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Geschrieben von fiammetta am 14.08.2006, 19:37 Uhr

Das ist dreist, aber offensichtlich normal...

Hi,

ähnliche Storys könnte ich Dir en gros erzählen - meinen Kursteilnehmern sei dank.

Bei uns war`s so, daß meine Schwägerin, die jahrzehntelang nur abkassiert hat, sich von ihrem "Vatilein" abwandte, als kein Geld mehr da war. Mein Mann mußte ewig für jeden Pups blechen, damit die Eltern jeden ihrer neuesten Wünsche finanzieren konnten. Meine Schwägerin, die durch einen Psychiatrie-Aufenthalt meines SV, den sie uns aber als KK-Aufenthalt verkaufte während dessen er uns angeblich nicht sehen wollte, genau wußte, in welchem Zustand er war, hat ihre Mutter, die mit Schlaganfall im KK lag und nicht einmal wußte, wo sie war, dort angekleidet, beide zum Notar geschafft, sie dort einen von ihr ausbaldowerten Erbvertrag unterzeichnen lassen, der ihr das meiste zusprach - und gut war`s. Meinen SV wollte sie ins Altenheim schaffen, das aber wir bezahlen sollten (und hätten bezahlen müssen), um dort gelegentlich mit barmherzigem G`schau die Show von der liebenden Tochter abzuziehen. Ich konnte das gerade noch abwenden. Als ihr das nicht gelang, guckte sie überhaupt nicht mehr nach dem Vater. Vorher hatte sie ihrer Mutter gegen eine horrende Bezahlung (!) gelegentlich im Haushalt geholfen. Dann fragte sie noch nicht einmal mehr über den Zaun (wir sind Nachbarn), wie es denn dem Vater, ihrem ehemaligen Sponsor, ginge. Als ich den Entmündigungsantrag stellte, bekam sie durch Falschaussage die Pflegschaft und damit die Verfügungsgewalt über sein Geld zugesprochen. Man muß aber auch noch erwähnen, daß ihr Mann eng mit dem zuständigen Richter zusammenarbeitete und der sich kaum selbst ein Klötzchen ans Bein binden wollte. Also sagte ich ihm das direkt auf den Kopf zu und informierte ihn JEDEN Montag Morgen in einem mindestens neunseitigen Schreiben über die neuesten Verfehlungen und Nicht-Leistungen meiner Schwägerin und deren Mannes. Nach ein paar Monaten bekam meine SM dann endlich die Pflegschaft entgültig übertragen. Bis zum Tod meines SVs hat meine Schwägerin ihn nicht einmal mehr mit dem Hintern angeschaut. Als es dann aber um`s Ableben ging, wollte sie ihn unbedingt ins KK schaffen lassen, um dort wieder ihre Show abzuziehen. Das habe ich dann aber mit dem Hausarzt anders organisiert. Daraufhin verbarrikadierte sie sich mit ihrem angeheirateten Mit-Schmarotzer am Sterbebett ihres "Vatileins". Als er dann das Zeitliche gesegnet hatte, fehlte eine Geldbörse mit 70.- Euro aus seinem Zimmer und er war noch keine drei Minuten tot, da hatten die beiden Parasiten schon das Weite gesucht. Bei der Beerdigung marschierten die beide "trauernd" vorneweg - weil Publikum dabei war. Bei der echten Arbeit fehlte selbiges, also schaute sie auch zu, daß sie sich nicht mit Arbeit den Tag versaute. Ach ja, sie besuchen regelmäßig das Grab - mit barmherzigem Gegucke, gemessenen Schrittes und immer mit einem Blumensträußchen in der Hand. Zum Kotzen. Aber jetzt schmutzt er ja nicht mehr...

Fazit: Behaltet Euer Geld bis zum Schluß, verteilt einiges (aber nicht alles!) noch mit warmen Händen, aber gleichmäßig und gerecht und schaut zu, daß ihr über Patientenverfügung und eigenen rechtlich exakten Angaben jede Streitigkeit im Pflegefalle vorab erst nicht aufkommen laßt. Ansonsten seid ihr selbst schuld, wenn Euch keiner eine Träne nachweint.

LG

Fiammetta

 
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