zini4
Hallo Mädels,
Muss mich bei euch ausheulen, denn meine Freundinen können es nicht mehr hören... Außerdem sind sie der Meinung, ich hätte diesen Schritt schon eher tun sollen.
Wie einige wissen, hab ich hier ja viele Probleme mit meinem autistischen Sohn. Gestern ist es wieder mal eskaliert und ich bin jetzt an einem Punkt, wo ich einfach nicht mehr kann ( und auch will)
Ich kämpfe hier seit Jahren, haben Hilfe vom Jugendamt und einige Therapien gemacht. Nichts hilft. Er macht was er will, klaut, macht alles kaputt, und wird aggressiv. Er ist 12 und manchmal denk ich gleich haut er dir eine rein. Er ist größer und schwerer als ich.
Hab gestern fürs ferienlager gepackt und viele Dinge nicht gefunden. Hab dann in seinem Zimmer genauer gesucht und unter dem stoffbezug seines Sofas Dinge wie Messer, Schraubendreher etc gefunden. Auch Dinge wie mp3 Player und Digitalkamera seiner Schwester... Wahrscheinlich kaputt. Er hatte Löcher in den schaumstoff geschnitten und die Dinge drunter versteckt. Hat man von außen nicht gesehen.
Er klaut mir auch ständig Geld. Schon mehrmals bin ich ohne Geld im laden gestanden, weil er es geklaut hat, oder ich mein Portmonee noch zu hause im Tresor eingeschlossen hatte. Und nicht nur kleine Beträge.
Am Wochenende waren wir im Garten, dort hat er sich das Feuerzeug geklaut. Er ist eher mit dem Fahrrad los, weil ihm langweilig war. Wir wollten grillen und bemerkten das Fehlen. Haben alles stehen und liegen gelassen und sind nach hause. (da haben wir weder Feuerzeug noch Streichhölzer, da er schon mehrmals heimlich in seinem Zimmer gezündelt hat) erst hat er wieder gelogen, doch mein freund hat nicht locker gelassen, siehe da Feuerzeug in Hosentasche!
Das sind nur einige Punkte, alles würde hier den Rahmen sprengen.
Er hat natürlich auch gute Seiten. Zu seiner kleinen Schwester und unseren Hund ist er total lieb. Und in eins zu eins Situationen ist er auch händelbar. Doch mit bald 4 Kindern schaff ich das nicht. Selbst bei alltäglichen Dingen wie Zähneputzen oder duschen muss man am besten hinter ihm steht,sonst macht er es nicht. Mit seinen Ticks (Tisch musste festgeschraubt werden, benutzt nur bestimmtes Geschirr /Besteck, braucht eigene Butter, Marmelade...) kann ich leben. Aber das gestreitete mit seiner großen Schwester, meinen Freund und mir geht mir an die Substanz. Manchmal würde ich am liebsten einfach abhauen.
Gestern war ich wieder soweit ihn aus der Familie nehmen zu lassen. Heute zweifel ich wieder. Er ist mein Kind und ich liebe ihn. Aber eigentlich weiß ich das wird nicht besser. Hab mich gestern wieder so aufgeregt, das ich wehen hatte und mir schlecht war. Kein Wunder, wenn das Baby zu klein und leicht ist, bei dem ganzen Stress.
Ich bin so hin und her gerissen. Muss ja auch an die anderen denken. Die kleine schreit auch schon ständig laut los, erlebt es ja nicht anders. Und mit zunehmendener Pubertät wirds bestimmt nicht besser.
Wenn es nicht mein Kind wäre, würde ich einer Freundin auch raten ihn wegzugeben. (wie das klingt!)
Ich verzweifel hier!
Sorry für den langen Text. ![]()
Lass dich nochmal feste drücken!
Ich stelle mir auch sehr schwierig vor, als Mutter da eine Entscheidung zu treffen. Von außen betrachtet würde ich allerdings sagen, dass es für die Familie "besser" wäre, wenn er anders untergebracht ist.
Du hattest doch letztes mal geschrieben, dass er schon einmal woanders war. Wir lief es denn dann, wenn er bei euch zu Besuch war?
Kannst du mit ihm darüber sprechen, dass du darüber nachdenkst oder geht das gar nicht?
Aber du hast nicht versagt. Jeder kommt irgendwann an seine grenzen. Und du kümmerst dich doch in alle Richtungen.
Liebe Grüße ![]()
Hay ich bin Mutti von bald 3 Kids bin selber 21 Jahre .. Ich War damals auch ein Problem kind habe Vorstrafen saufen Drogen jugenknast alles hinter mit .. ich habe damals mit 14 selber entschieden in eine offene wohngruppe zu ziehen weil ich gemerkt habe das meine Eltern nicht mehr konnten aber mich an sehr lieben das sie mich nicht weg schicken wollten .. und siehe da mir hat es da darten wirklich gut gefallen man lernt schnell erwachsen zu werden das War wirklich toll könnte jedes oder alle zwei Wochenenden nachhause ich und meine Eltern waren wieder richtig gut miteinander villt schaust du dir sowas mal mit deinem Sohn an .. es hört sich immer schlimmer an wie es ist Mein kleiner Bruder wohnt auch nicht Zuhause da er eine starke geh Behinderung hat und hier keine Chance auf eine normalen Schule hätte er wollte erst nicht dann hat er gesehen das man viel Taschen Geld bekommt 2 im Jahr Bekleidungs Geld (nicht wenig) und all diese Sachen jetzt ist er schon fast 3 Jahre da und er ist wirklich zufrieden Also mein Rat wirklich mit ihm paar so Einrichtungen anschauen in selber entscheiden lassen mit Hilfe vom Jugendamt .. es gibt wirklich schlimmeres .. viel Glück dir .. PS ich War damals in nòrdlingen sehr schöne Einrichtung .. und im Internat in dürlauingen nicht ganz so schön aber von der schule her super mit anschließender Ausbildung vor Ort wirklich klasse LG
Hallo zini ,du hast nicht versagt im Gegenteil. Du zeigst durch dein handeln das du alle deine Kinder liebst. und für euch ist es im Moment die beste.die tatsache das du deinem sohn Menschen anvertrauen tust die Viel mehr Erfahrung, fachliche Schulung und Ausbildung haben zeigen doch das du ihn liebst. Und es ist ja nicht so das ihr ihn nicht mehr sehen wollt oder er euch nicht besuchen darf. Aber gerade die Tatsache, dass er zündelt und auch das messer usw. Zeigt doch das er jeder zeit für sich und andere eine gefährliche Situation herbei führen kann. Die dann evtl dramatische folgen haben könnte. Sich zum wohle des kindes und seiner Geschwister von ihm in der häuslichkeit zu trennen ist bestimmt der schwerste schritt.aber du hast aus liebe das richtige getan. den mut dazu und die Stärke muss man erstmal haben. Das alles macht dich zu einer verantwortungsvollen und liebenden mutter. deine Zweifel sind verständlich, aber es war richtig. Kopf hoch ,fühle dich gedrückt. Lg nita
Liebe zini, kurzes Machtwort: NEIN DU HAST NICHT VERSAGT!!! Es gibt leider Situationen denen man nicht gewachsen sein kann und die man vielleicht auch schlechter händeln kann, wenn man gefühlsmäßig involviert ist. Und das bist du bei deinem Sohn nun mal. Die Dinge die du beschreibst, quälen Dich und auch die anderen Kinder und belasten die Beziehung...ich kann verstehen, dass Du ihn nicht weggeben willst und würde mich mit Sicherheit genauso schwer tun. Das kann Dir leider keiner nehmen. Aber sowohl Angst als auch das Gefühl versagt zu haben sind keine guten Ratgeber! Es geht hier nicht um Bequemlichkeiten wie eben den Tisch festzuschrauben und bestimmte Dinge zu kaufen. Nein, er bringt euch in Gefahr. Er ist mit 12 schon größer als Du und wird noch kräftiger werden. Ich bin eine Außenstehende Person und kann aus deiner Sicht leicht sagen, dass du ihn weggeben sollst. Aber ich höre aus deinen geschriebenen Worten die tiefe Verzweiflung und das tut mir unendlich leid! Zudem bist du nicht nur für dich verantwortlich und auch dieser Punkt ist extremst wichtig! Du hast eine große Familie zu versorgen, was schon für eine Mutter mit gesunden Kindern eine Belastung hoch zehn ist . Mach dich nicht kaputt!!!!! Aus meiner Zeit im Kinderhospiz, welches nebenan verhaltensauffällige Kinder betreut hat konnte ich eines mitnehmen: Es ist niemandem geholfen alle zu quälen, " nur" weil man der riesigen Aufgabe nicht gewachsen ist. Ja, gar nicht gewachsen sein kann. Ich hoffe Du verstehst meine Worte richtig! Fühl Dich bitte fest gedrückt!!!!
Hey Zini,
Fühl dich erstmal ganz lien gedrückt
Ich finde, dass du dir alle Mühe gibst, für deine Kinder eine tolle Mama zu sein. Und das bist du auch. Du bringst sehr viel Verständnis auf und hast lange alles versucht, bist ständig aktiv auf der Suche, wie du deinem Sohn helfen kannst.
Nun hast du noch drei weitere Kinder, eins davon trägst du noch unter deinem Herzen. Die drei brauchen dich auch. Und für sie ist ihr Bruder genauso eine Belastung, wie für dich.
Ich würde an deiner Stelle mit ihm reden und ihm sagen, dass es so nicht weiter gehen kann, dass du auch an seine Geschwister und vor allem das Baby denken musst. Das die Situation für ihn ja auch nicht schön ist so. Und ihn fragen, ob er Ideen hat, wie es besser laufen könnte.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und dass es sich bald alles entspannt!!
nein du hast nicht versagt- sonst hättest du ihn damals nach der diagnose gleich weggegeben. die situation is schwierig und nach dem was du entdeckt hast wird dies deine ängste ihm gegenüber schüren- und das potential das es irgendwann eskaliert und unter umstände wirklich verletzte geben könnte ist tatsächlich gegeben. andererseits ist er zu groß als das du 24 h hinter ihm herlaufen kansnt- er muss auch lernen mit seiner krankheit in der welt irgendwie zurechtzukommen von daher denke ich wärs für euch alle gut wenn er zunächst für eine begrenzte zeit ( mit direkter verlängerungsmöglcihkeit) außer haus käme. Besuche bei euch an WE und in den ferien bleiben erhalten- und auch du und die kids soltlen jederzeit die möglchkeit haben zu sagen ich wll ihn besuchen und man trifft sich dann für ein paar stunden dort auf die art könnt ihr zur ruhe kommen nd auch das leben mit dem baby kann sich einspielen bevor ihr eine endgültige entschidug trefft als versagen kann man das nich tbezwichen- du musst das leben von bald 5 menschen ( wenn ichs richtig im kopf hab) beschützen- die auch ein anrecht auf dich haben + die sicherheit brauchen vor den schwierigkeiten deines sohnes.
Nein das hat mit versagen nix zu tun. Eine Bekannte von mir hat ihren Sohn auch 14 Jahre lang super versorgt. Auch von Geburt an behindert, verschiedene Sachen. Jetzt hat sie ihn ins Heim gegeben, mit viel Tränen und nach einem langen Kampf. Sie war völlig am Ende, alleinerziehend. Lebte von Hartz IV. Konnte mit ihm nicht arbeiten gehen, das Amt hat aber langsam Druck gemacht. Dazu kam daß er eben genau wie Deiner mittlerweile einen Kopf größer war als sie und entsprechend muskelbepackt. Sie nur 160cm und 50kg. Nachdem er erstmal raus hatte, daß sie sich nicht wehren kann, weil er stärker ist, war die Situation unhaltbar. Egal wieviel Sozialarbeiter und Therapien, es hat nix gebracht. Im Heim ist er wohl total umgänglich und lieb. Freut sich wenn sie kommt. Nur nach Hause auch für einen Tag geht gar nicht. Ich denke diese Kinder sind einfach anders und ab einem bestimmten Punkt muß man sehen daß man auch mal sich selbst und den Rest der Familie schützt.
Hey! Ich muss den anderen Recht geben, versagt hast du auf keinen Fall. Du hast doch alles versucht und gegeben. Ich denke auch, dass das Beste wäre, ihn in eine professionelle Behandlung zu geben. Der Sohn einer Bekannten ist auch sehr verhaltensauffällig, aber kein Autist, der halt auch gemacht hat, was er wollte, gekifft, geklaut, etc. Mit 12 Jahren. Nachdem er dann das zweite Mal mit einem Messer auf seine Mutter losgegangen ist, hat sie ihn auch aus der Familie genommen und seitdem hat er sich wirklich zum positiven verändert. Ihm scheint es auch wirklich gut zu tun. Von daher hab kein schlechtes Gewissen. Ich denke, das wird für eure ganze Familie die beste Lösung sein.
Danke, für euren Zuspruch. Hab seine Betreuerin nicht erreicht. Die Vertretung meinte es kann bis zu 3 Monate dauern, einen geeigneten Platz für ihn zu finden. Bin mir mittlerweile sicher, daß er aus der Familie muss. Geht einfach nicht mehr. Werde heute nachmittag nochmal versuchen die richtige Betreuerin zu erreichen.
Ich finde auch nicht das Du versagt hast. Du machst Dir Gedanken und suchst Wege... Ich will Dir hier keine Tipps geben, weil ich denke das es a) meine Kompetenzen überschreitet und b) ich auch nur nach Muttergefühl agieren würde und das tust Du ja schon! Bleib dran, ich wünsche Dir ganz viel Kraft! Ihr habt eine gute Basis, Liebe....
Du Arme, dass ist echt eine ganze bescheuerte Situation in der du da steckst. Finde auch, dass du keines Falls versagt hast. Das liegt natürlich alles an der Krankheit deines Sohnes und dafür kannst weder du noch er was. Dennoch muss man schauen wie man diese schwierige Situation meistert. Ich würde dir raten mit Experten ( z.b. psychiater ) zu sprechen. Wünsch dir viel Kraft
Tut mir Leid, mir fällt zu deiner Situation leider kein hilfreicher Tipp ein. Aber lass mich dir sagen, dass du immernoch eine super Mutter bist! Auch wenn es dir jetzt wie "versagen" vorkommt, hast du immernoch (bald)3 andere Kinder, die dich genauso brauchen und denen du nichts nützt, wenn du dich so kaputt machst/machen lässt! Fühl dich gedrückt!
Fühl dich gedrückt. Es ist eine schwierige situation und mir fällt leider nichts ein was ich an deiner stelle getan hätte weiss ich nicht. Auf die einte seite ist er dein sohn und braucht dich auch und gehört dort hin wo du und seine geschwistern sind, aber auf andere seite denke ich so gehst du ja auch kaputt und hast ja noch 3 kinder wo dich brauchen. Ich wünsche dir viel viel kraft bei deiner entscheidung. Und hoffe dass du einen guten weg findest wo für euch alle gut tut. Alles gute.
So, jetzt muss ich heulen... Danke euch.