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Geschrieben von Idamama am 24.05.2012, 10:51 Uhr

Mal ein Zitat von unten hochhol - lieber ein schlechtes Abi als gar keins-

Gestern galt es eine Entscheidung zwischen zwei Kollegen zu treffen für eine Stelle in einem Tochterunternehmen in USA.
Beide Mitte 20, Kandidat 1 RS-Abschluss, Lehre, Fachschule, jetzt während der Arbeit noch Fernstudium.

2. Kandidat mäßiges Abi, Studium, Hochschulabschlss in dem Fach, in dem Kandidat 1, die Fachschule besuchte.

Kandidat 1 erhält den Posten aufgrund der hervorragenden Qualifizierung und weil sein Englisch wesentlich besser ist, als das des Hochschulabsolventen. Der Werdegang von 1 zeigt dem Chef, er ist stets bereit neue Herausforderungen anzunehmen.
Kandidat 1 verdient auch jetzt schon viel besser, denn aufgrund der praxisorientierten Aus- und Weiterbildung ist er viel qualifizierter.

Fast alle Lehrlinge bei uns in der Abteilung machen nach der Lehre noch eine Fachschule hoch motiviert und bekommen dann im Lehrbetrieb eine gute Stelle.

Gruß
idamama

 
11 Antworten:

Re: Mal ein Zitat von unten hochhol - lieber ein schlechtes Abi als gar keins-

Antwort von celmin am 24.05.2012, 11:28 Uhr

Ich war das mit dem Spruch.
Es ist natürlich ein großer Unterschied, ob man Karriere machen will, oder ob man einfach nur "arbeiten" will. Ich habe einen Bürojob, schon anspruchsvoll, aber ohne große Aufstiegsmöglichkeiten. Für mich ist mein Job schon wichtig, er muss mir Spaß machen und natürlich auch Geld einbringen. Aber ich bin nicht so ein Karrieretier. Ich habe Abi gemacht und eine Lehre als ReNo. Seit 20 Jahren arbeite ich in einer großen Firma. Hier ist es erst einmal wichtig, dass Du Abi hast, sonst könntest Du durch das Raster fallen. Bewerber gibt es ja genug, da kann man dann auch unter den Abiturienten aussuchen. Mein Spruch zielte nicht auf Hochschulabsolventen ab, sondern eher auf die, die eine Lehre machen wollen.

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Re: Mal ein Zitat von unten hochhol - lieber ein schlechtes Abi als gar keins-

Antwort von lotte_1753 am 24.05.2012, 11:46 Uhr

Unterschreibe dieses Zitat auch, qualifiziere es aber damit, dass immer der letzte Abschluss zählt. Insofern ist Dein Beispiel nicht geeignet. Der zweite Kandidat hat den Job doch nicht deshalb nicht bekommen, weil sein Abi mäßig war.

Schau Dir die höhere Management-Ebene an, wenn Dein Unternehmen kein kleiner Familienbetrieb ist. Wieviel % ohne Abitur?

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Re: Mal ein Zitat von unten hochhol - lieber ein schlechtes Abi als gar keins-

Antwort von Foreignmother am 24.05.2012, 11:48 Uhr

Na, der Kandidat 1 ist aber nun auch nicht die Regel, oder? Wie viele Menschen (ob mit oder ohne Abitur) nehmen parallel zur Arbeit noch eine laengerfristige Ausbildung (ob nun Studium oder andere Ausbildung) auf sich?

Ich denke, Deine Kandidaten sind eher die Ausnahme, die die Regel bestaetigt, denn Kandidat 1 hat ja punkten koennen, weil er sehr viel mehr gearbeitet hat als der "middle-of-the-road" Kandidat 2 und insofern auch qualifizierter ist.

Was allerdings stimmt, ist, dass das Studium, wenn man einmal den ersten Job bekommen hat, in der Wichtigkeit immer weiter zuruecktritt zugunsten der Qualifikation und Arbeitserfahrung.

Gruss
FM

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Seit einigen Jahren der Trend in unserem Unternehmen

Antwort von Idamama am 24.05.2012, 13:01 Uhr

mittelständisch (2000 MA in D) , weltweit tätig, Junge Leute von der Pike auf in Schlüsselpositionen weiterqualifizieren. Dann ist die Fluktuation auch nicht so hoch, da die Leute sich mit dem Unternehmen identifizieren.

Mein Mann sitzt auch mit Quali im "Management" selbiger Werdegang wie Kandidat 1 aber ohne Studium. Hat mit 14 dort angefangen und ist immer höher gerutscht. Firmengründer selber war auch nur Handwerker und hat deshalb diese Karrieren immer gefördert.

Kandidat 1 ist auch keine Ausnahme, viele Lehrlinge machen nach dem Abschluss bei uns noch ein BA-Studium und arbeiten im Unternehmen gleichzeitig weiter.

Gruß idamama

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Re: Seit einigen Jahren der Trend in unserem Unternehmen

Antwort von lotte_1753 am 24.05.2012, 16:11 Uhr

Gutes Arbeitsklima. (Aber wie viele solcher Familienbetriebe im - nehme ich an - ländlichen Bereich gibt es denn noch?)

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Re: Mal ein Zitat von unten hochhol - lieber ein schlechtes Abi als gar keins-

Antwort von dhana am 24.05.2012, 17:36 Uhr

Hallo,

ich erleb es leider hier gerade anders.

Beispiel:
Krankenschwester, Intensiv- und Anästhesiefachweiterbildung, Stationsleitung mit Fachweiterbildung mittleres Management - das Krankenhaus sucht unbedingt Leute, die das Pflegemanagementstudium machen - sollen aus der Praxis kommen, ... aber ohne Abitur geht leider nicht (ist ein Problem von Bayern, in anderen Bundesländern wird man auch mit Fachausbildungen zum Studium zugelassen)

2. Beispiel
Sozialfachangestellter bei einer großen Krankenkasse - mehrere Fortbildungen - aber Teamleitung bekommt er nicht - Begründung vom Chef - die Kollegin mit den gleichen Ausbildungen hatte das allgemeine Abitur, er nicht, egal was er an Erfahrungen in dem Bereich hat (hatte komissarisch wegen Krankheit der Teamleitung lange die Leitung) - er darf jetzt auch die Neue einarbeiten, weil die das noch nie gemacht hat...

und das sind nur 2 Beispiele aus meinem direkten Umfeld, wo Jahre später noch geschaut wird, ob Abi oder nicht....

Ach ja - auch mein Aufstieg ist jetzt schon gegrenzt - für alles ander bräuchte ich ein Studium, hab aber auch kein Abitur - mein Arbeitgeber hätte mir zwar das Studium im Dualen System mitfinanziert, weil er weiß wie ich arbeite - aber geht halt nicht...

Ist einfach so, wenn 2 Leute gleich gut sind - der mit dem Abi hat die Chancen, die dem anderen nicht offen stehen.
Und mit 35/40 Jahren kann man nicht alles hinschmeissen und nochmal die Schulbank drücken - wer soll das finanzieren? Wer die Familie finanzieren..

Lg Dhana

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Re: Mal ein Zitat von unten hochhol - lieber ein schlechtes Abi als gar keins-

Antwort von Badefrosch am 25.05.2012, 0:11 Uhr

Mag sein, dass das Abitur bestimmte Türen öffnet. Trotz dessen würde ich immer den fachlich qualifizierteren vorziehen.

Heutzutage ist lebenslanges Lernen das A und O im Berufsleben. Und eine Fortbildung neben dem Beruf deutet für mich auf Engagement und Ausdauer hin. Das ist für mich jemand der sich nicht so schnell kleinkriegen lässt.

Ich bin auch so jemand mit Realschulabschluss, Berufsausbildung, Betriebswirt neben dem Job ind zusätzliche Fremdsprachen, haben mir so manche Türen geöffnet, die sonst verschlosssen geblieben wären. Abitur habe ich dafür nie gebraucht.

Mag sein, dass sich nun einiges verändert, aber die wenigsten Theorethiker sind auch gut in der Praxis, damit will ich sagen, ein gutes Abitur und Studium sagt noch lange nicht ob man das gelernte auch in der Praxis umsetzen kann.

Wobei ein schlechtes Abi auch ein Zeichen für mangelnden Fleiß sein kann.

Wenn ich Arbeitgeber wäre, würde ich erst mal als Praktikant einstellen für 6 Monate. Wer sich bewährt, bekommt einen Ausbildungsplatz oder eine Festanstellung, zumindest bei Schulabgängern.

Mit Sudienabschluss würde ich auch nur auf 2 Jahre befristet einstellen und erst dann unbefristet.

Unsere Firma ist schon mehrfach mit Leuten von der Uni auf die Nase gefallen. Es gibt nun mal Positionen die von Anfängern gemacht werden können und auch welche die Erfahrung brauchen.

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Re: Mal ein Zitat von unten hochhol - lieber ein schlechtes Abi als gar keins-

Antwort von Huhn am 25.05.2012, 6:37 Uhr

Hier werden für bestimmte (kaufmännische) Berufe, die natürlich mit einem guten Hauptschulabschluß gut machbar wären, außschließlich Abiturienten eingestellt. Alles andere wird sofort abgelehnt.

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Re: Mal ein Zitat von unten hochhol - lieber ein schlechtes Abi als gar keins-

Antwort von Petsy am 25.05.2012, 7:54 Uhr

Ich arbeite im sozialen Bereich und beobachte seit Jahren, dass auch hier ohne Abitur Ausbildung und Aufstieg (durch Fort- und Weiterbildung) fast nicht mehr möglich sind.

War es für das "ältere Semester" (zu dem ich mich mit fast 40 mal zählen möchte) noch "normal" und gut möglich mit einem Realschulabschluss, sieht es für die jüngeren Kollegen sehr viel schlechter aus.

Das fängt ja schon damit an, einen Ausbildungsplatz zu bekommen: Ein staatliches Examen zur Erzieherin ist ohne Abitur, oder zumindest Fachhochschulreife, nicht mehr möglich. (Die Abiturienten sind hier aber ganz klar in der Überzahl).
Und die Krankenpflegeschule zieht jetzt nach. Selbst in der Altenpflege werden die Kurse lieber mit Umschülern gefüllt, die aufgrund von 3jähriger Berufsausbildung und Realschule die Fachhochschulreife haben.

Im Behindertenbereich laufen Verhandlungen mit der Stadt (geführt von den Arbeitgebern der Einrichtungen), damit langjährige, kompetente Mitarbeiter (ohne staatliches Examen) weiter alleine arbeiten dürfen (z.B. in der Nachtbereitschaft).
Den Arbeitgebern ist es dabei egal, was für ein Abschluss diese Mitarbeiter haben, aber allein durch die sich im Umbruch befindende rechtliche Lage, müssen sie in Zukunft darauf achten.

Ich betrachte diese Entwicklungen mit Sorge, denn die in meinem Bereich so wichtige soziale und empathische Kompetenz bei jungen Leuten, scheint erst nach dem Blick auf den erreichten Schulabschluss zu zählen.

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In Deutschland? Ganz viele!

Antwort von Petra28 am 25.05.2012, 8:31 Uhr

Deutschland ist das Land mit der größten Anzahl von Weltmarktführern und die meisten davon sind solche mittelständischen Familienbetriebe. Und eine Ursache des Erfolges sind die langjährigen Beziehungen, die diese Firmen aufbauen - einerseits nach außen, zu den Kunden (denen sie hohe Qualität bei Spitzenservice liefern) und andererseits nach innen, zu den Mitarbeitern (wo auf ein gutes Arbeitsklima geachtet wird und die Mitarbeiter daher sehr loyal sind).

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Re: In Deutschland? Ganz viele!

Antwort von lotte_1753 am 25.05.2012, 11:09 Uhr

Das ist mir auch klar. Aber wieviele gibt es noch, bei denen man in 2012 von der Pike auf ganz nach oben kommen kann ?

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