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Brustabzess -wie geht es weiter?

Liebe Stillberaterinnen,

ich bin gerade sehr verzweifelt. Ich war gerade beim Radiologen und habe eine Biopsie machen lassen, weil ich seot 3 Wochen eine Verhärtung oberhalb der Brustwarze hatte. Es wurden 20ml Eiter abgesaugt, ich habe einen Druckverband bekommen, den ich 6 Stunden drauflassen muss.
Jetzt kann ich also 6 Stunden nicht stillen, habe aber vor der Behandlung nochmal an der kranken Brust gestillt, damit diese für die Behandlung leer ist.
Jetzt mache ich mir totale Sorgen.
Ersten, ob sich mein Baby eine Infektion bekommen kann.
Zweitens, wie ich es mit Stillen und abpumpen handhaben soll um meine Brüste nicht zusätzlich zu belasten durch eventuell zu viel entstehende Milch an der gesunden Brust.
Drittens, wie der Abszess abheilen wird.

Vielen Dank vorab für Ihre Rückmeldung!
Sassi


von Sassi22222 am 11.07.2018

 
 
Frage beantworten

Antwort:

Re: Brustabzess -wie geht es weiter?

Liebe Sassi,

ich zitiere aus „Stillen bei Erkrankung der Mutter aus frauenärztlicher Sicht" von Dr. Michael Scheele, IBCLC in „Stillen und Muttermilchernährung Grundlagen, Erfahrungen und Empfehlungen" Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2002:

„Weder bei der Mastitis noch bei einem Abszess muss der Frau zum Abstillen geraten werden, wie dies leider heute noch überwiegend geschieht. Bei der Mastitis führt dies, wenn die Frauen nicht sorgfältig über das Vorgehen instruiert werden, sogar zur Verschlimmerung der Situation! Wenn immer möglich, sollten die Frauen auch in dieser schwierigen und belastenden Situation beim Weiterstillen unterstützt und dazu motiviert werden. Andererseits haben viele Frauen bis zur Entwicklung eines Mammaabszesses einen längeren Leidensweg hinter sich, der den dringenden Wunsch nach Abstillen verständlich macht. Dieser sollte in einer einfühlsamen Beratung auch akzeptiert werden. Keinesfalls sollte eine Frau in dieser Situation zum Weiterstillen gedrängt werden! Die Sorge, dass das Kind „Eiter trinkt", ist unbegründet, da der Eiter im Abszess keine Verbindung zu den Milchkanälchen hat. Sonst wäre der Abszess ja nicht vorhanden, da er über die Milchkanälchen drainiert würde.

Da das Entleeren der Brust bei der Mastitis und beim Mammaabszess ein wichtiger Teil der Therapie ist und durch das Saugen des Kindes am besten bewerkstelligt wird, unterstützt das Weiterstillen die Therapie in optimaler Weise! Hierfür ist es wichtig, dass zur Abszessinzision kein Mamillenrandschnitt durchgeführt wird. Aus der Abszessinzision kann sich noch etwa drei Wochen lang Milch entleeren. Die Wunde sollte immer gut trocken gehalten werden. Die Sorge, aufgrund des ständigen Flüssigkeitsaustritts aus der Wunde könne sich eine Fistel bilden, ist unbegründet und entspricht nicht der Erfahrung!

Wenn das Anlegen des Kindes auf der erkrankten Seite unangenehm ist, kann das Kind auf jeden Fall an der gesunden Seite weitergestillt werden. Die erkrankte Seite wird dann vorübergehend durch Pumpen oder manuell entleert.“

Bitte wende Dich unbedingt an eine kompetente Kollegin vor Ort, die Dich unterstützen kann!
Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter:
http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC).


Lieben Gruß und gute Besserung,
Biggi

Antwort von Biggi Welter am 11.07.2018
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