Goldammer
Kennt ihr das- vor allem die Erstmamas, die ja noch nicht ganz wussten was auf sie zukommt- Manchmal seid ihr echt kurz davor die Nerven wegzuschmeißen und müsst kurz durchatmen um wieder halbwegs zu funktionieren? Dazu kommt das Wahnsinns-Gefühl Verantwortung übernommen zu haben... Der Schlafmangel tut das Seinige dazu. Bei mir ist es teilweise ein Wechselbad der Gefühle. Den einen Moment bin ich noch megaverliebt in meinen Kleinen und im Glücksrausch und im nächsten Moment kommt eine Welle des Gefühls der Überforderung und Unsicherheit. Es ist einfach alles so überwältigend! Gehts nur mir so?
Hallo, Das ist total normal. Gerade beim ersten kind.das leben wie es war ist vorbei und kommt nicht wieder. Alles ist anders und man trifft Entscheidungen nicht mehr nur für sich sondern auch für ein anderes leben das von einem abhängig ist. Ich bin beim ersten mehr als einmal an meine Grenzen gestoßen war allerdings ein schrei kind. Ich hab mich nach 10 Jahren kinderwunsch öfters mal gefragt warum ich nur ein kind wollte. Hab vorher nie verstanden wie Eltern ihren babies weh tun können bis ich nach 3 Monaten einen punkt erreicht hatte wo ich meine Schwester ganz verzweifelt angerufen hab und zu ihr gesagt hab hol das kind oder ich klatsch den an die wand. Verzweiflung, Schlafmangel, selbstzweifel und wut auf mich meine scheinbare Unfähigkeit mit dem kind und wut aufs kind warum er brüllt obwohl ich alles erdenkliche getan habe. Dazu dann die Hilflosigkeit das die Ärzte mich nicht ernst genommen haben. Ich hab Hilfe gehabt und nach einer dusche etwas zu essen uns einer std schlaf sah die welt ganz anders aus. Aber wenn man die Unterstützung nicht hat kann sowas gefährlich werden. Hatte dann auch schuldgefuhle das ich so gedacht habe aber im Grunde ist es normal und ich habe rechtzeitig den punkt erkannt und um Hilfe gebeten. Meine Schwester hat dann ihre Kinderärztin angerufen die eigentlich keine neuen mehr aufnimmt da sind wir dann hin und haben endlich hilfe erhalten. Und mit dem Wissen das er kiss hatte und deswegen so brüllt und schlecht schläft war es einfacher zu ertragen und mit Therapie und später (das war übrigens der Durchbruch) osteopatie wurde es besser. und jetzt erlebe ich mit meinem zweiten ja schon verspannten kind den riesen unterschied. Beim großen war ich Viel gestresster und mehr an meinem Limit jetzt finde ich es eher entspannt. Aber ich bin auch ruhiger. Wichtig ist zu erkennen wann man ne auszeit braucht und sich diese auch zu Pause auch einzufordern. Selbst wenn man mal die Freundin mit dem Kinderwagen los schicken tut. Das ganze hat dann auch nichts mit versagen zu tun sondern mit Verantwortung sich und dem kind gegenüber. Ich werd heute oft komisch angeschaut wenn ich das erzähle denn ich bin gerne mutter und liebe meine Kinder. Aber in der Ausnahme Situation hab ich damals so gefühlt. Hab übrigens gelernt früher um Hilfe zu bitten. Lg nita
Ein soziales Netzwerk aus anderen Müttern ist da übrigens gold wert. Wie oft haben wir uns gegenseitig angerufen weil die Kinder gerade total anstrengend waren .haben uns dann getroffen die Kinder zusammen auf den Boden gelegt. Kaffee getrunken und uns gegenseitig das herz ausgeschüttet. Meist waren die Kinder mit mal total anders und entspannt. Bzw. Das Gespräch und Mitgefühl des andern hat geholfen. Einfach mal sagen zu können das es gerade nicht toll und rosa rot ohne gleich schief angesehen zu werden war ist gold wert. Lg nita
Ich denke auch, dass ich das ebenfalls erleben werdenund das das jede Mutter kennt!
Die Anstrengung, die Hormone, der Amspruch an sich weil man irgendeine Schuld bei sich sucht.....
Ich werde berichten aber: du bist keinesfalls allein damit!!!!!!!! ![]()
Nein, da kannst du sicher sein. Alleine bist du ganz und gar nicht. Jannes ist mein zweites Kind und auch wir haben noch unsere Probleme. Der Schlafentzug steht bei uns an erster Stelle. Gefolgt von einem ständigen Fragezeichen überm Kopf, ob man alles richtig macht. Nachts bin ich unausstehlich. Mein Mann bekommt für jedes unangebrachte Kommentar sein Fett weg. Schön ist die Frage: Und wie war die Nacht? Während ich mit tiefen Augenringen über der Kaffeetasse hänge als wäre es meine Letzte.
Da Lennard ein schlechter Schläfer ist versuche ich jetzt alles anders zu machen und neue Wege zu finden. Dies ist aber auch ehr kontraproduktiv. Man macht sich einfach automatisch diese Gedanken, bei so einer Verantwortung. Und trotzdem sitze ich auch öfters relaxt auf dem Sofa und denke mir, wie toll alles klappt und wie wundervoll dieser kleine Mensch nur ist. Vorallem wenn er schläft.
Wichtig in dieser Phase ist dem Kleinen alle Liebe und Zuneigung zu geben die man hat und nicht auf andere Leute hören, die mal wieder ihre Kommentare abgeben. Wir sind die Mütter und wissen instinktiv was das Beste fürs Baby ist. Wir sind einfach der Hammer, was wir leisten. ![]()
Völlig normal. Ich bin auf der einen Seite total verliebt und könnte als nur kuscheln und auf der andren Seite frag ich mich wie ich auf die blöde Idee kommen könnte, das meine Kinder nur 2 Jahre auseinander sein sollen. Gerade der Schlafmangel ist schlimm. Da der kleine nie richtig schläft. Mein Mann arbeitet und man will den ersten ja auch nicht vernachlässigen. Würde gerade, am liebsten einfach beide weg geben und richtig schlafen. Und dann nerven einen die Wunden von der Geburt auch noch.
Ja die Kurzen können einem ganz schön an die Grenzen bringen. Das hört auch nicht auf ;) unser Großer läuft da gerade einen Marathon ab. Da kann man tatsächlich verstehen warum manche Eltern ausflippen- was ich natürlich nicht rechtfertigen will- mit Kind muss man sich eben zusammenreißen. Mir gar es sehr geholfen mein Kind zu hinterfragen- warum schreist du jetzt drei Stunden am Stück? Warum machst du die Nacht zum Tag? Etc. wenn ich die antworten gefunden habe hab ich Verständniss für mein kind aufbringen können. Wachstumsschub, Zähne, pups quer, was auch immer. Auch hat mir das Buch "ohje ich wachse" zu sehr viel mehr Verständniss und dadurch Nervenstärke geholfen. Bei meinem Sohn war das 1:1 wie im Buch beschrieben-auf den Tag genau. Ansonsten hilft es mal kurz das Zimmer zu verlassen, tief durchzuatmen, Vlt mal ein Stk Schoki futtern. Abends in Ruhe mal duschen oder baden wenn der Partner da ist, kiwa raus an die Luft oder sich mal zu jemandem zum Kaffee einladen, der den Zwerg auch mal schaukeln kann. Und vor allem: Austausch mit Gleichgesinnten. Es tut IMMER gut zu wissen das es woanders auch nicht immer rund läuft. Hier im Forum oder mit den Mädels vom GVK oder oder oder. Hoffe dir ein bisschen helfen und wünsch dir starke nerven und viel Verständniss für deinen Keks
Den Gedanken sein Kind an die Wand klatschen zu wollen ist normal, nur es auch wirklich zu tun nicht! Kind in in anderes Zimmer bringen, Türen schließen, kurz an die frische Luft und tieeeef durchatmen. Und dann mit ruhe nochmal von vorne anfangen!
Mein aller größter Respekt an allein erziehende und mehrfach Mamis. Wie sie das meistern mit den Zwergen.
Die ersten Tage zu Hause waren der Horror mit der kleinen, ich habe mir nur gedacht: und das wolltest du? Das soll mich erfüllen? Ich wollte es nicht mehr, ich habe da gesessen mein Baby gefüttert und geheult! Für meinen Mann war der Anblick schlimm, er könnte es nicht sehen und ich konnte nicht aufhören zu weinen. Ich war noch ziemlich fertig von der Geburt konnte nicht richtig laufen und gab mir die Schuld daran das die kleine weint weil ich mich nicht um sie kümmern konnte. Am aller schlimmsten war das ich mein Pipi nicht halten konnte und mir beim Wickeln in der Nacht eingepullert habe, was mein Mann Weg machen musste. Ich habe mich so geschämt und habe heulend in der Dusche gestanden das Kind hat geschrien das war alles zu viel! Das hat niemand einem gesagt das es so schlimm sein kann und ich habe mich nur gefragt warum es bei allen anderen klappt und so schön ist und bei mir alles schief läuft?!
Ich war so überfordert und wenn mein Mann nicht gewesen wäre würde ich jetzt immer noch da sitzen und heulen.
Hilfe ist sehr wichtig in solchen Momenten und man sollte sich nicht schämen nach hilfe zu fragen den es ist nicht immer alles perfekt wie in den meisten Büchern oder Fernseher oder sonst was zu sehen ist
Aber so langsam haben wir uns eingespielt und mir geht's auch schon besser, ich kann sogar Pipi halten ![]()
Mein absoluter Tiefpunkt bisher war ein Tag an dem die Kaiserschnitt-Narbe so geschmerzt hat, dass ich meinen zappelnden Sohn vor Schmerzen schreiend gebückt in Schildkrötengeschwindigkeit wie eine alte Frau zum Wickeltisch getragen habe, beim Wickeln Kreislaufprobleme bekommen habe und fast kollabiert bin- ihn dann im Bett gekrümmt gestillt habe, dringend auf die Toilette musste- wegen dem Stillen und den Schmerzen nicht aufs WC gehen konnte obwohl auch mein Wochenfluss gerade so extrem ausgelaufen ist, dass das Laken unter mir blutig war und ich die Vorlage dringend hätte wechseln müssen. Ich bin dann irgendwann irgendwie schlussendlich stöhnend aus dem Bett gekrochen, mein Sohn hat gebrüllt wie am Spieß weil ich ihn nicht fertig stillen konnte. Und dann habe ich geheult. So richtig viel und lange. Die Tränen sind auf das Gesicht meines Sohnes getropft. Ich habe mich gefühlt wie der letzte Dreck. Auch mein Spiegelbild war ein blasses Häufchen verquollenes Elend mit Augenringen. Und das hast du gut gesagt, Anastasiabibi- aber auch mir kamen die Gedanken "DAS soll meine Erfüllung sein?" "DAS ist das Wunder auf das ich gewartet habe?"
... so offen darüber schreibt! Ich habe auch manchmal das Gefühl überfordert zu sein. Allerdings nicht mit den beiden Kleinen, sondern mit meinem Freund! Ihn hat die erneute (geplante, aber ging ihm wohl doch zu schnell) Schwangerschaft und das neue Studium total überrumpelt, Unsre Beziehung stand/steht auf der Kippe! Kurz vor der Geburt habe ich mich so im Stich gelassen gefühlt von ihm, das ich mir sogar überlegt habe, ob ich ihn überhaupt wieder mit dabei haben möchte! Hätte ich nicht einleiten lassen 2 Wochen vor Termin, hätte ich mich bestimmt von ihm getrennt so unerträglich war sein Verhalten für mich! Seit der Geburt ist es wieder besser, mal mehr mal weniger, aber ich hoffe sehr das wir letzten Endes doch wieder zusammenfinden! Mit SEINEM Verhalten war/bin ich ab und an überfordert, mit den KIndern ist alles ganz easy! FrauTuedl kann ich auch verstehen, die Frage hab ich mir an manchen Tagen auch schon gestellt, warum ich mir in den Kopf gesetzt habe, das die KInder nen Abstand von 2 bis max 3 Jahren haben sollen!