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Geschrieben von JoVi66 am 25.04.2006, 21:46 Uhr

Der Staat hatte sich um zuviele Aufgaben gekümmert und sollte nun einsehen, dass es ein Fehler ist/war.

....."In der Definition der Rolle des Staates sieht die CDU eine Möglichkeit, sich von der SPD abzugrenzen. Pofalla sagte, der Staat habe sich "um zu viele Aufgaben gekümmert" und sei "überfordert". Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller, einer von drei Stellvertretern Pofalls in der Kommission, betonte: "Die Grundlinie heißt Privat vor Staat". Der Staat habe den Menschen suggeriert, dass er alle Probleme für sie lösen könne. "Das ist schlicht nicht wahr", betonte Müller.".....

Gebe ich ihm recht, sehen wir ja, wie toll er sie lösen kann.

Ich warte schon lange auf einen Politiker, der dies sagt.
Denn diese "Suggestion" eines immer und überall schützend eingreifenden Staates " macht meiner Meinung nach eine großen Teil der Bevölkerung - vielleicht nicht gerade faul, aber zumindest träge!
Und träge Bürger, die immer nur warten, was ihnen "von oben" oktroyiert wird sind des Sozialstaates Tod, sind Deutschlands Tod.

Bsp. Ex-DDR ( bitte liebe Ossis jetzt nicht angegriffen fühlen,. Ich greife NICHT EUCH an, sondern das System, das euch jahrelang aufgepfropft wurde und sagte, wo es lang zu gehen hat). Da kam der Staat ganz klar, definitiv und eindeutig VOR Privat! Und wohin hat es geführt? In den Bankrott und es hat einen Staat hervorgebracht, der aus Menschen sogar Spitzel und Denunzianten machte. Ein sehr ungenügendes System.

Heute Gott sei Dank Vergangenheit ( in Dtl.). Eigentlich kann man nicht einmal einem damaligen Spitzel böse sein, da er nur das beste für sich , seine Situation und seine Familie herausholen wollte- die meisten zumindest).

Egal ob ich das "Christlich" oder das "Sozial" im Namen meiner Partei stehen habe, im Grunde sollten sie eigentlich das gleiche Ausdrücken.

Wenn man es mit einem sehr simplem Beispiel vergleichen will:

Ich fahre auf einer sehr unübersichtlichen Strasse und vor mir ein LKW, der alles noch unübersichtlicher macht, dann brauche ich keine Durchgezogene Linie ( verursacht nur Kosten*g*) um zu erkennen: "Hirn an, Überholen gefährlich, lieber sein lassen.

Genauso kommt mir der Staat manchmal vor: Vorsicht, selber denken kann gefährlich sein, lieber sich was vorschreiben lassen.
Bei einer Roten Ampel muß ich das Gehirn nicht groß einschalten, sondern nur auf den Farbreiz "grün" warten und dann aufs Gaspedal. Bei "rot" wie blöd auf die Bremse, beides ungeachtet ob z.B. ein kleines Kind bei rot über die Strasse rennt und es besser gewesen wäre, mir über solche Eventualitäten Gedanken zu machen, oder beim spontanen Tritt auf die Bremse einen tollen Auffahrunfall im Schlepptau riskieren möchte.

Soll keine Verkehrserziehung sein, sondern nur auf zeigen, dass der Bürger verlernt hat, eigenständig zu denken und zu handeln und malo lieber den Staat machen lässt.

Dadurch entstanden letztendlich die echten Schmarotzer, die heute die unverschuldeten Harzt IV Empfänger ( hauptsächlich AE Frauen) in das schlechte Licht gerückt haben in dem sie nun sind.
Gruß Johanna

 
4 Antworten:

Re: Wenn der Staat Eigenverantwortung einfordert

Antwort von faya am 25.04.2006, 22:09 Uhr

...dann muß er auch loslassen können.

Das muß man privat in der Familie oder auch als Arbeitgeber oder im privaten Kreis oder Verein.

Wenn man will, daß andere eigenverantwortlich was erledigen und auf die Beine stellen, dann muß man delegiereun und auch wirklich loslassen und nicht dem anderen jeden Schritt vorschreiben bis ins letze Detail.

Das muß der staat lernen, wenn er eigenverantwortiches Handeln einfordert.

Wenn man Wirtschaftsaufschwung will, hoffe, daß die Leute Existenzen gründen und Engagement zeigen, dann darf man sie nicht mit 100 Paragrafen fertigmachen bevor sie angefangen haben.

Bsp.: Wer vor seiner Imbißbude Sitzgelegenheit aufstellt gilt als Lokal und muß Toiletten haben.

Wer ein Geschäft / Lokal aufmacht muß Autostellplätze haben usw. usw.

In der Nachkriegszeit und dem beginnenden Wirtschaftswunder konnte sich niemand auf den Staat verlassen. Aber jeder der einen Fahrradreifen aufpumpen konnte durfte ich ein Schild " Fahrradwerkstatt Müller & Sohn" an die Tür nageln . Und manche Enkel der Fahrrad-Müllers haben heute noch ein Geschäft.

Habe mal einen schönen Spruch gelesen der sinngemäß hieß :

Warum es in Deutschland keine Geschäftswunder wie Bill Gates gibt ?

Weil Bill Gates in einer Garage mit seinen Basteleien angefangen hat - und weil diese Garage nach den deutschen Bauvorschriften sicher 10 cm zu hoch oder zu niedrig gewesen wäre.

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Re: Wenn der Staat Eigenverantwortung einfordert

Antwort von JoVi66 am 25.04.2006, 23:51 Uhr

Schon wieder einer Meinung. Es wir unheimlich.
Nein, aber Spass beiseite, du hast recht. Eigenverantwortung und 10 cm höhere Garagen würden der deutschen Wirtschaft möglicherweise nützen können *g*
Gruß johanna

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Re: Wenn der Staat Eigenverantwortung einfordert

Antwort von wassermann63 am 26.04.2006, 7:27 Uhr

Hallole,

ich stimme völlig mit dir überein, dass Bürokratie und Vorschriften ab einem gewissen Grad zum Hemmer werden.

Aber auch hier gibt es wieder 2 Seiten der Medaille und den nicht immer leicht zu findenden goldenen Mittelweg.

Ein Beispiel: Bürokratie schafft auch Arbeitsplätze. Ich könnte dir jetzt nicht sagen, wieviele sie auf der einen Seite schafft und auf der anderen Seite verhindert. Aber sie schafft sie.

Vorschriften (ich nehme jetzt mal sicherheitstechnische Vorschriften im Maschinenbau) sichern ganze Berufszweige (Sicherheitstechniker, Angestellte im Qualitätsmanagement, Angestellte der verschiedenen Verbände wie der VDMA ...) und garantieren uns einen nicht unbedeutenden Wettbewerbsvorsprung im Vergleich zu Produkten aus vorschriftsarmen Ländern. Nicht umsonst gilt ein made in Germany auch heute noch im Export als Garant für Maschinen, die in Handhabung und gewährleisteter Leistung sicher sind.

Gleiche Einbaumaße oder Mindestbauhöhen erfreuen nicht nur Muttern, wenn der Fön denselben Stecker hat wie die Brotbackmaschine. Und Papa ist happy, wenn beim Hausbau die Maße zwischen Architektenplan und vorgefertigten Bauteilen einfach stimmen, weil zum Teil genormt.

O.k., es gibt immer wieder findige Köpfe, die nix besseres zu tun haben, als sich selbst im Erfinden unsinniger Vorschriften und Regeln zu toppen. Aber glücklicherweise erlöschen derartige Absurditäten früher oder später von selbst wieder, entweder weil der Konsument sich dagegen entscheidet oder sogar massiv dagegen wehrt oder weil sie sich von selbst blockieren.

Ein Beispiel für die Toilettenregel: in Italien bspwse. gibt es nach wie vor Kaffeebars ohne Toilette. Nun ist Kaffee aber entwässernd und verlangt des Öfteren nach selbiger, vor allem, wenn man sich kurz hinsetzt zum Trinken. Deshalb die Regelung in D, dass ein Imbiss mit Sitzgelegenheit einfach zur Notwendigkeit einer Toilette führen kann. Da profitiert ja dann auch wieder eine ganze Branche davon. Natürlich erschwert es das Betreiben eines Imbisslokals. Aber leicht verdientes Geld hat eben doch weniger Bestand als solide aufgebaute Strukturen, die sich erst später amortisieren. Aber dann wenigstens langfristig.

So gesehen haben für mich Vorschriften oftmals Sinn und auch Bürokratie empfinde ich nicht unbedingt als Hemmer. Sie ist eine Thematik, mit der man sich teilweise auseinandersetzen muss, aber wenn der Wille da ist, so findet sich auch der Weg hierfür (und das schreibe ich, obwohl ich als echter Wassermann keinerlei Hang zum Formulare ausfüllen verspüre ;-(((( Aber wenn's denn sein muss, dann muss ich halt auch ran.

LG
Jacky

P.S.: fand dein letztes posting an mich übrigens gut. Hat mir so einiges erklärt ;-)

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@ gemäß meinem gestern dargestellten Credo

Antwort von wassermann63 am 26.04.2006, 7:30 Uhr

füge ich noch hinzu, dass ich mich jetzt auf faya's posting bezogen habe.

Zwecks Vermeidung von Mistverständnissen ;-)

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