Odin3
Hallo ihr Lieben,
Ich denke ich bin jetzt auch soweit meine Geburt nieder zu schreiben und vielleicht auch damit noch ein bisschen zu verarbeiten.
Am 5.4. hatte ich Termin zur Einleitung bei 41+3.
Gott sei Danke fingen in der Nacht davor auch schon schöne Wehen an, angekommen im KreiĂsaal waren dann natĂŒrlich alle Wehen weg
Also begannen wir 11 Uhr mit der Einleitung mit Gel, welche mir 15 Uhr Wehen im 5 Minuten Takt bescherten, 18 Uhr gab es dann nochmal Gel weil es sich nicht mehr steigerte. 19 Uhr waren sie dann so stark und im 2 Minuten Takt, dass ich meinen Mann anrief er solle kommen, ich brauche ihn. Muttermund war trotz dieser Wehen bis dahin erst bei 1 cm.
Die Wehen blieben auch in dem Rhythmus und trotzdem war auch 1 Uhr der Muttermund weiterhin bei 1 cm.
Da versuchten wir es eben ein bisschen mit Homöopathie, Akupunktur und heià duschen (die Geburtswanne war dauerhaft besetzt)
Da nix helfen wollte und ich gefĂŒhlt keine Kraft mehr hatte und starke Schmerzen, verlangte ich nach einer PDA, die mir die Hebamme aber nicht gleich geben wollte weil es ja zum Stillstand kommen könnte und das bei 1 cm MM Ăffnung sehr kontraproduktiv ist, also einigten wir uns drauf halb 3 nochmal zu schauen wie weit der MM ist & dann weiter zu entscheiden.
Gesagt, Getan.
Halb 3 MM 9 cm geöffnet, also ab schnell in den KreiĂsaal, PDA war zu spĂ€t und Geburtswanne war zwar frei, durfte ich aber nicht rein weil mein GroĂer ein Kaiserschnitt war.
Ab da ging alles ganz schnell, gefĂŒhlt war es ab dem Moment wo wir dann im KreiĂsaal waren nur noch 3 Mal pressen und die kleine GROĂE Maus war schon da.
Am 6.04.21 um 4.30 hat unsere kleine Freya das Licht der Welt erblickt, mit 3780 Gramm und 54 cm
Alles war super, die kleine war da, gesund und munter.
Aber dann ging die Hölle los, die Plazenta kam gleich danach auch und mit ihr ein Haufen Blut, alle wurden panisch da es nicht aufhörte, all das was jetzt kommt weiĂ ich auch nur von den ErzĂ€hlungen. Ich wurde sofort in den OP gerollt um einen Katheter in die GebĂ€rmutter zu legen die die Blutung auffangen soll. Welche zwar 400 ml Blut gefangen hat aber danach alles vorbei laufen lies. Also raus aus dem OP Eisbeutel auf den Bauch, gefĂŒhlt 20 Leute die auf meinen Bauch rumgesprungen sind und immer wieder dieses Blut was weiter und weiter lief.. Nun gab es Oxytocin damit die GebĂ€rmutter endlich anfĂ€ngt zu arbeiten.
Nebenbei wurde nun erstmal Blut nachgetankt, 4 Bluttransfusionen und 2 mal Blutplasma.
Irgendwann hat dann das Oxytocin begonnen zu wirken und die Blutung wurde "normal".
Am Ende des Tages konnte ich auch mit meiner Maus auf die Wochenbettstation gebracht werden wo ich nochmal 2 Bluttransfusionen bekam.
Ich hatte bis das Oxytocin gewirkt hat um die 3,5 Liter Blut verloren. 3 Liter die abgewogen wurden und mindestens ein halber Liter der unter der Liege zu einer Lache war.
Heute 9 Tage spĂ€ter sind wir zuhause und es geht uns allen ganz super. AuĂer meiner tĂ€glichen Thrombose spritzen merkt man mir das Desaster nicht mehr an und meine Prinzessin ist wie ein Engel
Ich werde wohl jedes Jahr zu ihrem Geburtstag meinen 2. Geburtstag mit feiern können denn selbst die Ărzte wussten nicht ob ich ĂŒberlebe.
Man man man....! Da hattest Du ja echt einen Schutzengel! Gut, dass die Ărzte schnell reagiert haben! GenieĂt die Zeit und herzlichen GlĂŒckwunsch
Ja allerdings.
Lieben Dank
Ich fĂŒhle mit dir. Hatte bei meiner Ersten auch eine Atonie 3. Grades.. Jetzt bei der Zweiten verlief die Geburt von Null auf Hundert innerhalb von 10 Minuten inkl. Mumu Ăffnung und Presswehen und mit Atonie ĂŒberhaupt keine Probleme.. Haben mir gleich vorsorglich nen Oxytocin Tropf angehĂ€ngt und gut wars
wĂŒnsche dir alles Gute und lass es ruhig angehen.. Es wird ein Weilchen dauern bis du wieder voll fit bist.. Liebe GrĂŒĂe!
Oh das macht mir Mut, dass du sagst, dass die Geburt danach normal war.
Danke fĂŒr dein positives Feedback
Schön zu lesen, dass die Geburt danach normal verlaufen ist
Ich bin jetzt mit Zwillingen schwanger und wenn ich an die Geburt denke, wird es mir ganz anders.
Hallo, hier aus dem Novemberbus
Erstmal Herzlichen GlĂŒckwunsch zur Geburt.
Bei meinem Sohn war es damals so Ă€hnlich, ich wurde auch eingeleitet und hatte abends dann WehenstĂŒrme in kurzen AbstĂ€nden.
Bei uns war es so, dass die Werte meines Sohnes schlecht wurden und sie dann Blut von seinem Kopf abgenommen hatten.
Es war dann doch alles gut und er kam mit 54 cm , 4210g und 36 cm KU auf die Welt, leider total blau, weil er stecken geblieben ist.
Bei mir hatte es damals auch nicht mehr aufgehört zu bluten, ich kam dann in den O.P zur Ausschabung.
Ich lag dann von 1 Uhr nachts bis 6 Uhr morgens im O.P, habe ingesamt 3-4 Liter Blut verloren, wĂ€re fast gestorben, die Ărzte waren kurz davor mir die GebĂ€rmutter zu entfernen, hĂ€tte es nicht aufgehört zu bluten.
Als es dann aufgehört hatte, kam ich sediert auf die Intensivstation und lag da bis 16 Uhr Nachmittags sediert und beatmet.
Es hat lange gedauert, bis ich damit klargekommen bin, aber mittlerweile bin ich froh und stolz, dass ich es geschafft habe und fĂŒr meinen Sohn eine tolle Mama sein kann ![]()
Das hört sich auch sehr schlimm an
Mein Vorteil ist, dass ich kaum was von alledem mitbekommen habe.
Hatte gar nicht verstanden warum die mich nicht ambulant raus lassen wollen
Ich war wie im Delirium
Ich habe schon alles mitbekommen, bis ich in den O.P kam.
Ich weià noch das ich total gezittert habe und es nicht aufhören wollte.
Die Ărztin hat mir von auĂen versucht die GebĂ€rmutter zu halten, aber es hat nichts gebracht, es hat immer wieder angefangen zu bluten.
Was fĂŒr mich etwas nervig war, als ich auf der Intensiv lag und aus der Narkose geholt wurde, kamen direkt Ărzte und erklĂ€rten mir voll viele Dinge, ich hab noch garnichts richtig mitbekommen und konnte wegen der Beatmung auch nicht reden. ![]()