Schwanger - wer noch?

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Hebamme sooo nötig heutzutage??? O.o

Thema: Hebamme sooo nötig heutzutage??? O.o

Also ma ehrlich alle erzählen mir 'du brauchst uuuunbedingt eine hebamme und blaa blaa' schaffen sie das nicht selber? Ich meine mene mutter und oma haben es früher perfekt ohne i eine fremde person auch geschafft... Ich möcht mein baby nich i jemandem anvertrauen und ich weiss das ich es allein schaffe und nic eine hebamme suchen muss, die mir arbeit abnimmt... Dazu kommt noch ' jaa und sie massiert dein baby und wenn du fragen hast....blabla' dazu haste ne mutter oder oma und wenn sies nich wissen eben die frauenärztin.... Ich massier mein baby selber, soll ja mutterliebe bekommen und nich von einer fremden durchmassiert werden...ich könnt mich da schon manchmal aufregen ne.... Genauso mit den geburtsvorbereitungskurs...das hat auch niemand früher gebraucht....was sagt ihr dazu?

von Kashs_baby am 13.02.2012, 00:32



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Ich hab damals genauso gedacht. Jetzt bin ich froh das ich im Geburtsvorbereitungskurs war und auch das ich meine Nachsorgehebamme hab. Meine Kleine hat Probleme mit dem Stillen (saugt nicht richtig). Im Krankenhaus hat man mir das Anlegen vollkommen falsch gezeigt, was den Effekt hatte, das meine Tochter innerhalb von einer Woche knapp 500 g abgenommen hat. Laut Krankenhaus hätte ich so weitermachen sollen wie bisher. Meine Hebamme hat mir aber erstmal gezeigt wie es richtig geht und danach auch, wie wir meine Kleine wieder aufgepäppelt bekommen. Ich dachte auch ''Hey, das haben Millarden Frauen vor dir geschafft, das wird schon klappen''. Aber es klappte eben nicht und auch meine Mutter konnte mir nicht helfen (trotz 3 vollgestillter Kinder). Es zwingt dich ja niemand, eine Hebamme zu nehmen. Aber es kann auch nicht falsch sein. Letztendlich ist es deine Entscheidung, egal was andere sagen.

von -chOcO- am 13.02.2012, 00:43



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Jap, früher haben die Frauen auch eben mal kurz die Feldarbeit unterbrochen, haben ihr kind geboren und gleich weitergearbeitet. Früher war eben alles anders... Oder nimmst du etwa auch Mutterschutz und Elternzeit nicht in Anspruch. Gabs früher auch nicht... Wieso soll man sich nicht helfen lassen? Ne Hebamme ist nicht deine Angestellte, sie ist nicht da um dir Arbeit abzunehmen (wie auch, sie ist ja nicht den ganzen Tag da), sondern um dir ein paar Handgriffe zu zeigen. Ich finds gut, denn ich hab keine Verwandschaft in der Nähe, die man sonst mal fragen könnte (was früher übrigens meistens der Fall war). Und Geburtsvorbereitungskurs, war informativ und interessant. Man würde es wohl auch ohne schaffen, aber warum nicht, wenn es das Angebot gibt. Hab dadurch außerdem ein paar andere werdende Mamas kennengelernt, was ich super finde...

von -zuckerle- am 13.02.2012, 00:47



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Hmm ich hab aber verwandschaft also is das etwas anders bei dir... Und das is das thema was ich meinte...mit den fragen da kann ich familie und frauenarzt fragen als i eine die ich mal eben so kennen lernen musste , ich find das nich richtig i einer zu vertrauen die man überhaupt nicht kennt..und das baby anzuvertrauen vor allem... Na gut vllt hab ich andere erfahrungen als ihr das ihr so leicht sagen könnt, klar vertraue ich mal i einer person... Ich bin da vorsichtiger grad zu der heutigen zeit und was der kurs betrifft, ich kann mir das nicht vorstellen, ich meine ich hab so schon stress und den kopf voll und gehe denn noch zu son kurs hin wo man eh schon fast alles weis und das was man nich weiss kann man sich aus dem i net holen oder....hmm

von Kashs_baby am 13.02.2012, 01:05



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Verwandschaft hab ich schon auch, aber eben nicht in der Nähe Sicher kannst du Familie und FA fragen. Kann ja jeder machen wie er will. "ich bin da vorsichtiger grad zu der heutigen Zeit" ja sicher, wir reden hier aber von einer HEBAMME und nicht von einer wildfremden Person von der Strasse. Sicher drück ich mein Baby nicht jedem in die Arme. Allerdings bringt Paranoia auch nix. Das Kind muß zu Ärzten, Kindergärtnerinnen, Lehrern, Freunden und deren Eltern, usw. Wo komm ich denn da hin, wenn ich überall böse Menschen vermute. Dann müßte ich mein Kind ja ewig isolieren. Der Kurs ist Geschmacksache und keine Pflicht. Wie schon gesagt, ich fand ea ganz nett und hab jetzt echt gute Kontakte dadurch.

von -zuckerle- am 13.02.2012, 01:20



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Habe auch kein einzigen kurs oder so vor oder nach der geburt gemacht. Die geburt war dennoch prima. als die hebamme mir sagte wie ich atmen soll im kh bei den wehen ( so wie mans in den kursen und co eben lernt) kam ich gar nicht klar. irgendwann merkte sie auch das ich die wehen auf meine art veratmen muss und nervte nicht mehr damit. ALSO, es geht auch ohne. aber viele brauchen das auch. Das musst du selbst entscheiden was du brauchst und was nicht.

von Mami-Franzi19 am 13.02.2012, 09:20



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Hallo, Ich bin mir nicht sicher, was für Hintergründe dein Posting hat, aber ich habe den Eindruck, dass das etwas sehr Persönliches, Individuelles ist, das sich nicht in der Form verallgemeinern lässt (lassen solltest), die du mit deinem Posting suggerierst. Hebammen sind *Fachfrauen* für (normale) Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Versorgung des Neugeborenen. Und wenn ich mich bei diesen Themen gut aufgehoben fühlen möchte, ist es *für mich* selbstverständlich, dass ich mich an eine Hebamme wende. Das ist auch kein neumodischer Schnickschnack, sondern einer der ältesten Berufe der Welt, und erst in den letzten Jahrzehnten haben Hebammen sich (mMn leider) das Zepter bzgl. Schwangerenvorsorge und Geburtsbegleitung zumindest in der industrialisierten Welt von FAs aus der Hand nehmen lassen. Trotzdem gibt es in D immer noch eine Hinzuziehungspflicht: Ein FA, der eine Geburt begleitet, *muss* eine Hebamme hinzuziehen. Umgekehrt gilt das nicht, bzw. die Hebamme ist nur angehalten, einen FA hinzuzuziehen, wenn die Geburt regelwidrig verläuft. Dein Posting klingt irgendwie so, als würde eine Schwangere heutzutage munter vor sich hinschwangern, und dann irgendwann unter Hilfestellung von Eltern, Großeltern oder sonstwem das Kind kriegen und sich von diesen Personen dann auch bei der Versorgung im Wochenbett zur Hand gehen lassen. Mag sein, dass das in Gegenden, die nicht leicht rechtzeitig von einer Hebamme erreicht werden konnten, früher echt so war. Aber in den meisten Gegenden der Welt, und bestimmt auch zu praktisch allen Zeiten, fanden Gebärenden es schon vorteilhaft, wenn jemand bei der Geburt dabei war, der sich damit ganz gut auskennt. Und heutzutage ist das ja hierzulande mE ein recht schräger Ansatz, und ich möchte wetten, auch nicht deiner: Denn die Zeit bis zur (oder kurz nach der) Geburt sieht ja hier standardmäßig eher so aus, dass Frau direkt nach dem positiven Test in der 5. SSW zum FA geht, dann wöchentlich zum US aufschlägt, bis alles (vielleicht) mal so aussieht, als könnte es passen, dann ungefähr im 2-4-Wochen-Takt zur FA-Vorsorge geht, zur von Hebammen und FA begleiteten Geburt ins KH und dann nach ein paar Tagen (in denen sie von den Wochenstations-Schwestern versorgt wurde) wieder heim, wo dann noch alle 1-2 Tage die Hebamme vorbeischaut. Gegenüber diesem Schema empfand *ich* es als sehr wohltuend, von *meiner* Hebamme während der SchwSch und Geburt begleitet zu werden. Das war eine Frau (bzw. 2 verschiedene in den 2 SchwSch'en wegen Umzug), mit der ich bereits in den ersten beiden Terminen (jeweils etwa 1 Stunde) mehr gesprochen hatte, als mit meinem (sehr guten!) FA in den gesamten Jahren zuvor zusammengenommen. Wieso sollte ich mich also mit Fragen an meinen FA wenden? Besonders, wo er sich mit Fragen zu einer normalen SchwSch überhaupt nicht wirklich auskennt? Ich schätze ihn wirklich sehr für sein breites Spektrum an Wissen. Zu ihm kann ich eben nicht nur schwanger kommen, sondern auch, wenn ich die Pille will, eine Blasenentzündung habe, glaube, einen komischen Knoten in der Brust gefunden zu haben, oder wenn ich eine Gelbkörperhormonschwäche habe. Aber für SchwSch und Geburt ist - wenn es rund läuft - mE nunmal eine Hebamme zuständig. Die nimmt sich obendrein auch viel mehr Zeit, kennt sich bei Hilfen bzgl. SchwSch-Zipperlein besser aus, hat insgesamt einen "gesünderen" und dennoch kompetenten Blick auf die SchwSch. Das war zumindest für mich das, was ich wollte und brauchte. Und wenn etwas nicht rund gelaufen wäre, hätte sie mich immer noch an den FA überweisen können. Babymassage ist ein seeeeehr nebengeordneter Aspekt. Meine erste Hebamme bot das gar nicht an, bei meiner zweiten gab es dafür einen Kurs, aber den bot eine andere Frau in ihrer Praxis an (neben Schwangerenyoga usw.). Eine Hebamme ist keine Frau, die im Wochenbett mal eben kommt und mit dem Baby 2 Stunden spazierengeht. Und gerade, was die Hilfe und Beratung durch Mütter usw. angeht: Vielleicht hast du Glück, dann kann man dich echt beglückwünschen. Aber für die meisten von uns ist gerade bzgl. Wochenbett in den stillfeindlichen 70er Jahren so viel an Wissen verlorengegangen, dass die Durchschnittsschwangere heutzutage mE gut beraten ist, bloß nicht auf den Blödsinn zu hören, den ihre Mütter und Schwiegermütter als der Weisheit letzten Schluss verkaufen. Denn: Nein, man verwöhnt das Baby nicht, wenn man es öfter als alle 4 Stunden anlegt. Und es bekommt auch kein Bauchweh, wenn frische Milch auf "alte" trifft. Und es ist auch nicht komisch, sondern völlig natürlich, wenn die Milch 6 Monate lang reicht, und sogar, wenn sie für Zwillinge genug ist, denn die wird auf Nachfrage produziert. Das Stillforum ist voll von Frauen, die verraten und verkauft sind, weil sie auf Frauen gehört haben, die "sich ja auskennen müssen, weil sie selber Kinder haben" (oder die es gewesen wären, wenn sie drauf gehört hätten). Einen Geburtsvorbereitungskurs hätte *ich* jetzt wirklich nicht soooo dringend gebraucht, weil ich tatsächlich im Internet viel darüber gelesen habe und mich mit Frauen ausgetauscht habe, die schwanger sind oder waren und in einer ähnlichen Situation wie ich. Das war für mich mehr zum Leute-mit-Baby Kennenlernen. Aber schlecht finde ich das Angebot nicht, denn heutzutage ist ja (im Gegensatz zu der von dir scheinbar beschworenen guten alten Zeit) die Geburt des eigenen Kindes für praktisch alle Frauen die erste, die sie selbst miterleben. Zumindest für mich war es essenziell zu wissen, was mich da erwarten könnte, was im Rahmen des Normalen liegt, welche Entscheidungen anstehen könnten, usw. Zum Glück gibt es ja in D keine Pflicht, eine Hebamme in Anspruch zu nehmen. Du kannst dich also frei entscheiden, darauf zu verzichten. Es sei denn, du gehst zur Geburt in ein KH, dann wirst du nicht drumrumkommen. Aber ich finde es sehr positiv, dass man die Möglichkeit hat, eine in Anspruch zu nehmen, und habe das auch gerne genutzt. Liebe Grüße, Sabine

von huehnchen69 am 13.02.2012, 03:19



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Jedem das seine!!! ICH selbst hatte beide Male keine Hebamme, aber ich kann jede Frau verstehen, die sich damit sicherer fühlt. Man lebt nunmal heutzutage meist nicht mehr in Mehrgenerationenhäusern oder wenigstens nahe zusammen mit Mutter, Oma, Tanten o.ä. und viel Erfahrung fehlt damit einfach. JEDE Schwangere wird quasi bombadiert mit "guten Ratschlägen" von allen Seiten und viele sind dadurch einfach auch verunsichert... haben selbst oft keine Erfahrung mit Babys... oder sind einfach beruhigter, wenn sie wissen, es ist jemand da, der helfen kann, wenn man mal nicht weiter weiß. Eine Hebamme zu haben oder nicht zu haben tut niemandem weh (ich denke mal bei einigen Frauen wäre es aber wirklich besser, sie hätten eine!), also muss man darüer sicher nicht urteilen oder den Kopf schütteln!

von Susi0103 am 13.02.2012, 06:11



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Ich nehme an Du gehst auch weder zu irgendeiner Vorsorge beim Arzt, machst keinen Ultraschall, Abstrich etc, gebärst mit Hilfe der Mutter zuhause, zeigst das Kind keinem Kinderarzt...trägst keine Umstandskleidung, benutzt Stoffwindeln und keine Wegwerfwindeln, stillst eeeewig, aber ohne Still-BH, nimmst keinen Mutterschutz und Elternzeit, verzichtest sowohl auf Eltern- als auch auf Kindergeld........ ALLE diese Dinge (Schwangerschaft und Geburt=Fall für Arzt und Krankenhaus) sind "neumodische" Erscheinungen, Deine Oma hatte weder Kindergeld noch Elternzeit...... Der Beruf der Hebamme ist doch die Begleitung der Schwangerschaft, Geburt und direkt danach...

von cashew1 am 13.02.2012, 06:19



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Ich hatte nach der geburt kurz eine, aber ausser genervt und rumgenoelt gat die nix gebracht. diesmal hol ich mir wieder keine, hoechstens es stimmt was nicht, also risiko ss o.ae. Kam und komme super ohne aus

von Mami-Franzi19 am 13.02.2012, 09:14



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Finde es schon sinnvoll sich beim ersten Kind ein Hebamme für die Nachsorge zu suchen!! Es gibt immer mal Fragen und man ist dann doch unsicher. Und wenn dann Oma und Mutter mit Tips von Anno Knack ankommen ists auch nicht immer so gut.... Beim zweiten und dritten braucht man es nicht mehr unbedingt. LG

von carmeng am 13.02.2012, 09:21



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Hi, also ich habe sie auch nicht gebraucht. Damals bei meiner ersten Tochter habe ich mir dann eine geholt weil alle meinten es wäre besser. Naja die war drei mal da haben nur gesprochen und einmal gebadet und dann meinte sie wenn ich sie brauchen sollte soll ich mich melden. Habe mich nicht mehr gemeldet weil sie für mich sorry wenn ich das so schreibe ist ja nicht böse gemeint aber für mich war sie überflüssig. Ich wusste schon vieles von meinen nichten und neffen da habe ich auch viel geholfen. Und jetzt bei meiner Maus habe ich direkt verzichtet. Bin eh ein mensch der lieber alles selber macht. LG Yvi

von emily-w am 13.02.2012, 09:30



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Also ich habe vor 5 Monaten meine süße maus bekommen und hatte nicht in der schwangerschaft und auch jetzt nicht das Bedürfnis eine Hebamme zu haben.. Wir kamen bis jetzt super zurecht und sie ist auch mein erstes Kind.. Wenn ich fragen hatte, hab ich bisher meine Mutter oder Schwiegermutter gefragt :) Also für mich habe ich sie nicht gebraucht ;)

von mamiCaro11 am 13.02.2012, 10:01



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Ich habe in der 1.SS den Geburtsvorbereitungskurs besucht, der mir gut gefiel, da die Hebi auch nachher für Fragen da war. Tips und Tricks, die ein Arzt sicher nicht so gut beantworten kann. Bei meiner 2.SS hat meine Hebi alle Vorsorgeuntersuchungen gemacht, war nur 3x beim Arzt. Nachsorge war grad beim ersten Kind wichtig, da man einfach viel nicht weiß. Klar, ich habe auch Schwiegermutter da, meine Mutter die ich Fragen könnte- aber ganz ehrlich: Damals in den 70er und 80er Jahren, das ist jetzt über 30Jahre her, hatte man noch eine andere Auffassung über Stillen, Babypflege, Beikost ectr. Meine Hebi war nach der Geburt vom 1.Kind 2x da, ansonsten bei Fragen SMS geschrieben. Nach der 2.Geburt war sie oft da, da ich ambulant entbunden habe und der Nabel nicht abheilte. Es ist kein muss, aber es ist schön, jemanden zu haben, der tagtäglich mit den Fragen konfrontiert ist, die man mit Baby hat. Wenn man selber zurechtkommt, dann kommt die Hebi ja sowieso nicht mehr vorbei. Bezüglich zwecks Massage. Meine Hebi macht es nicht, außer man will es. Außerdem musst Du Dein Baby ihr nicht "anvertrauen", denn Du bist ja immer da und was soll sie den schon tun mit Deinem Baby. Bei der Geburt bist Du voll "ausgeliefert", da musst Du wirklich vertrauen zur Hebi und Arzt haben, aber danach... Überlegs Dir gut! Lg

von Mädl81 am 13.02.2012, 10:35



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Also beim ersten Kind hab ich mich zum Geburtsvorbereitungskurs angemeldet, da war ich genau 1x und hab festgestellt, dass das für mich nichts ist. Das muss aber jede Frau für sich selbst entscheiden. Beim ersten Kind hatte ich auch eine Hebamme, die ich persönlich aber nicht so toll fand. Die war nur ein paar Mal da und dann habe ich die Termine abgesagt. Wir hatten keine Probleme und es gut alleine geschafft. Bei Kind 2 und 3 hatte ich dann erst gar keine Hebamme gesucht. Nach 6 Jahren Pause bekam ich nun vor kurzem Kind Nr. 4. Da es ja doch viele neue Erkenntnisse gibt, hab ich mir diesmal wieder eine Hebamme für die Nachsorge gesucht. Hab eine genommen, die mir meine Freundin empfohlen hat. Und was soll ich sagen? Sie ist einfach toll!!! Ich brauchte keine Frau, die mir zeigt, wie ich wickeln, baden oder füttern muss und das war der Hebamme auch klar. Beim 4. Kind ist so etwas Routine. Sie hat mir auch nicht die Wäsche gewaschen oder sonst etwas im Haushalt gemacht, denn dafür ist sie auch nicht da. Sie hat sich einfach das Baby angeschaut, nach meiner Gebärmutter geguckt usw. Sie hat mir einfach das Gefühl gegeben, dass da jemand ist, der sich auch für mein Wohlbefinden interessiert. Klar, ich hab auch Familie und Freunde, die kamen auch alle und haben sich alle gleich auf das Baby gestürzt. Und als meine ältere Tochter an Gürtelrose erkrankt war (da war das Baby 3 Wochen alt), da sprach der Arzt von Lebensgefahr für die Kleine und ich solle die Schwester fern halten. Ich war fix und fertig und meine Hebamme war es, die mir dann mal nützliche Tipps gegeben hat, was ich alles tun kann, um die Ansteckung zu verhindern. Sie war es, die jeden Tag angerufen hat, um zu fragen, wie es uns geht, ob mit der Kleinen alles in Ordnung ist. Ich bekomme keine weiteren Kinder mehr, aber wäre es so, würde ich auch bei Kind 9 oder 10 noch diese Hebamme zur Nachsorge nehmen!!! Und ich finde, dass bleibt jeder Frau selbst überlassen und hat mit "neumodischem Kram" überhaupt nichts zu tun. Wohl jede Frau würde es irgendwie alleine schaffen, wenn es sein müßte, aber warum sollte man die Möglichkeit ungenutzt lassen, sich ein wenig Unterstützung zu holen? LG Silke

von jajule am 13.02.2012, 10:59



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Bei Beschwerden kannst du ja zum FA gehen oder deine Mutter gucken lassen. Aber für die Schwangerschaft, für die Geburt, für die Nachsorge? Total wichtig!! Ich will schließlich eine Begleitung von (einer) Person/en mit bestmöglichem Fachwissen für die natürlichen Vorgänge. Und das ist meine Hebamme. Für Ultraschall und andere medizinische Belange gehe ich natürlich zur FÄ, aber (meine) Schwangerschaft ist keine Krankheit, da haben Ärzte nur begrenzt etwas zu suchen. Für mich ist auch selbstverständlich, dass sofern keine Komplikationen zu erwarten sind, die Geburt ärztefrei bleibt. Dadurch bleibt die Geburt auch eher komplikationsfrei, denn Ärzte bringen bei Schwierigkeiten leider nur ihr medizinisches Repertoire mit. Dazu ein interessanter Originalartikel (englisch) im Canadian Medical Association Journal von Janssen et al. (2009), 181(6-7), S. 377 ff.. Dass dieselbe Hebamme dann die Nachsorge übernimmt ist selbstverständlich. Allerdings ist sie dann auch kein "Fremdkörper" mehr. Den Gedanken, mich auf Verwandtschaft zu verlassen finde ich persönlich gruselig. Viele Grüße!

von björg am 13.02.2012, 11:06



Antwort auf Beitrag von björg

Wieso findeste es 'gruselig' dich uf verwandtschaft zu verlassen?? Oma und mama haben dich auch gross gezogen, vertsteh nich so recht das es gruselig sein soll... Danke schön für eure tollen antworten und ich hab mich nun 100% entschlossen keine hebamme zu suchen...

von Kashs_baby am 13.02.2012, 13:56



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

Also ganz ehrlich: ich hätte keine gebraucht. Ich kam aus dem kh und da hab ich meine hebamme taagelang nicht erreicht. Dann kam sie 3 Wochen 1x pro Woche um zu wiegen. Jetzt hat sie 2 wochen Urlaub. Musste mir also alles selber beibringen. Mit dem stillen musste ich auch gucken wie ich klar komm. Ging zum glück von anfang an sehr gut. Baden hat mir meine mutter geholfen. Als ich Schmerzen hatte ( scheidenschnitt, mehrere Risse) war ich in der Apotheke. Wo der kleine so schlimme blähungen bekommen hatte war ich beim Kinderarzt. Als ich ne Entzündung hatte war ich im kh. Wieso brauch ich also ne Hebamme?

von Sandyyy am 13.02.2012, 14:46



Antwort auf Beitrag von Kashs_baby

also ich finde das sollte jeder für sich selber wissen ob man eine hebamme nimmt oder nicht. ich hatte bei meinem ersten schon eine hebamme und war froh das ich sie hatte ich hatte zu ihr nachher ein richtig gutes vertrauen. und wer sagt denn das die hebamme dein baby massiert???? das habe ich ja auch noch nie gehört. meine hat es nicht gemacht das habe ich übernommen. sie hat es mir an einer puppe gezeigt wie ich das machen kann mit den griffen usw. jetzt beim zweiten bin ich auch froh sie wieder zu haben. sie macht akkupunktur gegen übelkeit was der hausarzt und die frauenärztin nicht machen. klar kann man auch die verwandtschaft fragen aber ab und zu sind die tipps einfach auch veraltet finde ich.

von JanniksMami2010 am 14.02.2012, 21:12