Wie Spielen die Entwicklung fördert

Wie Spielen die Entwicklung fördert

© Adobe Stock, unruhelena

Leon lässt seine Rassel immer wieder auf den Boden fallen, Lisa legt ihre Puppe zum Einschlafen ins Bett und Lucas steckt völlig versunken und konzentriert bunte Bausteine ineinander - die Drei sind schwer beschäftigt mit der Hauptaufgabe in der Kindheit: Spielen!

Spielen ohne besonderen Zweck nur zur reinen Freude, das ist die wichtigste Tätigkeit der Kleinen. Denn Kinder lernen nicht nur "spielend leicht", sondern das Spielen ist ihre Art zu lernen. Durch Spielen erkunden Kinder ihre Umwelt, sie prüfen immer wieder die Naturgesetze: Ja, die Rassel fällt auch beim 7. Mal immer noch zum Boden und nicht zur Decke! Und nein, ein Viereck passt nicht durch die runde Öffnung. Im Spiel finden Kinder die Anregungen, die sie gerade für ihre Entwicklung brauchen. Sie lernen die Welt kennen, finden heraus, wie die Dinge funktionieren, wozu sie zu gebrauchen sind und welchen Sinn sie haben.

Rollenspiele: Wie macht die Kuh?

Schon als Kleinkind ahmt der Nachwuchs gern eine Kuh oder ein Schaf nach, später spielt es mit Kuscheltier oder Puppe Erlebnisse nach und verarbeitet in Rollenspielen seinen Alltag. Die Kleinen schlüpfen in eine andere Rolle und erleben eine "andere Sicht". Super, bei solchen Spielen entwickelt sich ganz automatisch Einfühlungsvermögen, Kreativität und Phantasie!

Ermuntern Sie Ihr Kleines ruhig, alle auch noch so ungewöhnlichen Ideen auszuprobieren, denn im Spiel ist alles möglich! Oder animieren Sie es, mal ganz neue Vorschläge umzusetzen. Doch generell ist Zurückhaltung angesagt, im Großen und Ganzen sollten Mama oder Papa nur als Mitspieler fungieren.

Freies Spiel: Spielen soll Freude bereiten

Mit dem so genannten freien Spiel - also Ihr Kleines darf spielen, was es gern mag - hat der Nachwuchs die Möglichkeit, sich mit den Dingen auseinander zu setzen, die es gerade beschäftigen. Geben Andere ein Ziel vor, kann das die Spiellust trüben, schließlich kann das Kind seine Vorstellungen nicht umsetzen.

Spielen soll Ihrem Schatz aber Spaß machen - und da jedes Kind je nach Alter, Wesen, Geschlecht über völlig unterschiedliche Vorlieben, Fertigkeiten und Ambitionen verfügt, sollten Sie es gewähren lassen, damit es sich frei entfalten kann.

Kinder lieben Bewegung: toben, hüpfen rennen

Fast alle Kinder lieben Bewegung: um die Wette rennen, ein Muster entlang hüpfen, ausgelassen herum tollen, Fangen oder Verstecken spielen. Gut so, denn dadurch, dass Muskeln und Knochen beansprucht werden, werden sie auch trainiert und gestärkt. Außerdem schlägt sich die Bewegungsfreude auch in der Körperhaltung, in Koordination und Reaktionsschnelligkeit und nicht zuletzt in der Stimmung nieder. Kinder, die sich gern bewegen, sind meist ausgeglichener. Dazu kommt, dass Bewegung an der frischen Luft bei jedem Wetter das Immunsystem stärkt. Spiele können Ihre Sprösslinge wunderbar motivieren, sich zu bewegen.

Ballspiele machen vielen Kindern Spaß

Ballspiele begeistern den Nachwuchs und mit zunehmendem Alter werden Spiele mit Wettbewerbscharakter auch immer interessanter. Bei Fußball oder anderen Mannschaftsspielen lernen die Sprösslinge, sich in einer Gruppe einzuordnen, sich zu behaupten, Regeln einzuhalten und Rücksicht auf andere zu nehmen. Damit man ein gutes Team wird und zusammen Erfolg hat, muss jeder abwarten können, bis er an der Reihe ist, Absprachen treffen und diese einhalten, sich behaupten und durchsetzen. Z.B. auch im geeigneten Augenblick allen Mut zusammen nehmen und vorpreschen. Hat man dann Glück und trifft beispielsweise das Tor, stärkt der Erfolg das Selbstwertgefühl und gibt Selbstvertrauen. Aber genauso lernt das Kind mit Enttäuschungen umzugehen und auch mal einen Misserfolg auszuhalten.

Basteln, gestalten und werkeln - das gefällt vielen

Mit Leim, Schere und den Malstiften ausgerüstet, dazu etwas Geduld und einen Bastelplan - so können die Kleinen tolle Kunstwerke zustande bringen. Konzentriert und voller Hingabe malen oder kleben sie etwas aus Papier oder Pappe. Mädchen reihen Perlen auf, stempeln oder malen Bilder aus, Jungen kleben und falzen an einem Boot oder Flugzeug. Die Basteleien fördern Feinmotorik, Geschicklichkeit und Selbstvertrauen - stolz wie Oskar, sind die Kleinen meist, wenn sie ihr selbst geschaffenes Werk in Händen halten und Mama staunt, mit welcher Geduld und Akribie die Zwerge bei der Sache sind. So trainieren die Kleinen motorische Fähigkeiten und wissen ihre Hände und Finger immer geschickter zu gebrauchen.

Für ältere Kinder: Sprachspiele, Rätselaufgaben und Suchspiele

Ich sehe was, was du nicht siehst - der Klassiker auf der Autobahn. Mit kniffligen Ratespielen oder Sprachspielen kann man die Kleinen meist bei Laune halten. Klar, bei den verzwickten und vertrackten Rätselaufgaben werden das logische Denken und die Konzentration gefördert. Jeder will auf die Lösung kommen. Mit kleinen Denkspielen lassen sich zähe Wartezeiten toll überbrücken und Sie werden staunen, wie gut das Gedächtnis Ihres Kindes ist, wenn es beim Spiel Ich verreise und packe meinen Koffer ... sämtliche Dinge in Nullkommanix aufzählen kann.

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