Viele Mütter wünschen sich nach einem Kaiserschnitt beim ersten Kind, ihr zweites selbst auf die Welt zu bringen. Dies ist grundsätzlich auch möglich, viele Frauen entbinden nach ihrem ersten Kaiserschnitt ganz normal.
Eine wichtige Voraussetzung ist, dass deine Kaiserschnittnarbe innerlich und äußerlich gut verheilt ist. Um das sicherzustellen, solltest du dir mit der nächsten Schwangerschaft mindestens ein bis anderthalb Jahre Zeit lassen.
Wirst du doch früher wieder schwanger, ist es wichtig, gut zu beobachten, wie die Narbe auf die Belastung reagiert. Es ist empfehlenswert, dass du bei der Schwangerschaft nach dem Kaiserschnitt früh Kontakt zur Geburtsklinik deiner Wahl herstellst. Viele Kliniken legen Wert auf ein Geburtsplanungsgespräch. Dabei wird besprochen, was möglich ist und welche Besonderheiten es aufgrund des früheren Kaiserschnitts gibt. So sind etwa die Möglichkeiten eingeschränkt, die Geburt einzuleiten, wenn dein Baby sich über den errechneten Termin hinaus Zeit lässt. Die meisten Krankenhäuser setzen nach einem Kaiserschnitt dann auf den "Wehencocktail", der sich übrigens gut bewährt hat.
Nach einem Kaiserschnitt schränken viele Kliniken außerdem die Möglichkeit einer Periduralanästhesie (PDA) stark ein: Bei einer PDA spürt die Frau ihren unteren Bauchbereich nicht mehr so deutlich, sie würde also Schmerzen an der Narbe nicht bemerken. Auch solche Themen werden daher vorab besprochen.
Falls du bereits zwei Kaiserschnitte hattest, kann es schwierig werden, eine Klinik zu finden, die bereit ist, dich bei einer vaginalen Geburt zu begleiten. Umso wichtiger ist es in diesem Fall, früh das Gespräch zu suchen und sich beraten zu lassen.