Für Papas

Für Papas

Fotogalerie

Redaktion

 
Ansicht der Antworten wählen:

Geschrieben von masinchen am 16.05.2008, 13:43 Uhr

@ kathi508 und alle anderen (zwecks alltags-management einer mutter) -etwas länger...! ; )

hallo,

ich finde diese diskusion auch ganz interessant.
das klingt ja fast so, als wenn man als mutter automatisch nicht dazu in der lage (zeitlich, nervlich u.s.w.) sein kann job und familie unter einen hut zu bringen.

wir haben 2004 unsere tochter bekommen (zwar ungeplant, tut ja aber nix zur sache) und für mich stand von anfang an fest, dass ich nach einem jahr elternzeit wieder vollzeit arbeiten gehen will und muss.
dies aus vielen gründen:

1.
von irgendetwas muss man ja leben (miete zahlen, lebensmittel einkaufen und was sonst noch so anfällt)

2.
man sollte nicht zu lange aus dem job aussteigen, da der einstieg bei längerem ausfall immer schwieriger wird,
denn ich wollte nie als "berufsbezeichnung" "hausfrau und mutter" genannt werden.
für mich ist es selbstverständlich, selbst arbeiten zu gehen und den lebensunterhalt mitzuverdienen.

3.
nach einem jahr zu hause mit kind (welches ja auch mit zunehmendem alter selbständiger und lernwilliger wird), muss man auch mal wieder raus aus der bude, eine regelmäßige aufgabe (außer waschen, putzen und bügeln natürlich) haben, unter leute (kollegen) kommen und neue herausforderungen haben, und meiner meinung nach lässt sich das kaum durch gelegentliche spielgruppen und unternehmungen unter der mit kind und anderen hausfrauen realisieren (ich könnte es mir jedenfalls nicht vorstellen!)

4.
ich kann mir kaum vorstellen, dass eine mutter allein einem kind alles beibringen und vermitteln kann, was es in der kita mitbekommt.
wie soll das denn gehen:
-z.b. das gemeinschaftliche auf den topf gehen
-am tisch sitzen und in der gruppe essen und trinken
-soziale kontakte knüpfen mit vielen anderen kindern auch in unterschiedlichem alter
(wobei sich dies ausnahmsweise auch in spielgruppen o.ä. machen lässt)

ich habe auch schon gelegentlich meinungen gehört wie: "warum schafft man sich ein kind an, wenn man es nach einem jahr in die kita abschiebt!?"
darüber kann ich nur den kopf schütteln und will dazu gar nix weiter sagen.
nur soviel:
wenn jede frau so denken würde, dann gäbe es ja nur noch kinderlose berufstätige frauen und hausfrauen...
-SCHRECKLICH!

bei uns läuft die ganze sache auch relativ simpel ab:
mein mann bringt die kleine morgens um 8 in die kita und ich hole sie nachmittags gegen 5 wieder ab.
dann werden je nachdem was anfällt, welche termine anliegen oder wie das wetter ist, einkäufe erledigt, termine wahrgenommen oder kleinere unternehmungen gemacht (ein wenig spielplatz, eis essen ect.)
zuhause gibt es dann abendbrot, dann wird sich im bad fertiggemacht, dann ist meist auch noch zeit für den sandmann und dann gehts ab ins bettchen.
während die kleine abendbrot ißt, im bad in der wanne sitzt, oder eben gerade das sandmännchen anhimmelt, kann man ja verschiedene dinge auch erledigen (beim essen - ein wenig in der küche aufräumen; beim baden - im bad etwas wäsche machen; beim sandmann - wäsche legen, bügeln, wz aufräumen).
und wenn die kleine dame dann im bettchen ist, ist mein mann manchmal schon zu hause und wir machen zusammen abendbrot, oder er macht es und ich kümmere mich noch ein wenig um die wäsche.
dann essen wir zusammen, räumen anschließend wieder ein wenig zusammen und machen es uns dann gemeinsam bequem.
und wenn dann halt noch irgendetwas nicht perfekt ist - na und...!
dann wird es eben am nächsten tag mit erledigt.
und aller größeren aufräum-/putzaktionen werden dann samstag vormittag erledigt, da kann man das kind ja auch mal für ein stündchen selbständig spielen lassen.
übrigens bekommen wir im september unser zweites kind (diesmal geplant) und danach habe ich auch vor, wieder zu arbeiten.
keine ahnung ob vollzeit dann noch (organisatorisch) möglich ist, aber jedenfalls soviel ich mit mir und der familie vereinbaren kann!

meiner meinung nach muss sich frau auch zeit für sich und ihre freizeit neben der hausarbeit nehmen, da sie dann selbst auch entspannter und gelassener ist, denn wenn frau selbst gestreßt ist, dann bekommt das auch das umfeld mit und das schafft nur noch mehr probleme.

und wenn frau sich eben doch überfordert fühlt mit dem haushalt, dann sollte sie es mal liegen lassen.
und wenn der mann dann darüber schimpft, soll er es doch selbst machen, wenn es ihm nicht passt.

also in diesem sinne:
versuch dich von deinen "aufgaben" nicht so stressen zu lassen, und schalt einen (oder besser zwei) gang zurück.
niemand ist perfekt und auch wenn zuhause mal etwas rumliegt, ist das doch kein weltuntergang!
bei uns klappts, warum dann auch nicht bei euch...!?

dies ist allerdings meine meinung, also ich möchte nicht, dass sich hier irgendjemand negativ angegriffen fühlt!!!

vlg,
= )

ps.:
das mit der arbeit würde ich allerdings nochmal überdenken, wenn die keinen spaß macht, dann fängt der tag ja schon stressig an, wenn man sich nicht darauf "freuen" kann.
viellecht suchst du dir ja nen anderen job, oder schaust dich wenigstens mal um!?
was machst du denn eigentlich beruflich?

 
4 Antworten:

wieso muss man gemeinschaftlich aufs Töpfchen gehen lernen? owt.

Antwort von blund04 am 16.05.2008, 14:12 Uhr

owt



Re: @ blund04

Antwort von masinchen am 16.05.2008, 14:17 Uhr

hallo,

dies war nur eines der beispiele, die kinder in der kita mitbekommen, was zu hause eher weniger möglich ist.
ich meine damit nur, die kinder schauen sich so die alltäglichsten dinge von anderen ab, das betrifft nicht nur das "töpfchen gehen", sondern auch gemeinsam essen, spielen, aufräumen, teilen u.s.w.

vlg,
= )



Gute Frage! Weil "Frauen " immer gemeinsam auf´s Klo gehen? Da kann man nicht früh genug mit anfangen owt

Antwort von mandala67 am 16.05.2008, 14:20 Uhr

;-)



@masinchen

Antwort von kathy508 am 18.05.2008, 22:32 Uhr

Hallo!
Danke für deine Meinung. Deine Gründe, die du geschrieben hast, weshalb du nach einem Jahr Elternzeit wieder arbeiten möchtest, hätten auch von mir sein können.

Ich muss dazu sagen, dass ich jetzt doch schon etwas ruhiger geworden bin. Ich werde jetzt auch alles etwas ruhiger angehen lassen und auch etwas runterschalten.

Ich bekomme von meinem Freund auch oft genug zu hören, dass ich doch auch mal etwas liegen lassen kann und nicht immer alles perfekt sein muss.

Ich muss dazu sagen, als ich das erste Mal mein Problem hier geschildert habe, hatten wir privat sehr viel um die Ohren. Wir bzw. ich wusste teilweise nicht mehr wo vorn und hinten ist. Dazu kommt, dass ich mit meiner Freundin bis Ostern zweimal pro Woche abends im Schwimmbad war, was für mich der totale Ausgleich war. Nach Ostern haben wir ca. 3 Wochen pausiert, was ich natürlich auch total gemerkt habe, da ich nicht mehr ausgeglichenw war, dann kam der private Stress dazu und Haushalt und Job (der nicht gerade prickelnd läuft) und Familie und Beziehung.

Meine Freundin und ich haben seit einiger Zeit wieder angefange mit Inlinern zu laufen (2x pro Woche), was mir auch total gut tut. Der private Stress hat sich beruhigt und ich habe jetzt angefangen bzgl. Haushalt einen Gang runter zu schalten. Es fällt mir sehr schwer, da ich trotzdem was den Wochenendputz betrifft, doch alles top haben möchte. Aber ich mache mir nicht mehr den Stress.

Beruflich ist es noch nicht besser geworden. Das geht immer noch mächtig an die Substanz.
Ich arbeite als kaufm. Angestellte in einem Straßen- und Tiefbauunternehmen. Momentan sieht die Auftragslage sehr schlecht aus. Wir haben nur noch bis Ende Mai für alle Arbeit (wir sind ca. 90 Leute) und danach sind nur noch drei Baustellen. Leider ist es so, dass sich mein Chef keine großen Gedanken macht. Sicherlich ist es jedes Jahr das Gleiche, dass es im Frühjahr schleppend losgeht aber dieses Jahr sieht es sehr schlecht aus und die Verantwortlichen legen eine Gelassenheit an den Tag, dass mir der Hut hochgeht. Man macht und tut und die anderen kümmert es nicht. Ich bin jetzt seit fast 13 Jahren in der Firma und irgendwo gehört man schon fast zum Inventar und es geht ja auch um meinen Job. Das ist das, was an meinen Nerven zerrt und dann kommt noch dazu dass ich auch gern mal was anderes machen möchte. Ich habe das Gefühl, dass es Zeit für einen Wechsel wird. Aber wir sind hier in Meck-Pomm, wo es die meisten Arbeitslose gibt. Ich durchforste zwar schon die Stellenanzeigen, aber es ist sehr schwierig. Ansonsten von den Kollegen her läuft es total super.


LG Kathrin



Die letzten 10 Beiträge
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.