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von Leena  am 21.08.2014, 17:19 Uhr

Meine Eltern werden alt... (sehr lang)

Ich weiß, ich habe zu dem Thema in der einen oder anderen Form schon öfter geschrieben, aber vielleicht fällt ja jemandem trotzdem noch ein anderer / neuer Ansatz, Gedankenanstoß oder ähnliches ein..? Das wäre jedenfalls klasse!!!

Fakt ist - meine Eltern werden alt. Meine Mutter ist Anfang 70, mein Vater Ende 70. Beide sind gesundheitlich durch diverse Krebsgeschichten einigermaßen angeschlagen, mein Vater hat nur noch eine halbe Niere, sehr eingeschränkte Lungenfunktion nach einer Thymom-OP etc.

Anfang des Jahres musste mein Vater notfallmäßig mehrfach ins Krankenhaus, insbesondere wegen wiederholter Lungenentzündungen, aber auch wegen extremer Wirbelblokaden in der Hals- und Brustwirbelsäule. Er hat sich wieder einigermaßen bekrabbelt - baut seitdem aber zunehmend körperlich ab. Er kann kaum noch laufen, nur wirklich extrem langsam (ungefähr 2 km/h - also wirklich langsam!), kann sich kaum noch setzen, wenn es mal etwas enger ist, kann den Kopf nur noch ganz langsam und nur noch in die eine Richtung bewegen... Derzeit hat er offenbar extrem Wasser in den Armen und Beinen, die Unterarme sind irgendwie ganz "prall", sobald er sich irgendwo stößt, platzt die Haut auf, und da er blutverdünnende Medikamente bekommt, blutet es dann jedes Mal wie Sau und er hat große, dunkelrote Flecke überall auf den Armen. Es sieht echt grausam aus...

Selbst meine Mutter sagt, er baut ab, aber sie könne da nichts machen und sie wolle ihm auch nichts sagen, weil er dann immer so unwirsch reagiere und machen könne man doch eh nichts, er werde halt alt...

Den Haushalt meiner Eltern finde ich auch zunehmend... eine Zumutung. Ich finde es einfach nur eklig, versifft und - einfach rundum unappetitlich. Mein Vater hat Kontinenzprobleme, seine Bettwäsche und die Toilette sind braun und streifig. Meine Mutter findet es aber zu anstrengend, wenigstens sein Laken täglich zu wechseln, Waschmaschine ist anstrengend und ihren Trockner will sie nicht benutzen, also müsste sie alles auf dem Dachboden aufhängen, aber das ist auch wieder anstrengend... außerdem sieht es ja am nächsten Tag wieder genauso aus, das lohnt sich also nicht, findet sie. Die Toilette putzt einmal wöchentlich ihre Putzfrau (oder ich, wenn ich mal zu Besuch bin).

Die Lebensmittel im Kühlschrank sind z.T. schon ewig abgelaufen und verschimmelt, seit ich letztens eine uralte, halb angeschnittene und wirklich komplett grün verschimmelte, dick überzogene Zitrone im Kühlschrank getroffen habe, die aber zum Fisch-Essen immer wieder rausgeholt und noch einmal über die (ebenfalls im Kühlschrank stehende) Zitronenpresse gezogen wurde, esse ich da definitiv nichts mehr. (Magen-Darm-Probleme haben meine Eltern allerdings nicht - kann man sich an sowas wirklich gewöhnen..?)

Die Putzfrau putzt einmal die Woche, aber nur die "Freiflächen" (meine Mutter kann praktisch nichts wegwerfen, selbst wenn es kaputt ist - und entsprechend sieht die Wohnung auch noch aus), und man kann im Prinzip nichts anfassen, ohne am Siff kleben zu bleiben.

Meine Eltern wohnen seit über 40 Jahren in dieser Wohnung, haben seitdem nichts gemacht - und die Bausubstanz ist entsprechend hinüber. Es ist eine Mietwohnung, vor einigen Jahren haben sie rd. 20.000 € an den Vermieter gezahlt, damit er keine Schönheitsreparaturen von ihnen fordert... Die Fliesen in der Küche bröseln vor sich hin, teilweise liegt der halbe Estrich blank, mit ein paar Fliesen-Rest-Krümeln, die meine Mutter - sofern sie größer als 2 cm sind - meistens wieder "hinpuzzelt", bis die Reste endgültig aufgelöst sind.

Stromleitungen liegen über Putz, hängen teilweise durch die Gegend, können aber nicht wirklich mehr befestigt werden, weil der Putz schon so hinüber ist, dass man in den Brösel-Resten auch nichts mehr fest machen kann.

Ein Freund, mit dem ich darüber sprach, meinte, ich solle mal mit meiner Schwester einmal richtig kräftig durchputzen, malern etc., damit meine Eltern mal sähen, wie viel mehr Lebensqualität das bedeuten würde... ich glaube, meine Eltern sähen das wirklich nicht (ihre Ferienwohnung letztens sah nach 10 Tagen schon komplett verschmutzt und unappetitlich aus), außerdem wäre es mit "Großreinemachen" meines Erachtens nicht getan, da einfach die Substanz auch völlig hinüber ist. Zumal meine Eltern ausdrücklich keine Hilfe wollen, und gegen ihren Willen fände ich entsprechende Aktionen mehr als übergriffig...

Ich habe ja bei meinen Großeltern und Großtanten in der Generation vor meinen Eltern mehrfach miterlebt, wie sie alt geworden sind - aber die haben alle aktiv ihre Lebensumstände verändert, sind ins Hotel bzw. in eine Einrichtung des Betreuten Wohnens umgezogen und haben auch aktiv Hilfe eingefordert (die sie auch bekommen haben). Aber meine Eltern wollen ja gerade keine Hilfe.

Ich verstehe ja, wie wichtig es meinen Eltern ist, dass sie autark leben, in ihrer eigenen Umgebung etc. pp. Trotzdem treibt mich das Thema irgendwie um...

Vorsichtige Gespräche mit meinem Vater bringen nichts, er wird dann massiv unwirsch, auch wenn er körperlich nicht mehr wirklich nachdrücklich werden kann.

Gespräche mit meiner Mutter bringen auch nichts. Anfang des Jahres, als mein Vater nach den Krankenhausaufenthalten (wohl wegen Sauerstoffmangel bei seinen Lungenentzündungen) teilweise sehr geistig verwirrt war, wollte sie sich um Hilfsangebote kümmern - aber da diese Verwirrung wieder besser ist, sieht sie keine Notwendigkeit mehr. Ansonsten verweigert sie mit mir jede Kommunikation, wenn es in diese Richtung geht... Letztens hatte ich mit ihr eine "Konfrontation", wo sie etwas von mir wollte, was ich nicht geben konnte / wollte. Sie hat meine Absage hingenommen (und kurzfristig den Kontakt abgebrochen, mittlerweile redet sie wieder, ignoriert aber meine Haltung dazu). Und plant wohl auch weiter, als ob ich zugesagt hätte... mal sehen, was das noch gibt. :-(

Ich kann also mit meinen Eltern nicht darüber reden, ich kann sie auch zu nichts zwingen, was sie ausdrücklich nicht wollen. Trotzdem verzweifele ich über den Ist-Zustand...

Als ich mit meiner Schwester darüber sprach, meinte sie nur, mein Vater würde doch eh die nächste Grippesaison nicht mehr überstehen, das Thema würde sich doch dann "natürlich erledigen"... toller Ansatz. :-(((

Mich belastet das Ganze zunehmend...

 
64 Antworten:

Re: Meine Eltern werden alt... (sehr lang)

Antwort von Sunny76 am 21.08.2014, 17:24 Uhr

Das tut mir sehr leid, es hört sich schrecklich an.

Wie war es denn früher? War da der Haushalt immer top? Also sehen sie selber, dass sie den Haushalt usw nicht mehr bewältigen oder war es schon immer "dreckig"?

Ich muss gestehen, dass ich da nicht länger zuschauen würde. Sie müssen aus der Wohnung raus und in ein betreutes Wohnen oder in ein Seniorenheim. Notfalls auch zwangsweise.......denn gesund ist das nicht, wie es jetzt ist.

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Re: Meine Eltern werden alt... (sehr lang)

Antwort von Strudelteigteilchen am 21.08.2014, 17:39 Uhr

Du findest es - mit einer gewissen Berechtigung - übergriffig, etwas GEGEN ihren Willen zu tun.
Aber sie wollen nicht, also ist ein Tun MIT ihrem Willen unmöglich.

Fazit: Einen Tod wirst Du sterben müssen - entweder Du wirst übergriffig, oder Du läßt sie so leben. Eine hübsche Lösung mit rosa Schleifchen gibt es nicht.

Die Frage, die ich mir stellen würde: Geht es ihnen (beiden!!!!!!) gut in der derzeitigen Situation?
Wenn ja, würde ich sie so leben lassen, auch wenn die hygienischen und sonstigen Zustände möglicherweise sogar lebensverkürzend wirken. Aber jeder darf so sterben, wie er mag.
Wenn nein, würde ich ein Betreuungsverfahren in die Wege leiten und mittelfristig ein betreutes Wohnen anpeilen.

Bei uns hat das Sozialamt eine extrem nette und kompetente Beratungsstelle zum Thema Betreuungsverfahren. Ich weiß nicht, ob alle Sozialämter das haben, aber irgendeine Beratungsstelle zu dem Thema hat sicher jede Kommune, möglicherweise ist die nur woanders aufgehängt. Auch das zuständige Gericht kann weiterhelfen, aber da bin ich hier schon an etwas unwirsche Leute geraten (aber auch an sehr nette - es gibt halt überall so'ne und solche).

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Re: Meine Eltern werden alt... (sehr lang)

Antwort von pflaumenbaum am 21.08.2014, 17:41 Uhr

So lange deine Eltern einigermaßen in der Lage sind, sich selbst zu helfen, würde ich sie lassen. Du kannst ihnen aber deutlich spiegeln, wie du die Lage sie siehst und ihnen Deine Hilfe anbieten. Man könnte doch sicher auch eine Pflegestufe beantragen, oder?
Meine Erfahrung ist, dass alte Menschen abbauen, sobald sie gepflegt werden. Es ist also überhaupt nicht gesagt, dass die Lage Deiner Eltern besser wird, wenn sie irgendwo untergebracht werden.
Alles Gute!

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P.S. Gibt es eine Betreuungsverfügung?

Antwort von Strudelteigteilchen am 21.08.2014, 17:41 Uhr

Das wäre hilfreich, aber keine Voraussetzung.

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Re: Meine Eltern werden alt... (sehr lang)

Antwort von Leena am 21.08.2014, 17:46 Uhr

Es war schon immer einigermaßen dreckig, aber eben nicht sooo schlimm. Ich habe mich schon als Kind selten getraut, Freunde nach Hause einzuladen, weil ich mich geschämt habe, aber es ist in den letzten Jahren zunehmend schlimmer geworden...

Nein, ich glaube, meine Eltern sehen nicht, dass sie den Haushalt nicht mehr bewältigen - für sie ist das alles "in Ordnung" so, wie es ist.

Und erwachsene, mündige Menschen kann man ja nun mal schlecht zwangsweise aus ihrer Wohnung in ein Seniorenheim verpflanzen, wenn sie so ausdrücklich nicht und auf gar keinen Fall wollen.

Ab wann zwangsweise und mit "Gefahr im Verzug" gehandelt werden könnte, weiß ich nicht... noch beschweren sich die Nachbarn z.B. nur leise und unter der Hand bei meiner Tochter (Tochter der Nachbarn ist mit meiner Tochter befreundet)...

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Re: Meine Eltern werden alt... (sehr lang)

Antwort von dani_j_j am 21.08.2014, 17:56 Uhr

Ich glaub, das ganze Thema muss man erstmal auseinanderdröseln in diese 4 berühmten Quadranten und dann nen Plan machen.
Die Eltern ins Boot holen, früher haben sie euch gehegt und gepflegt, wenn ihr krank wart, im Alter isses halt andersrum.
Unter euch Geschwistern könnt ihr aufteilen, wer am besten mit aufräumen kann, wer den Kühlschrank hygienisch hält usw.
Die Wohnung sollte in einen sicheren Zustand gebracht werden, auf dem Boden werden sie nur stürzen und dann erleben sie nichtmal die nächste Grippewelle. Muss ja kein schöner wohnen werden, jeder mag es anders, aber sicher und irgendwie wohnlich.
Vielleicht sollte jeden Tag der Pflegedienst durch und die Putzfrau für länger, auch mit viel Nippes kann man putzen.
Und der Trockner wird benutzt und falls ihr die Stromrechnung zu hoch ist, dann könnt ihr das vielleicht zahlen?
Ich weiss ja jetzt nicht, ob das Problem finanziell ist, oder sie keine Hilfe wollen, sie es nervt, wenn ständig jemand rumwuselt, sich einmischt.
Solange sie dort wohnen wollen, fänd ich das okay. Wenn der erste geht, ändert sich das vielleicht, dann muss neu geschaut werden.
Viel Erfolg

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Re: P.S. Gibt es eine Betreuungsverfügung?

Antwort von Leena am 21.08.2014, 17:56 Uhr

Nein, gibt keine Betreuungsverfügung.

Ob es ihnen so, wie es ist, gut geht..? Ich weiß es nicht. Wie misst man das denn?

Spontan würde ich sagen - mein Vater will eh nur, dass man ihm seine Ruhe lässt, und meine Mutter will gebraucht werden und keine Hilfe annehmen müssen.

So gesehen denke ich ja teilweise auch - jeder darf so sterben, wie er mag, und auch wenn die hygienischen und sonstigen Zustände möglicherweise sogar lebensverkürzend wirken - das haben sie sich so ausgesucht und wollen es so. Genauso, wie man einen Alkoholiker nicht gegen seinen Willen zu einer Therapie zwingen kann...

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Re: ehrlich???

Antwort von HellsinkiLove am 21.08.2014, 18:28 Uhr

das klingt ganz einfach so das deine eltern nicht mehr in der lage sind alleine klarzukommen.punkt.

wer seine eigene hygiene und seine wohnung nicht mehr im griff hat (und bei dem was du schreibst ist das noch die harmlose bezeichnugn dafür) dem muß geholfen werden.

ich finde das ein wohnen in einer eigenen wohnung so nicht mehr zumutbar ist.
entweder in eine art betreutes wohnen bei dem die beiden täglich! mehrfach hilfe bekommen oder zusammen in ein altersheim.
sorry das klingt bitter und tut als kind auch sicher weh.aber ich sehe hier keine andere möglichkeit.
das alleine verpflegen klappt nicht,mit einer putzfrau ist es nicht getan udn dir ist das auf die dauern nicht zuzumuten.
da bleibt nicht viel.

wenn sie bei dir auf stur schalten würde ich mir hilfe dazuholen.caritas o.ä. die helfen alles in die wege zu leiten.

ich weiss das die eltern darüber ganz sicher mega sauer sind,aber ich finde hier ist wirklich dringend hilfe nötig.
das klingt nicht nur hilflos sondern gesundheitlich auch alles nega bedenklich

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Re: Meine Eltern werden alt... (sehr lang)

Antwort von Sunny76 am 21.08.2014, 18:29 Uhr

Ich kenn mich jetzt mit dem Thema nicht so aus. Aber wie ist das mit den Pflegestufen usw? Hätten sie denn Anspruch auf eine Haushaltshilfe/Betreuung? Du hast als berufstätige 4fach-Mutter ja auch nicht gerade Zeit im Überfluss und Deine Schwester fällt als VZ-Betreuung wohl auch eher aus.

Das Problem ist, wenn man wartet, dann wird es schlimmer. Es bessert sich nix von alleine. Wie lange warten? Bis Ungeziefer in der Wohnung ist? Bis die Nachbarn sich offiziell beschweren?

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Auch, wenn es dir nichts bringt, aber so geht es ganz vielen Familien.

Antwort von lastunicorn am 21.08.2014, 18:42 Uhr

Ein Bekannter, der einen Pflegedienst leitet, hat einmal zu mir gesagt, dass jeder Mensch ein Recht darauf hat, so zu leben wie er möchte... solange niemand anders gefährdet wird. D.h. solange kein Kammerjäger kommen muss oder beim Kochen das Haus abgefackelt wird, ist das noch kein Grund, ungefragt einzugreifen. So wie du es schilderst, sind deine Eltern zwar auf Messers Schneide unterwegs, aber sie halten sich gerade so noch oben. Dass es nicht mehr weit zu einer Umentscheidung ist, beschreibst du ja selbst. Es ist oft so, dass das Klammern am selbstbestimmten Leben sehr viel Geduld und Opfer von allen Beteiligten fordert. Ich selber habe jahrelang als Puffer zwischen meinen Großeltern und meiner Mutter hergehalten... und es hat sich für meine Großeltern "gelohnt", selber den nächsten Schritt entscheiden zu können. Es war manchmal sehr schwer, die Füße still zu halten, aber die Entscheidungen fielen dann oft über Nacht. Als ich das noch aus professioneller Sicht im Pflegedienst beobachten konnte, hat mich die Ungeduld der Angehörigen manchmal erstaunt... wenn man aber selber Angehöriger ist, spielt die emotionale Achterbahn ganz schon verrückt. Als mein Opa verstorben war, dauerte es noch zwei Jahre bis Oma bereit war, das Haus aufzugeben. Es ist nichts entsorgt, verkauft oder einfach nur verschenkt worden ohne ihre Zustimmung... das war sauanstrengend, aber sie war hinterher erleichtert - wir auch.

Es gibt sicherlich Fälle, wo ein Eingreifen erforderlich ist, aber seine Eltern oder Großeltern entmündigen lassen zu müssen, sollte immer erst dann durchgeführt werden, wenn Gefahr für die Betroffenen besteht... danach klingt das AP, bei allem Verständnis für die emotionale Betroffenheit, nicht. Einen "freiwilligen" Wandel bei den Eltern zu erreichen ist wahrscheinlich sehr, sehr mühsam und bringt Grenzwertüberschreitungen von beiden Seiten fast automatisch mit sich. Aber der Drahtseilakt zwischen angenommener Fürsorgepflicht durch die Angehörigen und dem Recht auf Selbstbestimmung bei den Eltern ist zum Glück ein "Luxus", den unsere Gesellschaft sich leisten kann und sollte.

Was du konkret tun kannst, leena, würde ich in einem Beratungsgespräch mit der lokalen Sozialstation erörtern, bei dem du (mit deiner Schwester) dann vertrauensvoll auch mehr Details schildern kannst. Da kann ganz individuell auf die örtlichen Gegebenheiten und deine Eltern eingegangen werden... Ich wünsche dir gute Nerven und ein gutes Händchen in der klemmenden Zeit mit deinen Eltern.

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Re: ehrlich???

Antwort von Fredda am 21.08.2014, 18:47 Uhr

Ich müsste auch übergriffig sein, denn in solchen Zuständen könnte ich sie nicht besuchen und würde auch meine Kinder nicht dorthinlassen, hier wäre dann glaube ich der soziale Dienst zusammen mit dem Gesundheitsamt zuständig, wenn alles Überreden nicht hilft.

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Na, dann hoffe mal, dass dein Kind das nicht so strange sieht wie du...

Antwort von lastunicorn am 21.08.2014, 18:50 Uhr



Ich kenne Lebensgeschichten von Menschen, die von ihren Kindern ins Heim verfrachtet wurden und es mit Hilfe wieder schaffen konnten, selbstbestimmt zu leben. Und wenn es nur drei oder vier Jahre waren... das ist Alles was einem alten Menschen bleibt.

Du hast eine Horrorreinstellung!

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Warum übergriffig werden?

Antwort von lastunicorn am 21.08.2014, 18:53 Uhr

Wie wäre es mit Geduld und etwas Mühe?

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Ich bin sehr für Selbstbestimmtheit und ein altern in Menschnwürde, Last Unicorn

Antwort von Leewja am 21.08.2014, 19:20 Uhr

aber die zustände mit Kotverschmierter Toilette und Laken und schimmelnden nahrunsgmitteöln im Kühlschrank würden MICH auch davon abhalten, meine Kinder zu diesen Großeltern zu lassen.

Zudem denke ich, dass gerade und ausgerechnte Leena nun wohl ein Musterbeispiel an geduld, liebevollem ertragen und wenig echte einmischung ins leben ihrer eltern ist....

bei aller liebe: es gibt unfassbar sture menschen jeden alters und bei manchen kommt man durch noch so viel geduld, würdigung und liebe nicht dazu, ihnen eine verbesserung abzuringen.

Leenas Eltern WOLLEN im dreck und Chaos und Messiehaushalt und kaputten Böden leben.

das sollen sie auch dürfen, aber gewiss kann leena mit ihrem aschon üpbervollen leben nicht noch eine wohnung renovieren bei leuten, die das ABlehnen, noch kann sie dort putzen oder regelmäßig den kühlschrank gesund und hygienisch füllen, zumal ihre mutter ja nicht die einfachste aller mütter ist und ein riesenbatzen Eltern/Kind-problematik eh vorhanden und auch ohen beginnende Demenz nicht bewältigbar war.

Leena, verzeih die krassen worte, aber so ist es ja nun mal.

das einzige echte problem,welches ich sehe, ist; du fühlst dich (überraschung!) verantwortlich dafür, dass es "besser" läuft.

Ich denke aber, da sie (noch) klarkommen und offenbar keiner an akuter schimmelvergiftung leidet, kann man fast nur warten, bis es unzumutbar wird/sich jemand beschwert oder die eltern es doch einsehen.

der einfachste weg wäre damals der über den Krankenhaussozialienst gewesen, und eine versorgung zuhause heißt ja nicht gelich vollständige pflege....

ich würd beim nächsten (toitoitoi, ich wills nicht heraufbeschwören) krankenhausaufenthalt direkt um einen besuch des sozialdienstes bitten...das gespräch mit denen wird niemanden entmündigen, niemanden umbringen und ist auch nicht so übergriffig, wie eine "einmischung" des "Mädels", als das deine mutter dich immer noch sieht.

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ist es wirklich gesundheitsgefährdend?

Antwort von ursel66 am 21.08.2014, 19:22 Uhr

DANN musst du handeln. Ansonsten kann dir hier sicher keiner wirklich DEN richtigen Rat geben. Jeder hat seine Erfahrungen und wird mit den eigenen Eltern anders umgehen.
Evtl. könnte der Vermieter bei deinen Eltern noch handeln? SEIN Eigentum leidet.
Bei mir war es früher so: meine Mutter hat 3 x täglich geputzt (nach jedem Essen und alle Fliesenräume - Bad, Flur, Küche, Treppe, Toi). Sie ist jetzt 73 und seit 3 Jahren entdecke ich in verschiedenen Ecken "Wollmäuse". Nicht schön, aber nicht bedenklich. Sie putzt nun runde Ecken :-) auch die Bremsspuren in der Toi sind manchmal zu sehen - früher undenkbar.
Aber dies sind bei ihnen keine Gefährdungen.
Allerdings würde ich handeln, wenn ich in der Küche den Dreck oder Schimmel entdecken würde.

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Re: Meine Eltern werden alt... (sehr lang)

Antwort von Andrea&Würmchen am 21.08.2014, 19:23 Uhr

Hallo,

ich habe die anderen Antworten nicht gelesen, weiß aber in etwa, wovon Du redest. Denn in der Wohnung meines Vaters sah es ähnlich aus (bis auf die baulichen Sachen und "Messie" (ich nenn's jetzt einfach mal so) war er auch nicht.

Ja, externe Hilfe zu organisieren, ist übergriffig, wenn es der Betroffene nicht will. Aber: In diesem Fall ist es meiner Meinung nach notwendig, übergriffig zu werden. Denn so wie Du das beschreibst, liegt mindestens was die Lebensmittel angeht, Selbstgefährdung vor (Schimmel, Salmonellen, etc.).

Kann die Putzfrau häufiger kommen? Ich glaube, bei Deinem letzten Beitrag hatte jemand (vielleicht war ich's auch selbst) vorgeschlagen, als ersten Schritt einen Pflegedienst für die kleinen Wehwehchen ins Haus zu holen. Wenn das gelingt (ja, auch hier gegen den Widerstand der Eltern), kann man dessen Eingreifen Schritt für Schritt ausbauen.

Ich nehme an, wenn die Wohnung so "leidet", sieht es auch mit der eigenen Körperhygiene nicht sonderlich rosig aus.

Es muss ja nun nicht gleich die Unterbringung in einem Heim sein. Nimm Kontakt mit einem sozialen Dienst (Caritas, Pflegedienst, o.ä.) auf. Deine Eltern werden für die Mitarbeiter dort nicht der erste Fall dieser Art sein. daher werden sie sicher einen Vorschlag machen können, wie man am geschicktesten weiter vorgeht.

So belassen kann man die Situation nicht, finde ich. Ich habe mir sehr schwer damit getan, meinen Vater zu bevormunden, was diese Dinge angeht. Ich hatte die Befürchtung, dass seine Würde darunter leidet, wenn er fremde Hilfe annehmen muss - etwas, das ihm zeitlebens zuwider war.

Das Gegenteil ist der Fall: Er blühte in einer sauberen Umgebung zusehends auf, war selbst wieder gepflegter und empfing sogar wieder Besuch. Das war vorher undenkbar. Und nicht zuletzt kann ich meine Kinder jetzt wieder unbesorgt in der Wohnung spielen lassen, ohne Angst haben zu müssen, dass sie sich sonstwas einfangen...

Nur Mut, Du kriegst das hin!

LG
Andrea

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Re: Warum übergriffig werden?

Antwort von Fredda am 21.08.2014, 19:32 Uhr

Ich sage "übergriffig", weil das im Laufe des Threads als Gegenteil von "so lassen" gebraucht wurde. Ich könnte das nicht so lassen, weil ich vor lauter Ekel meine Eltern dann nicht mehr besuchen könnte. Deshalb würde ich (schreib ich doch oben), überreden, Richtung betreutes Wohnen, Haushaltshilfe, was weiß ich. Und wenn das nicht fruchtete, würde ich dazu stehen, dass ich den sozialen Dienst hole. Ja. Weil ich meinen Vater (hab ja nur noch ihn) liebhabe und nicht will, dass er allein, alt und anderen zum Ekel und sich zur Gefahr im kotverschmierten Bett schläft.

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Den Sozialdienst erwähnte ich bereits, Leewja...

Antwort von lastunicorn am 21.08.2014, 20:13 Uhr

wir liegen doch garnicht so weit auseinander. Es kommt schon ein Stück weit darauf an, wie man die ganze Geschichte angeht. Helfen muss nicht zwangsläufig mit Erpressung oder gar Entmündigung einhergehen. Leewja, ich habe diverse Haushalte kennen gelernt, in denen die betroffenen alten Menschen an unterschiedlichen Stellen Hilfe zugelassen haben... ambulante Dienste - auch betreutes Wohnen in unterschiedlichen Modellen - brauchen immer ein Stück weit Kooperation von Seiten der Patienten. In vielen stationären Einrichtungen ist das nicht mehr der Fall. Wenn nicht gerade ein einschneidender Krankenhausaufenthalt voraus ging, ist der wachsende Umfang der Unterstützung in den eigenen vier Wänden meist schleichend und so weniger brachial. Und genau hierbei kann der Sozialdienst oder die Sozialstation durchaus mehr als hilfreich unterstützen.

Glaube mal... ich bin selber in Messihaushalten eingesetzt worden, wo es darum ging am Anfang eine Vertrauensbasis aufzubauen, um eben nicht mit amtlicher Unterstützung vorgehen zu müssen. Das ist meist ein Drahtseilakt, der sich aber besonders für den Patienten auszahlt. Und genau das können meist Profis - wie so oft - besser, weil sie eben nicht Alles persönlich an sich heran lassen. Auch, wenn manche Situationen akut sehr prekär wirken... es gibt meist einen kleinen Spielraum, um behutsamer mit MENSCHEN umzugehen.

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ja....dann liegen wir nicht allzuweit auseinander, ABER leena sagt doch gar nicht

Antwort von Leewja am 21.08.2014, 20:18 Uhr

dass die eltern ins heim sollen....und um leenas AP gehts doch eigentlich.

ihren eltern wäre mit unterstützung ambulant im häuslichen umfeld am meisten geholfen, ABER: leena buckelt sich diese problematik auf...und irgendwann muss schluss sein mit aufbuckeln.

wenn ihre eltern das nicht zulassen (und ich denke, sie HAT bereits viel probiert), dann bleibt nur abwarten (aber dann ohne besuche der enkel in einem ekelhaften haushalt) oder eben brachial werden.

leena ist nicht brachial, aber unbeteiligt abwarten kann sie auch nicht gut, für sie wird es also auf jeden fall schwierig...

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Eben drum...

Antwort von lastunicorn am 21.08.2014, 20:35 Uhr

so schwierig wie für Millionen andere Menschen auf der Welt auch. Wie STT schrub... eine Lösung mit rosa Schleifchen wird's nicht geben.

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Leewja, wie ist das genau mit dem Krankenhaussozialdienst? Und noch was...

Antwort von MM am 21.08.2014, 21:15 Uhr

Wir haben nämlich in der Familie einen recht ähnlichen Fall - auch ein ähnliches Dilemma wie Leena es schildert... Die hyg.Zustände sind bisher nicht sooo krass, aber manches doch hart an der Grenze, und v.a. geht es darum, dass einer der Ehepartner nach einem Krankenhausaufenthalt nicht mehr richtig laufen kann, einen Toilettenstuhl braucht usw., und ziemlich stur ist, was Hilfe annehmen betrifft. Der Hausarzt der beiden weiss davon, war auch bei Hausbesuchen, schlägt eine Physiotherapeztin vor, die regelmässig kommt. Aber wir haben den Eindruck, das reicht nicht, sie brauchen mehr und systematischere Hilfe. Deswegen interessieren mich die konkreten Möglichkeiten, ich habe den Eindruck, sie wollen/können sich nicht so richtig Hilfe holen, deshalb muss jemand anders aus der Familie ihnen etwas Konkretes vorschlagen... Danke!

Und wie ist das eigentlich mit Kuren? Unter welchen Umständen kann man eine beantragen und wird das (teilweise) evt. von der Krankenkasse gezahlt? Bei ihm sind die Krankheiten ein jahrelanges schweres Herzleiden und Ischämie, jetzt nach Krankenhausaufenthalt (kardiologische Intensivstation) eine sehr verschlechterte Mobilität (wegen der Ischämie in den Beinen, aber auch vorangegangener Ödeme wg. des Herzens).
Bei ihr sind es operierte Hüfte und Knie, schwere Skoliose mit Rückenschmerzen, wo Krankengymnastik nur bedingt hilft. Sie schafft nicht mehr wirklich den Haushalt, geschweige denn irgendwelche Pflegeleistungen. So kam uns der Gedanke, dass es vielleicht nicht schlecht wäre, wenn sie sich beide erstmal ein paar Wochen erholen könnten, sich um nichts kümmern müssten und dabei jeder gezielt etwas für die Linderung seiner Gesundheitsprobleme tun könnte. Nur weiss ich nicht, wo ich diese Infos herbekomme, um sie ihnen vorlegen zu können. Ich wohne auch leider recht weit weg (und nicht in Deutschland). Vielen Dank für evt. Tipps!!!

Und Leena, ich kann dich gut verstehen. Ich denke ihr könnt versuchen, sie zu überzeugen, sich Hilfe zu holen. Und konkret herausfinden, was es da an Möglichkeiten gäbe, und ihnen diese ganz konkret präsentieren. Vielleicht machen sie doch Gebrauch davon, wenn sich die Situation evtl. noch mehr verschlechtert und/oder sie es sich durch den Kopf gehen lassen... (?)

Alles Gute und viel Kraft!

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wie ist Deine Schwester im Boot?

Antwort von Benedikte am 21.08.2014, 21:22 Uhr

Oder hat sie damit gar nichts zu tun, ihr Hinweis auf die natuerliche Loesung durch die naechste Grippe klingt irgendwie absolut unbeteiligt und desinteressiert.

Ansonsten kenne ich das Problem, meine Mutter ist jetzt 76 und zunehmend, ich schreibe es mal wie es ist, durch den Wind. Mein Zehnjaehriger wirkt Licht jahre vernuenftiger und verstaendiger und ihr ehemals stets pikobello aufgerauemter Haushalt sieht ungepflegt aus, nicht so wie bei deinen Eltern, alles in die Richtung, aber wo ich es bei Deinen Eltern auf einer Skala von o bis 10 als 8 bis 9 beschreiben wuerde, ist es bei ihr vier bis fuenf/ wenn Du verstehst, was ich meine.

Unsere Loesung- mein Bruder wohnt mit Familie bei ihr. Und deswegen ist es auch nicht so schlimm wie bei Deinen Eltern, eben weil er da ist und auch meine Schwetser einmal die Woche kommt und Garten macht, Reparaturen usw. Meine Mutter hat eine sehr gute Rente, beide meiner Geschwister sind finanziell knapp, wir sind uns einig, dass es im wesentlichen fair ist. Ich verdiene mein Geld und kuemmere mich um wenig, im wesentlichen im letzten Jahr den Aerger mit dem niederlaendischen Finanzamt wo unsere Ferienwohnung liegt, das waren 30 bis 40 Stunden.Meine geschwister sind vor ort und kriegen Bargeld bzw Naturalien.

Und Du hattest ja, wenn ich mich nicht vertue, mal geschreiben, dass deine Schwester Teilzeit arbeitet und eh immer noch oder mal wieder finanziell von Euren Eltern unterstuetzt wird. Und da sie ja kinderlos ist, muesste sie in ihrer Sitiation doch zur faktischen Hilfe in der Lage sein, wenn sie will. Das waere mein erster Ansatz, ich glaube auch, dass Familie meist akzeptiert wird wenn das Grundverhaeltnis halbwegs intakt ist.

Bei uns war es die beste Loesung, meine Mutter will partout nicht in ein Heim oder betreutes Wohnen Aber die beste Loesung ist keine gute. Aufgrund ihrer Persoenlichkeitsveraenderungen ist das Verhaeltnis zwischen ihr und meinem Bruder ziemlich angespannt. Ich kann aus der Distanz immer wieder sagen, dass sie es nicht boese meint, dass es Teil der Persoenlichkeitsveraenderung aufgrund ihrer zunehmend eingeschraenkten geistigen und koerperlichen Kapazitaeten ist aber mein Bruder, der IMMER vor ort ist, hat mangels Distanz natuerlich zu leiden.Ich spuere es koerperlich wenn ich da auf besuch bin, dass die Stimmung schlecht ist.

Langer Rede kurzer Sinn-di kannst Dir ein faktisch da nicht zu viel aufladen. Wenn deine schwetser einsprtimngen wuerde und sei es dreimal drtei Stuinden, das waere die halbe Miete. Wenn Deine Eltern, was ich nicht glaube, Einsehen entwickeln wuerden, dass sie was an der Wohnung tun lassen muessten, das waere viel Wert,Ich weiss nicht, was unter Schoenheitsreparaturen faellt, aber ich muss in meinen Eigentumswohnungen staendig was machen lassen weil ich ja VERPFLICHTET bin, die Mietsache in ordentlichem Zustand zu erhalten. Broeckelnder Putz ist meine Sache und altersschwache Fliesen. Wenn sie das aber nicht einsehen, pffff.

Aber dann musst Du schluucken, erstmal noch.Wir Mitforsitin SST schrieb, die Schleifchenloesung, ueber die jeder Gluecklich ist, gibt es nicht. Mit altersstarrsinnigen Leuten kann man nicht reden. Meine Mutter sieht nicht mehr gut, kann nach ihrem Schlag nur noch mit Muehe die Treppe hoch und findet oft Worte nicht, faeht immer wieder Auto. Und man kann ihr die Fleppe erst abnehmen NACHDEM was passiert ist auch wenn wir Kinder vorher noch so oft sagen, dass sie nicht mehr fahrteuchtig ist.

Staerke und Durchhaltevermoegen wuensche ich Dir. Wie eine Freundin mir riet in einem Formtief, die sagte, Benedikte, denke immer dran, alles Unschoene, Starrsinnige und Uneinsichtige ist vor allem auch Teil der Krankheit, der zunehmenden demenz und so. es ist nicht mehr die alte Mutter nd es ist nicht persoenlich.

Benedikte

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Re: @lastunicorn

Antwort von HellsinkiLove am 21.08.2014, 21:23 Uhr

wen meintest du mit horroreinstellung??

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sie meinte deine Entsorgungsmentalitaet

Antwort von Benedikte am 21.08.2014, 21:36 Uhr

ich wette,
sie meine Deinen Imperativ nach dem Motto "" solche IGITT Leute- Du sprichst von Eltern"" gehoeren entmuendigt. Voellig egal, was sie selber meinen, die gehoeren entsorgt

voellig ohne jeden Dialog, jeden Konsens, einfach die ab ins heim Nummer. Versteh mich nicht falsch, das kann ja am ENDE eines Prozesses stehn, ein heim oder betreutes Wohnen, aber Dir sind die betroffenen Eltern und ihre Gefuehle ziemlcih egal

Kannst Du Dir vorstellen, dass Deine Tochter Dich so entsorgt wenn Du mal soweit bis? Hast Du das mit deinen Eltern sdo gemacht?

Ich habe ja eine aehnliche Situation mit meiner Mutter und ich sage Dir, ich gehe schon alleine deshalb mega respektvoll mit ihr um damit meine Kinder mal wissen, wie sie mit mir und meinem Mann umgehen sollen. jedenfalls nicht die Bracchialmethode wie immer man das auch schreibt dass Dritte entscheiden dass ICh ins Heim muss und das auch noch scheinheilig als Hilfe tarnen.

so hatte ich es mit Horroreinstellung verstanden

uns seh das genauso- Schaem Dich

Benedikte

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Re: sie meinte deine Entsorgungsmentalitaet

Antwort von HellsinkiLove am 21.08.2014, 21:52 Uhr

ich soll mich schämen? gehts noch???

das keine gespräche vorher laufen ist ja wohl an den haaren herbeigezogen oder?
sie hat ja wohl deutlich geschrieben das schon etliche gespräche und etliche verbesserungsversuche gelaufen sind die nicht gefruchtet haben.

und ich hätte meine eltern nicht im kotverdreckten bett liegen sehen wollen,oder verschimmelten mist essen sehen wollen...genauso gut hätte ich mein kind nicht an diesen ort gebracht aus angst was sie dort zu essen bekommt oder opa im kotverschmiertem bett liegen sehen.
das gespräche und versuche vorher laufen müssen ist völlig klar.
aber wenn das nicht fruchtet ...was hier der fall war...gibt es kaum ne andre möglichkeit...oder willst du lieber zusehen wie deine eltern langsam aber sicher im dreck verkommen???
also ich hätte das nicht übers herz gebracht und jetzt gehandelt.
ergebnss ist das sie schuldgefühle hat weil sie das so mitansehen muss aber die hilfe kategorisch abgelehnt wird...

und im übrigen sehe ich keinen horror darin ins heim zu gehen.
ich werde meine tochter sogar darum bitten wenn ich dermassen abbaue mich entsprechendn unterzubringen.
ich kann und will nämlich nicht verlangen das sie ihr leben komplett aufgeben muss um mich alte frau zu pflegen.

und ich weiss wovon ich rede..ich hab meine mutter gepflegt bis zum tod...in der klinik sowie zu hause..bis sie dort verstorben ist.
mein m´vater 3 monate später.
ich denke ich kann mir sehr wohl ein urteil erlauben

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Benedikte, auch in deiner Beschreibung...

Antwort von MM am 21.08.2014, 22:12 Uhr

... erkenne ich einiges von meinen eigenen Eltern wieder. Dass ein Familienangehöriger in der Nähe wohnt, ist wahrscheinlich wirklich am besten, dann kann man helfen so gut es geht, und es ist nicht jemand "Fremdes" (wobei das auch Grenzen hat, aber OK). Was aber, wenn keines der Kinder in der Nähe wohnt? Beide Hunderte von Kilometern weg?

Ich fände ja am besten, wenn sie sich bewegen liessen, dauerhaft in ihre Zweitwohnung umzusiedeln, die ist hier bei uns nebenan, dann könnte ich mich um das Notwendige kümmern, täglich nach dem Rechten sehen und ggf. auch bestimmte Dinge wie Pflegedienst etc. organisieren und müsste mir nicht immer Sorgen machen, was da - weit weg - bei ihnen schon wieder los ist, ob nicht irgendwas passiert ist usw.. Aber was wenn sie das ablehnen? Zumindest vorerst noch, sie wollen da bleiben wo sie sind, in ihrem Haus, aber das ist halt weit weg, und sooo oft können wir nicht hinfahren, arbeits- und ferientechnisch usw. , wo ... Dann bleibt wohl auch nur abwarten. Oder?

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Re: Ich denke mir auch,

Antwort von Franke am 21.08.2014, 22:57 Uhr

dass es bei der Stadt-/Kreisverwaltung und den Wohlfahrtsverbänden Leute geben wird, die ähnliche Situationen häufig erlebt haben und wissen, welche Möglichkeiten es gibt, zu helfen - UND auch, wie man die Betroffenen dafür gewinnen kann, die Hilfe anzunehmen.

Alles Gute.

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Du fragtest doch

Antwort von Benedikte am 21.08.2014, 23:13 Uhr

wieso Deine Mentalitaet als Horrormentalitaet hier bezeichnet wurde

uch ich habe es Dir erklaert weil ich sponatn das gleiche empfand. Dein ruckzuck ICH MEINE UND ICH GRIEFE DURCH WEIL ICH SO DENKE ANSATZ hat in kenster weise die Interessen des Betroffenen auch nur versuchweise beruecksichtigt

unjd von reden oder Dialog, Kompromiss, Konsens war bei Dir in keinster wesie die rede. Du schriebst ganz indikativ dass wer sich nicht im griff habe, der ins heim muesse. Bzw hast es verkleidet als dem muesse geholfen werden.

Weisst Du, wie meine Mutter an dem Haus haengt das sie 1972 mit meinem Vater gebaut hat, in dem sie vierzig Jahre mit dem gewohnt hat/ Fuer das sie viel gearbeitet und gespart hat?Das waere sicherlich anders, wenn sie ihr Leben lang von Hartz Vier ge;ebt haette und sich die Bude haette zahlen lassen. Auch das Heim- meine Mutter hat ein Einkommen von hart an die 4000 Euro, gute eigene rente, gute Witwenrente, ordentliches sonstiges. Aber ein ordentliches Heim kostet das und das waere ihr Horror, nicht ausreichend geld zur freien verfiegung zu haben. Ist fuer Harz4 Empfanger natuerlich auch locker. Das muss Vater Staat fuer die Unterbingung ran, man selber buesst dabei nichts ein.

Von daher mag das bei Dir alles locker sein mit dem heim, in das Deine Tochter Dich gerne bringen kann, aber glaube mir, fuer jemand, der das selber bezahlen muss wie bei leenas Eltern, wo fuer zwei Leute sicher 6000 Euro weg sind, die dann im alter Sozialfaelle waeren, IST das ein Punkt.

Von daher, ich finde wirklich, dass Du Dich schaemen sollst.

Aber nun bin ich neugierig. Wie soll denn dein Altersheim bezahlt werden? selbst einfache AOK Heime mit Pflegestufe 1 kosten ab 2500 Euro. Packt deine rente das? Oder hast Du deshalb keine Angst vor dem Altersheim weil Du ganz sicher sein kannst, dass irgendeine oeffentliche Hand rangeht.

Und- wenn Leenas Eltern das nicht haben, dann wird bei Leena geprueft und die muss ggf. zahlen. Das triffst naermlich arbeitende Kinder und ist auch ein Grund, wieso viele Eltern sich weigern, so lange sie koennen. Der Sozialadel muss darauf keine Ruecksicht nehmen, klar.

Von daher- Horrormentaliatet.

Benedikte

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Re: Benedikte, auch in deiner Beschreibung...

Antwort von Benedikte am 21.08.2014, 23:29 Uhr

MM,
ich denke auch, dass Du nur abwarten kannst. Moegen unsere Altchen uns auch noch so unvernuenftig erscheinen und sein, solange sie nicht entmuendigt sind, sondern selbst geschaeftsfaehig, duerfen die das entscheiden.

Wir alle, Onkels, Tanten, Kusinen,Kinder, haben meiner Mutter geraten, unser Haus zu verkaufen und in ihren geburtsort zurueckzugehen weil in unserem alten Wohnort nur unser Haus steht, mein Vater war damals dahin versetzt worden. Vater tot, Kinder erwachsen, und alle Familie und vor allem, zunehmend wichtiger, der VFriedhof, sind im Herkunftsort. und? Nichts. Sie lebt so in der vergangenheit, sie wollte das Haus partout nicht verlassen.

Von daher, man hat keine Handhabe.Und vor allem mein Bruder, der ja direkt mit ihr lebt, zieht sich oft zurueck uns sagt, er versucht es gar nicht mehr weil man nicht mehr reden kann.

Und gerade, wenn Du noch beide Eltern hast, dann haben die sich.Koenmnen sich stuetzen und helfen und im richtigen Notfall jemand anrufen.Und auch mit Schmutz - mich soert der vor allem, wenn ich meine sehschaerfenstarken Brillen habe. Oft ziehe ich aber alte an, ich habe ca 30, die alt und zu schwach sind, dann faellt mir der Dreck nicht auf und er stoert mich nicht.Und ich habe mich schon immer gefragt, ab wann Dreck schaedlich wird, jedenfalls nicht ab ein paar Wolllmaeusen.

Kurz,Ihr werdet da kurzfristig nichts machen koennen. solange sie noch meinen, es geht anders.

Benedikte

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Re: Du fragtest doch

Antwort von HellsinkiLove am 21.08.2014, 23:54 Uhr

und deine einstellung und deine stammtischparolen hier mir gegenüber sind mehr als unter aller würde.

woher willst ausgerechent DU wissen wie ich was finanziere??

mich hier als sozialassi hinzustellen der schmarotzt und sein leben lang die hand aufhält und sozialgelder kassiert ist sowas von eine frechheit...was glaubst du eigentlich wer du bist??

ich hab in meinem leben mehr als hart gearbeitet mit 60 h in der woche und habe mich dafür körperlich kaputt gemacht,nebenbei ein kind komplett alleine groß gezogen...ohne einen mann an der seite oder sonstigen hilfe gelle...und mein eltern bis zum tod gepflegt weil ich sie mehr als geliebt habe und anschliessend habe ich den mann meiner mutter auch noch unterstützt,weil er ohne meine mutter nicht mehr klar kam.

schön das euer leben so genehm war euch ein leben in rosa wolken mit genügend kohle und eigenheim zu finanzieren..es gibt leute die sich trotz krumbuckeln im leben sowas trotzdem nicht leisten können

FÜR DEINE AUSSAGEN HIER SOLLTEST DU DICH MAL SCHÄMEN ABER SOWAS VON !!!

ich geh hart ackern...trotzdem ich ziemlich krank bin.
meine tochter ist ebenfalls kein sozialschmarotzer.sie ist diejenige die leuten wie dir wenn sie im krankenhaus liegen es gut gehen lassen

ich habe auf dem ausgangspost reagiert und gesagt wie ich es in diesem gehandhabt hätte.
ich habe auf ihren fall reagiert in dem mehr als geredet wurde und versucht wurde zu handeln.
ich würde an deiner stelle mal richtig lesen bevor du dich hier künstlich echauffierst.

und dann immer dieses runterputzen von leuten mit hartz4..ich kann das nicht mehr hören.
bist du neidisch das es leute gibt die hartz4 bekommen?
das denen vielleicht eine brotkrume mehr gegeben wird als dir?
oder warum teilst du so aus?
hast du angst zu wenig abzubekommen oder was.


DAS ist horromentalität...angeblich eine soziale ader haben wollen aber auf anderen leute rumhacken die (angeblich) hartz4 oder sontige bekommen.

böse böse doppelmoral

ich könnte hier noch mehr beitragen...z.b. von kindern die die vollzeitpflege von oma und opa mitbekommen..mit allen schrecklichkeiten und den tränen und den kämpfen darum,von pfelegestufen die nach dem tod bewilligt werden,von krankenkassen die schwerstkranken nicht mal die grundversorgung zugestehen und den folgen die noch monate nach dem tod die familie massiv belasten.
ja ich bin froh,trotz alledem, das ich meine mutter pflegen konnte und ich ihr die liebe wiedergeben konnte die ich mal erhalten habeaber .diese hat es auch zugelassen.
ich hätte niemals zugelassen sie alleine in so einer geschilderten situation zu lassen (was ich bei leena nicht voraussetze...sie versucht es ja zu ändern)

ich wünsche dir von ganzem herzen das du niemals in diese situation mit deinen eltern kommen magst sie so zu pflegen wie ich das hinter mir habe.ein thrauma welches mich mein ganzes restliches leben begleiten wird,bilder die nie mehr aus dem kopf gehen.und eben aus diesem wissen heraus sag ich würde ich nicht wollen das mein kind das nochmal miterleben muss mit mir dann geschweigendenn mit eventuellen enkelkindern

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Re: Du fragtest doch

Antwort von Sunny76 am 22.08.2014, 0:21 Uhr

Benedikte Du kommst sehr sehr hochnäsig rüber. Du erwähnst ja gern und oft, wie gut Du verdienst. Aber dann auf Leuten rumhacken, die eben auf Unterstützung angewiesen sind........nicht schön.

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Angehörige vor Ort bin bloß ich...

Antwort von Leena am 22.08.2014, 8:34 Uhr

Gute Frage, was meine Schwester betrifft...

Ich würde zwar behaupten, sie hätte potentiell Zeit, zumal sie seit Ende 2013 arbeitslos ist und nur gelegentlich mal was als "freier Mitarbeiter" macht, aber sie wohnt halt gut 400 km weit weg und kommt meine Eltern vielleicht 4 Mal im Jahr besuchen, also klassisch Ostern, Weihnachten, zum Geburtstag meiner Mutter und irgendwann noch mal zwischendurch vielleicht... Sie redet zwar schon seit 10 Jahren davon, wieder hierher "zurück zu ziehen", sich vielleicht auch hier einen Job zu suchen... aber davon redet sie schon so lange, dass ich daran eh nicht mehr glaube. ;-)

Von daher - meine Schwester kann nicht einspringen, vor Ort bin bloß ich. (Okay, nicht unmittelbar vor Ort, aber mit gut 30 km doch in "erreichbarer Nähe".) Aber ich bin eh schon an meiner Kapazitätengrenzen, das merke ich derzeit mal wieder deutlich, und ich habe im Moment auch nicht die Kraft, einmal die Woche zu meinen Eltern zu fahren und da 3 Stunden lang zu putzen, werkeln, was auch immer... wenn etwas akut komplett kaputt ist, dann springt ja immer schon mein Mann ein, aber "einmal die Woche" als Fixtermin... seh ich im Moment nicht. :-/

Ach so - das "Grundverhältnis" zwischen meiner Schwester und meinem Vater ist nicht das Beste, früher gab es regelmäßig häusliche Dramen, mittlerweile lassen beide sich weitgehend in Ruhe, wenn sie miteinander zu tun haben, das geht aber immer nur wenige Tage gut, bevor es für beide Beteiligten zu anstrengend wird, Ruhe zu bewahren, nichts zu sagen und runter zu schlucken, was ihnen auf der Zunge liegt.

Meine Schwester findet die Wohnung meiner Eltern übrigens auch zunehmend eklig, meistens meldet sie daher an, dass sie bei uns wohnen will, wenn sie hierher kommt... was für mich die Sache auch nicht unbedingt einfacher macht. Jemanden, der seit 30 Jahren alleine lebt und potentiell etwas eigenbrötlerisch ist, in einen Familienhaushalt mit 6 Personen einzubinden - ist, sagen wir mal, auch eine stetige Herausforderung.

Ach so - Besuche meiner Kinder bei meinen Eltern finden (eben aus den geschilderten Gründen) mittlerweile möglichst nicht mehr statt. Allerdings werden meine Kinder ja auch zunehmend größer, bekommen mehr mit - und haben hier ihr "Sozialleben", so dass sie gar nicht mehr oft zu meinen Eltern wollen...

Was den Vermieter betrifft - der wartet ab, dass meine Eltern ausziehen, und will dann die gesamte Wohnung kernsanieren - es ist eine wirkliche Top-Lage, und da rechnet sich das schon. Das Haus wird derzeit eh, Zug um Zug, entsprechend saniert, die Wohnung meiner Eltern dürfte die letzte sein, die noch aussteht...

Was den finanziellen Aspekt betrifft - ja, die 6.000 € pro Monat, die Du überschlägig angesetzt hast, Benedikte, könnten sich meine Eltern leisten, ohne zum Sozialfall zu werden - wenn sie denn wollten. Von daher - reich sind sie nicht, aber finanzielle Sorgen / Bedenken sind insoweit tatsächlich eher zweitrangig... auch wenn meine Eltern im Fall eines Falles dann vielleicht die monatliche Unterstützung für meine Schwester reduzieren müssten... aber das sind eh ungelegte Eier.

Der Pflegestützpunkt vor Ort hat übrigens 3 Mal die Woche Sprechstunde, vormittags von 10 bis 12 h...

Ach so, den Krankenhaussozialdienst wollte meine Mutter damals tatsächlich dazu holen, allerdings erst kurz bevor mein Vater entlassen werden sollte, aber so verwirrt war, dass meine Mutter Panik bekam... allerdings war der Dienst da nicht erreichbar und am nächsten Vormittag wurde mein Vater dann doch schon entlassen... an den Pflegestützpunkt hatte meine Mutter sich dann auch einmalig gewendet - aber dabei ist es dann geblieben, und so "geht es ja", wie meine Mutter findet.

Wenn's um Wollmäuse ginge, wäre ich glücklich...

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ja, richtig. Ich mag Leena aber, daher geht es mir eben näher,

Antwort von Leewja am 22.08.2014, 9:13 Uhr

wenn sie dadurch muss, als bei mir nicht bekannten Millionen anderen.

Kann man ja doof finden, ich neide dennoch dazu, bei lieben Bekannten eher konkret mitzuleiden....

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Re: Angehörige vor Ort bin bloß ich...

Antwort von Benedikte am 22.08.2014, 9:22 Uhr

Guten Morgen,

es ist ein Thema, das mich aus nachvollziehbaren Gruenden beruehrt und interessiert.

Hast Du mit Deiner Schwester mal drueber gesprochen? Damit meine ich jetzt nicht so zwischen Tuer und Angel, sondern richtig. Sitzend, geplant, mit Kalt/oder Heissgetraenke und dann von vorne bis hinten. Also, wie sseht Ihr das, was koennen wir machen, was wollen wir machen, wer spricht mit. Geschlossene Kinderfront ist viel Wert. Meine geschwister und ich haben das ausgesprochen selten, aber wenn wir alle zusammen um sie herum sitzten und JEDR das gleiche sagt, dann hoert sie hin. Faengt an zu weinen, was ich fuer Psychoterror halte, mir aber dann auch immer zeigt, dass sie verstanden hat. Das waere auch fuer Dich wichtig. Zum einen, damit Ihr eine Basuis habe, zum zweiten, damit Du nicht alleine kaempfst.

Und gerade wenn sie arbeits/ und familienlos ist, koennte sie doch umziehen?, oder? Wenn sie wollte, jedenfalls, aber daran scheint es ja zu mangeln.

Dass das geld da ist fuer ein Heim ist jedenfalls eine kolossale Beruhigung. Bei uns waere es eben genau so, es waere geld fuer ein gutes Heim da, aber die Unterstuetzung meiner Geschwister waere nicht mehr gewaehrleistet. Meine Mutter bezahlt ja das komplette Haus, mit allen Nebenkosten, das Auto meines Bruders als ihren Zweitwagen versichert, ihrem gefuellten Kuehlschrank, wuerde das wegfallen und mein Bruder zu Marktpreisen etwas anmieten muessen in unserer rheinischen Metropole, das waere ein Drama. Und meine Schwester hat, wie Deine, ihre gut bezahlte Vollzeitstelle im IT Bereich aufgegeben und unterrichtet ihr Hobby. Stundenweise. Und ist jetzt bei meiner Mutter festangestellt weil sie ja auch noch eine Krankenversicherung braucht. Genaue Summen nennt mir niemand, aber es ist schon erheblich. Wofuer im Gegenzug die Betreuung allerdings geregelt ist und bei allem Aerger eben so halbwegs laeuft.

Meine Mutter haengt eben total an unserem Haus, selbst gebaut. Ich habe ja durch unseren Anbau eine leicht emotionale Beziehung zu unserem Haus gekriegt, vor allem zum Garten und kann mich noch an das Jahr erinnern, in dem es gebaut wurde. mein Vater war jeden Mittag nach der Schule auf der Baustelle weil es keine Baurabeiter gab, die Neue heimat baute ja so unendlich viel damals.Und der Bau war taegliches Thema.In den Baedern haengen noch die Fliesen aus den Siebzigern, zweimal ordentlich, die sind auch fuer heute ok, aber im ensuite meiner Mutter sind die teile braun und dunekelgruen. Und abgesehen davon, dass es rechtlich nicht moeglich ist, sie gegen ihren Willen in ein heim zu setzen, meine geschwister auch dagegen sind, wuerde ich es nicht uebers Herz bringen, sie mit Mitte 70 zu entwurzeln.

der Spruch, dass man einen alten Baum nicht verpflanzt, hat seine berechtigung.

Jedenfalls, ich rate dazu, mit der Schwetser ein offizielles und verbindliches Gespraech zu fuehren. Und dann weitersehen.

Und- bei meiner Oma muetterlicherseits war das gleiche problem, mit grosser Gemengelage ihrer Kinder und Schwiegerkinder.Meine Eltern waren sich uneinig.In diesem wesentlichen Punkt und das war die groesste belastung ihrer langen, langen Ehe. Allen uebrigen Aerger von dass der eine zu spaet sei (Mutter), der andere nicht gekaemmt (Vater) oder so, das wurde immer schnellweggearmet. Aber diese Sache war eine echte Belastung fuer eine der im wesentlichen gluecklichsten Ehen, die ich je gesehen habe. Think of that.


Benedikte

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Re: objection, Leewja

Antwort von Benedikte am 22.08.2014, 9:38 Uhr

Leewja,
Du schreibst

""Leenas Eltern WOLLEN im dreck und Chaos und Messiehaushalt und kaputten Böden leben""

da widerspreche ich Dir. Sie leben in diesem Zustand weil sie ihn vermutlich zum einen aufgrund abnehmender Sinneskraefte nicht so deutlich wahrnehmen, zum zweiten aber weil sie ihn nicht beseitigen koennen aus eigener Kraft und aus Sorge davor, dass etwas oktroyiert wird beschoenigen sie ihn.

Sie koennen die Situation nicht selber beherrschen und haben angst vor veraenderung, vor allem vor welcher, die aussen ihnen befiehlt ohne dass sie noch Herr der Lage sind, was Entmuendigung gleichkommt.

Und soesehr es Menschen in den Fingern juckt, da zwangsweise einzugreifen, das halte ich fuer zumeist rechtlich nicht moeglich, so weit ist es noch nicht, aber auch fuer beziehungstechnisch schweirig.

Bin aufgrund persoenlicher Erfahrungen zu dieser Auffassung gelangt.

Benedikte

PS- auch von mir herzliche Glueckwuensche zur Fachaerztin. Gut gemacht.

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Re: Angehörige vor Ort bin bloß ich...

Antwort von Strudelteigteilchen am 22.08.2014, 10:04 Uhr

Auch wenn eine Unterbringung im Heim möglicherweise der "leichte" Weg wäre - man muß mMn anerkennen, daß sowas nicht immer "das Beste" für den zu Pflegenden ist.

Gerade, wenn Geld nicht so das große Problem ist, ist es vielleicht im Sinne eines Kompromisses besser, einen Mittelweg anzustreben, der es den Eltern ermöglicht, in der Wohnung zu bleiben.

Da regelmäßig eine Putzfrau kommt, vermute ich mal zwei Dinge: Erstens finden Deine Eltern es ja scheinbar nicht ganz grundsätzlich undenkbar, jemand "Fremdes" in die Wohnung zu lassen, der Zustand ist ihnen also nicht prinzipiell peinlich. Und zweitens können sie - zumindest auf der Ebene - Hilfe ein Stück weit annehmen.

Was ist das denn für eine Putzfrau? Kann man mit der reden? Ist das eine von der energischen, zupackenden Sorte, die auch mal Klartext reden kann (und als Außenstehende, ohne emotionale Verstrickung, dann auch eher gehört wird)? Könnte sie öfter kommen? Oder einmal im Monat ein paar Stunden extra, um "klar Schiff" zu machen? Kann man andere Dinge auslagern - peu á peu und sehr behutsam - und das den Eltern als "zusätzliche Putzkraft" *zwinker* verkaufen?

Meine Oma hatte eine Putzfrau, die mir ihr zusammen alt geworden ist. Das hatte Vor- und Nachteile. Der Vorteil war, daß sie irgendwann von der Putzfrau zur "Gesellschafterin" wurde, und meiner Oma damit gut tat. Der Nachteil war, daß sie die Staubmäuse selber nicht mehr sah. Zum Glück (für uns) war das Thema durch, bevor es von "nicht mehr so sauber" zu "völlig verdreckt" kippte.

Das mit dem zunehmenden Verdrecken ist ja auch deswegen schwer, weil man von außen die Brüche eher wahrnimmt. Das ist wie bei Kindern, die groß werden: Man nimmt als Mutter gar nicht wahr, wie aus dem Baby ein Schulkind werden konnte - aber die Tante, die das Kind nur ein Mal im Jahr sieht, streicht dem Kind über den Kopf und ruft: "Kind, was bist Du groß geworden!" Genauso ist es in der Wohnung ja nicht plötzlich dreckig, das ist ein Prozess, den man als Bewohner unter Umständen gar nicht richtig sieht. Denn es ist ja nicht dramatisch dreckiger als gestern, nur ein winziges bißchen.

Apropos meine Oma: Die lebte möglicherweise länger alleine in ihrem Haus, als objektiv "richtig". Letztendlich war das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wohl lebensverkürzend. Das war so nicht beabsichtigt, es war keine bewußte Entscheidung von uns, wir haben es aus diversen Gründen damals nicht gemerkt. Im Nachhinein haben wir uns manchmal Vorwürfe gemacht und uns gefragt, ob wir sie in ein Wohnheim hätten "zwingen" müssen. Vielleicht ist es reine Exkulpation, wenn wir uns heute - mehr als 10 Jahre nach ihrem Tod - einreden, daß es für sie schöner war, am Ende wenige Jahre in ihrem Haus statt viele Jahre in einem Heim zu haben. Aber so ganz grundsätzlich ist das doch eine berechtigte Frage: Was macht eine Lebenssituation "schlimm", und wer hat das Recht, diese Kategorisierung vorzunehmen? Sind objektive Maßstäbe das Nonplusultra? Oder darf man dem, der diese Situation im Endeffekt lebt, seine subjektiven Maßstäbe lassen? Gibt es eine Grenze? Und wo liegt sie?

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Oh, danke, ist ja schon fast nicht mehr wahr ;)

Antwort von Leewja am 22.08.2014, 10:16 Uhr

ich denke, leenas mutter ist noch NICHT an diesem Punkt, sie ist sogar noch teils berufstätig....


wie ich schon schrub: es gibt auch unter den geliebten alten unfassbar sture und schwierige menschen, und das ganz OHNE demenz...

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gerade dann

Antwort von Benedikte am 22.08.2014, 10:19 Uhr

kannst Du als Aussenstehender nichts machen, wen die betroffenen absolut geschaeftsfaehig und klar sind im Kopf, dann darf man ihnen und kann man ihnen wenig aufzwingen

fliesst aus dem Grundrecht der sog. allgemeinen Handlungsfreiheit. Man kann machen, was man will bis man die rechte Dritter geafehrdet. Und das dauert.......

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ja, eben, genau!

Antwort von Leewja am 22.08.2014, 11:25 Uhr

und das ist doch leenas dilemma: sie wird sich jetzt dran machen, die situaotion irgendwie in den griff zu bekommen und soweit wie möglich zu optimieren....aber wirklich machen kann man wenig, wenn die eltern es nicht wollen.

das heißt aber doch, ganz ohne rosa schleifchen etc., dass sie nun vor dem problem steht, ihre eltern in ekelhaften verhältnissen hausen zu sehen.

schön ist das nun mal nicht und da darf man drüber traurig sein als tochter.

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Re: ja, eben, genau!

Antwort von Benedikte am 22.08.2014, 11:42 Uhr

das sehe ich so genauso

es ist halt genau wie mit Kindern, man muss loslassen, akzeptieren

der Punkt zum Einschreiten, ab dem die Eltern sich nicht mehr widersetzten koennen, ist nicht erreicht

Zumal, Leena schrieb mehrfach, dass ihre Eltern immer schon etwas chaotisch veranlagt waren und sie schon als Kind sich nicht wohl gefuehlt habe zuhasue und keinen Besuch mitgenommen habe

da frage ich mich auch, wie die Zustaende TATSAECHLICH sind. Also ob Leena, die immer schon darunter gelitten hat, jetzt alles noch schlimmer findet und alles viel schlimmer ist ODER ob es zwar objektiv etwas uebler aussieht, aber eben vor dem Hintergrund, dass es nie pikobello war, nicht dramatisch anders ist.

In der Sache, ja-es ist nicht schoen und als Tochter darf man da traurig sein. Frage ist aber, ob man als Tochter gluecklicher waere, wenn die Eltern in einem tiip top Heim waeren und dort totungluecklich. Denn das habe ich auch verstanden, ihre Eltern sinds so zufrieden.

Benedikte

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Naja, "zufrieden" - das ist halt auch eine schwierige Frage....

Antwort von MM am 22.08.2014, 12:04 Uhr

... in solchen Situationen, finde ich. ES muss gar nicht mal ZUfriedenheit sein, sondern auch z.B. seit Jahrzehnten eingefahrene Beziehungsmuster - z.B. dass die Frau den Mann "bedient", sich von ihm alles mögliche einreden lässt und sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse vergisst/vernachlässigt. Dann ist sie nicht wirklich zufrieden, meint aber - wenn sie alle Logistik mit Einkaufen und Haushalt macht und womöglich mit der Zeit sogar einen Teil Pflege - das müsse so sein, sie tue ihre "Pflicht" oder anders ginge es nicht. Gerade wenn sie schon "immer" ein Problem damit hat, Hilfe oder überhaupt etwas (auch Geschenke etc.) anzunehmen. Und dass der Mann in dieser Situation zufrieden ist, ist auch nicht gesagt - er wird zwar "bedient", aber dadurch u.U. zunehmend passiver als es sein müsste, hat dann u.U. schlechte Laune durch sein Abhängigkeits- und/oder Minderwertigkeitsgefühl... die lässt er dann an seiner Frau aus, die tut und macht und es aber eh nicht wirklich recht machen kann... Das Ganze ist ja schon vor Ewigkeiten so entstanden und hat sich eingefahren.... :-/ UNd dann gibt es aber auch wieder Momente, wo sich beide zufrieden und vllt. sogar glücklich fühlen... Ist das nun der Masstab für Zufriedenheit? Die (wenigen?) Glücksmomente? Oder eher die alltägliche Anspannung, Erschöpfung, das ungleich verteilte Geben und Nehmen? Vielleicht würde(n) sie sich in manchen Momenten heimlich sogar wünschen, dass jemand das quasi für sie entscheidet, sie entlastet, eine Pflegekraft und/oder Hhaushaltshilfe anstellt - zwar gegen ihren Willen, aber letztendlich doch dankbar akzeptiert???? Aber das kann und will man ja natürlich nicht gegen ihren Willen machen, zumal es ja auch organisatorisch und finanziell nicht ohne ihre Kooperation geht...

Ich finde das wirklich schwer zu sagen, quasi von aussen, weil man in der Beziehung nicht drinsteckt (und dies auch nicht wollen würde, aber für die Betrteffenden ist es halt "normal")... Echt schwer....

Unten hat STT nochmal ein paar ganz grundsätzliche Fragen aufgeworfen, sehr treffend, finde ich.

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STT, das sind genau die Fragen, die so eine Situation aufwirft...

Antwort von MM am 22.08.2014, 12:16 Uhr

.. echt schwierig.

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Das sind sicher wichtige, richtige und gute Fragen

Antwort von Leewja am 22.08.2014, 12:20 Uhr

über die sich nachzudenken lohnt.

Im ganz konkreten Fall: ließet ihr eure Kinder in diese Wohnung?
Würdet ihr gerne zu Besuch sein?
Würdet ihr dort zusammen mit den Eltern essen?

Wenn Leena es hinnimmt, dass die eltern dort ihr leben so führen, wie sie es wollen, muss sie auch diese Fragen für SICH benatworten, muss weiter entscheiden, wieviel und welche art kontakt/besuche/ausflüge etc. sie den Großeletern mit ihren 4 Kindern lässt....und muss das dann ggü. der sehr schwierigen Muter (schon lange und auch undement und unalt schweirig) in einer eh angespannten Mutter-Tochter-Beziehung sagen.

ICH würde es nicht gut ertragen können, mein Kind auf ein solches Klo oder zum Kuscheln (und Leenas Kinder sind zumindest zum Teil noch im Kuschelalter) in ein solches Bett zu lassen.

Einen Konflikt wird es also eh geben.

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nee nee Leewja

Antwort von Benedikte am 22.08.2014, 12:42 Uhr

von deinen rhetorischen Fragen lasse ich mich nicht greifen.

So, wie Leena den Zustand der Wohnung beschreiben hat (die wir objektiv nicht kennen) und so, wie Du deine Fragen formuliert hst, ist ja voellig klar, dass jeder entsetzt nein schreit.

Ich wuerde ueberlegen, wie man eine positive Elternbeziehung AUSSERHALB der Wohnung erhalten kann. Also bspw die Eltern Sonntagnachmittags zum Kaffee einladen, Leena ist ja grosse Baeckerin. Von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr/ das ist ja die zeit, die man harmonisch verbringen kann.

Benedikte

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Früher - heute...

Antwort von Leena am 22.08.2014, 12:49 Uhr

"Zumal, Leena schrieb mehrfach, dass ihre Eltern immer schon etwas chaotisch veranlagt waren und sie schon als Kind sich nicht wohl gefuehlt habe zuhasue und keinen Besuch mitgenommen habe .. da frage ich mich auch, wie die Zustaende TATSAECHLICH sind. Also ob Leena, die immer schon darunter gelitten hat, jetzt alles noch schlimmer findet und alles viel schlimmer ist ODER ob es zwar objektiv etwas uebler aussieht, aber eben vor dem Hintergrund, dass es nie pikobello war, nicht dramatisch anders ist."

Doch, die Zustände sind tatsächlich schlimmer geworden.

Solange meine Großmutter noch lebte, hat meine Mutter immer, bevor ihre Mutter zu Besuch gekommen ist, ein Großreinemachen gestartet und säckeweise Müll rausgetragen, so dass es sicherlich nicht pikobello, aber eben "normal chaotisch" war. Meine Großmutter ist vor 12 Jahren gestorben - und seitdem gab es keinen Großputz, kein Großreinemachen und keine Müllsäcke mehr.

Außerdem ist es schlicht eine Frage der Zeit - eine Wohnung, an der 20 Jahre lang nichts an der Substanz gemacht wurde, keine Schönheitsreparaturen kein gar nichts, sieht m.E. schlicht weniger schlimm aus als eine Wohnung, an der mittlerweile gut 40 Jahre nichts gemacht wurde.

Früher gab es noch "Freiflächen" und ein bisschen Platz im Schrank, solange meine Großmutter noch lebte - jetzt wohnt die Kleidung, die in Benutzung ist, im Schlafzimmer auf den Sesseln und Kommoden, und mein Vater kämpft tapfer darum, seinen Schreibtisch freizuhalten und trug zumindest bis Anfang des Jahres regelmäßig alte Zeitungen und Papiermüll weg... tut er immer noch, aber eben in den Mengen, die er noch tragen kann... und das ist halt nicht viel. :-/

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falsch...ich glaube, leena und ihre eltern

Antwort von Leewja am 22.08.2014, 12:53 Uhr

verbringen einfach so schon nicht immer so eine positive zeit mieteinander, und das lange vor der "Entschuldigung" des Alters oder beginnender Demenz/Senilität schon.

Und das wird durch zunehmenden alterstarrsinn und echte körperliche probleme bei gleichbleibendem geist/charakter sicher nicht einfacher.

außerdem ist es doch eben leenas kummer, dass es DORT so schlimm ist!!!
Nicht hingucken/hingehen und nur noch im aufgeräumten eigenen zuhause (ohne patscher an den Fenstern ;)) eumgang zu pflegen, ändert doch nichts am grundproblem der schleichenden verwahrlosung??

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Re: Das sind sicher wichtige, richtige und gute Fragen

Antwort von Strudelteigteilchen am 22.08.2014, 12:58 Uhr

Das ist genau das, was ich oben mit der Rosa-Schleifchen-Lösung meinte, die es leider einfach nicht gibt: Ohne Konflikt wird das nicht ausgehen, so oder so.

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Re: falsch...ich glaube, leena und ihre eltern

Antwort von Benedikte am 22.08.2014, 13:00 Uhr

ja, das aendert nichts an den objektiven Zustaenden ABER man ist entspannter

vor allem- ich habe das Eltern Kind verhaeltnis immer als ziemlich normal empfunden, mit Hoehen und Tiefen. Wenn es aber schlecht war, wird es jetzt nicht besser.

und ich sage ja, dass Leena schlucken soll, dass sie da gegen ihre Eltern nichts machen kann und schauen, was sie bewahren kann

aber ja, am schlimmen Urzustand- und sie hat gerade oben ja nochmal details geposted, ich ruecke also ab von meiner Ueberlegung, dass es objektiv nicht so schlimm ist, hoert sich UNERTRAEGLICH an- aendert es nichts

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P.S.

Antwort von Strudelteigteilchen am 22.08.2014, 13:26 Uhr

Meiner Ansicht nach sind es ja ZWEI Konflikte - und vielleicht hilft es, wenn man die beiden trennt (auch wenn sie natürlich nicht wirklich sauber zu trennen sind):

1. Wie schützt Leena ihre Kinder (und sich?) vor den gesundheitsgefährdenden Zuständen in der Wohnung ihrer Eltern?

2. Wie läßt sich der Zustand der Wohnung verbessern?

Ich würde mich - so wie Benedikte es ja schon beschrieben hat - erstmal auf den ersten Konflikt konzentrieren. Der wird auch nicht friedlich ablaufen, aber er ist vielleicht einfacher zu führen, weil Leena sich auf die Bedürfnisse ihrer Kinder konzentrieren kann. Ich jedenfalls habe schon mehrfach die Erfahrung gemacht, daß ich für meine Kinder besser "kämpfen" kann als für mich oder jemand anders, da halte ich mehr Streit, Diskussionen und Ärger aus.

Vielleicht - gaaaaanz vielleicht, aber man darf ja hoffen - führt eine Klärung an der Baustelle ja dazu, daß sich kleine Einsichts-Fitzelchen bei Leenas Mutter breitmachen, was dann wiederum zu Fortschritten im zweiten Konflikt führen KÖNNTE.

So oder so: Keine rosa Schleifchen, nirgends..... Leider......

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Ja, ich denke auch, dass der Löwenmutter-Aspekt

Antwort von Leewja am 22.08.2014, 14:21 Uhr

da viel mobilisieren kann an Resilienz ggü. mütterlcihem Beleidigtsein ;)

und auch die zwei Konfllikte sind sicher zu unterscheiden! Stimme zu

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Ja, es sind zwei Konflikte...

Antwort von Leena am 22.08.2014, 15:18 Uhr

1. Wie schützt ich meine Kinder vor den m.E. gesundheitsgefährdenden Zuständen in der Wohnung meiner Eltern?

und

2. Wie läßt sich der Zustand der Wohnung verbessern?

Im ersten Punkt bin ich ja im Grunde in letzter Zeit schon einigermaßen weitergekommen - im zweiten halt nicht...

Besuche der Enkel übers Wochenende finden schon länger nicht mehr statt. Kind1 hat sich schon eine Weile ausgeklingt, weil es eben hier das soziale Umfeld, Freunde und Clique, hat. Mittlerweile ist auch Kind2 soweit, dass es am Wochenende lieber hier was mit Freunden unternimmt, als zu den Großeltern zu gehen. Kind3 findet es ohne Kind2 bei den Großeltern sowieso langweilig... und Kind4 hängt zwar an den Großeltern, ist aber tatsächlich lieber hier bei seinen Geschwistern und uns. Von daher - wollen die Kinder nicht mehr so wirklich, dremmeln auch nicht - und damit geht dieser Bereich eigentlich schon.

Zum Geburtstag meines Vaters lade ich meine Eltern zu uns ein (und backe), okay, zu ihrem Geburtstag lädt meine Mutter ein - aber den Kuchen holen sie dann vom Konditor, Lebensmittel aus dem Kühlschrank kann man also umgehen - geht noch, finde ich. Bleibt allenfalls noch ein Mittagessen zu Weihnachten - und da kocht mittlerweile zum Teil meine Schwester - also landet da zumindest keine verschimmelte Zitrone in der Soße oder so.

Was noch ein Punkt ist, sind Autofahrten der Enkel mit den Großeltern. Meinen Vater halte ich nur noch bedingt für verkehrstauglich, allein schon, weil er den Kopf nur noch in eine Richtung drehen kann, und das auch nur ganz langsam. Kind1 hat mal erzählt, es fürchtet sich, wenn es beim Großvater mitfährt, Kind2 schilderte mal ein paar konkrete Situationen, wo es den Großvater als "nicht mehr verkehrstauglich" empfand - von daher habe ich da dringenden Handlungsbedarf gesehen, ja. Wenn also irgendetwas ist, fahren wir die Kinder, mit Begründung xyz, warum es sich gerade so anbietet - bei Kurzstrecken-Fahrten auf Familien-Ausflügen (wo die Kinder mal mit dem, mal mit dem Auto mitfahren) fährt mittlerweile meine Mutter, nicht mehr mein Vater. Zum Glück sieht meine Mutter diesen Aspekt auch so wie wir - also kann man da unauffällig arrangieren, ohne große Reden zu schwingen oder Drama und Eskalation.

Allerdings haben wir diesen Ist-Zustand auch nicht mit langen, ernsthaften, konfliktbeladenen Gesprächen zum Ursprungs-Thema erreicht, sondern mehr "nebenbei", "ergibt sich halt so" etc. Klar ist das irgendwo feige... aber, ehrlich gesagt, vergleichsweise nervenschonend. :-/

Am zweiten Konflikt hänge ich jetzt eben innerlich fest... die Beratungsstelle für Angehörige will ich angehen, mal schauen, ob sich da noch etwas ergibt.

Ach so - mit der Putzfrau komme ich nicht weiter. Sie ist eine Bekannte meines Vaters, hat früher bei ihm im Amt geputzt und seit Jahren eben auch noch zu Hause, aber für sie ist er immer noch "Chef" und "Herr Doktor"...

Und - ja, ich finde es - vergleichsweise - viel einfacher, meine Kinder da irgendwie vor der dreckigen Wohnung, dem Essen dort (und den Autofahrten) zu "schützen", als irgendwie etwas im alltäglichen Lebensumfeld meiner Eltern anzugehen...

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Re: Meine Eltern werden alt... (sehr lang)

Antwort von Feuerpferdchen am 22.08.2014, 15:36 Uhr

Ich würde immer sagen, lass es einfach laufen, guck manchmal weg, Deine Sauberkeit ist nicht deren Sauberkeit. Aber solange die beiden sich noch haben, solltest Du nicht großartig mitmischen, vielleicht in kleinen Dingen helfen, Papierkiste aufstellen und ggf. entleeren, Klo reinigen, Wäsche auf dem Dachboden aufhängen. Helfen bei Sachen, die Deinen Eltern schwerfallen. Sie haben sich und das ist gut so. Irgendwann, wenn Schmerzen kommen oder gar nichts mehr geht, dann werden die automatisch auf Dich oder den Arzt oder Pflegedienst zukommen.
Meine Freundin ist ähnlich belastet, ihre Mutter ist scheinbar dement, aber nicht zum Doc zu bekommen, der Vater meckert mit der Mutter, versteht nicht, warum sie ständig alles vergisst. Aber er sagt auch, dass es trotzdem klappt und er wünscht keine Einmischung. Und ich finde, er hat recht. Solange er so leben möchte und die Mutter auch, müssen sie das auch dürfen.
Auch bei Streifen im Bett und Pipigeruch in der Luft und gammeligen Lebensmitteln usw., man muss sowas aushalten lernen.
Der Tag, wo beide oder der übriggebliebene Elternteil plötzlich oder geplant Hilfe benötigen, kommt irgendwann. Und aus Erfahrung kann ich nur sagen, genieß die Zeit, wo sie zuhause einigermaßen alleine zurecht kommen.
Wie alt sind eigentlich die Kinder, so schlimm, das Kinder gefährdet sind, wird es doch bestimmt nicht sein, sonst wär die Putzfrau doch auch schon weggelaufen ;-)

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Re: Ja, es sind zwei Konflikte...

Antwort von Strudelteigteilchen am 22.08.2014, 15:54 Uhr

Ach, ich finde diese "Nebenbei-Konfliktumgehung" gar nicht feige, sondern pragmatisch. Weil sie eben auch hilft, Gesichter zu wahren. Man muß nicht alles en detail ausdiskutieren.

Dein Vater darf so tun, als ob er eigentlich noch autofahren kann und es sich nur nicht mehr ergibt. Deine Mutter darf so tun, als ob Du ihr nur Arbeit abnimmst, indem Du den Geburtstagskuchen für Deinen Vater bäckst. Einsicht, Erkenntnis... dürfen auch durch die Hintertür kommen.

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Ganz genau!

Antwort von lastunicorn am 22.08.2014, 16:37 Uhr

Es geht doch voran... dass es einen direkt ins Ziel führenden Rundumschlag gibt, der all deine Sorgen in einem Zug beseitigt, ist eher unwahrscheinlich. Leena, was du da schilderst, zeigt doch, dass deine Eltern überhaupt nicht kompromissunfähig sind... sie bewegen sich, wenn auch nicht so schnell und gerade aus wie du es gerne hättest.

Jahrelang schilderte eine befreundete Kollegin, wie sich die Situation ihrer Eltern verschlechterte. Die Beschreibung der Autofahrten der beiden nicht mehr so rüstigen Rentner haben sowohl Grusel alsauch unbeholfene Lachsalven verursacht... "Verkehrsgefährdung" war da noch untertrieben. Es war schwer für die Tochter und deren Bruder war keine große Hilfe, weil er sowohl räumlich alsauch zeitlich selten präsent sein konnte. Jede kleine Veränderung wie bspw. Putzhilfen oder Pflegedienst war mit einer langen Geschichte verbunden... aber die Entscheidungen fielen dann immer erstaunlich schnell durch irgendwelche Auslöser. Als die beiden alten Herrschaften sich endlich entschlossen hatten, ihr Haus aufzugeben und ins betreute Wohnen in den Wohnort der Tochter zu ziehen, ging Alles plötzlich sehr schnell... eine Wohnung finden, umziehen und das Haus auflösen dauerte nur wenige Monate. Die Beiden wollten weder ihre Selbstständigkeit noch ihr selbst entworfenes und gebautes Haus aufgeben... bis sie selber endlich subjektiv wahrnahmen, dass es so nicht mehr weiter ging. Ich habe die Kollegin für ihre Geduld sehr bewundert, denn sie selber musste sich auch ganz schön strecken bis ihre Eltern (endlich) den Schritt ins betreute Wohnen vollzogen. Die vielen, vielen "Umleitungen", die der strenge Vater gehen musste, bis in ihm die Erkenntnis ausgewachsen war, dass es nicht mehr wie zuvor weiterging, haben am Ende mit ihren vielen Schnörkeln doch zum Ziel geführt.

Ach, und... das Haus der Eltern der Kollegin wurde letztes Jahr abgerissen, weil die Substanz nicht mehr so prall war.

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aber auch solche sachen wie "Verkehrsgefährdung" ....die machen einem doch sorgen

Antwort von Leewja am 22.08.2014, 16:54 Uhr

wenn nun der eigentlich nicht mehr fahrtüchtige Vater einen unfall baut, ist das ja NICHT nur sein problem....er gefährdet ja massiv andere....


ich finde es irgendwie zu einfach, so zu tun, als sei alles rosa. solange man den eltern nur die würde lässt.

es gibt imemr wieder punkte, da MUSS man eingreifen, auch wenn es nicht auf wohlgefallen stoßen mag.

Das ist vielleicht bei leena noch nicht so, aber früher oder später wird es notwendig, "was zu tun" und sie fragt doch eigentlich sehr vorsichtig udn entt, WAS sie tun kan (und spricht nicht im geringsten von "sofort und auf der stelle entmündigen lassen und ins heim"

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Ja natürlich...

Antwort von lastunicorn am 22.08.2014, 18:08 Uhr

Wieso schriebst du "aber"? Genau das habe ich dich von der Kollegin geschildert...

Ehrlich gesagt, empfinde ich einige Punkte in dieser Diskussion extrem aufgebauscht... es gibt Bilder von Wohnungen hier im RUB, die schlimmer aussehen als Leenas Beschreibungen im AP ausfallen. Und da leben junge Mütter mit ihren Kindern drin, die noch ihr ganzes Leben vor sich haben. Wie oft wird im Hauptforum gefragt, ob man dieses oder jenes in einem bestimmten Alter oder Zustand noch essen könnte, wo sich mir schon bei der Beschreibung der Magen umdreht... und auch das steht immer im Bezug zu den Kindern der fraglichen User. Ein Beispiel aus dem RL hat mich auch mehr als verwundert: es ist offensichtlich immer noch absolut üblich, Essensreste über Nacht ungekühlt im Backofen zu lagern - dass sie es so halten, haben mir vor ein paar Wochen noch einige Damen im Brustton der Überzeugung klar gemacht, die jünger als ich sind. Gut... muss ja jeder selbst wissen. Bei denen kommt garantiert keiner auf die Idee sie ins betreute Wohnen zu schicken.

Kurz, ich ahne ungefähr, wie sich die schon immer vorhandene Diskrepanz zwischen den Sauberkeitsstandards zwischen Eltern und Kind anfühlt. Auch meine Mutter sieht das Alles deutlich anders als ich. Da ist es eben unumgänglich, von Vornherein Absprachen zu treffen. Damit um die Ecke zu kommen, wenn die Eltern langsam aber sicher auch den eh schon niedrigen Standard abrutschen lassen, ist nicht nur zu spät, sondern klingt für mich eher nach etwas, was ich besser nicht ausschreibe...

Zu den angesprochenen drei Stunden pro Woche... nun... man KANN eine Menge schaffen, organisieren oder deligieren, muss es aber nicht (wollen) - wobei ich das "nicht wollen" schon eher nachvollziehbar finde als ein Zeit(pseudo)argument. Entweder, man möchte einen gemeinsamen Weg finden und nimmt es auch an, dass der Weg steinig wird oder man kann nicht über seinen Schatten springen, was auch wieder ok ist, und zieht für sich und seine Kinder andere Wege vor bis die Altvorderen weit genug sind, um Entscheidungen zu fällen. Die Selbstbestimmung der Eltern zu akzeptieren bedeutet ja wohl nicht, die eigene an den Nagel zu hängen.

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ich hatte es mehr als "amüsant schockiert hinnehmend" empfunden

Antwort von Leewja am 22.08.2014, 18:23 Uhr

ich persönlich mag aber nicht sterben, weil irgendwelche senioren noch fahren.

ich will keineswegs jedem über 70 den Führerschienwegnehmen, gar nicht, aber es gibt echte verlehrsgefährdung diurch alte mesnchen, das ist doch so...und auch da muss man dann evtl. übergriffig werden und sich einmischen und die selbstbestimmtheit in frage stellen....fidne ich.


und nochmal: leena redet doch gar nicht von betreutem wohnen??? sie redet von Pflegedienst, haushaltshilfe, betreuung im alltag?

und: wenn mein eigenes Kind mit 25 in einem kotverschmierten bett und Bad leben würde, wäre ich schon sehr erschüttert und würde nachdenken, ob man das "so lassen" kann und ob meine enkel (seine kinder...) dann da gut aufgehoben wären...

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Ich glaube, du verdrehst da jetzt aber etwas extrem...

Antwort von lastunicorn am 22.08.2014, 19:59 Uhr

Wenn dein Sohn ein Kind in einer zunehmend verwarnten Wohnung Leben lassen würde, wäre definitiv ein Dritter benachteiligt und DANN ist die Ausgangslage eine völlig andere... die Konsequenzen aus dem "Übergriff" auch.

Die von mir eingebrachte Geschichte mit den Eltern der Kollegin wurde gelöst, ohne dass jemand zu schaden kam... zum Glück für alle Beteiligten und Unbeteiligten. Aber eben nicht auf einem direkten Weg... die Angehörigen haben sich darum gekümmert ohne brachial vorzugehen: der eingeweihte Optiker hat seine Arbeit ordentlich und dem alten Herrn geschickt klar gemacht, dass er nicht mehr fahren darf. ;-) Ohne Hilfe und etwas Aufwand geht es eben selten.

Ich denke, es gibt unendlich viele Möglichkeiten, in denen Leenas Eltern sanft auf eine andere Schiene gesetzt werden könnten, ohne ihnen ihre Selbstbestimmung und Würde anzugreifen. Sie müssen noch viele, viele kleine und größere emotionale "Katastrophen" durchleben bis sie mehr Hilfe annehmen können. Da gibt es selten eine Abkürzung... außer vielleicht einer biologischen Lösung, wie sie von Leenas Schwester in den Raum gestellt wurde. Man kann sich wünschen, weniger involviert und eingespannt zu werden, aber vermeiden kann das doch wirklich nur, wenn man sich weitestgehend ausklinkt.

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nein, ich meinte, weil du andere zustände in den

Antwort von Leewja am 22.08.2014, 20:36 Uhr

gezeigten wohnungen junger userinnen ebenso schlimm oder schlimmer findest, als das von leena beschriebene.

und wenn mein kind in den zuständen von leenas eltern leben würde, würde ich mich schon anders füphlen, als wenn es rummelig und unaufgeräumt oder sogar schmutzig ist. Fäkalien sind eine andere sache, sowohl in sachen "art des schmutzes" als auch im hinblick auf den grad der "verwahrlosung", die man als mensch mit sich geschehen lässt.

Ich finde es äußerst bewundernswert und gut, wenn es jemadnem (dir, oder wem anders) gelingt, da geduldig und liebevoll und feinfühlig und so weiter eine gute lösung zu fidnen.

ich glaube aber, dass es dafür sowoghl einen bestimmten Charakter bei dem, dem geholfen werden soll wie auch bei dem, der helfen will bedarf.

ich habe zweifel, dass das im genannten fall so ist. bei mir wäre es keineswegs so.

vielleicht ist das in einem idealen, von beiden seiten von sehr liebevollem und respektvollem umgang geprägten Eltern-Kind-Verhältnis gut möglich und dann auch sehr wünschenswert.

Aber ich denke, Leena jetzt vorzuwerfen, sie würde es falsch und zu brachial und mit Abschiebung der Eltern ins Heim und mit Entwürdigung der Eltern machen, halte ich für 1. falsch und 2. unfreundlich, weil leena ein sehr lieber und freidfertiger mensch ist, der stets bereit ist, für alle harmonie zu sorgen....das hat sie schlicht nicht verdient.

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Re: nein, ich meinte, weil du andere zustände in den

Antwort von Hase67 am 22.08.2014, 23:10 Uhr

Hallo Leewja,

ich gebe Dir Recht und glaube in diesem speziellen Fall, dass man Leena eher in einer energischeren Gangart gegenüber ihrer Mutter bestärken sollte. Die Mutter ist ja nicht (jedenfalls meines Wissens nicht) dement oder altersstarrsinnig, sondern seit jeher eine eher herrische Person. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Leena ihr gegenüber dieses konfliktvermeidende und ausweichende Verhalten an den Tag legt. Fakt ist für mich nach den Beschreibungen, die ich bisher gelesen habe, dass die Mutter gerade aus der Angst heraus, Kontrolle abzugeben und sich dem Nachlassen ihrer Kräfte zu stellen, Entscheidungen trifft oder regelrecht VERFÜGT, die auch den Vater und Leenas Kinder zu gefährden drohen. Da DARF Leena einfach nicht weiter zuschauen, sondern braucht dringend professionelle und vor allem resolute Hilfe. Von Seiten der Schwester sehe ich das nicht, die fühlt sich nicht verantwortlich genug...

LG vom Lago

Nicole

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Habe ich IHR das vorgeworfen?

Antwort von lastunicorn am 23.08.2014, 10:00 Uhr

Es ging mir um einige "Empfehlungen" in diesem Thread.

btw. Zum Thema abgelaufene Lebensmittel im Kühlschrank und die Überlegung, ob man noch etwas essen könnte, was im Juni abgelaufen war, hat PK gestern wie auf Zuruf einen Beitrag im Hauptforum gepostet... und gena diese Dame hat schon oft mit ihrer Ungeschicklichkeit in Sachen Ernährung für Aufreger gesorgt. Und? Ihr Sohn lebt immer noch bei ihr...

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Re: Habe ich IHR das vorgeworfen?

Antwort von Leena am 23.08.2014, 10:19 Uhr

...und deshalb würdest Du Deinen Nachwuchs guten Gewissens zum Spielen mit PK's Jungen in ihre Wohnung schicken und keine Bedenken tragen, dass er dort seit über 2 Monaten abgelaufenen Schoko-Pudding aus dem Kühlschrak bekommt..? Das wäre doch dann (zumindest zum Teil) die Frage. Und bitte keine Antwort im Stile von "Fertigpudding würden meine eh nicht essen"... *seufz*

Dass meine Mutter (schon immer) sehr schmerzfrei abgelaufene Joghurts etc. isst, ist ihre Sache. Bei Marmelade, bei der regelmäßig die größte Ladung Schimmel oben abgekratzt wird... finde ich es eklig. Auch wenn meine Kinder die eh nicht essen würden (s.o.)... Bei Zitronen, die offen auf der Zitronenpresse im Kühlschrank stehen, und dick mit Schimmel überzogen sind, der sich entsprechend frei im Kühlschrank verbreiten kann - wird mir jedenfalls anders. :-(

Und das ist einfach etwas, was ich weder für meine Kinder noch für mich guten Gewissens haben will...

Und das hat NICHTS damit zu tun, ob PK längst abgelaufenen Pudding isst oder andere ihren Auflauf und co. über Nacht im Backofen aufbewahren.

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Re: Habe ich IHR das vorgeworfen?

Antwort von Sunny76 am 23.08.2014, 12:28 Uhr

Ich kann mich da nur Hase anschließen. Es wird Zeit, etwas energischer zu werden. Meiner Meinung nach geht es so nicht weiter. Es ist nicht Deine Sache, da einen auf Haushaltshilfe zu machen.
Was ist denn, wenn Du zusammen klappst? Oder selber in Behandlung musst wg chronischer Überlastung?

Ich habe auch ein schwieriges Verhältnis zu meiner Mutter bzw fast schon keins mehr. In meiner Familie werden Probleme auch gern unter den Tisch gekehrt anstatt angesprochen. Also kann ich Dich sehr gut verstehen.

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Also bzgl. des Autofahrens - das würde ich auch ernstnehmen....

Antwort von MM am 23.08.2014, 13:45 Uhr

... wenn es wirklich verkahrsgefährdend ist. Ich würde ihn zum Arzt schicken (energisch überreden, ruhig auch drastische Beispiele wähhlen usw.) um sich durchchecken zu lassen, ob er noch fahrtüchtig ist. Denn es stimmt schon, dass dadurch ja aucn andere, Unbeteiligte gefährdet werden!

Ansonsten denke ich auch, dass sich manche Dinge mit der Zeit lösen bzw. die Betreffenden auch auf Umwegen zu Erkenntnissen gelangen können, die man ihnen zwar schon lange nahegelegt hat, es aber halt erst nach einiger Zeit wirklich "klick" macht...

Kotverschmierte Betten usw. fände ich aber schon krass, da würde ich eingreifen wollen, ob es sich nun um junge oder alte Familienangehörige handeln würde...

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