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Geschrieben von biohuschel am 27.11.2004, 21:35 Uhr

Noch mal Schulsystem DDR - Pisa

Nur noch mal eine Ergänzung Pisa Gewinner Finnland hat sich am Schulsystem der DDR orientiert. Auch bei der Kleinkinderbetreuung und Kindergärten!!!

Aber leider wird das Geld lieber weiter in die Eigenheimzulage gesteckt, als in die Kinderbetreuung.

Für mich liegt übrigens der Knackpunkt nicht nur am Schulsystem, sondern in der Tatsache, dass immer weniger gebildete Leute Kinder bekommen.
Wer bekommt sie... die Unterschicht. Ich bin selbst Referendarin an einer Schule für Lernbehinderte und unsere Schule platzt aus allen Näthen. Es werden immer mehr Kinder mit Förderbedarf....
Beispiel:
Was ist Abhärtung?
Schüler (8. Klasse): "Wenn der eine den anderen so lange schlägt bis der nicht mehr merkt."

 
10 Antworten:

Re: Noch mal Schulsystem DDR - Pisa

Antwort von midgie am 28.11.2004, 9:51 Uhr

du glaubst doch nicht wirklich das unsere politiker die eigenheimzulage-sollte sie dann wegfallen-in das schulsysthem stecken,oder doch?
denn das ist es was sie wollen,uns das glauben machen,und wenn es so weit ist,heisst es dann wieder mal,sorry,aber wir brauchen neue kriegswaffen oder müssen gebäude-strassen bauen die keiner braucht und reissen die dann in 5j.wieder ab,weil wir gemerkt haben das uns das geld ausgeht um diese sachen zu beenden.
lg manuela
ps.sollte die eigenheimzulage tatsächlich in das schulsysthem einfliessen,wäre es mehr als gut angelegt,aber wie gesagt,wer es glaubt...

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Re: Finnland und DDR

Antwort von Benedikte am 28.11.2004, 12:20 Uhr

ja, davon habe ich auch gehört, dass sich die Finnen ind er DDR umgetan haben. ber man muss auch ganz klar sagen, dass sich das nicht eins zu eins übertragen liesse.
Bspw. gab es ind er DDR keine nicht-deutschsprachigeb Kinder. Sobald eine " Framdarbeiterin" schwanger wurde, wurde sie nach Hause geschickt, Spätasussiedler, die nicht deutsch sprachen, gab es nicht etc.pp. Genauso ist es in Finnland- wer nicht finnisch spricht, kann nicht in eine normale Regelschule.Und das war ja wohl ein großes Problem bei PISA- dass im deutschen Schulsystem so viele nicht deutschsprechende Kinder sind. Dann haben die Finnen bis Ende der Mittelstufe ja wohl acht Unterrrichtstsunden Muttersprache- im Vergleich zu drei bis fünf Stunden deutsch. Da wundert es auch nicht, dass die besser abscheniden. Und in der DDR gab es z.B. auch ganz andere Mittel, Schüler zu mitibieren als heute. Mein Mann unterrichtet an einem Gymnasium im Berliner Osten udn die Ostkollegen erzählen bspw., dass sie früher, wenn ein Schüler nicht spurte, bei den Eltern im betrieb angerufen hätten ( gab ja wenig private telefone) und die Eltern übver das fehlverhalten des Kindes informiert hätten- quasi vor den Ohren der Kolleegen. Das habe- so sagte man meinem Mann- immer Wunder gewirkt. Diese Eltern hätten dann zuhause stets schnell pädagogisch eingewirkt auf die Kinder.Und was es zu Ostzeoten auch stets gegeben hat, war, dass nicht die Eltern über die schulische Laufbaghn der Kinder entscheiden haben, sondern andere. Da wurde viel Potential verschleudert, weil Kinder Oppositioneller oder nicht dem regime treuer Familien einfach nicht zu Abi und Studium zugelassen wurde.
In unserem Fall würde das DDR Schulsystem bedeuten, dass keines meiner vier Kinder Abi oder uni besuchen dürfte, weil mein Mann und ich studiert haben . Vin daher- ich möchte dieses System nicht haben.

Benedikte

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@Benedikte

Antwort von Jari am 28.11.2004, 13:09 Uhr

Hi,

ich stimme Dir ja insgesamt zu. Es gab aber auch Mischehen, nicht so gerne gesehen, aber es gab sie. Sie konnten dann aber alle deutsch, das stimmt.
Aber den letzten Absatz müsstest Du mir mal erklären. Meinst du damit, dass ihr wahrscheinlich Regimekritiker gewesen wärt, und deswegen Eure Kinder nicht studieren hätten können? Ich kenne eigentlich sehr viele studierte Eltern (meist Lehrerehepaare) wo die Kinder dann auch studiert haben. Auch bei mir in der Klassenstufe wäre es so gewesen, wenn nicht die Wende gekommen wäre, dass hauptsächlich die Kinder Abitur gemacht hätten, wo wenigstens ein, eher sogar beide Elternteile studiert haben.

Das sind jetzt meine Erfahrungen, mag ja sein dass das in unserer Hauptstadt ganz anders gehandhabt wurde.

LG Janet

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Re: @Benedikte

Antwort von Murmeline am 28.11.2004, 17:40 Uhr

Und Angela Merkel hätte nicht studieren dürfen! Ihr Vater war doch auch Akademiker!?!?!?!
Ich habe das mit der Eigenheimzulage so verstanden, dass das eingesparte Geld für Forschung/Technologie und "Eliteunis" verwendet werden soll. Und um letztere besuchen zu können, muß man ja erstmal das Abi schaffen, und das nicht mit einem 3-er oder 4-er-Durchschnitt...also wird wieder an den jüngeren Kindern gespart!

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Re: Noch mal Schulsystem DDR - Pisa

Antwort von Schwoba-Papa am 28.11.2004, 18:32 Uhr

Buddeln wir doch den Honni wieder aus. Den Mielke gleich mit oder halt, wir orientieren uns gleich an Adolf und Konsorten : Da gab es auch nur gute Schüler, Zucht und Ordnung, wenig Ausländeranteil, genügend motivierte Lehrer, zwar wenig Lernbehinderte (Du wärst wohl arbeitslos) aber auch die Cleveren wurden annimiert zu gebären. Bei Magda Goebbels warens glaub ich 6 Kinder. Da wurde noch gesungen und gelacht und das Ärmchen hochgestreckt und die linksgescheitelten denunzierten die rechtsgescheitelten. Und nach dem Bildungssystem können wir Herrn Stolpe noch die Sache mit den Autobahnen aufjubeln. Auch das waren wir vor 70 Jahren besser.

Wohin unsere "wenn gestrichene" Eigenheimzulage wandert ? In den Topf der leer wird mangels Grunderwerbssteuer, Umsatzsteuer, Kapitalertragssteuer und Zinsertragssteuer.

Grüßle

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Re: @Benedikte-ja Jari

Antwort von Benedikte am 28.11.2004, 22:32 Uhr

genau das will ich sagen- also dass ich fürchte, dass unsre Kinder in der DDr nicht hätten studieren dürfen.Oder höchstens ein Mangelfach, etwas unattraktives, für das sich nicht so viele interessiert hätten. Eben weil sie keine arbeiter- und bauernkinder auf der einen Seite, aber auch keine Fünktionärskinder auf der anderen Seite wären.Wobei ich nicht behaupten will, dass wir regimekritiker gewesen wären. Wir wären sicherlich das gleiche wie jetzt- interessiert an Politik, aber nicht involviert.
Ein Kollge von meinem Mann musste sich das Studium quasi erkaufen- als Bausoldat. Und dann durfte er auch nicht Medizin studieren, sondern "nur" lehrer.Bei mir im Büro sitzt eine FRau, hochintelligent, fleissig, ambitioiniert-hat ne 7b und Facharbeiter für Schreibtechnik gelernt, weil sie nicht auf die EOS ( heisst das so) durfte.Bei uns hingegen sind die Lehrer fast auf die Barrikaden gegenagen, wenn mal jemnad mit begabung kein Abi machen sollte. Ich war auf einem Mädchengymnasium, und einihge Eltern wollten ihre Töchter nach der 10. in die Lehre schicken.Und da waren die Lerer echt vor, haben Perspektiven aufgezeitg, den Wert einer soliden Ausbildung verdeutlicht. Und ich kenne im Wetsen niemand, der alleine aus finanziellen gründen auf ein Studium verzichtete. Das war höchstzens immmer ein grund unter mehreren. Mir ging es bei meinem Beitrag vor allem darum, diesen tenor" wir müssen nur die DDr kopieren und schon ist alles wunderbar" mal zu untersuchen.

Benedikte

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Re: Noch mal Schulsystem DDR - Pisa

Antwort von mack4 am 28.11.2004, 22:46 Uhr

Hallo,

lese meist nur still mit, aber mit Deiner Meinung bin ich absolut nicht einverstanden. Ich habe zwei Kinder in einer Förderschule für lernbehinderte Kinder. Dazu noch einen Sohn auf dem Gymnasium und eine kleine Tochter. Wann fängt bei Dir Bildung an?. Ehrlich- bisher wußte ich gar nicht, dass wir zur Unterschicht gehören. Meine Söhne auf der Förderschule leiden übrigens an ADS/stark authistischen Zügen und einer Hirnschädigung infolge einer Frühgeburt(das hat absolut nichts mit dem Bildungsstand der Eltern zu tun). Und ich bin sehr froh , dass die die Lehrer an unserer Schule eine andere Sicht auf unsere Kinder haben. Mit dieser Einstellung sind die Kinder ja von vornherein chancenlos........

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Re: @Benedikte-ja Jari

Antwort von Jari am 29.11.2004, 6:54 Uhr

Hi,

okay, so sieht das ja etwas anders aus. Ich kann immer nur sagen wie ich es in meinem Umfeld erlebt habe, und das war eher das studierte. Da haben die Kinder eigentlich fast alle Abitur gemacht, es sei denn sie konnten es nicht. Es gab hier aber auch noch den anderen Weg, also nicht nur die reine EOS, sondern Berufsausbildung mit Abitur. Da hatte man dann beides, Abitur und Lehrberuf mit entsprechendem Geld verdienen. Das war ziemlich beliebt. Das einzige man konnte dann nur in die entsprechende Richtung weiter studieren.
Es gab sicherlich in der DDR eine Steuerung der Studienrichtung, die nicht wirklich prickelnd war. Da gab es immer wieder Schwierigkeiten. Mein Mann durfte auch nicht das studieren was er wollte, und hat sich damit die Möglichkeit genommen, das Abitur zu machen. Also ich sehe schon auch die Negativseiten. Aber ich bestreite dass dies nur damit zu tun hat, aus was für einem Elternhaus man kam. Man braucht sich doch auch nichts vormachen, auch in der DDR haben sich die "Schichten" ( das Wort finde ich nicht so glücklich, aber ich weiss einfach nicht wie ich es anders ausdrücken soll) meist gefunden und blieben eher unter sich.

LG Janet

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Nochmal zu Abi in der DDR

Antwort von *Aquilina* am 29.11.2004, 10:54 Uhr

Ein wichtiger Punkt, um auf die EOS gehen zu können wenn man aus einem kleinen Dorf kam war, das nicht die Eltern Abi hatten oder studiert waren, sondern sie mußten in der Partei sein. Es reichtne nicht aus wenn das Kind was auf die EOS wollte in der FDJ war sondern die Eltern mußten Parteimitglieder sein; und das waren nicht alle. Auf diese Weiße wurde z. B. meiner Mutter das Abitur verwehrt. Sie hatte bis auf ein Fach alles 1zer und einen 2er. LG Cathy

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Re: Nochmal zu Abi in der DDR

Antwort von Fara am 29.11.2004, 17:25 Uhr

hallo mal an alle,

also zwei sachen hab ich da schon zu bemerken:
1. meine eltern waren beide ganz normale arbeiter, nicht parteizugehörig und ich habe die eos besucht.
2. was ich schon etwas heftig finde, unterschicht=viele kinder.
ich habe fünf kinder und mein abitur in der tasche.

schönen tag noch

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