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Geschrieben von andrea70 am 22.07.2005, 9:08 Uhr

@Schwoba nochmal wegen Bonitätsprüfung

Du schreibst, daß du dir deine Kunden nicht aussuchen kannst.
Das ist natürlich schon richtig, aber wenn ein Kunde mit schlechter Bonität etwas kaufen will, gibt es vielleicht 15 andere Firmen, bei denen er anfragen kann. Du mußt aber davon ausgehen, daß wahrscheinlich die meisten deiner Konkurrenten eine Bonitätsprüfung vornehmen und die "schlechten" Kunden nicht beliefern. Die bleiben dann für die übrig, die beim Verkauf einfach nur die Augen zumachen und auf ihr Geld hoffen.

LG Andrea

 
16 Antworten:

Falsch

Antwort von Schwoba-Papa am 22.07.2005, 9:15 Uhr

die meisten z. Zeit ausfallenden Firmen sind seit jahrzehnten meine Kunden, und sag nicht dann müsste ich sie ja kennen !
Das nächste sind Firmen die ich neu gewinne, kaufen die nun aus Produktüberzeugung oder weil sie woanderst nix mehr kriegen ?

Ihr schreibt immer von Bonitätsprüfung !
Wie schaut die denn konkret aus ?

Grüßle

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Re: Falsch

Antwort von andrea70 am 22.07.2005, 9:40 Uhr

Bei Firmenkunden zunächst die Auskunft von z.B. Creditreform. Bei Privatkunden eine Privatauskunft wie die Schufa.
Du hast recht, wenn du sagst, daß die Bilanzzahlen etc. bei diesen Auskünften nicht stimmen müssen, das Zahlunsgverhalten ist aber gut dokumentiert.
Die Privatauskünfte enthalten alles, was über einen Menschen kreditmäßig bekannt ist, also Mahnverfahren, Haftandrohungen zur eidesstattlichen Versicherung usw. Ich hatte da schon Auskünfte, die mehr als 2 Seiten lang waren!
Und zu den bestehenden langjährigen Kunden: bei denen merkt man doch sehr schnell, wenn sich das Zahlungsverhalten ändert. Beispielsweise, wenn ein Kunde, der sonst skontiert hat plötzlich nur noch auf Mahnungen hin zahlt. Mit denen kann man ja dann auch reden und z.B. ein bestimtes Limit festlegen, um den evtl. Schaden zu begrenzen. Alternativ kann man dann auch versuchen, Sicherheiten zu bekommen (Sicherungsübereignung, selbstschuldnerische Bürgschaft des Geschäftsführers bei Kapitalgesellschaften etc.).

Wir haben uns auch schon mal mit dem Thema Kreditversicherung auseinandergesetz. Da war es dann aber so, daß praktisch nur der Anteil der Forderungen versichert gewesen wäre, der sowieso selten ausfällt, außerdem war es viel zu teuer.

LG Andrea

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Re: Falsch

Antwort von Frank NRW am 22.07.2005, 9:40 Uhr

"Ihr schreibt immer von Bonitätsprüfung !
Wie schaut die denn konkret aus ? "

Sowohl als Geschäflicher, als auch als Privater, hast Du das Recht und die Möglichkeit, Dich vor Abschluss eines Vertrages über Deinen Vertragspartner so gut wie möglich zu informieren.

Stellen hierfür sind: Creditreform, Schufa o.ä., sowie das jeweilige Amtsgericht o. Insolvenzgericht.

Nachweisen musst Du lediglich, dass Du beabsichtigst, mit Deinem Gegenüber einen Vertarg abzuschließen. Eine der wichtigsten Personengruppen die dies neben Geschäftsleuten durchführen sollten, sind Vermieter!

Sofern die eV nach nicht geleistet wurde, kein HB vorliegt oder das Inso-Versfahren beantragt oder eröffnet wurde, gebe ich zu, sind die erteilten Auskünfte zumeist nur dürftig.

Viele Stellen bieten jedoch die Möglichkeit, in die "Geschichte" des Gegenüber zu blicken. So ist es z.B. möglich, über einen GF einer GmbH zu erfahren, ob und wie er früher einmal gewirtschaftet hat; beruflich uns privat.

Sofern Dir keine negativen Infos zukommen, Du Deine Forderung jedoch dennoch nicht erhälst, kann wohl wohl s... sagen. Zumindest aber hast Du dann alles in deiner Macht stehende getan, um dies zu vermeiden!

Zudem: Die Kosten für Nachforschungen sind nun wirklich nicht weltbewegend. Zumindest nicht im Vergleich.

Ohne Deinen Geschäftsbetrieb genau zu kennen, würde ich sagen, dass Erkundigungen lebensnotwendig sein können.

Hängt aber auch wieder von Standort und Umfang der beruflichen Tätigekeit ab.

Gruß

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Dem ist nicht hinzuzufügen! Respekt

Antwort von Frank NRW am 22.07.2005, 9:41 Uhr

nc

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@andrea70 und FrankNRW

Antwort von Schwoba-Papa am 22.07.2005, 9:48 Uhr

Fakt ist folgender :

Ich habe ca. 20-30 TEuros jährlich Forderungsausfälle. Ich würde mir den linken Arm abschneiden wenn ich an konkrete Informationen über die Zahlungsfähigkeit meiner Kunden käme. Ist so ! Ich bin schon sehr in der Sache drin, mein Vertragsanwalt, mein Banker und jeden der darüber Ahnung hat frage ich und bekomme eine Antwort :

Kannsch vergessen !

Wie schon erwähnt, ich arbiete als Zulieferer im Baunebengewerbe ! Meine Kunden müssen Auftäge vorfinanzieren, tauschen meist bei Aufträgen Geld und irgentwann dreht die Bank den Hahn zu und die Bank ruft mich dann nicht an, glaubt mir das ! :-(

Dann erst landen sie bei Kreditreform !

Keiner meiner Kunden würde sich auf den Vorkasse-Deal einlassen ! Aus Prinzip nicht und weil sie es nicht nöig haben !

Grüßle

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Re: @andrea70 und FrankNRW

Antwort von Frank NRW am 22.07.2005, 9:55 Uhr

"Ich bin schon sehr in der Sache drin, mein Vertragsanwalt, mein Banker und jeden der darüber Ahnung hat frage ich und bekomme eine Antwort :

Kannsch vergessen ! "

Noch kurz dazu, wenn Dein Vetragsanwalt solche Aussage tätigt, vergiss ihn! Zwischen "kannsch vergessen" und "davon hab ich keine Ahnung oder es zahlt sich nicht" gibts manchmal keinen Unterschied. Es ist halt immer die Frage, wie wichtig ist mir etwas, was tue ich für den Erfolg?! Banker? Geh mir weg mit denen!

Auf die andreen Anmerkungen würde ich ebenfalls gerne heute Nachmittag zurück kommen.

Gruß

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Re: @andrea70 und FrankNRW

Antwort von andrea70 am 22.07.2005, 9:56 Uhr

Normale Geschäftskunden leisten klar keine Vorauskasse, das ist ja auch nicht üblich. Bei Geschäftskunden mit schlechter Bonität etc.und bei Privatkunden kann man es aber verlangen. Dies ist aber bei uns auch nur ein sehr kleiner Teil.
Zu der Höhe deiner Forderungsausfälle:
Wieviel Umsatz machst du denn im Jahr?

LG Andrea

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@FrankNRW

Antwort von Schwoba-Papa am 22.07.2005, 10:02 Uhr

den Anwalt kannst Du eben nicht vergessen Frank, der ist gut, wirklich gut (und auch Anwalt von Kreditreform, daher kenne ich ihn auch) !

Ich hab mir gerade überlegt welche Informationen ich über mich bekommen könnte.

Grüßle

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Umsatz ? Was hat das damit zu tun ?

Antwort von Schwoba-Papa am 22.07.2005, 10:05 Uhr

wenn Du die Ausfallquote meist, die ist noch unter 5 %, gottseidank ! Aber das Geld ist trotzdem futsch !

Wie gesagt in der Baubranche und im Anlagenbau weht ein anderer Wind !

Grüßle

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Ich meinte die Ausfallquote...

Antwort von andrea70 am 22.07.2005, 10:13 Uhr

wir haben auch um die 20 TEUR Forderungsverluste, allerdings bei einem Umsatz von 6 Mio, das sind dann 0,3%, wie gesagt auch in der Baubranche. Forderungsmanagement ist also doch nicht so sinnlos?!

LG Andrea

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Oder nur mehr Glück gehabt !?!

Antwort von Schwoba-Papa am 22.07.2005, 10:28 Uhr

Andrea jetzt werd ich gleich grantig ! Ich buche diese Forderungen nicht mal eben als so "Pech gehabt" aus ! Es bremst nämlich meine Liquidität und außerdem können wir keinen Eigentumsvorbehalt geltend machen.

Es freut mich für euch das ihr (wahrscheinlich liegt es in deinem Verantwortungsbereich) so ein tolles
Forderungsmanagement habt, schön für euch, aber ich betreibe das Unternehmen hier auch nicht als Hobby und somit bin ich schon bestrebt etwas gegen diese Ausfälle zu tun, nur ist es (bei uns zumindest) so nicht möglich !

Grüßle

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Nein, man sucht sich die Kunden nicht aus....

Antwort von tinai am 22.07.2005, 11:02 Uhr

...zumindest in bestimmten Bereichen.

Und wenn ich Vorkasse verlange oder Nachnahme weiß ich sicher, dass x Kunden nicht bestellen werden - das ist eine Sache von Marktforschung.

Bonitätsprüfung ist wunderschön, aber einmal ist immer das erste Mal auch bei langjährigen Kunden. Und das kommt oft nicht schleichend, sondern mit einem Schlag! Aber ich gebe zu, man kann die Ausfälle damit reduzieren. Bei uns sind 100% Bonitätsprüfung aber nicht wirtschaftlich. Das heißt nicht, dass wir es nicht trotzdem machen, aber nur in bestimmten Fällen.

Ich zahle fast nie per Vorauskasse oder Nachnahme, weil ich auch der Auffassung bin, die können sich eine Auskunft über mich einholen und sonst sollen sie es lassen. Wo gibts das denn noch, dass ich nur bei einem einzigen die Ware oder Dienstleistung X kaufen kann? Da bin ich ganz ehrlich arrogant!

Klar sind 200 kleine Ausfälle 20 Großkunden, aber das Risiko ist bei einer großen Anzahl von Kunden gestreut. Habe ich im Jahr nur 100 Kunden, entscheidet ein Ausfall über GEwinn oder Verlust - das kann man einfach nicht vergleichen.

Gruß Tina

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Re: Oder nur mehr Glück gehabt !?!

Antwort von andrea70 am 22.07.2005, 11:16 Uhr

Kein Grund grantig zu werden. Du sagst unten, du verkaufst und hoffst auf Zahlungseingänge. Deine Banker und dein Anwalt sagen dir, daß Auskünfte sowieso sinnlos sind?

Sorry, aber sehr professionell hört es sich eben einfach nicht an.

Warum soll das ausgerechnet bei Deiner Firma nicht möglich sein, unsere Kunden sind auch Bauunternehmen!

Glück gehört auch dazu, aber ich mache das jetzt schon bald 10 Jahre und die 20 TEUR sind das Maximum gewesen bisher. Da sind wir auch stolz drauf und ich sehe keinen Grund, daß du mich jetzt deswegen komisch von der Seite anredest!

Trotzdem LG Andrea

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@ schwoba, tinai, andrea70 und natürlich alle anderen

Antwort von Frank NRW am 22.07.2005, 12:16 Uhr

@andrea70:
kann nur bis dato nur 100% zustimmen!

Sicher gehört auch etwas Glück hinzu. Glück kann man sich aber auch - und das scheinst Du perfekt zu machen - erarbeiten!

@schwoba:
Vielleicht haben wir beide ja unterschiedliche Vorstellung von dem was wir eigentlich wollen. Mir persönlich ist es wichtiger, 10 gut abgewickelte "Projekte" vorweisen zu können, als 100 "Projekte", von denen aber nur 50 gut abgwickelt werden und ich dem Rest hinterherlaufen muss.

Eine berufliche Absicherung ist lebensnotwending. Vor allem aber in Bereichen, die derzeit ums Überleben kämpfen müssen. Wenn ich sage, ich nehme alles was kommt und dann Ausgen zu und durch, kanns mir passieren, dass schon morgen Alles vorbei ist. Ich bewege mich also auf Messersschneide. Das man Aufträge braucht, klar. Nur sollte man zumindest versuchen, Ausfälle so gut wie möglich zu vermeiden. Wenn ich jedoch solche Statements wie das von Deinem Anwalt höre, ohhh Gott!

@ tinai:
Die Marktforschung sagt aber auch aus, dass Kunden die zahlungsfähig sind, zumeist nichts gegen eine Vorkasse oder Nachnahme einzuwenden haben.

Bonitätsprüfungen sichern Dich natürlich nicht zu 100% ab. Auch ich kann heute auf der Straße angefahren und arbeitsunfähig werden, dass wars dann. Von jetzt auf gleich.

Es ist aber eine Chance!

Du sagst, Du zahlt nie per Vorkasse. Wenn Du damit private Einkäufe meinst, ok. Wenn Du jedoch geschäftlich einkaufst, frag ich mich warum nicht. Du wirst Dich doch sicherlich über Deinen Gegenüber erkundigen und kennst Deine pers. finanzielle Lage genau. Für mich würde dies ein schlechtes Bild abwerfen. Frage ist noch, was kaufst Du ein. Dies konnte ich bis dato noch nicht erkennen. Wie gesagt: ich unterscheide hier zwischen Privat und Geschäftlich!

Bei 100 Kunden pro Jahr gehe ich von einem Kleingewerbe aus? Da stellt sich dann die Frage der Ausgaben. Diese können im Kleingewerbe zumeist leichter gedeckt werden als in einem Großbetrieb.

Gruß

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@Frank

Antwort von tinai am 22.07.2005, 15:54 Uhr

Ich bezahle nur im privaten Bereich nicht per Vorkasse im geschäftlichen Bereich ist es natürlich etwas ganz anderes - da erwarte ich es übrigens auch.

Die 100 Kunden bezogen sich nicht auf unser Unternehmen es war nur ein Beispiel.

Gruß Schluß Tina

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@Frank, vielen Dank..

Antwort von andrea70 am 22.07.2005, 18:53 Uhr

..tut gut ein Lob, wenn auch von einem Unbekannten :))
Dem Chef fällt in der Regel ja nur das auf, was schief geht.

Wolltest du heute nachmittag nicht berichten, was du beruflich machst?

LG Andrea

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