begeht, und er wegen Alk und gutem Anwalt "unzurechnungsfähig" nur 2 Jahre bekommt, was Steuerhinterziehung gleichkommt, findet das das Volk zwar Ungerecht, doch damit muß und kann man leben.“
Natürlich ist es für dich das gleiche. Dein Kind ist tot. Aber für mich macht es einen massiven Unterschied wenn ich weiss was mein Kind durchmachen musste. Im Falle von Dutroux ( oder wie immer man den schreibt) sogar über Tage, Wochen und Monate…… Nein das ist für mich ein ziemlicher Unterschied.
Was ich über die gleichstellung der Strafe bei Steuerhinterziehung zu alkoholisierte Fahrerflucht mit Todesfolge anbetrifft, ist das ein anderes ausführliches Thema.

….“Mal angenommen ich wäre pädophil veranlagt (bin es nicht) und die Syntax veranlagt sagt da schon viel, was würde ich machen. NIX NIX und nochmal NIX
Warum begebe ich mich nicht in Therapie.
Nicht weil ich denke mir wird nicht geholfen, sondern weil ich dann gesellschaftlich tot wäre. Meine Frau würde mich sofort verlassen, Meine Verwandten und Freunde würden mich meiden wie der Teufel das Weihwasser und in der Firma würde ich gemoppt und entlassen. Würde im Umkreis von 250 km ein Kind nur 2 Stunden verschwunden sein“
Genau DAS glaube ich nicht. Ich halte das sogar für eine ziemlich Unterstellung. Aber keiner der in wegen irgendwas in Therapie ist hängt sich ein Schild um. Also wird der Arbeitgeber sowieso nie etwas erfahren.
Aber ich würde die mich Sicherheit nicht mein Kind anvertrauen, wie ich dem Alkoholiker auch keiner Flasche in die Hand geben würde (Sorry, aber der Vergleich kommt von dir)


…..“würde man mich jedesmal verhaften und verhören bis es wieder da ist. Na danke.
Verstehst Du was ich meine ? Hier geht es nicht um Handspucken und Lorbeerkränze. Es geht um verpasste Chancen und Möglichkeiten.“
Ehem……. Das geht jetzt aber schon ein bisschen weit, oder? Um ehrlich zu sein. Ist mir das viel zu hypothetisch und zu weit an der Realität vorbei.

Tatsache ist dass auch aktive Pädophile nicht zu fassen sind. In der näheren Umgebung meiner Tante hat ein Mann gewohnt der sich unter anderen meine Cousin regelmässig zum „Zugspielen“ geholt hat. Der Mann wurde mehrfach angezeigt wohnt aber immer noch dort. Mir ist nicht bekannt, ob er wegen irgendeinem Delikt das irgendwo stattgefunden hat verhaftet und verhört wurde.
Ich habe aber mehrere Fallbeispiele von anderen Situationen, wo unschuldige Leute verhaftet, verhört wurden nur aus Laune eines faulen Verdachtes raus. Diese Fälle befinden sich in meiner unmittelbaren Nähe.

…“Ich bin vielleicht weniger liberal als man denkt, aber wenn etwas nicht funktioniert muss man was anderst machen.“
..hmmm ….

Da sehe ich viel wo ich lieber den Hebel ansetze. Vielleicht solltest du einfach ein bisschen wegdenken von der Medienpräsenz. Ich pflege mich von geballter Medienattacke nicht sonderlich beeindrucken zu lassen. Im Gegenteil, ich sehe aber auch nicht ein, meine Meinung grundsätzlich dagegen zu stellen, nur weil meine Meinung ein paar kleine Schnittpunkte aufweist.

Ich bin vielleicht liberaler als man denkt ;-) Und der Meinungspfad den ich gehe ist oft ein anderer als es scheint.

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