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Geschrieben von cinderella77 am 13.02.2005, 15:52 Uhr

dickes kind

hallo
ich weiß mir keinen rat mehr. versuche mich kurz zu halten:
meine nichte ist 8 jahre alt, ca. 145 cm groß und wiegt 52kg. Ihre mutter ist schlank und will nicht sehen, dass ihr kind zu dick ist. Sie bekommt, was sie will zu essen.
dann schläft sie auch noch mit im elternbett. Jetzt wird sogar ihr Bett in ihrem zimmer weggemacht, damit sie mehr platz zum spielen hat.
sie geht nie allein zu freundinnen, auf kindergeb. muss oder will mami immer mitgehen.
es geht mich vielleicht nichts an aber ich denke mir doch wenn irgendwann die zeit kommt, wo man die kleine hänselt dann leidet das kind doch drunter. oder wenn freundinnen zum spielen kommen und fragen: wo ist denn dein bett?
ich kann nichts sagen, da meine schwester immer direkt an die decke geht.
die kleine war auch noch nie von ihrer mutter getrennt ausser schulzeit. beim weggehen wird sie mitgenommen ob restaurant oder auch mal kneipe und so. Ich hab schon oft gefragt, ob sie mal zu unserer kleinen spielen kommt oder mit mir (bin die Patentante) eisessen oder in den zoo usw. kommt, dann krieg ich die antwort: nur wenn mama dabei ist.
HILFE

 
21 Antworten:

Re: dickes kind

Antwort von sweety28 am 13.02.2005, 17:01 Uhr

Heftisch...aber ist ja alles nicht erst seit gestern so...
Kennst das ja-wenn das Kind erst mal in Brunnen gefallen ist,ist es zu spät
Mehr fällt mir DAZU nimmer ein...
Schade um das Kind und die Entwicklung des Kindes...wird wahrscheinlich auch mal wieder so ne unselbstständige Erwachsene wenn sie groß ist... :-

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Re: dickes kind

Antwort von kruemel2001 am 14.02.2005, 8:26 Uhr

Hi!
Deine Schwester scheint ne Bilderbuchmäsige Glucke zu sein. Damit tut sie ihrem Kind aber keinen Gefallen :o(
Irgendwann brauchen die kleinen auch ihren eigenen Friraum.
Ich schätze mal, sie ist alleinerziehend? Kein Mann würde da mitspielen, wenn ein 8 jähriges Kind im Elternbett schläft und nicht mal mehr ein eigenes Bett hat.
Tja und das Gewicht: Es sind ja nicht nur hänseleien die auf die kleine zukommen,, was viel schlimmer ist, sind die gesundheitlichen Probs. Vielleicht hilft ja doch ein klärendes Gespräch mit Deiner Schwester. Es gibt so Tabellen ( auch für Kinder), wo man den BMI berechnen kann. Sammel mal was über die gesundheitlichen Folgen des Übergewichts, dazu die BMI Tabelle und leg es ihr einfach wortlos hin.
Entweder sie begreift es dann und ändert was oder Du kannst leider nix weiter machen.
LG Susi

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Re: dickes kind

Antwort von ninas59 am 14.02.2005, 9:20 Uhr

Ich verstehe nicht ganz wo dein Problem liegt. Wenn deine NIchte und deine Schwester mit der Situation zufrieden sind, wieso möchtest du das ändern?

Sollte deine Nichte dich mal um Hilfe bitten wäre es sehr nett, und ein maximum deiner Einmischung deiner Nichte zur Seite zu stehen.
Nur weil du dir die Erziehung anders vorstellst, kannst du nicht deiner Schwester deinen Willen aufdrängen.

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Re: dickes kind...ich denke schon,

Antwort von Tathogo am 14.02.2005, 9:25 Uhr

dass man sich da"einmischen" sollte-ich finde das ist ja schon fast fahrlässig was die Mutter da macht.
Mit 8 jahren 52 Kilo?!Das arme Kind.
Leider wird e kaum Möglichkeiten geben wie du an die Mutter ran kommst,denn die ist sich ja offenbar garnicht bewusst WAS sie ihrem Kind antut! :o(
Was sagt denn der Kinderarzt dazu??
Theoretisch muss man bei der Mutter anfangen,das Kind kann ja nix dafür.
Echt traurig.
Leider weiß ich keinen Rat wie man sowas angeht...
LG
tanja

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Re: dickes kind...ich denke schon,

Antwort von ninas59 am 14.02.2005, 10:03 Uhr

Wegen des Übergewichtes, kann sie ihre Schwester ansprechen und raten zum Arzt zu gehen.
Mehr allerdings auch nicht.
Nebenbei habe ich keine Ahnung wie ein KInd bei 145cm mit 52 Kilo aussieht.

Cinderella beschwert sich allerdings nicht nur über das Gewicht, sondern über das gesamte Verhalten ihrer Schwester. Sie formuliert ihr Posting sogar als Hilferuf.

Fändet ihr es tatsächlich in Ordnung, wenn eure Verwandten sich in eure Erziehung einmischen?

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ich fände es allerdings in Ordnung, wenn sich jemand einmischt, wenn ich mein Kind mißbrauche!

Antwort von marit am 14.02.2005, 11:35 Uhr

Das Gewicht finde ich - noch- nicht so schlimm. Die Kleine müßte ja nicht abnehmen, sondern nur ihr Gewicht halten - wenn sie noch 10-20 cm wächst, wäre das doch ok. Aber viel schlimmer scheint mir, daß die Mutter sich so verhält, als wäre das Kind noch quasi ein Säugling, den sie füttern und ins Bett bringen muß. Offenbar stillt SIE über das Kind ihr eigenes Bedürfnis nach Wärme und Gebrauchtwerden und das ist für mich ganz klar emotionaler Mißbrauch. Im Grunde sollte man do sogar das Jugendamt einschalten, damit der Frau eine Erziehungsberatung an die Seite gestellt werden kann. Eltern haben verdammt noch mal die Pflicht, ihren Kindern halbwegs altersgerecht zu begegnen. Und da finde ich es genauso schlimm, ein Kind künstlich klein zu halten wie es mit 4 Jahren Filme ab 16 sehen zu lassen.

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Missbrauch??

Antwort von ninas59 am 14.02.2005, 12:59 Uhr

Ich finde, der Bogen wird nun erheblich überspannt.

Ein Kind mit 8 Jahren ist in der Lage ihren und Willen zu äussern.

In Cinderellas Posting steht nirgends, dass das Mädchen etwas dagegen hat.
Nur weil das Mädchen im Elternbett schläft, und weil die Mutter mit zu Freunden geht, das Jugendamt einschalten?

Bevor die Schwester von Cinderella verurteilt wird, sollte man sich die Seite der Schwester, sowie die Aussagen des Kindes anhören.

Vielleicht kam der Vorschlag, das Bett abzubauen von dem Mädchen selber?

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Re: ich fände es allerdings in Ordnung, wenn sich jemand einmischt, wenn ich mein Kind mißbrauche!

Antwort von vallie am 14.02.2005, 13:01 Uhr

meine große ist 9 jahre alt, 147cm groß und wiegt 42 kg. das ist laut bmi ganz normal. somit ist die nichte von cinderella schon ein bißchen übergewichtig. vielleicht sollte man der schwester mal eine internetseite samt rechner empfehlen.
natürlich ist es übertrieben, was die dame mit ihrem kind veranstaltet, aber jugendamt einschalten halte ich für übertrieben ( marit, will dir nicht zu nahe treten !! )
wenn ihr wüßtet, wieviele kinder in dem alter noch in den betten ihrer eltern schlafen !!!???
ich habe es selbst nicht für möglich gehalten, die diskussion flammte in unserem freundeskreis auf, als vor 7 monaten meine kleine auf die welt kam und ich konnte nur die hände über dem kopf zusammenschlagen, dabei spielt es keine rolle, ob die eltern alleinerziehend oder zusammen sind....
ich weiß nicht, ob diese eltern sich und den kindern einen gefallen tun, aber letztendlich müssen sie es dann ausbaden, wenn die kinder unselbständig, anhänglich oder zu einzelgängern werden (was daraus resultieren kann mag ich mir gar nicht ausmalen !!! )
ich hab mir bei belehrungsversuchen und "aufmerksammachenwollen" schon so oft den mund verbrannt, daß ich es aufgegeben habe. soll jeder das machen, was er für richtig hält, grade kindererziehung ist ein ganz heißes eisen....

lg grüße

vallie

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Re: @vallie

Antwort von marit am 14.02.2005, 13:21 Uhr

daß die Eltern das ausbaden müssen stimmt nicht ganz. In erster Linie müssen es die Kinder später ausbaden. Ich finde es schon in Deutschland eine merkwürdige Schieflage, daß alle Zeter und Mordio schreien, wenn man Ganztagskindergärten fordert - aber niemand regt sich darüber auf, wenn eine Mutter nicht im Stande ist, die frühkindliche Dyade aufzulösen und ihr Kind loszulassen. Macht doch mal die Gegenprobe. Stellt euch einfach mal vor, es wäre ein alleinerziehender Vater, der seine Tochter so an sich kettet. Da stünde SOFORT der Mißbrauchsverdacht im Raum. Der Wunsch nach der Nähe der Mutter scheint hier ja noch nicht mal vom Kind auszugehen, sondern allein von der Mutter (wenn sie immer sofort sagt, die Kleine ginge ohne sie nirgends hin).

Ich finde eine solche Disposition sehr sehr heikel - und was kann eine Erziehungsberatung des Jugendamtes da schaden??? Das Kind denkt ja subjektiv, daß es ihm gut geht, weil die Mama es so sehr liebt. Es weiß ja gar nicht, was es verpaßt. Insofern wird es sich auch nicht, wie andere Kinder in Not Hilfe holen können - alleine schon, weil es so unselbständig gehalten wird.

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Re: Missbrauch??

Antwort von marit am 14.02.2005, 13:26 Uhr

Ich habe au8s cinderellas Posting schon entnommen, daß die MUTTER immer sagt, die Kleine ginge nirgends ohne sie hin (und nicht etwa, daß das vom Kind selbst geäußert würde).

Ich finde einfach daß man in Deutschland blind ist, für die üblen Folgen zu enger Bindungen, man denkt tendenziell immer "möglichst viel Mutter" ist gut für ein Kind. Eine zu enge Bindung kann psychisch aber genauso problematisch sein, wie Vernachlässigung. Die Kinder denken dann, sie seien ohne die Eltern gar nicht lebensfähig. Und was ist schlecht daran, das Jugendamt einzuschlaten. Entweder sie erkennen, daß da alles in Ordnung ist und gehen wieder - oder sie sehen, daß es tatsächlich ein Problem gibt und helfen vielleicht. Das Jugendamt ist doch kein Feind von Familien sondern eine Hilfsorganisation.

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Re: Missbrauch??

Antwort von krissie am 14.02.2005, 13:27 Uhr

Das finde ich allerdings auch.
Es gibt eine Reihe von Kindern, die sehr lange freiwillig im Bett ihrer Eltern schlafen, zum teil bis in die Vorpubertät hinein. Da den Eltern vorzuwerfen, dass sie ihre eigenen emotionalen Bedürfnisse stillen ist genauso sinnig oder unsinnig wie den Eltern, die das nicht machen, Gefühlskälte und Liebesentzug vorzuwerfen.
Andererseits kann es schon sein, dass eine Beratung helfen würde, um zu schauen, ob das Kind wirklich Probleme mit altersgerechter Selbständigkeit hat und woran das liegt. Empfehlen würde ich der Mutter daher schon eine Erziehungsbertung.

LG Kristina

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Re: sollte unter Ninas posting. m.T.

Antwort von krissie am 14.02.2005, 13:31 Uhr

Ich wollte sagen, ich finde auch, dass der Bogen überspannt wird, wenn hier Mißbrauch in den Raum gestellt wird.
Ich glaube übrigens im Gegenteil, dass in Deutschland eine sehr große Angst vor (auch körperlicher) Nähe zwischen Eltern und Kindern herrscht.
LG Kristina

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Re: meine Schwester

Antwort von marit am 14.02.2005, 13:38 Uhr

ist noch bis zum Alter von 13 Jahren jede Nacht ins Bett meiner Eltern gekommen, hat mit neun Jahren noch exessiv Daumen gelutscht. Ihr hätte es sicher sehr gut getan, wenn das frühzeitig in einer psychologischen Beratung angeschaut worden wäre. Jetzt hat sie eine Suchtkarriere hinter sich, mehrere Aufenthalte in Psychiatrien und ihre Tochter lebt bei mir, weil sie nicht imstande ist, andere Menschen und ihre Bedürfnisse unabhängig von sich selbt zu erleben.

Wir waren auf den ersten Blick auch eine ganz normale Familie mit einer eher überbehütenden Mutter (zumindest was meine Schwester angeht). Aber hinter den Kulissen spielte sich sehr Schräges ab.
Was ist falsch daran, auch wenn es sich nur um einen leisen Verdacht handelt, da mal Experten hinschauen zu lassen.

Ich finde, dafür daß da etwas Merkwürdiges passiert spricht, daß die Mutter so angespitzt auf normale Gesprächsangebote reagiert.

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Re: @vallie

Antwort von vallie am 14.02.2005, 14:00 Uhr

ich habe vorhin lange überlegt, ob ich das mit dem ausbaden so schreiben soll...
du hast recht, die kinder baden es aus, aber ich denke, daß sich zb deine mutter grad wegen der sucht deiner schwester heute die größten vorwürfe macht und meinte das damit, das steht in direktem zusammenhang mit cinderellas posting.
verstehst du mich oder ist das zu wirr ???
natürlich hast du recht mit dem vater und zuviel nähe !!!
jugendamt hat einen supernegativtouch, deswegen sollte cinderella vielleicht eine beratungsstelle anderen namens empfehlen.
das alles hat aber überhaupt keinen taug, wenn die mutter nicht will und genau diese tauben ohren entnehme ich dem posting...
hat sich deine mutter damals reinreden lassen ???

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Re: @vallie

Antwort von Elisabeth mit Fumi & Temi am 14.02.2005, 14:14 Uhr

Ich schließe mich marit insofern an als daß ich es ziemlich fies finde, wenn die Verantwortung jetzt dem Kind angehängt wird (nach dem Motto: Soll es doch sagen, wenn ihm was nicht paßt). Leider sind genau dazu die meisten Kinder nicht in der Lage. Sogar Kinder, die massiv von ihren Eltern geschlagen und gequält werden können sich oft nicht aktiv Hilfe holen. Da will ich von Kindern, die von Liebe erdrückt werden, gar nicht reden. Woher soll ein Kind den Unterschied zwischen angemessener Liebe und erdrückender Liebe kennen, wenn es ihn bei der Mutter nicht lernt?

Ob da was schief läuft oder nicht, das kann man sicher aus der Ferne nicht beurteilen. Aber ich denke, daß so ein Kind nicht nur wegen dem Übergewicht deutliche soziale Probleme bekommen wird. Wird das Kind denn niemals zu einer Geburtstagsfeier eingeladen? Und was sagen die anderen Kinder dazu, wenn die Mutter sich dann dazusetzt? Möglicherweise wird es genau deswegen nicht eingeladen? Aber was macht das mit einem 9jährigen Kind, wenn es nicht mal mit seinen Freunden alleine Geburtstag feiern kann????? Schon bei Temi - der feiert am Samstag seinen 4. Geburtstag - werden Kinder ausgelacht, die nicht alleine bei der Feier bleiben wollen bzw. weinen, wenn Mama weggeht. Ich denke, ich habe da einen gewissen Vergleich, weil Fumi ja dieses Jahr neun wird. Fumi geht alleine in die Schule, sie geht alleine zu ihren Freundinnen, trifft Verabredungen und hält sie alleine und selbstständig ein - und das ist ihr sehr wichtig. Gestern bat sie mich, ob sie mit ihrer Freundin alleine den Film "Die wilden Kerle 2" ansehen dürfe. Natürlich habe ich es ihr erlaubt. Und ich freue mich schon darauf, wenn sie vom Kinobesuch wiederkommt und stolz wie Oskar ist, weil sie das mit ihrer Freundin, aber ohne Erwachsenen, gemeistert hat. Was ist mit Klassenreisen, Einladungen, vorpupertären Kuschel-Tuschel-Runden? Für ein Dreijähriges Kind kein Thema - für ein Neunjähriges aber definitiv schon.

Und von wegen: "Das baden die Eltern aus": Das baden natürlich die Kinder aus. Sonst bräuchte man ja gar keine Erziehungsberatung mehr, wenn die Strafe für falsche Erziehung nur den trifft, der sie auch verursacht hat.

Es plädiert ja keiner dafür, der Mutter das Kind stante pede wegzunehmen. Ich denke nur, daß unter Umständen ein wenig externe Hilfe nicht schaden könnte. Freundschaftliche Hilfe - z.B. von der Patentante - scheint ja nicht anzukommen. Oft ist es ja auch leichter, sich von Experten helfen zu lassen.

Schöne Grüße,
Elisabeth.

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Re: @vallie

Antwort von marit am 14.02.2005, 14:40 Uhr

meiner Mutter hat nie jemand versucht reinzureden. Sie ist selbst alles andere als psychisch stabil und hat viel von ihren eigenen Bedürfnissen auf uns übertragen; und zwar indem sie alles aufgeteilt hat. Ich sollte die große Vernünftige und Tüchtige sein, was bedeutete, daß ich schon mit 8 Jahren unangenehme Telefonate für sie zu erledigen hatte, alleine einkaufen ging, einen Großteil des Haushalts schmiss und eine Art Mediatorin zwischen meinem Vater und ihr war und meine Schwester wurden zur "kleinen zarten Bedürftigen" erklärt, die von vorne bis hinten betüdelt werden müßte. Sie konnte mit 8 Jahren noch nicht einmal eine halbe Stunde alleine zu hause bleiben. Diese Behandlung war natürlich für keine von uns besonders toll. Heute aber sehe ich, daß die psychischen Schäden bei meiner Schwester um ein Vielfaches größer sind als bei mir.Vor allem - und das sollte man nicht unterschätzen - ist meine Schwester nicht in der Lage, simple Alltagsanforderungen zu meistern (wie z.B. Rechnungen halbwegs rechtzeitig zu zahlen, einen Job länger durchzuhalten, ihren Haushalt in Ordnung zu halten). Immer hat sie das Gefühl, daß sich alles schon irgendwann von selbst erledigen wird - und seit das nicht mehr so ist, bekommt sie regelmäßig Heulkrämpfe und findet es eine absolute Zumutung, daß sie für ihr Leben nun selbst verantwortlich sein soll. Darum finde ich eine Überschwemmung von Nähe bei einem Kind viel gefährlicher als Vernächlässigung. Ein vernachlässigtes Kind hat immer die Chance, sich das, was ihm bei den Eltern fehlt, woanders zu holen, eine überversorgtes Kind weiß gar nicht, daß etwas nicht stimmt bzw. warum es so anders ist, als die anderen. Kürzlich hat man ja auch herausgefunden, daß die Kinder von depressiven Müttern sich oft erstaunlich gut entwickeln, viel besser als bei allen anderen psychischen Krankheiten. Und zwar deshalb, weil sie in der Regel sehr viele Freiheiten genießen, weil die Mütter nicht die Kraft haben, sich dauernd zu kümmern. Das wiederum sei für die kindliche Entwicklung wesentlich besser als ein dauernder emotionaler Elternkontakt, wie z.B. bei Suchtkranken, Co-Abhängigen, Zwangsneurotikern oder Angstpatienten.

Darum. noch einmal, finde ich, man sollte diesem Kind eine Chance geben, daß sich das zumindest mal ein Unbeteiligter ansieht. Wenn es sich dann als falscher Alarm herausstellt - umso besser-. Mein Gott, dann hat man sich halt als Patentante mal für ein paar Monate etwas unbeliebt gemacht - wäre das so eine Katastrophe?

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Re: @vallie

Antwort von vallie am 14.02.2005, 14:56 Uhr

liebe elisabeth,
abgesehen von dem, daß das kind zum außenseiter wird, wie ich schon sagte, meine tochter ist auch 9, sie hat sehr viele soziale kontakte und ich gebe dir 100%ig recht, aber der punkt ist in meinen augen der und bitte cinderella korrigiere mich wenn ich falsch liege :

diese mutter will keinen ratschlag !!!

vielleicht nicht von ihrer schwester, aber was, wenn sie sich den vater mal zur brust nimmt ??? oder die gemeinsame mutter ???

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Re: dickes kind

Antwort von cinderella77 am 14.02.2005, 14:58 Uhr

ich wollte hier keinen heissen stein ins rollen bringen. mein kind kommt auch ab und zu noch zu mir ins bett, das ist auch nicht das problem, das ich bei meiner schwester sehen. Ich meine nur,wie ich meiner schwester klar mache, dass auch mal die zeit kommt, in der Freunde von meiner nichte fragen, wo ihr bett ist oder warum sie nie zu ihnen spielen kommt. Sie tut doch dem kind nichts gutes damit. Wie könnte ich ihr klarmachen, dass sie mit ihrer überfürsorge der kleinen schadet.

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@marit

Antwort von vallie am 14.02.2005, 15:08 Uhr

also daß zuviel nähe schlimmer ist als vernachlässigung kann ich wirklich nicht unterschreiben.
es ist wie mit allem, zuviel ist ungesund !!! neue studien hin oder her.
man sollte als mutter versuchen, immer ein vernünftiges mittelmaß zwischen fürsorge und loslassen zu finden. das ist manchmal sehr schwer( dachte gerade bei elisabeths posting, ob ich wohl meine tochter ganz allein ins kino gehen lassen würde....???
bei uns ist kein kino vor der tür, also sbahn fahren lasse ich sie nicht...)

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Re: meine Schwester

Antwort von krissie am 14.02.2005, 15:16 Uhr

Soweit ich weiß, hat mein Mann ein ähnliches Verhalten an den Tag gelegt wie deine schwester, wenn man nur die Aspekte Im-elternbett-schlafen und Daumenlutschen betrachtet und er ist psychisch außerordentlich stabil. Aus diesen Informationen allein kann ich überhaupt keine Gefährdung des Kindes ablesen, auch keine Überbehütung, Nicht-Loslassen-Können seitens der Eltern oder ähnliches.
Ich finde es einfach problemantisch, der Mutter vorzuwerfen, dass sie diejenige ist, die ihre Bedürfnisse auf Kosten des Kindes befriedigt. Möglich, aber allein an solchen dingen sicher nicht zu erkennen.
Aber es kann schon sein, dass es das Kind aus welchen gründen auch immer weitergehende Probleme hat, wenn sie wirklich nie allein zu freunden geht etc., ihr Gewicht aus dem ruder läuft, und da schließe ich mich an: Hilfe von außen in Form einer Erziehungsberatung ist möglicherweise hilfreich.

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Re: meine Schwester

Antwort von ninas59 am 14.02.2005, 15:58 Uhr

da stimme ich dir zu, nur musst in der Tat die Mutter diese Entscheidung treffen.

Jeder von uns weiss wie sensibel die Einmischung in die Erziehung bei jedem gehandhabt wird.

Es würde mich in der Tat erst die Sichtweise besagter Schwester, sowie des Kindes interessieren bevor ich mich an Prognosen wage.

Ich habe schwierigkeiten bei "Wenn....dann" Prognosen, sobald sie sich um Erziehung handeln.

Es steht der Frage, ob die Freunde nicht dumm schauen, wenn kein Bett im Zimmer ist eigentlich nichts entgegen.

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