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Geschrieben von Sisterchen am 23.01.2005, 19:46 Uhr

FDP Wahnsinn

Hallo Ihr!

Dies hier habe ich grad gefunden und bin völlig entsetzt darüber.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,338172,00.html

Gruß
Sisterchen

 
23 Antworten:

Wieso entsetzt? Er hat doch recht!! Und

Antwort von Biene am 23.01.2005, 20:04 Uhr

am besten lässt man Kinder von sozialschwachen Familien gleich nach der Geburt sterilisieren. Dann ist das eine Problem schon mal gebannt.
Und die Akademikerinnen werden maschinell geschwängert, damit die verlorene Zeit 'unschwangeren Zustands' nahe zu null ist und die Kinderrate pro Frau so hoch wie möglich ist, quasi 1 Kind pro Jahr!

*ironieoff*

Glaubt man kaum, dass jemand sowas öffentlich sagen darf. So eine Art der Gebrutenkontrolle hatten wir doch schon mal.....ist allerdings schon mehr als 50 jahre her....*schauder*

kofschüttelnde Grüße

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Wieso???

Antwort von Ralph am 23.01.2005, 21:21 Uhr

Was hast Du von DER Partei anderes erwartet?

"Guido der I." Westerwelle hat einmal auf einem Parteitag gesagt: "Wir sind die Partei der Besserverdienenden!"
heute wird er es abstreiten, aber es ist die Erklärung dafür, weshalb diese Partei immer weniger Prozente bekommet (es gibt immer weniger "Besserverdienende"...).

Die FDP hat sich immer verkauft, sie war, ist und wird keine Partei mit sozialem Gewissen. Und politisch hat sie schon seit über 20 Jahren keines mehr, seit dem Stimmenraub und Wahlbetrug am sozial-liberalem Wähler, als sie mit deren Stimmen den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt stürzte... >:o(((

Mch überrascht es jedenfalls kein bißchen... aber entsetzt bin ich auch.

LG
Ralph/Snoopy

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Re: FDP Wahnsinn

Antwort von tinai am 23.01.2005, 21:46 Uhr

Hmmm, das ist ja in Spiegelmanier wieder sehr verkürzt dargestellt.

Grundsätzlich finde ich ein Familienrealsplitting gegenüber dem anachronistischen Ehegattensplitting auch gut und keineswegs sozial ungerecht.

Und wären die Ausgaben für Haushaltshilfen (ob in Pflege oder Hausarbeiten) in vernünftigem Maße absetzbar, so wäre auch einer ganzen Menge Schwarzarbeit der Sumpf ausgetrocknet.

So wie es dargestellt ist im Spiegel kann man natürlich daraus schließen, dass "sozial schwache zwangssterilisiert werden sollten", aber das ist reine Interpretation.

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Re: FDP Wahnsinn

Antwort von maleja am 23.01.2005, 21:52 Uhr

Es ist nicht ok, dass man die Diskussion an den Akademikerinnen fetsmacht. Aber an unf für sich bin ich auch der Meinung, dass mehr für die arbeitenden Mütter gemacht werden sollte. Ich habe auch 6 Jahre lang studiert um danach "nur" Mutter sein zu dürfen, bzw nun wieder halbtags arbeiten kann. Viele meiner Komolitoninen machen sich natürlich schon Gedanken darüber wie ihre Zukunft mit Kids aussehen wird und entscheiden sich dagegen.
Also, sooo schlimm finde ich den Gedanken nun nicht, den dieser Mensch von sich gegeben hat (nur undiplomatisch ausgedrückt)

Und natürlich sollen ALLE Mütter davon profitieren, nicht nur die studierten, das ist ja klar.

Silvia, die trotz Dipl.Wirt.Ing. drei Jungs hat

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@maleja

Antwort von Sisterchen am 23.01.2005, 22:29 Uhr

Hallo Du!

Ich habe "NUR" Fachhochschulreife und hab nicht studiert, da mir die Mittel dazu fehlten.
Da hab ich eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht und in diesem Beruf einige Jahre gearbeitet. Habe dann aufgehört, als ich letztes Jahr schwanger wurde.
Glaubst Du, es geht nur studierten Menschen so, dass sie Angst vor der Zukunft mit einem Kind haben???

Habe vor knapp 2 1/2 Monaten meine Tochter bekommen und ehrlich gesagt, muss ich mich deutlichst einschränken, was meinen Lebensstandart angeht, weil einfach die geldlichen Mittel fehlen. Ich lebe am Rand des machbaren... ohne jeglichen Luxus.

Und da soll noch einer sagen... die armen Studierten....

So wie dieser komische Kautz das darstellt, fühl ich mich hier als Sozialschmarotzer, weil ich nicht studiert hab.
Und meine Kinder können ja nur doof werden, was die Pisa Studie ja beweist... denn von nicht Studierten die Kinder sind ja nicht so helle .... ?!?!

Übrigens kam es auch bei den Sat1 News als Interview und der gute Mann hat es so gemeint, wie es in dem Artikel steht.

Ohhhjee

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Re: FDP Wahnsinn

Antwort von sunnymausi am 24.01.2005, 10:38 Uhr

diesen satz fand ich nich schlecht :

"Die Steuerklasse V muss abgeschafft werden, damit berufstätige Ehefrauen wirklich Geld auf dem Konto haben"

aber deswegen sollen keine familien, finde ich, wenn sie baby´s wollen auf eines verzichten.
ich denke mal, daß doch 3 kinder noch gehen, aber mehr...nich so mein fall.
ich selbst habe 2 kinder und die reichen vollkommen.

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Re: @maleja

Antwort von wetsideprince am 24.01.2005, 11:01 Uhr

also wenn du es genau liest geht es nicht um den bildungsgrad der eltern, sondern deren sozialen stand!!!
es ist in d nunmal so das eben dieser einen großen einfluß auf bildung und wirtschaftlichen erfolg der kinder hat!!!

allerding zäumt er das pferd am falschen ende auf:
intelligenz ist zum großen teil eben nicht erblich
der haken liegt in unserem erziehungssystem indem eben nicht alle die gleiche chance haben
wenn soziale unterschiede ursächlich sind, dann muß man etwas dagegen machen

grundsätzlich ist es doch durchaus in ordnung sich über sowas gedanken zu machen, teilen kann ich seine meinung aber nicht...

ach ja, maleja hat nicht als akademikerin rumgejamert, sondern geschrieben dass eben allgemein mehr für mütter getan werden sollte; sie schrieb das sich eben viele studierte überlegen, ob sie die investition (studium) weitestgehend ungenutzt lassen sollten (erziehung statt arbeit) und eben deshalb drauf verzichten, das geht natürlich anderen auch so, aber die zeitliche und für den staat auch finanzielle investition ist eben höher, weshalb wohl auch unser fdp man darüber nachdachte, zumal ja gerade dort der qualifizierte nachwuchs fehlt.

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Re: FDP Wahnsinn

Antwort von krissie am 24.01.2005, 11:18 Uhr

Ich finde schon einge von ihm angesprochenen Punkte überdenkenswert, die kämen allen Müttern zugute, die weiter arbeiten wollen und/oder müssten.
Es mag schon sein, dass besonders Frauen, die sehr lange in ihre Ausbildung investiert haben, sich nicht so leicht zu einem Kind durchringen können, wenn sie wissen, dass dann alles für die Katz war, hart gesagt.
Ich glaube aber auch nicht, dass Akademikerinnen unbedingt die besseren und damit förderungswürdigeren Mütter sind (obwohl ich selbst studiert habe ;-) ). Aber seine Vorschläge kämen ja wie gesagt vielen Müttern zu gute...
Und mit Zwangssterilisation und dergleichen hat das ja noch nichts zu tun, wenn sich ein Politiker Gedanken darüber macht, wie man bestimmte Schichten wieder zu mehr Familie motivieren kann.
LG Kristina

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was die konkreten Vorschläge angeht, hat er recht. Nur die Wortwahl ist ein Griff ins Klo

Antwort von marit am 24.01.2005, 11:19 Uhr

Ich sehe es schon auch so, daß Akademikerinnen in Deutschland ein doppeltes Problem haben: Zum einen haben sie wegen häufiger Umzüge erst relativ spät einen geeigneten Partner zur Familienplanung, zum anderen sind die Ausbildungszeiten hier so lang, daß man erst dann ordentlich mit beiden Beinen im Beruf steht, wenns von der Biologie her mit Kindern schon anfängt, problematisch zu werden. Kinder während des Studiums zu bekommen, ist institutionell nicht vorgesehen (obwohl es eigentlich familienbiographisch ein günstiger Zeitpunkt wäre).

Was soll also falsch daran sein,die Rahmenbedingungen für diese Gruppe etwas günstiger zu gestalten? Immerhin wurde ja nicht vorgeschlagen, anderen gesellschaftlichen Gruppen etwas wegzunehmen. von einer Abschaffung der Steuerklasse 5 und einem Familiensplitting stattdessen, würden schließlich alle profitieren.

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Re: FDP Wahnsinn

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 24.01.2005, 11:33 Uhr

Hallo,

das erinnert mich an Singapore.

In den 80er Jahren wurde dort in Anlehnung an die chinesische 1-Kind-Politik - allerdings etwas demokratisch kompatibler - dazu aufgerufen, daß jede Frau nur ein Kind haben solle. Ich habe von 1989 bis 1991 dort gewohnt, da gab es gerade einen Umschwung. Man stellte fest, daß man von Zuwanderern alleine nicht leben kann, weil diese in den meisten Fällen keine gute Ausbildung haben. Also gab es eine Kampagne, die "Besserverdienende" zu mehr Kindern animieren sollte. "Have two or more if you can afford it!" hieß es da. Auch da ging es darum, daß Besserverdienende sich die "guten" Schulen leisten können und daher nur aus diesen Familien wirklich qualifizierte Arbeitnehmer kommen.

Ich bin da hin und hergerissen. Einerseits ist es nun mal Tatsache, daß aus Kindern von Sozialhilfeempfängern rein statistisch mit einer signifikant höhereren Wahrscheinlichkeit auch wieder Sozialhilfeempfänger werden. Aber die Frage ist ja, ob man nicht vielleicht da ansetzen sollte. WARUM kommen diese Kinder nicht aus der "Sozialfalle" heraus? Was können wir als Gesellschaft tun, um das Potential an qualifizierten Arbeitskräften auszuschöpfen, anstatt es "vergammeln" zu lassen.

Natürlich wäre es einfacher, das Kinderkriegen den Leuten zu überlassen, die mit vergleichsweiser hoher Wahrscheinlichkeit gut qualifizierte Arbeitnehmer "erzeugen". Aber es paßt nicht mit unserem Verständnis von Menschenwürde zusammen.

Wobei:
Ein paar Dinge in der "Steuerung" laufen schon ganz doll schief. Und ich sehe die Gefahr, daß vor lauter Tabuisierung der Diskussion auch diese Dinge nicht angesprochen werden.
Es gibt z.B. Untersuchungen hier für München, daß vor allem die Stadtteile mit sozial Schwachen und mit Superreichen vergleichsweise viele Kinder haben. Bogenhausen (ein Luxus-Stadtteil) hat viele Kinder, aber auch Hasenbergl und Neuperlach., wo überdurchschnittlich viele sozial Schwache wohnen. Also ist es wohl so, daß sich Kinder nur derjenige leisten kann, der ENTWEDER überduchschnittlich viel verdient und den daher die Kosten für Kindermädchen bzw. daheimbleibende Ehefrau nicht schrecken, ODER der sich darauf verlassen kann, daß der Staat die Kosten mit Kindergeld, Erziehungsgeld, Sozialhilfe etc. auffängt. In der "Mitte", also bei denen, die so holpernd aber normal über die Runden kommen, ist die Geburtenrate sehr gering. Diese Untersuchung gab mir schon zu denken.

Ich würde mir wünschen, daß man aus diesen Erkenntnissen Konsequenzen zieht, aber BITTE NICHT in die Richtung "Zwangssterilisation für sozial Schwache". M.E. gibt es auch andere Lösungen.

Lieben Gruß,
Elisabeth.

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Re: verstehe diese aufgebrachtheit nicht ganz!

Antwort von sterntaler am 24.01.2005, 11:45 Uhr

sind wir doch mal ehrlich,...wäre dieser denkanstoss, der eigentlich sehr logisch klingt, vorausgesetzt(!), man bezieht es nicht gleich immer auf sich selbst, evtl "blümchenhafter" formuliert von einer anderen partei, (sagen wir mal z.b. SPD);o) gekommen, würden einige sicherlich die fähnchen schwingen und nickend zustimmen, oder?? ;o))

meine güte und fassen wir uns alle einmal kräftig an die brust, wieviele von euch haben sich schon gefragt, wieso diese sozialhilfeempfängerin von gegenüber schon wieder nach fünf kindern schwanger ist!!! :o)

ich muß auch zugeben, dass die forumlierung "in deutschland kriegen die falschen die kinder" ziemlich daneben ist, aber schlecht finde ich seine idee nicht!

liebe grüße
sterntaler

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Re: FDP Wahnsinn

Antwort von marit am 24.01.2005, 12:06 Uhr

Die Chancengleicheit für Kinder aus bildungsfernem Milieu kann man aber nur durch den Ausbau früher institutioneller Betreuung erreichen (was dringend vonnöten wäre). Ich habe gestern Spiegel-TV gesehen und da ging es um Untersuchungen, die zeigen, daß es, was die Entwicklung von Intelligenz angeht in den allerersten 3 Jahren einen vor allem auf Milieu und Erziehung und eben entsprechende Angebote für Intelligenzentwicklung ankommt. Später spielen genetische Faktoren offenbar wieder eine größere Rolle, aber in den ersten drei Jahren muß soviel wie möglich kindgerecht angeboten werden. Nun kann man von solchen Untersuchungen halten was man will- allerdings muß man auch sagen, daß unsere Pisa-Ergebnisse sie bestätigen würden.

Ein RECHT auf einen Kindergartenplatz haben Kinder hierzulande erst, wenn sich dieses Zeitfenster wieder geschlossen hat. Dabei wäre es doch so wichtig, daß so viele Kinder wie irgend möglich zumindest stundenweise aus dunklen, verqualmten und deprimierenden anregungsarmen Wohnungen herausgeholt würden.

Ich bin daher eindeutig für Kitapflicht für alle! spätestens ab einem Jahr. Ob man das dann als Krabbelstube oder Pekip mit Elternbegleitung umsetzt und aber als Betreuung während der Arbeitszeit kann man ja den Familien selbst überlassen. Wer sich zutraut, dafür selbst zu sorgen und ausreichenden Kontakt zu anderen Kindern privat herstellt, kann das ja gerne z.B. dem Jugendamt nachweisen. Meiner Ansicht nach ist das die einzige Chance, wirklich Chancengleicheit herzustellen. Finanzieren könnte man das z.B. dadurch, daß das Erziehungsgeld auf ein Jahr beschränkt würde - und natürlich durch die zusätzlichen Sozialabgaben, die automatisch anfallen, wenn wieder mehr Frauen früher arbeiten.

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Re: FDP Wahnsinn

Antwort von trini79 am 24.01.2005, 12:28 Uhr

In vielen Punkten gebe ich Euch recht. Aber man sollte auch mal überlegen, daß der Staat doch gar nicht daran interessiert ist die Erziehungszeit zu verkürzen (rein statistisch).

Alle Frauen, die 3 Jahre Erziehungszeit nutzen, weil entweder kein Kita-Platz zu bekommen ist oder finanziell nicht erschwinglich, fallen aus der Arbeitslosenstatistik raus.

Und wenn diese Frauen wieder eher auf den Arbeitsmarkt zurückkehren würden, hätten sie gar keine Chance, da keine Arbeitsplätze vorhanden sind.

Fazit: Formulierung äußerst unglücklich, aber einige gute Denksstöße.

lg Kathrin

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Re:@trini

Antwort von marit am 24.01.2005, 12:39 Uhr

Das mit den Arbeitsplätzen funktioniert m.E. anders. Es gibt ja nicht gebunkerte Arbeitsplätze, die "verbraucht" werden je mehr Menschen Arbeiten. Im Gegenteil. Je mehr Menschen Arbeit haben, umso mehr Arbeitsplätze entstehen auch wieder. So können sich Doppelverdiener evtl. eine Haushaltshilfe leisten, es müssen mehr Erzieherinnen und Erzieher angestellt werden, sie bringen vielleicht mal ihre Hemden und Blusen zum Bügeln oder schieben den notwendigen Klempnerbesuch nicht monatelang durch selber Herumfrickeln auf. Wer zur Arbeit raus muß, geht vielleicht öfter zum Friseur oder kauft sich was neues zum Anziehen.

Das alles kostet Geld, und schafft (!)Arbeitsplätze.

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Re:@trini

Antwort von trini79 am 24.01.2005, 12:46 Uhr

KLingt gut, aber volkwirtschaftlich leider auch ein bißchen naiv.

Denn durch diese Struktur entstehen fast ausschließlich Nicht-akademiker Arbeitsplätze. Wobei ich damit nicht sagen will, daß nicht studierte Frauen kein Recht auf Arbeit haben.

Aber das Geburtenloch in Mitte bleibt.

lg Kathrin

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Re:@marit.....applaus!!

Antwort von sterntaler am 24.01.2005, 12:57 Uhr

genau das ist der knackpunkt.

ich hatte gerade wieder ein ziemlich depremierendes telefonat bzgl einer stellenausschreibung. die tatsache, dass diese stelle nur 24 std/woche betrifft, würde sich zu gunsten meines eigenen kindes positiv auswirken. leider werden die stunden am nachmittag verlangt und somit überschreiten sie mal wieder die öffnungszeiten unserer eigenen tagesstätte. folglich wäre ich wieder gehalten zusätzlich eine private kostenspielige hilfe hinzuzuziehen. dies würde ich auch gerne tun,(sicherung neuer arbeitsplätze) wenn mein eigenes gehalt alleine dies zulassen würde!(:o( ansonsten würde es für mich ein arbeiten umsonst bedeuten, da man auch wie marit es bereits angesprochen hat, neue garderobe, gepflegtes äußeres und fahrtkosten etc miteinberechnen muß! (:o(

nun ja, bei der vorsichtigen anfrage, ob ich denn mein kind für 3(!) stunden am nachmittag mitbringen könnte, wurde mir gleich klipp und klar NEIN geantwortet! (:o(
soviel zum sozialen aspekt in unserem ach so sozial eingestellten land! >:o(

fazit: man bleibt besser weiterhin solange harzt4 anhänger, bis die kinder aus dem haus sind!! >:o((

traurige depremierte grüße
sterntaler

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Re:@trini

Antwort von marit am 24.01.2005, 13:09 Uhr

Auf direktem Wege magst du recht haben - aber eine breitere potentielle Konsumentenschicht führt ja auch zu neuen Aufträgen in Werbeagenturen, es gibt vielleicht wieder einen Markt für besonders zeitsparende Haushaltsgeräte oder kleinere sparsamere Autos (Also wieder Arbeitsplätze für Designer und Ingenieure), man leistet sich fürs Kind ggbf. häufiger Musikunterricht, man bekommt wieder mehr Kinder wenn man durch sie weniger berufliche Nachteile hat und benötigt dann wiederum mehr Lehrer. Außerdem wäre es für unseren Staat ja schon einmal eine Hilfe, wenn es erst einmal zumindest mehr Arbeitsplätze mit geringerem Qualifikationsprofil gäbe - denn gerade von denen gibt es im Moment viel zu wenig.

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Re: FDP Wahnsinn

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 24.01.2005, 13:24 Uhr

Hallo Marit,

ja, ich bin unbedingt für mehr Förderung bei Kleinkindern. Wenn ich sehe, wie Temi im KiGa ausgebremst wird, werde ich richtig fuchsig. Ich habe den Spiegel-Bericht gestern auch gesehen und war einerseits beruhigt, weil meine beiden mit ihrem frühen Interesse für Buchstaben und Zahlen offensichlich nicht "unnormal" sind, andererseits aber traurig und wütend, weil das Ausschöpfen dieses Potentials mal wieder bei mir als Mutter hängenbleibt. Temi z.B. würde liebend gerne die Vorschularbeiten der "großen" KiGa-Kinder mitmachen, die sich derzeit mit Zahlen bis 5 beschäftigen, aber er darf (!!!) nicht. Dabei liest er auch schon größere Zahlen bis 100, und zählt fehlerfrei bis 20. Und bitte, alles aus Spaß, ohne Druck, falls man mir wieder vorwirft, ich würde meine Kinder "dressieren". Ich glaube, daß Kinder in dem Alter GERNE lernen. Nur wir Erwachsenen machen aus Schule und Lernen solche "damit ist die Kindheit vorbei"-Geschichten. Dabei lernt ein Kind doch von Geburt an, und das finden wir ja auch gut und richtig. Was ist der Unterschied zwischen Laufen lernen und Schreiben lernen? Beides kann Kindern unheimlich viel Spaß machen - wenn wir es zulassen.

Aber da steigere ich mich wieder in ein anderes Thema rein. Und ich denke schon, daß man hier in Deutschland auf institutionalisierte Kleinkinderbetreuung sehr allergisch reagiert - leider.

Ach, man zieht an einem Faden und kriegt das ganze Knäuel zu fassen - Kinderbetreuung, berufstätiger Mütter, Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe, Förderung von Kindern - irgendwie hängt alles zusammen und alles irgendwie im Argen.

Lieben Gruß,
Elisabeth.

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Re:@trini

Antwort von trini79 am 24.01.2005, 13:35 Uhr

Alles richtig was du schreibst und sehr, sehr wünschenswert!

Und wie können wir diese Reform herbeiführen besser noch erzwingen?

lg Kathrin

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Das ist doch blanker Hohn....

Antwort von Andrealine am 24.01.2005, 14:34 Uhr

Jetzt werden "sozialschwache" gegen "gebildete" Mütter ausgespielt. Tolle Idee des FDP-Politikers... Nee, sorry, dieses Land braucht endlich eine wirklich kinderfreundliche Politik und zwar für alle Kinder egal welcher Herkunft. Dazu gehören vernünftige Kindertagesbetreuungsplätze und zwar ohne Massenabfertigung ausgerichtet nach den Bedürfnissen der Eltern+Kinder, Förderung der Kinder inkl. Muttersprachlerunterricht, ein umfangreiches Teilzeitarbeitsplatzangebot für alle Bildungsschichten und und und.....
Das Geld allein ist es doch schon lange nicht mehr, es ist die fehlende Infrastruktur rund herum, die dazu führt, dass Frauen in Deutschland keine Kinder haben möchten.
Grüsse
Andrea
(die auch studiert hat und mit 32 das 1. Kind bekam und jetzt wie Muttern Zuhause auf die kiddies aufpasst. Nur mit dem Unterschied, dass meine Mutter keine Berufsausbildung hatte und ich ein Diplom. es hat sich also nichts geändert...)

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Deswegen liebe Akademikerinnen...

Antwort von Schwoba-Papa am 24.01.2005, 15:11 Uhr

...nicht so viel arbeiten und studieren, sondern mehr poppen, dann klappts auch mit den 80%. Wer nur Urlaub, Karriere und Kohle im Kopf hat und Pisa Deutschland keine Genies schenkt, unterwandert doch unser
System.
Aber vorsicht : Bitte keine Primus Primaten wie Bahr.

Wie Bildungsarrogant kann eine Partei eigentlich sein ?

Grüßle

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Wie gut, daß ich keine Akademikerin bin *grins*

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 24.01.2005, 15:25 Uhr

;-)

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andrea, Dein Wort in der Regierungs Ohr

Antwort von maleja am 24.01.2005, 15:26 Uhr

Aber sie kapieren es einfach nicht. Was meinst Du, gegen welche Windmühlen wir (also "meine" Partei) hier im Gemeinderat hier anrennen. Da wird eine dreiviertel Stunde darüber diskutiert, ob die Stadt den (wirklich riesenhaften) Abmangel von 508 Euro für die Ferienbetreuung übernehmen kann oder nicht.
HALLO?????
Und in der nächsten Abstimmung ging´s um die Frage, ob der GR damit einverstanden ist, eine Gehwegverschönerung (41.600 Euro) zu machen.
HALLO????
Da kann man echt verzweifeln. Und Du kannst Dir sicherlich denken, welche Partei gegen die Abmangelübernahme war. Richtig!!! Unsere ach so christliche Partei Deutschlands.
Echt ätzend, das Ganze.
Seit ich nun auch in der politik bin, bekomme ich das ja nun viel deutlicher mit, wo und wie die Proritäten sind.

Lieber Gruß in den Südosten aus dem Südwesten
Silvia

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