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Geschrieben von timeri am 03.02.2005, 0:07 Uhr

Geschlechtsumwandlung: eure Meinung?

Beziehe mich auf ein Posting aus dem RuB Forum in dem es hieß:

"Ich habe hier ja schon mehrmals gepostet, daß aus meinem Bruder eine Schwester wird!
Und heute bekam sie den Bescheid über die Kostenübernahme der OP. Und vom KH kam heute abend noch der vorläufige OP-Termin: voraussichtlich Oktober/ November.
Wie es so aussieht, wird sie den nächsten Jahreswechsel schon "ohne das Gebaumel zwischen den Beinen" machen können.
LG Dorilys"

Wie ist eure Meinung dazu?

glg timeri

 
19 Antworten:

schni-schna-schappi.....!

Antwort von sterntaler am 03.02.2005, 1:17 Uhr

nunja, des menschen wille ist sein himmelreich und wenn er sich in seinem körper als mann nicht wohlfühlt, naja...vielleicht ist dann eben doch die "option frau" für ihn besser??!!
wer weiß wer weiß! :o)

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Warum nicht?

Antwort von Lady Mamalot am 03.02.2005, 7:55 Uhr

Der Vergleich hinkt zwar etwas, aber wenn man graues Haar bekommt und sich nicht wohl fühlt, dann tut man ja auch was dagegen.

Ich habe gerade deine Postings drüben gelesen. Ich kann dich auch irgendwie verstehen, bei unserer KK werden im Moment alle Möglichen Sachen abgelehnt, die garantiert weniger kosten als so eine OP.
Aber auf der anderen Seite muss man vielleicht auch die Umkehr-Rechnung machen: Die Therapie der Depressionen etc. würde ja gar kein Ende nehmen und wäre damit auf Dauer teurer werden,als diese OP. Das Leben das diese Frau (noch Mann) hat ist bestimmt nicht einfach. Ich habe vor einiger Zeit mal ein Buch von einem "Ex-Mann" gelesen, es war schon sehr bedrückend wie wenig Toleranz ihr entgegen gebracht wurde, aber auch beeindruckend mit welcher Kraft sie das alles durchgestanden hat.

Alles in allem kann ich dazu vor allem eins sagen: Gut das ich mich in meinem Körper (im grossen und ganzen) wohlfühle!

Gruss Thekla

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Wo ist Dein Problem?

Antwort von Jari am 03.02.2005, 7:57 Uhr

Hi,

ich verstehe nicht wo Dein Problem ist, bei der Umwandlung an sich oder bei der Kostenübernahme?

Zu der Umwandlung an sich kann ich nicht so viel sagen, weil ich noch nie jemanden kennen gelernt habe, der ein solches "Problem" hat. Ich denke aber, es muss für einen Menschen garuenvoll sein, immer zu meinen, man ist im falschen Körper. Die Kriterien um zu so einer Umwandlung zu kommen, sind ja auch sehr hoch angesetzt. Man muss, mein ich jedenfalls mal in einer Reportage gesehen zu haben, ja mindestens 1 Jahr als Frau leben. Da trennt sich wohl schnell die Spreu vom Weizen, weil ob man mit den Anfeindungen leben kann, denen man auch oder gerade in der heutigen Zeit ausgesetzt ist, ist wohl relativ schwer. Wenn er/sie damit glücklich ist, ist es doch in Ordnung. Ich denke nur jemand der dieses "Problem" nicht hat, kann sich gar nicht da hinein versetzten.

Zur Kostenübernahme kann ich nur sagen, ich habe kein Problem damit, da finde ich anderes wesentlich schlimmer. Z.B. dass sich Mütter Medikamente auf den Namen ihrer Kinder verschreiben lassen, damit sie die Zuzahlungen nicht zahlen müssen, dass sich schwangere Frauen sobald sie die Schwangerschaft vom Arzt bestätigt bekommen haben, krank geschrieben werden wollen (Aussage meines Arztes; nichts gegen die, wo es medizinisch notwendig ist, meine Freundin war auch 6 Monate krank geschrieben und musste streng liegen), z.B. auch wie Tipps zu Mutter-Kind-Kuren gegeben werden, also was man sagen muss, damit man eine bekommt (auch hier nichts gegen die, wo es medizinisch notwendig ist, meine Ärztin hat mir auch zu einer geraten, aber nicht diese Mentalität die wird doch bezahlt, also will ich auch alle, ich glaube, 4 Jahre eine solche Kur haben).
Es werden doch auch Schönheitsop´s bezahlt, also wenn jemand sehr viel abgenommen hat, und sich die Haut nicht dementsprechend zurückgebildet hat, kann er unter Umständen diese OP bezahlt bekommen.

Ich kann also Dein Problem damit nicht verstehen, hier wird einem Menschen geholfen, damit er wieder glücklich durch das Leben gehen kann. Und letztendlich ist das doch das wichtigste, dass man glücklich ist. Ich weiss auch, dass das nicht immer der Fall ist, aber dann arbeitet man daran, dass man dahin kommt. Gesprächstherapien etc. werden ja auch von Kassen übernommen.

LG Janet

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Ich meine:selbst zahlen oder die KK?

Antwort von timeri am 03.02.2005, 8:25 Uhr

mich würde mal interessieren,ob ihr dafür oder dagegen seid,daß die kassen die kosten solcher op's übernehmen oder ob der betroffene angesichts der ohnehin leeren kassen das selber tragen sollte.

glg timeri

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Re: Ich meine:selbst zahlen oder die KK?

Antwort von kruemel2001 am 03.02.2005, 8:49 Uhr

Hi!
Die Genehmigung wird sie nicht von jetzt auf gleich bekommen haben. Sooo einfach ist es dann auch nicht, eine Kostenübernahme zu bekommen. Für die Betroffenen ist das noch ne zusätzliche seelische Belastung, also nicht nur, das Gefühl im falschen Körper zu stecken, sondern auch das Gerenne von einem Gutachter zum nächsten.
Dann müsstest Du z.B. auch den Wunschkaiserschnitt anführen, ich denke, der wird wesentlich häufiger gemacht, als ne Umwandlung und wird auch von den Kassen bezahlt.
Wie schon geschrieben wurde, die OP zu übernehmen ist für die Kassen billier als lebenslange Therapie zu zahlen oder soll man drauf hoffen, das derjenige aus dem Fenster springt, sich vor den Zug wirft oder ähnliches, weil er nicht mehr kann? So wäre die Belastung für die Kassen natürlich geringer.
Ich denke, was unser Gesundheitssystem zerstört, sind nicht die wenigen Umwandlungen die bezahlt werden, sondern viele, teilweise unnötigen Untersuchungen und OP´s die gemacht werden. Wenn ich meine Schwiegis sehe, die rennen fast täglich zu nem anderen Arzt, weil sie unbedingt ne niederschmetternde Diagnose hören wollen, die nicht gestellt wird, weil die beiden, bis auf normale Alterszipperlein kerngesund sind und von mir verlangen sie dasselbe, wenn Basti nur mal kurz niest, und dann natürlich leich zum Spezialisten, er könnte ja todkrank sein *grr*
Selbst wenn ich von 2 unabhängigen Ärzten dieselbe Diagnose habe, soll ich ihn auch noch zu nem 3. und 4. schleifen. Und davon gibt es sicherlich noch viel mehr Leute. Die KK sollten endlich unterscheiden zwischen nötigen Untersuchungen und Behandlungen und den absolut überflüssigen und die müssten den Leuten dann auch in Rechnung gestellt werden ( die unnötigen natürlich).
Ich finde es ok, wenn sie Umwandlungen tragen.
LG Susi

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Re: Ich meine:selbst zahlen oder die KK?

Antwort von LiLsweetMAMA am 03.02.2005, 8:49 Uhr

Also so einfach ist das ja sowieso mit der KK nicht! Man muss erst nachgewiesen für eine gewissen Zeit eine Hormonbehandlung machen usw. Es wird von den Kassen also schon nicht einfach leichtfertig mal eben ne Geschlechtsumwandlung bewilligt und dann nach nem halben Jahr will SIE wieder ein ER sein! Da steckt schon einiges an "Vorarbeit" drin!

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TOTAL!

Antwort von titu am 03.02.2005, 9:55 Uhr

Magenband wird übernommen
Kosmetische /psychische Brustaufbau(OHNE KÖRPERLICHE KRANKHEIT)wird übernommen...

Und der der die arschkarte hatte im falschen körper geboren zu sein soll pech haben???

Nene o eine op ist imme sehr gut überlegt.

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Re: Ich meine:selbst zahlen oder die KK?

Antwort von Schwoba-Papa am 03.02.2005, 10:00 Uhr

Bei medizinischer oder psychischer Indikation soll die KK zahlen !

Grüßle

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Re: Geschlechtsumwandlung: eure Meinung?

Antwort von 6869ers am 03.02.2005, 10:01 Uhr

Also mir tun die Leute einfach nur leid. Und das meine ich ganz ehrlich. ich stelle es mir sehr traurig vor, wenn man sich nie in seinem Körper wohlfühlet und solche gravierenden Eingriffe vornehmen lassen will oder muss. Und dann die ewigen , evtl. versteckten, evtl. auch offenen, Anfeindungen von allen Seiten, der ewige Kampf, bis eine OP durchgesetzt ist, die Schmerzen....:-(
Ich frage mich, wie es soweit kommen kann - und welchen Beitrag die gesellschaft dazu leistet.
Ich denke, wenn er oder sie sich so dringend eine OP wünscht, ist das sein/ihr gutes Recht, und ich beurteile einen Menschen immer möglichst nach seinem Verhalten und Charakter - aber der Weg, den diese Menschen gehen, ist superhart. Daher meine Anteilnahme - cool kann ich das auf keinen Fall finden.

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Warum diese Frage???

Antwort von maleja am 03.02.2005, 10:16 Uhr

Da gehts doch nicht um eine Schönheitsoperation. Sondern um "psychische Gesundung". Jede Therapie wird bezahlt, alle "normale" Op, die wichtig sind, dass ein Mensch wieder gesund wird. Warum soll diese OP nicht übernommen werden?
Diese Frage kann eigentlich nur jemand stellen, der keine Ahnung davon hat. Und im Grunde seines Herzens sowas nie akzeptieren kann.
Denn, wenn Du Dich mal wirklich mit solche einer Problematik auseinandergestzt hättest, wärst Du nie im Leben auf diese Frage gekommen.

Silvia

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Warum nicht...

Antwort von Suschi am 03.02.2005, 10:39 Uhr

Also ich finde es gut, dass die Kasse das zahlt. Und das tut sie ja auch erst nach reichlicher Prüfung und Überlegung. Da kann ja nicht jeder kommen, und eine Operation bekommen.
Ich meine, den Kassen geht es doch gar nicht schlecht. Die machen schon plus ohne Ende. Habe gestern erst einen Bericht gelesen.
Außerdem werden andere OP´s wie Magenband, Ohren anlegen und so weiter auch von der Kasse bezahlt. Warum denn dann nicht eine Geschlechtsumwandlung, die für manche Menschen die einzige Lösung ist. Sie sind im falschen Körper geboren und kommen damit nicht klar.
Also wegen meiner kann das die Kasse zahlen.

LG Susanne

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Re: Warum diese Frage???

Antwort von timeri am 03.02.2005, 10:39 Uhr

ja natürlich hab ich keine ahnung, sonst würd ich ja nicht fragen!!!

glg timeri

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Re: Warum diese Frage???

Antwort von maleja am 03.02.2005, 10:56 Uhr

Es klang halt schon sehr negativ von Dir formuliert. Eben so, dass Du zwar keine Ahnung hast (ok, hast ja auch zugegeben), aber eine ganz feste Meinung dazu. Nämlich, dass das nicht bezahlt werden sollte.
(So klang es heraus, aber ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen-ich finde nämlich Vorurteile jeglicher Art schrecklich)

Silvia

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Bitte nicht übel nehmen?

Antwort von ninas59 am 03.02.2005, 11:06 Uhr

aber ich habe ein Problem damit, dass wir dieses Thema am Fallbeispiel von Dorilys Bruder/Schwester besprechen, mit Zitaten und Namensnennung (dorilys) ohne Dorilys Beisein oder Wissen.

Es wäre nett, wenn Timeri Dorilys einfach auf diesen Thread hinweisen könnte.

Danke.

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Da hast Du recht.

Antwort von Suschi am 03.02.2005, 12:06 Uhr

Das habe ich mir auch schon gedacht. Leider nicht geschrieben.

Wäre fair... .

LG Susanne

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natürlich KK

Antwort von TinaL am 03.02.2005, 12:21 Uhr

Hi,
ist doch ein eindeutiges Krankheitsbild, oder kennst Du Männer, die sich freiwillig ihr Gehänge abtrennen lassen, nur weil es umsonst von der Kasse getragen wird?!?

Aber ich höre aus deiner Fragestellung, dass Du ein eindeutiges Problem damit hast, angesichts "leerer" kassen.

Die Krankenkassen konnten sich ganz schön ne Stange abschneiden mit den 10 Euro Praxisgebühr, damit kann sich die als Beispiel die AOK wieder mal einen fulminanten Glasbaukasten hinstellen, was angesichts voller kassen sinnvoller ist, als einem Menschen zu helfen.

Viele Grüße
Tina

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Re: Bitte nicht übel nehmen? Stimme ich zu, finde es aber toll, wie sachlich so ein schwieriges Thema hier diskutiert wird.

Antwort von tinai am 03.02.2005, 12:30 Uhr

Ich kannte auch mal jemanden und habe die Umwandlung miterlebt.

Da steht so ein langer Leidensweg davor, das können wir uns glaue ich überhaupt nicht im entferntesten ausmalen. Die eigentliche Behandlung ist auch nicht ohne und es gibt wenig Toleranz. Ich gebe offen zu, dass ich selbst davon befremdet war, obwohl ich es dem Mann von Herzen gegönnt habe, endlich glücklich zu werden.

Es ist in unserer reichen Gesellschaft (und das sind wir, trotz 12,1 % Arbeitslosen) auch diesen Menschen mit psychischem Leiden helfen müssen und das die Allgemeinheit tragen muss!

Zum SParen gibt es wirklich genug andere Ansätze.

Tina

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ich finds klasse.....

Antwort von SüßeMaus am 03.02.2005, 14:26 Uhr

jeder sollte die Möglichkeit haben sich in dem Körper wohlzufühlen wie er möchte. bevor sich jemand umbringt, sollte er sich das gebambel wegschneiden lassen. ich wünsche Deinem Bruder alles Liebe und vor allem Glück, und hoffe für ihn, dass alle seine Freunde und seine familie hinter ihm stehen.

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Das wünschen sich Schwule auch ! o.T.

Antwort von Schwoba-Papa am 03.02.2005, 14:57 Uhr

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