Dr. med. Vincenzo Bluni

Alternative zu Paracetamol, Sodbrennen, Rosskastaniengel, Abdominalstütze

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Hallo Herr Dr. Bluni,

anbei meine Fragenflut ;-) ...

1. Ich habe eine Konjugationsstörung der Leber (Bilirubin immer leicht erhöht) und sollte deshalb nicht unbedingt Paracetamol einnehmen. Bis jetzt nehme ich noch Dolormin, aber die soll man im letzten Schwangerschaftsdrittel nicht mehr einnehmen. Kennen Sie eine gute Alternative, die man die ganze SS über nehmen kann?

2. Für Sodbrennen nehme ich Talcid, die helfen auch gut. Rennie hilft nicht. Nun habe ich gelesen, dass man Talcid nicht so häufig nehmen soll wegen der evtl. Aluminiumbelastung des Ungeborenen!?

3. Kann man bedenkenlos die Beine mit Rosskastaniegel einreiben?

4. Wegen meiner ausgeprägten Rektusdiastase habe ich eine Abdominalstütze verordnet bekommen. Ist es angezeigt, diese auch eine Weile nach der Geburt zu tragen oder eher nicht, damit die Muskeln wieder aktiv arbeiten können und so ja eine Stärkung erfolgt!? Gibt es eine zeitliche Begrenzung, bis wann die Rektusdiastase sich wieder so einigermaßen geschlossen haben muss? Trägt das Tragen einer Miederhose nach der Entbindung dazu bei, dass der Bauch sich schneller zurückbildet oder wird sogar das Gegenteil bewirkt, nämlich dass der Bauch dann eher hängt?

Danke und einen guten Start in eine sonnige und kurze Arbeitswoche ...

von Absenker2 am 27.04.2009, 08:38 Uhr

 

Antwort auf:

Alternative zu Paracetamol, Sodbrennen, Rosskastaniengel, Abdominalstütze

Hallo,

1. hier bliebe nur Paracetamol oder alternativ Butylscopolamin (z.B.Buscopan)

2.der hormonell bedingt verringerte Tonus der glatt gestreiften Muskulatur sorgt auch dafür, dass die Eintrittspforte von der Speiseröhre zum Magen nicht richtig verschlossen bleibt und so saurer Magensaft zurückfließen kann und das typische Sodbrennen, was auch mit Aufstoßen einhergehen kann, hervorruft. Sinnvoll ist es hier, auf kleinere Mahlzeiten umzustellen.

Verzichten Sie auf alles, was die Bildung der Magensäure wie etwa Bohnenkaffee oder Süßigkeiten anregt. Meiden Sie stärker gewürzte und frittierte Speisen. Als Getränke sind stille Wasser, die keine Kohlensäure enthalten, aber auch andere, kohlensäurefreie Getränke und Kamillentee geeignet.

Manchmal kann ein Glas warme Milch, ein Joghurt oder eine Milchspeise vor dem Schlafengehen ebenso Linderung verschaffen, wie das Kauen von Haselnüssen oder trockenen Haferflocken. Nehmen Sie sich beim Zerkauen ausreichend Zeit. Vorsicht: manchmal kann der Tipp mit der Milch oder den Milchspeisen auch genau gegenteilige Reaktionen hervorrufen.

Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, eher häufigere und dafür kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Nach dem Essen am besten erst mal ein wenige bewegen und einen kleinen Spaziergang machen, anstatt sich hinzulegen. Während des Liegens dann den Oberkörper mit einem Kissen etwas höher lagern. Für hartnäckige Fälle gibt es ansonsten einige Präparate, die man hier auch gut verordnen kann und die dann Abhilfe leisten. Vor allem zu nenne wären die so genannten Antazida, die in der Lage sind die Magensäure zu neutralisieren und damit die Beschwerden schnell und effektiv zu lindern. Als Präparate zu nennen wären hier zum Beispiel Rennie® oder Talcid® zu nennen.

Die lokal wirkenden Antazida, (wie z.B. Talcid®) die Aluminium enthalten, gelten in der gesamten Schwangerschaft als unbedenklich. Hie sollten aber Tageshöchstdosen nicht überschritten werden.

In jedem Fall ist es sinnvoll, wenn Sie sich bei Bedarf durch Ihre Frauenärztin/Frauenarzt hinsichtlich der für Sie besten Maßnahmen und des Medikamentes beraten lassen.

3. in begrenztem Anwendungsumfang ist dieses erlaubt

4. wenn Schwierigkeiten bestehen, kann das Tragen auch nach der Geburt hilfreich sein Für die Rückbildung des Bauches ist dann aber die Rückbildungsgymnastik und später das entsprechende Training (Bauch-Workout) am am besten geeignet.

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 27.04.2009

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