Dr. med. Vincenzo Bluni

Abpumpen nach Einnahme von Liserdol?

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Hallo Dr. Bluni,

Frau Welter konnte bzw. durfte mir meine Frage leider nicht beantworten und verwies mich deshalb auf Sie. Ich hoffe Sie können mir weiter helfen!

Ich hatte ziemlich schlimme Stillprobleme und keine eigene Hebamme aufgrund von Hebammenmangel in meinem Stadtbezirk.

Mein Problem war zuerst Milchstau, den ich nach einem Tag dank meines Gynäkologen in den Griff bekommen habe. Dennoch hatte ich weitere Probleme mit meinen Brustwarzen. Diese waren (wahrscheinlich durch zu dünne Haut, Aussage meines Gynäkologen) schwarz geworden, blutend und ziemlich Entzündet. Nach einem fast zusammenbruch mit meinem Baby auf dem Arm hat mein Arzt mir empfohlen, nach 10 Tagen abzustillen. Ich konnte auch nicht mehr und war völlig am Ende und total überfordert. Mein Sohn und ich haben beide nur noch geweint und ich hatte vor jedem Stillen panische Angst und Schmerzen allein der Gedanke ans stillen hat mir richtige Schmerzen bereitet.

Nun ist der kleine auf den Tag 4 Wochen alt und meine Brustwarzen sind seid 2 Tagen komplett ausgeheilt. Es sind also jetzt 19 Tage nach dem letzten Stillen her und das Liserdol nehme ich seid 5 Tagen nicht mehr.

Nun wieder mit Stillen zu beginnen kommt für mich nicht mehr in Frage, ich zu große Angst vor eventuellen Schmerzen. Ich habe wirklich richtig Angst. Allerdings kann ich mir vorstellen abzupumpen, daher meine Fragen:

Besteht die Möglichkeit nun anzufangen abzupumpen? Meine Brüste laufen zum Teil immer noch aus, spannen aber nicht.

Und die zweite Frage: Ist meine Milch nun aufgrund der Einnahme von Liserdol auf irgendeine Art verunreinigt? Macht die Milch meinen Sohn nun krank?

Vielen Dank im Vorraus für Ihre Antworten!
Liebe Grüße!

von AlJU1990 am 17.12.2019, 20:21 Uhr

 

Antwort auf:

Abpumpen nach Einnahme von Liserdol?

Hallo,

das Abpumpen werden wir sicherlich nur als kurzfristige Maßnahme empfehlen, die ein bis drei Mal eingesetzt wird, weil ein regelmäßiges Abpumpen letztlich auch wieder die Hirnanhangsdrüse stimulieren wird.

Nein, diese Milch ist für das Kind nicht bedenklich.

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 17.12.2019

Antwort auf:

Abpumpen nach Einnahme von Liserdol?

Hast du es denn schon mit einem Stillhütchen probiert? Meiner Freundin hat es bei Wunden und blutigen Warzen sehr geholfen.
Vielleicht wendest du dich auch an eine Stillberaterin vor Ort, die dir helfen kann. Wirklich viele Frauen haben Probleme mit dem Stillen. Du bist also nicht alleine.
Wenn du dem Kleinen noch die wertvolle Muttermilch geben willst, dann lohnt es sich zu kämpfen.
Das Abpumpen ist ziemlich mühselig und anstrengend. Meine Freundin hat es bis zum 8. Monat gemacht und war fix und fertig (die Kleine wollte nicht an die Brust).
Mein Sohn hatte von Anfang an einen schwachen Saugreflex und konnte nur mit Stillhütchen trinken. Die Stillberaterin meinte auch, dass das Wichtigste ist, dass er überhaupt trinkt, der Rest sei zweitrangig. Ich wollte nämlich so gern vom Hütchen weg, hab dann aber die Situation akzeptiert.

von Alice_15 am 18.12.2019

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