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Geschrieben von Korya am 20.10.2018, 0:40 Uhr

Rewas soll das

Collier, nicht Coller. Arbeitet seit Jahren in Afrika, um mit den jeweiligen Regierungen Lösungen zu finden, um deren Lage zu verbessern und den Menschen Perspektiven vor Ort aufzuzeigen.

Posten wollte ich es eigentlich eher als Anregung oder Antwort auf die sich wiederholenden Rufe nach Sammellagern (in denen man womöglich noch am besten jeden Ausländer erst einmal ausreichend durchleuchtet, bevor man ihn unsere vorbildhafte Gesellschaft lässt): grob entlang der Linie: perfekte Auffangbecken gibt es doch schon. Nämlich die unmittelbaren Nachbarländer: mit ähnlicher Sprache, Gesellschaft, Religion. Nur da halten wir uns (als Staat / Kollektiv) vornehm zurück.

Statt in Krisensituationen zielsicher, mutig, konsequent vor Ort etwas aufzubauen, und der Wirtschaft Anreize zu geben, hier ihre Tätigkeiten zu intensivieren, lassen wir lieber die Nachbarländer gleich mit untergehen, und wundern uns dann ob der Massen, die irgendwann auf uns hereinbrechen.

Collier prangert an, dass Staaten und Institutionen gleichermaßen versuchen sich zunächst mit Althergebrachtem: abwarten, ausharren, Geld schicken. Aber keine langfristig gedachten Lösungen, die Stabilität und Perspektiven in die Region bringen.

Die Idee von Collier ist ja nicht neu, aber prägnant auf den Punkt gebracht.
Ich fasse mal ein paar Ausschnitte zusammen:



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"Das von den Vereinten Nationen gegründete Flüchtlingshilfswerk entstand in dem vollkommen anderen Kontext der späten 40iger-Jahre.
Damals bestand die Lösung in Zeltstädten mit kostenloser Verpflegung und Unterkunft.

Für die heutige Flüchtlingssituation ist es nicht mehr sinnvoll. Die Menschen wollen nicht zehn Jahre lang kostenlos ernährt und in Zelten untergebracht werden.
Sie wollen arbeiten.

Das ganze UNHCR-System wird von 90 Prozent der Flüchtlinge weltweit ignoriert, weil es nicht dem entspricht, was sie wollen: s
Selbständigkeit, einen Job haben, ihre Gemeinschaft wiederherstellen.

[...] Wir schlugen der jordanischen Regierung eine Strategie vor: „Wenn es uns gelänge, dass dies sowohl den Jordaniern als auch den Flüchtlingen zugutekäme, würden Sie den Flüchtlingen dann erlauben zu arbeiten?“

Die Idee war, dass Europa für Arbeitsplätze sorgt – sowohl für Flüchtlinge als auch für die jordanische Bevölkerung. Aber eben dort Arbeitsplätze zu schaffen, wo die Flüchtlinge sind.

Europa – und insbesondere Deutschland – war bestens dafür ausgerüstet, denn in der ganzen Region tätigten bereits etliche große deutsche Unternehmen.

Letztere haben über die Jahre Hunderttausende von Arbeitsplätzen in der Türkei geschaffen, ohne dass es einen einzigen Arbeitsplatz in Deutschland gekostet hätte.
Im Gegenteil: Es hat zur Steigerung der Produktivität in Deutschland geführt.

Aber die Antwort der UNHCR auf unseren Vorschlag lautete: „Wir sind keine Arbeitsvermittlung. Wir geben Flüchtlingen keine Arbeit. Wir versorgen sie mit kostenlosen Lebensmitteln und Zelten.“

Bei unseren Bemühungen, Firmen dazu zu bewegen, nach Jordanien zu gehen, um Beschäftigung für Flüchtlinge zu schaffen, sprachen wir mit vielen namenhaften Unternehmen.
Aber auch hier Zögern.

Wissen Sie, was für die Firmen das größte Hindernis war?
Die Unternehmen befürchteten, dass europäische Nichtregierungsorganisationen sie beschuldigen würden, Ausbeuterbetriebe mit Flüchtlingen zu betreiben, wenn sie nach Jordanien gehen würden.

Dieselben NROs, die für sich beanspruchen, großartige Verteidiger von Flüchtlingen zu sein, waren tatsächlich das große Problem.

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Quelle:
„Die Menschen streiten über die falschen Dinge!“
https://www.ipg-journal.de/rubriken/europaeische-integration/artikel/die-menschen-streiten-ueber-die-falschen-dinge-2898/

LG Katia

 
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