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Einschlafbegleitung durch den Papa

Thema: Einschlafbegleitung durch den Papa

Hallo zusammen, mein Sohn (11 Monate) ist ein sehr schlechter Schläfer. Seit er ca. 4 Monate alt ist, liegt die ganze äußerst aufwendige Einschlafbegleitung und Wiedereinschlafbegleitung (Problem häufiges Aufwachen) komplett bei mir. Die Bindung zu seinem Vater ist zwar super, aber wenn's ums Schlafen geht, geht eben nur Mama - egal ob mittags oder abends. Ich muss auch zugeben, dass wir alle Versuche, daran etwas zu ändern, immer ziemlich schnell aufgegeben haben – einfach weil wir es nicht übers Herz gebracht haben, ihn bei seinem Papa weinen zu lassen, wenn ich ihn doch trösten kann. In letzter Zeit hat mein Sohn nun große Fortschritte gemacht. Er schläft zwar noch lange nicht durch, aber doch deutlich besser. Wir überlegen daher, ob es Zeit ist, langsam auch mal wieder den Papa ans Schlafenlegen heranzuführen. Leider weiß ich nicht wirklich, wie wir das am besten anstellen sollen, und erhoffe mir daher ein paar Tipps von Euch. Für den Anfang würde es ja reichen, wenn ich auch mal wieder abends zwei Stunden ausgehen könnte. Das Zubettbringen würde ich also noch übernehmen (ich stille auch noch), aber wenn er dann nach 30 oder 60 Minuten wieder aufwacht, müsste mein Mann ihn eben irgendwie beruhigen können. (Das schaffe ich ohne Stillen.) Also wie vorgehen? Meinen Mann erst einmal mehr in die Zubettgehzeit integrieren? Ihn zuschauen und nachmachen lassen (eher wenig erfolgversprechend)? Oder ihn ins kalte Wasser werfen und seinen eigenen Weg finden lassen? Ich muss auch sagen, dass ich das alles mit einem etwas mulmigen Gefühl angehe, weil ich Angst habe, die hart erkämpften Fortschritte durch so eine Veränderung wieder aufs Spiel zu setzen. Andererseits möchte ich nicht, dass mein Sohn sich auch noch mit drei Jahren nur von mir zu Bett bringen lässt. Manchmal frage ich mich eh, ob es nicht schon zu spät ist, um noch etwas zu ändern. Viele Grüße Calcifer P.S.: Schreien lassen ist übrigens keine Option. Und, falls das wichtig ist: Er schläft im Familienbett.

Mitglied inaktiv - 08.06.2010, 15:50



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Hmmm, wir haben das schon etwas länger hinter uns - mal sehen, ob ich mich noch richtig erinnere... Aber zunächst vorweg: Gestatte deinem Mann SEINEN ganz individuellen Weg der Einschlafbegleitung zu gehen. Er ist schliesslich NICHT die Mama, und das weiss euer Kind sowieso. Lasst es immer wieder mal auf einen Versuch ankommen. Bei uns hat es mit dem Papa auch mal gar nicht geklappt, und dann plötzlich doch und tausendmal effektiver als bei mir - das wechselt immer mal wieder, bis die Kleinen anderthalb Jahre werden: da ist die Löslösung von der Mutter dann im vollen Gange und das Kind kann stundenweise PROBLEMLOS von der Mutter getrennt sein. Jetzt ist es also eher noch etwas früh, aber nicht früh genug, um den Papa nicht immer mal wieder ran zu lassen... Bleibt dran, und nicht verzweifeln - das ist wie fast alles beim Kind etwas das MIT DER ZEIT immer besser wird...

Mitglied inaktiv - 08.06.2010, 19:40



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Hi! Also habe meine beiden sehr lange (in den Schlaf) gestillt. Die Große fast 3 Jahre lang, und der Kleine hat sich mit 2 Jahren abgestillt. Aber: ins Bettbringen, Einschlafbegleitung...auch ohne Stillen: das war sehr lange Zeit Mama's Job Allerdings: bei unserer Großen war es um den 3. Geburtstag herum so, also ab dem Zeitpunkt, als sie abgestillt wurde, daß sie fast nur noch vom Papa ins Bett gebracht werden wollte. Heute ist sie 4,5 Jahre alt und zu 80% möchte sie vom Papa ins Bett gebracht werden. Der Kleine geht mittlerweile immer öfter mit Papa ins Bett. Aber nicht weil WIR darauf drängen oder es "darauf anlegen", sondern weil er selber ganz klar sagt "Papa Bett gehen" oder eben "Mama Bett gehen". Manchmal liege ich neben ihm (er schläft in unserem Ehebett ein) und plötzlich verlangt er nach dem Papa. Dann legt sich Papa daneben und er schläft seelig ein. Ganz ehrlich, wir haben in dieser Hinsicht immer unseren Zwergen "vertraut" und fahren mit dieser Methode sehr gut. Streßfrei. Auch als ich ihn noch zum Einschlafen gestillt habe, war ich 'mal mit Freundinnen beim Abendessen. Entweder der Kleine hat dann solange mit Papa gespielt, bis ich wieder daheim war...was dann natürlich eh nie später als 21 Uhr war, oder er hat sich dann doch mit Papa ins Bett gelegt und ist dabei "versehentlich" eingeschlafen. Seitdem ich ihn nicht mehr stille, habe ich diesbezüglich gar keine Bedenken mehr. Ich weiß, daß ich jederzeit auch mal abends weggehen könnte und daß der Kleine kein Problem damit hätte. Also: WENN du mal wirklich nicht daheim sein solltest...wird Papa das schon schaukeln...allerdings ist euer Zwerg natürlich schon noch sehr klein... LG Sandra

Mitglied inaktiv - 08.06.2010, 21:01



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Vielen Dank für Eure Antworten - es hat mir Mut gemacht zu lesen, dass sich die "Einschlafpräferenz" auch wieder ändern kann. Ich denke, wir werden uns da jetzt keinen unnötigen Stress machen... jedenfalls so lange ich einigermaßen damit klarkomme, abends ans Haus gebunden zu sein. Wär' ja wirklich schön, wenn sich das irgendwann von alleine geben würde. Ich hatte hauptsächlich Sorge, von dieser Rollenaufteilung nie mehr wegzukommen. Aber es stimmt, es ändert sich so viel im Schlafverhalten, warum nicht auch das. Viele Grüße Calcifer

Mitglied inaktiv - 12.06.2010, 23:36



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"Aber es stimmt, es ändert sich so viel im Schlafverhalten, warum nicht auch das." => Schwierig nur, den richtigen Zeitpunkt abzupassen - jedenfalls so lange die Kleinen noch nicht sagen können, dass sie jetzt aber gefälligst mal den Papa wollen. ;-) LG Calcifer

Mitglied inaktiv - 12.06.2010, 23:38