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fehlende Motivation/ Frustrationstoleranz ;-( hochbegabt ;-(

Thema: fehlende Motivation/ Frustrationstoleranz ;-( hochbegabt ;-(

Hallo ihr Lieben, ich brauche mal eure Hilfe: Mein Sohn inzw.5.5J wurde mit Hawik IV mit 4 J getestet. Ergebnis iq von über 130...war keine Überraschung, da wir schon genug Hinweise und Unterforderungsprobleme hatten. Seither haben wir viele HochS und Tiefs gehabt und uns eigentlcih gut zusammen gerauft. Allerdings mache ich mir Sorgen und weis nicht, wie ich ihm helfen kann. Er hat kaum/ keine Motivation , wenn er etwas nicth gleich kann oder einen Fehler macht...gibt er sofort auf : "Das kann ich nicht" obwohl er es eigentlich kann. Er bricht dann sofort ab.obwohl ich merke, dass er es eigentlich machen will. Ich habe ihn versucht sanft zu motivieren...ich habe gesagt, was er schon kann, ihm geholfen...gemeinsam .. NIX Ihn in Ruhe gelassen nix er ist dann immer so unglücklich... wie kann ich ihm helfen.... außerdem haßt er Routineaufgaben, wenn sie in der Vorschule das E mehr als dreimal schreiben sollen, blockt er ab.schreibt die E dann immer schlechter (er kann halt schon alle Buchstaben im ABC) und macht nicht mit...das kann ich nicht. Aber in der Schule muß er die Aufgaben ja auch machen und kann dann nicht sagen..ich will/kann nicht) Ich weiß nicht, wie ich es ihm klar machen soll.. Bitte gebt mir ein paar praktische Tipps. Ich möchte ein fröhliches und glüc kliches Kind , dass sich auf die Schule (ab August)freut (tut er z.Zeit noch;-)... Danke euch LG susiflo

von susiflo am 20.05.2013, 17:40



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Mein Sohn hatte damals auch so eine "Ich kann das nicht"-Phase. Unsere Antwort darauf war immer gleich: "Ich kann nicht heißt ich will nicht." Nach einigen Wochen hat er dann entweder gesagt "ich will nicht" (dann war das auch okay) oder es weiter versucht. Ich würde abwarten, ob es in der Schule wirklich so schwierig wird. Die arbeiten ja am Anfang auch eher spielerisch, da ist nicht von heute auf morgen plötzlich total der Druck. Vielleicht klappt es besser, als Du denkst. Sprich möglichst früh mit der Lehrerin über die Hochbegabung und dann schau erstmal, wie er sich einlebt.

Mitglied inaktiv - 20.05.2013, 18:42



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Hi Bubbles, danke dir. Ja , zuerst dachte ich auch es sei nur eine Phase, aber diese "Phase" hält nun schon seit gut 1,5 Jahren an....?!:-( Es ist einfach so widerstreitend...ich will/kann nicht...aber eigentlich möchte ich gerne...hmmmm hm mit den Lehrern sprechen..ich bin mir da noch nicht so sicher. Egal wo das Thema hochbegabt zur Sprache kam, gabs Stress. Irgendwie scheint dann immer ein rotes Tuch zu fallen. ob. in der Kiga, bei Freunden, Nachbarn oder überhaupt.... Von übereifriger Mutter bis zu j-eder glaubt sein Kind ist ein Genie- wurden wir belächelt, verhähmt oder von oben herab behandelt... egal..ist ein anderes Thema: Hier solls erstmal um die Lust am Lernen gehen und die Freude über seinen eigenes Können/Erfolg gehen, diese zeigt mein Sohn nämlich äußerst selten. LG Susiflo

von susiflo am 20.05.2013, 19:05



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Die Schule kannst du doch mit eurem zuhause nicht vergleichen. Dort sind andere Kinder, denen er etwas zeigen kann, oder die auch mal etwas besser können. Ihr könnt immer alles besser und müsst nichts üben, in der Schule sieht er anderes. Lass das doch auf dich zukommen. Und wegen der Lehrer. Lehrer sind keine Nachbarn, jedenfalls meistens ;-) Die haben doch mehr Ahnung von Kindern, jedenfalls meistens ;-) Denen würde ich es sagen, falls dein Sohn Probleme in der Schule bekommt. Vlt. hat er die aber ja auch nicht!

von Eris am 20.05.2013, 20:05



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Hi, ja, das klingt logisch. Aus dieser Sicht hab ichs noch gar nicht betrachtet...;-) Danke. Susiflo

von susiflo am 20.05.2013, 21:06



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Ich würde weiter mit dem Kind üben. Was sagen denn die Erzieherinnen im Kindergarten? Da würde ich es abgleichen und versuchen, miteinander zu arbeiten. Und wenn es getestet wurde, müsste ja auch ein Psychologe in für Euch greifbare Nähe sein, der / die dann ja auch speziell für das Kind Tipps geben kann. Der Test selbst ist in dem Alter noch nicht abschließend aussagekräftig. 4 Jahre ist recht früh und es kann sich auch noch gut den anderen gegenüber angleichen.

Mitglied inaktiv - 20.05.2013, 21:23



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Mein Großer hatte und hat für ewig gleichbleibende Übungen auch keinen Nerv - und schon gar nicht, wenn er etwas beherrscht. Ich kann das verstehen, als Mutter und als Lehrerin. Ihn motiviert es schöner, genauer zu machen hab ich trotzdem immer wieder versuchsweise getan - und mach das auch jetzt noch - meistens ohne Erfolg. Wie oft habe ich dem kind, bevor es eingeschult wurde, erklärt, dass beim schreiben von Buchstaben und Zahlen ein bestimmter Ablauf eingehalten werden muss 'Mama, ICH muss das nicht, das geht schließlich auch anders und sieht genauso schön aus.' In der Schule gings so weiter, bis der Sprung nach Klasse 2 zur Diskussion (nach 2 Monaten) stand. Seine Lehrerin meinte zu mir, sie habe Bedenken, weils für die Schreibschrift schließlich nötig sei, dass der Ablauf entsprechend wäre. Wir einigten uns darauf, dass sie ihm sagen könne, sie hätte deswegen Bedenken ihn springen zu lassen. Das, was er davor geschrieben hatte, war das letzte, was er je mit seinem privaten Schreibablauf geschrieben hat... Übungen, v.a. x-Mal das gleiche, muss er übrigens auch in der Schule nicht machen. Er muss bei neuem Stoff zeigen, dass er ihn beherrscht und hat dann sein eigenes Material zur Bearbeitung (er hat ne tolle Lehrerin, die da viel Extraarbeit reinsteckt), während die anderen sich mit der Frage wie aus Getreide Brot wird beschäftigen, beschäftigt er sich mit der römischen Antike oder dem Rittertum (auf dem Niveau der Unter- und Mittelstufe). Dieses 'Ich kann nicht' hatten und haben wir auch, es ist aber in den letzten Jahren (er ist jetzt 8) deutlich besser geworden, das scheint sich mit viel gutem Zureden und immer wieder beweisen, dass es doch klappt, langsam zu verwachsen (leider nicht ganz im gleichen Maße wie die elterlichen Nerven diesbezüglich schrumpfen)

von Snaffers am 21.05.2013, 00:26



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Vielleicht erwartest du auch einfach zuviel ? Ich selber hab mich öfter dabei erwischt als ich dachte "warum stellt sie sich so an, die muss das doch koennen bei dem iq" . Hol dir bitte Tips von dem Psychologen der dein Kind getestet hat. Dieser kennt es besser als wir alle und kann dir entsprechend raten. Zumindest wir waren damit sehr gut gefahren.

von mama von joshua am tab am 21.05.2013, 13:43



Antwort auf Beitrag von mama von joshua am tab

wenn Ihr eine nette Vorschule habt, können die sich auf ihn und seinen IQ und somit auch seine höheren Ansprüche/Anforderungen einstellen. Dann schreibt er halt dreimal ein E und danach dreimal ein Wort mit E, wenn er das möchte. Mein Sohn ist und war da ähnlich, er ist ADHSler mit IQ über dem Durchschnitt, also jetzt nicht so arg überdurchschnittlich aber eben.. naja darüber. Er hat auch boykottiert. Wenn er Sachen machen MUSSTE, hat er immer so getan, als könne er sie nicht. Hat perfekte Bilder zerrissen, weil sie "doof" waren. Bis heute stehen wir vor diesem Rätsel, wobei es besser geworden ist. In den ersten zwei Schuljahren haben die Lehrer sich super darauf eingerichtet und einrichten können. Man hat meinem Sohn Sonderaufgaben gegeben, in denen er sich dann gefordert sah. Das, was für andere Kinder schwer war oder neu, war für ihn pillepalle, dann langweilig, dann Boykott, dann Stören des Unterrichts. Vielleicht fehlt ihm einfach der Reiz, denn dreimal das E schreiben kann er und noch öfter, das kann er auch - langweilig. Für ihn. Ich würde mit dem Kiga mal sprechen (und im Vorfeld auch mit der Schule)

von Holzkohle am 22.05.2013, 01:33



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Halla an alle, vielen vielen Dank für eure Tipps. Also scheint es ja häufiger (in diesem Alter) diese Probleme zu geben. Naja, vielleicht mache ich mi ja wirklich zu viele Sorgen und die Schule läuft sich ganz normal/gut an. Hoffentlich hat er verständnisvolle Lehrer. Ich werde also dran bleiben und in der Schule auf eine enge Zusammenarbeit setzen. Danke und liebe Grüße Susiflo

von susiflo am 22.05.2013, 08:05



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Ich hatte mir auch Sorgen gemacht (zumal ich selbst auch negative Erfahrungen in verschiedenen Schulen gemacht hatte) Wie sieht es mit deinen Schulerfahrungen aus? Trägst Du da eventuell etwas mit "rüber"?

Mitglied inaktiv - 22.05.2013, 14:14



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Hi, nein eher nicht, aber meine negativen Gedanken stammen größtenteils aus den Erlebnissen bei der Suche nach einer guten Grundschule. Die Aussagen der Lehrer/Direktorinnen fand ich zum Teil haarsträubend!!! Die Konzepten waren für mich unverständlich und inakzeptabel, zumal die Direktorinnen z.T. selbst eingestanden haben, dass die Konzepte fehlgeschlagen sind, es aber "....derzeit nun mal so ist"... Mein Kind ist doch kein Versuchsobjekt. (Rechtschreibung ab Klasse 4!.Erst falsch lernen und dann nochmal neu?!? Mein Zwerg will z.B seinen Wunschzettel buchstabiert haben, weil da auf keinen Fall ein Fehler drin sein soll!!) naja... denke jetzt haben wir ne gute Wahl getroffen. LG

von susiflo am 23.05.2013, 15:50



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Auch Kinder können lernen, dass es Dinge gibt, die man eben erledigen MUSS und nicht immer alles nach ihrer Nase geht. Immer den gleichen Buchstaben schreiben ist langweilig und manch' ein (kluges) Kind, wird den Sinn dahinter nicht verstehen (wollen). Gerade bei hochbegabten Kindern werden immer wieder Defizite im Sozialverhalten, in der Motorik usw. festgestellt. Ganz ehrlich: schiebt mal die Hochbegabung für einen Moment beiseite! Eure Kinder sind ganz normal und je mehr sie lustlos und unmotiviert sind, umso mehr brauchen sie "Anleitung" für ein unbeschwertes, glückliches Leben, in dem aber auch die "unangenehmen" Sachen gemacht werden müssen. Erst austoben, dann Hausaufgaben und immer wieder erklären, dass er, wenn er sich kurz darauf konzentriert, seine Aufgaben schnell und prima erledigen kann. Sport und Bewegung (auch mit den Eltern, denn die sind es, die sie auch in Hinsicht "Hausaufgaben-Anleitung" akzeptieren müssen) und auch hier sind Erfolgserlebnisse wichtig. Zur Not macht man eben einen Wettbewerb draus: Du hast mich eben beim Fußball/Tischtennis/... geschlagen? -na warte ab, dann schreibe ich Deine E's jetzt alle viel sauberer. Das ist anstrengend, aber es fördert den Zusammenhalt und vermittelt spielerisch Regeln Viel Erfolg

von Zwerg2010 am 23.05.2013, 08:41



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Hi, ja , dass denke ich auch.,..dass er auch lernen muss Sachen zu tun, die er (aus welchem Grund auch immer) doof/langweilig findet. Vielleicht ist da der spielerische Wettbewerb ein guter Ansatz. Danke LG

von susiflo am 23.05.2013, 15:44



Antwort auf Beitrag von susiflo

Ohne Deine eigentliche Frage zu beantworten stelle ich fest: Der HAWIK IV ist zugelassen für Kinder zwischen 6;0 – 16;11.... Dein Ergebnis von einem IQ130 also leider überhaupt nichts wert und kann somit auch keine Hilfe für Dich sein. Die Überraschung dabei ist, wer Dein Kind so getestet hat und welchen Zweck er / sie damit verfolgt?

von tantekaethe am 16.09.2013, 20:26