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Einschlafprobleme (Ferber?)

Thema: Einschlafprobleme (Ferber?)

Hallo liebe Mamis mein Sohn ist am 6.2. ein Jahr alt geworden. Um 20 Uhr ist Bettzeit. Da ist er schön müde. Unser Abendritual sieht so aus: Essen, Zähne putzen, Buch anschauen. Dann lege ich ihn wach ins Bett, streichle ihn ein bisschen und sage: "schlaf schön mein Schatz, süße Träume, Gute Nacht" Das mache ich schon so, seit er in seinem Zimmer schläft. Kaum bin ich raus, fängt er an zu jammern. Ich habe mich für die sogenannte Ferber Methode entschieden. Wobei ich ihn aber noch nie 10 min hab schreien lassen und wenn er wirklich verzweifelt weint geh ich auch wieder rein. Meist stellt er sich aber in seinem Bettchen hin, schmeisst seinen Schnuller weg und jammert (weint ohne Tränen) Ich lasse ihn dann 3 Min. jammern und gehe dann rein lege ihn hin, gebe ihm wieder seinen schnuller und tröste ihn 2 min (ohne auf den Arm zu nehmen). Leider wiederholt sich das seit Monaten jeden Abend so bis zu 15 mal. Bisher ohne erfolg. Ich dachte dadurch lernt er irgendwann alleine einzuschlafen... Hat vielleicht jemand Tipps? Was mache ich nur falsch? Gruß Jessica

Mitglied inaktiv - 20.02.2010, 20:33



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Ich habe es übrigens vorher immer mit auf den Arm nehmen und ihm leise vorsingen probiert. Ging auch nicht besser und wenn ich ihn dann ins Bett lege wacht er auf und ist erschrocken, weil ich beim einschlafen ja noch bei ihm war und dann nicht mehr.

Mitglied inaktiv - 20.02.2010, 20:59



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Nein, du machst nichts falsch (jedenfalls nicht im im Sinne der Methode): Die Ferber-Methode suggeriert leider (so heißt ja auch dieses Buch): "JEDES Kind kann (damit) schlafen lernen"! Stimmt aber garnicht. Es gibt immer wieder Kinder, die nicht so leicht "aufgeben". Die auf ihrem Bedürfnis nach Nähe (das ja auch - meiner Meinung nach - völlig legitim ist bei einem kleine Kind in dem Alter!!) stärker beharren als andere. Oft verändern diese Kinder auch ihr Verhalten am Tag, werden ängstlicher, anhänglicher... evtl. hast du soetwas auch bemerkt? Die Methode an sich ist meines Erachtens falsch, da ein Kind dadurch nur eines lernen kann, nämlich: Meine Mama ist nicht für mich da, wenn ich nach ihr rufe, sie brauche! Die meisten Kinder resignieren dann irgendwann (weil ihnen ihr schreien/weinen/jammern ja nichts bringt) und schlafen alleine ein. Wie gesagt nicht alle! Egal, ob es funktioniert oder nicht, kann die Ferbermethode sich negativ auf die psychische Entwicklung des Kindes auswirken, das sog. Urvertrauen kann u.U. zerstört werden. (Nachzulesen z.B. unter www.ferbern.de) Ich würde dir also raten, das Ferbern zu lassen (zumal es bei deinem Kind offenbar eh nichts bringt - das ist doch schon Argument genug?! )!! Es gibt bessere und vor allem sanftere/schonendere "Schlafprogramme"! Z.B. "Schlafen statt Schreien" v. Elisabeth Pantley. Oder (meiner Meinung nach noch besser!) du akzeptierst, dass dein Sohn einfach noch nicht so weit ist, allein einzuschlafen, und begleitest ihn in den Schlaf, bleibst bei ihm,. bis er eingeschlafen ist! Es stimmt nämlich nicht, dass Kinder, denen man das Allein Einschlafen nicht frühzeitig beibringt, NIE lernen, allein einzuschlafen! Alle Kinder lernen es früher oder später von selber, wenn man ihnen die Zeit gibt, die sie brauchen! LG Barbara

Mitglied inaktiv - 20.02.2010, 21:35



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Hallo, mein Sohn hat auch vor kurzem gelernt alleine zu Schlafen. Wir haben das Anfang Januar gemacht. Allerdings schläft er gleich oder nach 1-2x reingehen ein. Nachts wacht er seit ein paar Tagen nur noch 1x auf und braucht bis zur einer Std um wieder fest einzuschlafen. Er weint dabei aber nicht die ganze Zeit, sondern fängt alle viertel Std. an zu jammern. In deinem Fall bin ich mir gar nicht sicher was da die Lösung wäre. Entweder so weiter machen, solange er nicht weint /schreit, sondern nur jammert. Vllt legt es sich doch noch. Oder, versuchen ihn in den Schlaf zu begleiten. Vllt braucht er dich momentan zum Einschlafen und vllt funktioniert das Einschlafen dann auch besser. Bin wirklich gespannt auf die Ratschläge / Meinungen der anderen Mamas. lg

Mitglied inaktiv - 21.02.2010, 00:24



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Ich bring nur mal wieder das Zitat ein: Zitat:"Er wacht auf in dem sinnlosen Schrecken der Stille, der Bewegungslosigkeit. Er schreit. Sein kleiner Körper brennt von Kopf bis Fuß vor Bedürfnis, Verlangen, unaufschiebbarer Ungeduld. Er schnappt nach Luft und schreit, bis sein Kopf nur noch ein einziges Pochen ist. Er schreit, bis seine Brust schmerzt, bis sein Hals wund ist. Er kann den Schmerz nicht mehr ertragen und sein Schluchzen lässt nach und klingt ab. Er lauscht. Er öffnet und schließt seine Fäustchen. Er rollt seinen Kopf hin und her. Nichts hilft. Es ist unerträglich. Er beginnt wieder zu weinen, doch es ist zu viel für seinen überanstrengten Hals; bald hört er auf. Er rudert mit den Ärmchen, und tritt mit seinen Beinchen. Er hört auf, leidend, unfähig zu denken. Er lauscht. Dann schläft er wieder ein." Es ist von Liedlof, auch ein gutes Buch "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück". Denk mal darüber nach, was Du Deinem Kleinen antust. Er verliert das Urvertrauen! Begleite ihn doch in den Schlaf! Du verwöhnst ihn nicht dadurch. Ein Kind kann man nur mit materiellen Dingen verwöhnen, aber nicht mit Liebe! Vielleicht hilft Dir das Buch "Schlafen statt schreien" von E. Pantley. Es ist eine wesentlich sanftere Methode. Zudem sollte Dir auch zu denken geben, dass der "Erfinder" Dr. Ferber, sich von diesem Buch bereits seit Jahren distanziert hat. Er bereut es, es überhaupt geschrieben zu haben!

Mitglied inaktiv - 21.02.2010, 09:21



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Meiner Ansicht liegt der Fehler darin, erreichen zu wollen, dass ein Einjähriger alleine einschläft. Kinder brauchen durchschnittlich eine Einschlafbegleitung, bis sie 4 Jahre alt sind. Warum legst du dich nicht dazu, bis er schläft? Monatelang 15 mal reinrennen ist doch 100-mal nerviger und unentspannter. Und auch, wenn er "nur jammert" - zufriedenes Einschlafen sieht so nicht aus!!

Mitglied inaktiv - 21.02.2010, 12:26



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Danke für eure Tipps! Also schreien lassen tu ich ihn ja auch nicht das brächte ich nicht übers Herz. Er meckert und jammert halt. Ich möchte dass er zufrieden einschläft, dass Schlafen etwas schönes für ihn ist. Ich werde mich wohl wieder dazu legen. Man sieht ja dass es nix bringt. Ich dachte nur, er sollte das schon lernen, weil jeder einem was anderes sagt... Also ab heute abend dann wieder in den Schlaf begleiten. Danke nochmal. LG Jessica

Mitglied inaktiv - 21.02.2010, 12:56