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Frauenarzt Dr. Bluni

Dr. med. V. Bluni - Schwangerschaftsberatung

Geschrieben von Ansil am 29.09.2011 Uhr.

Vorsorgeuntersuchungen

Sehr geehrter Herr Dr. Bluni,

ich bin jetzt in der 26. SSW und bislang wurde erst einmal Blut abgenommen (in der 6. SSW Test auf Chlamydien etc.) Müsste nicht eigentlich auch der Hb-Wert einmal kontrolliert werden (zumal ich in der letzten Zeit sehr müde bin)? Auf Nachfrage sagte man mir in der Praxis, es sei nur noch eine Blutuntersuchung vorgesehen, in der 32. SSW auf HBs-Antigen, wobei ziemlich deutlich wurde, dass man meine Frage völlig übertrieben fand.
Außerdem erfolgte bei keiner Vorsorge eine äußere Abtastung der Gebärmutter oder eine vaginale Untersuchung.
In der letzten Schwangerschaft hatte ich (bei einem anderen FA) mehrere Blutabnahmen, dabei immer Hb-Kontrolle,, sowie jedesmal eine vaginale Untersuchung mit pH-Test.
Ist das Vorgehen meines FA in Ordnung oder sollte ich ggf. den FA wechseln?

Vielen Dank!
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*1 Antwort:

Re: Vorsorgeuntersuchungen

Antwort von Dr.Bluni am 29.09.2011
 
Hallo,

Sie können jederzeit in den nachlesen, was Gegenstand der Untersuchungen in einer normal verlaufenden Schwangerschaft ist. Die Internetadresse dazu ist

http://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/19/ (letzter Abruf:29.09.2011).

So wird bei der ersten Blutuntersuchung mit Ausstellen des Mutterpasses folgendes untersucht:
-Blutgruppe, die Rhesusfaktoren & Antikörpersuche
-Ausschluss einer Syphilis oder HIV-Infektion (Suche nach HIV-Infektion nur mit Einverständnis) der ---bestimmung Röteltiter
-Ausschluss einer Blutarmut

-um die 28. SSW erneuter Ausschluss einer Blutarmut Antikörpersuche
-ab 36.SSW Suche nach einer Hepatitis-B

Nach Chlamydien wird nur noch im Urin und nicht im Blut gesucht.


Eine gynäkologische Untersuchung ist nur zu Beginn der Schwangerschaft vorgesehen. Hier kann Ihre Frauenärztin/Frauenarzt dann noch nach Bakterien & Pilzen schauen und den ph-Wert bestimmen. Auch ein aktueller Krebsabstrich sollte vorliegen.

Wenn der weitere Verlauf unauffällig ist und kein Risiko vorliegt (z.B. Zustand nach Frühgeburt oder sehr frühem Blasensprung), es keine vorzeitigen Wehen gibt sind weitere gynäkologische Tastuntersuchungen nicht vorgesehen, auch wenn dieses schon lange – aber eben nur in Deutschland - tägliche Praxis ist.

Das in Deutschland beliebte Ritual der praktisch vierwöchentlichen vaginalen Untersuchung ist weder in den aktuellen Mutterschaftsrichtlinien vorgesehen, noch wird dieses in irgendeinem anderen hoch entwickelten Land Europas, oder in Übersee in USA praktiziert.


Liebe Grüße

VB

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