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Nicht personengebunden

Thema: Nicht personengebunden

Nicht personengebunden, aber doch durch einige Beiträge hier angeregt. Ich möchte andere Personen gerne richtig ansprechen. Bei Frau, Mann kein Problem. Auch im Brief nicht. Frau, Herr oder sehr geehrte Damen und Herren. Gut allgemein könnte man vielleicht Sehr geehrte Damen, Herren und Diverse schreiben. Oder ist das schon falsch? Für die Einzelne Person, was schreibe ich da? Sehr geehrte(r) Diverse Muster ? Wäre das richtig? Und bei der Vorstellung Frau Beispiel, Herr Beispiel darf ich vorstellen Diverse Muster. Wenn ich jemand anderes vom Abend berichte, Herr, Frau, er, sie kein Problem und bei Diverse, was wäre da richtig? Er, sie passt nicht wirklich und es ist auch nicht richtig, weil die Sache. Weiß jemand Rat? Hat jemand Ahnung?

von Luna Sophie am 29.06.2020, 18:14



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Hallo, vielleicht findest du hier ein paar Ideen: https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/sites/diversity/Toolbox/Tipps_gendersensible_Anrede.pdf LG Anja

von AKAM am 29.06.2020, 19:01



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Man kann ja, wenn bekannt, Hallo Vorname Nachname sagen....Problem gelöst LG

von kuddelmuddel am 29.06.2020, 20:08



Antwort auf Beitrag von kuddelmuddel

bei mir geht sowas unter sehr geehrte Damen und Herren, ich werde sicher nicht divers dahinterschreiben. In meinem Umfelg gibt es einen Mann der zur Frau wurde mit um die 50, er ist dann eine "sehr geehrte Frau xx" geworden

von Ellert am 29.06.2020, 20:20



Antwort auf Beitrag von Ellert

Bei mir fällt das auch unter "Sehr geehrte Damen und Herren...(ohne Divers)

von bea+Michelle am 30.06.2020, 09:03



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Das Problem hab ich immer mal wieder im internationalen Schriftverkehr. Ganz übel, wenn ich nicht mal erkennen kann, was der Vor- und was der Nachname ist. Erst mal vergleichen, wie die generelle Schreibweise des Unternehmens ist, dann googeln ob weiblich oder männlich. Aber ich bin so dankbar, dass sich in so vielen Ländern das Ansprechen mit Vornamen eingebürgert hat. Good morning Kai, ... Oder im Zweifel eben Hello Shakibar Dharwishma (willkürlich getippt) Und bei mehreren einfach "Hallo zusammen" , "Hello xy-team" , Wenn Du es förmlich brauchst, würde ich das "Sehr geehrte Damen und Herren" weiter nehmen. Ich lese das sehr oft von vielen Unternehmen. Dass der "Diverse"- Gender noch unterschlagen wird, ist eben so.

Mitglied inaktiv - 29.06.2020, 21:34



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Wie viele Diverse gibt es denn eigentlich prozentual? Und wollen die dann auch alle als Diverse angesprochen werden? Ich habe gelesen, dass enttäuschenderweise sich wohl so gut wie niemand bis jetzt unter diverse beworben hat. Entweder trauen sich die Betroffnene nicht, oder wollen nicht, oder es gibt eben nciht sehr viele... Ist meines Erachtens ein Randproblem. Wenn ich wirklich ein Diverses kennen würde, dann würde ich es direkt fragen wie es denn am besten angesprochen werden will. Dann ist's klar.

von Viktoria13 am 29.06.2020, 21:47



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In der Pflegeausbildung haben sich einige unter divers beworben und wurden auch eingestellt.

von Einstein2.0 am 29.06.2020, 21:52



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Bei uns haben einige besonders woke Kollegen in ihre Autosignatur aufgenommen, wie sie angesprochen werden möchten. Manchmal ist das sehr hilfreich. Kind regards, Amokrane Miller "she/her"

von tonib am 29.06.2020, 22:31



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Gute Idee!

Mitglied inaktiv - 30.06.2020, 06:46



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Mich interessiert beim Thema eher, wie läuft sowas im Wettkampfsport? Beim Schwimmen kann man sich tatsächlich unter divers anmelden. Da würde man bislang alles gewinnen, weil keine Konkurrenz.

von Einstein2.0 am 29.06.2020, 21:50



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Das mit dem Sport ist schon ein Thema. Siehe die Südafrikanische Leichtathlehtin Caster Semenya: https://www.nzz.ch/sport/tas-intersexuelle-caster-semenya-verliert-vor-gericht-ld.1460979

von Viktoria13 am 29.06.2020, 22:01



Antwort auf Beitrag von Viktoria13

Ich kann so schlecht Links öffnen. Kannst du kurz zusammenfassen? Es gäbe ja Pflichtzeiten für verschiedene Sportarten/Wettkämpfe die irgendwie festgelegt werden müssen.

von Einstein2.0 am 29.06.2020, 22:06



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Hängt davon ab. Ich entsinne mich an den Fall von Maria Patiño, die bei der Anmeldung zur Olympiade gesperrt wurde, weil sie vom Körper Frau war, aber genetisch Mann (also XY Chromosomen trug). Sie hat die Sperrung erfolgreich angefochten und durfte als Frau teilnehmen. Es gilt als Basis also in erster Linie die Vergleichbarkeit.

von Korya am 30.06.2020, 00:49



Antwort auf Beitrag von Korya

Danke für die Info! Aber so richtig geregelt ist das wohl echt nicht. Also immer ein Aufwand.

von Einstein2.0 am 30.06.2020, 05:07



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

In der direkten Anrede finde ich es nicht weiter schwierig, da klappt es mit Vornamen oder mit vollem Namen, je nach Kontakttiefe. Und statt "sehr geehrte Damen und Herren", geht auch "liebe Mitarbeitende", "liebes Team", "dear all", wenn es etwas informeller sein darf. Aber über jemanden zu schreiben, wie bei HY, das finde ich schwierig. Die Presse hat das ja auch ignoriert und schreibt einfach "die Autorin" und "sie". Umgekehrt weiß ich auch nicht, inwieweit man sich mit Wünschen und Vorstellungen von Personen auseinandersetzen muss, über deren Artikel man etwas sagen möchte. Genauso, wie allein schon die Bezeichnung von Personen mit dunkler Hautfarbe ja immer wieder neuen erlaubten Benennungen unterliegt. Da fände ich es schon schön, wenn auch meine Oma einen Begriff verwenden könnte, mit dem sie nicht gleich zur Rassistin gestempelt würde und der nicht vertiefte Studien in wokeness voraussetzt.

von tonib am 30.06.2020, 08:36



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

In aller Kürze; Intersexuelle Athletinnen wie Semenya müssen ihren Testosteronwert senken, wenn sie bei den Frauen antreten wollen.

von Viktoria13 am 30.06.2020, 20:27



Antwort auf Beitrag von Einstein2.0

Intersexuelle Athletinnen wie Semenya müssen ihren Testosteronwert senken, wenn sie bei den Frauen antreten wollen.

von Viktoria13 am 30.06.2020, 20:27



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Meine Freundin hat ihren Namen etwas abgeändert, damit er männlicher klingt, und schreibt auf der Arbeit in die Email die gewünschte Anrede. Das finde ich praktisch, weil ja schon oft Nachfragen kommen. Wobei sich seine Kollegen langsam dran gewöhnt haben, dass sie jetzt er ist.

von Korya am 30.06.2020, 00:54



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

so passt es - zumindest sind das meine persönlichen Erfahrungen. Geht auch in der "Sie-Form". Sehr geehrte Amalia, ich habe Sie gestern getroffen ……… Meine eigene Erfahrung beruht darauf, dass hier das "Verhältnis" immer etwas persönlicher ist, als das distanzierte Herr oder Frau. In aller Regel bieten geschlechtsneutrale Personen auch recht schnell den Vornamen an.

von Caot am 30.06.2020, 08:13



Antwort auf Beitrag von Luna Sophie

Ich kenne einen/eine Diversen/Diverse und ich weiß, dass er/sie möchte, dass man "er/sie" sagt (also wortwörtlich). Aber wie man ihn/sie anschreibt, danach habe ich noch nie gefragt. Könnte ich bei nächster Gelegenheit eh einmal machen. Er/Sie spricht sehr gerne darüber, bzw. es freut ihm/sie, wenn man sich Gedanken macht. Puhhh.

von Alexa1978 am 01.07.2020, 15:08