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Geschrieben von Shinobu am 09.07.2019, 7:55 Uhr

Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Hallo ihr lieben!

Ich komme grade einfach nicht mehr weiter mit meiner Tochter (wird bald 3).
Sie will/kann partout nicht alleine einschlafen - was für mich grundsätzlich auch kein Problem ist. Momentan sitzt einer von uns bei ihr, während sie bei leiser musik einschläft. Vorher gibts noch eine gute-nacht-geschichte oder ein hörbuch (das darf sie sich raussuchen). Das Problem habe ich erst nachts. Sie wird mehrmals wach und kann auch dann nur einschlafen, wenn man bei ihr sitzen bleibt. Sie will NICHT ins Elternbett. Von sich aus kommt sie schon gar nicht rüber, sie schreit nach uns lauthals.
Sie war schon immer ein schwieriger Schläfer, Schreibaby und braucht seit jeher viel Nähe. Eine Zeitlang haben wir versucht, dass ihr kleiner Bruder bei ihr schläft (der ist 8/9 Monate alt), allerdings weckt sie den leider gern beim ins bett bringen und auch nachts. Er schläft alleine ein und wird meist nur 1x wach im gegensatz zu ihr, daher haben wir ihn nun wieder ausgelagert. Zu der zeit hat sie teilweise aber besser geschlafen - vermutlich weil sie halt nicht alleine war.

Im Elternzimmer (ein-)schlafen ist für uns keine Option. Sie wacht fast immer auf wenn wir ins bett gehen. Haben wir lange so gemacht und wollen wir nicht mehr.
Habt ihr einen Rat für mich? Sollten wir ihr versuchen, beizubringen, alleine einzuschlafen? Als sie 1,5 Jahre alt wsr ging das mal eine zeitlang, und dann wurde ich schwanger und alles wurde umgeworfen. Hatten eine schwierige schwangerschft mit komplikationen und langem Krankenhausaufenthalt nach der geburt, weshalb meine große auch ziemlich an verlustängsten leidet. Ich bin eigentlich ein freund von einschlafbegleitung aber grade echt mit meinem latein am ende. Sie wird bis zu viermal wach nachts. „Richtig“ Durchgeschlafen hat sie in ihrem leben quasi noch nie.

LG
Shinobu

 
12 Antworten:

Re: Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Antwort von Bonnie am 09.07.2019, 9:23 Uhr

Hallo,

wenn Du mit Schlafbegleitung die Methode „Jedes Kind kann schlafen lernen“ (Schreienlassen nach Stoppuhr) meinst: bitte nicht machen! Die Methode wird von allen Entwicklungsfachleuten sehr abgelehnt. Sie wurde auf den Markt gebracht, um übermüdeten Eltern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Methode ist wissenschaftlich nicht getestet und nicht untermauert. Eltern ein gut schlafendes Baby zu versprechen, ist einfach das Lukrativste, was man machen kann. Es geht hier ums Geld - nicht ums Baby.

Ich würde in das Schlafverhalten Deiner Tochter auch nicht so wahnsinnig viel hinein interpretieren. Meine Tochter hat null schlechte Erfahrungen gemacht, und hat die ersten Lebensjahre trotzdem weder durchgeschlafen, noch ist sie abends gut eingeschlafen. Hake das mit Deinem Krankenhaus-Aufenthalt ab, wirklich! Kleine Kinder gleichen solche Negativ-Erfahrungen relativ bald wieder völlig aus, wenn sie viel Liebe bekommen. Lies dazu ruhig mal das Buch „Kinderjahre“ des Professors und Entwicklungsforschers Remo Largo. Er konnte das in Langzeit-Studien belegen.

Oft sind es eher Eltern, die eine ungute Erfahrung nicht loslassen können. Sie führen nicht selten auf Jahre hinaus jedes Problem beim Kind auf diese eine Erfahrung zurück, obwohl das längst nicht mehr zutrifft. Lass Euren schwierigen Start los - das ist das Beste, was Du für Dich und Dein Kind tun kannst. Kinder spüren es, wenn Mama ein Problem hat - es ist dann alles auch für sie unentspannter.

Meine Tochter schlief erst mit etwa fünf bis sechs Jahren ohne Probleme abends ein, bei meinem Sohn war es etwas früher. Damit wir selbst nicht vor Übermüdung am Stock gingen, haben wir die Kinder einfach in einem einfachen Beistellbett und später auf einer kleinen Matratze mit bei uns im Elternzimmer schlafen lassen. Sie schliefen abends in unserem Bett ein, und wenn wir selbst ins Bett gingen, haben wir sie auf ihre Matratze gehoben.

Die meisten kleinen Kinder möchten einfach nicht allein schlafen müssen. Das ist auch Teil ihres genetischen Erbes: denn früher wäre ein kleines Kind, das abseits der Gruppe hätte schlafen müssen, nachts ja erfroren oder von wilden Tieren geholt worden. In vielen Kulturen käme bis heute niemand auf die Idee, ein kleines Kind abseits und allein schlafen zu lassen. Kleine Kinder wollen kein eigenes Zimmer - sie wollen Wärme, Schutz und Geborgenheit bei den Eltern. Das hat nichts mit Verlustangst zu tun, es ist ein urmenschliches Bedürfnis.

Vielleicht also einfach eine pragmatische Lösung finden und Eure Maus im Elternzimmer schlafen lassen? Das wäre auch für Euch eine große Entlastung.

LG

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Re: Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Antwort von Maikäferchen2017 am 09.07.2019, 9:59 Uhr

Toll geschrieben und erklärt!!!

Wir haben auch eine schlechte Schläferin (2 Jahre), die weder alleine ein-, noch durchschläft, weder im eigenen Zimmer, noch überhaupt im Gitterbett schläft. Seit wir beschlossen haben, nichts mehr zu ändern oder auszuprobieren, und sie nur noch bei mir mit im Ehebett schläft, haben wir viel entspanntere Nächte. Wielange wir es beibehalten werden, weiß ich noch nicht. Vielleicht will sie ja in 1-2 Jahren ins eigene Zimmer...

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Re: Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Antwort von Häsle am 09.07.2019, 10:32 Uhr

Wir haben das mit einer Matratze neben meinem Bett gelöst.(Nachdem wir bei der Großen wirklich fertig waren, weil sie nachts bis zu 12 Mal aufwachte).

Einschlafbegleitung im (großen) Bett im Kinderzimmer, und nachts darf dann zu uns rüber gewechselt werden. Alleine zu uns zu laufen haben die Kinder recht schnell gelernt, als ich sie nicht mehr getragen habe. Im Kinderzimmer und Schlafzimmer sind Nachtlichter, im Flur ein Licht mit Bewegungsmelder.

Bei der Großen war der Spuk mit fünf Jahren vorbei. Dann wollte sie plötzlich alleine mit CD einschlafen und blieb in ihrem Bett.
Der Kleine ist im Juni 5 geworden und braucht uns noch zum Ein- und Weiterschlafen. Uns stört es nicht, wenn er auf der Matratze schläft.

Ihr müsst den für euch angenehmsten Weg finden. Nicht den, der bei anderen (angeblich) problemlos funktioniert.

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Re: Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Antwort von Shinobu am 09.07.2019, 10:44 Uhr

Vielen Dank für deine lange Antwort!! :)
Nene bloß kein schlaftraining, davon hsöte ich gar nichts... mit einschlafbegleitung meinte ich das „bei ihr bleiben bis sie schläft“ :)

Danke vor allem für deine worte was das mit dem krankenhaus und co angeht...vermutlich mache ich mich da wirklich zu sehr verrückt!

Das Problem mit dem Elternschlafzimmer ist zum einen der Platz und zum anderen, dass wir sie immer geweckt haben wenn wir ins Bett gegangen sind. Wir hatten eine zeitlang ihr gitterbett als eine art „riesen-babybay“ am bett stehen. Sie schläft super unruhig und man kriegt grundsätzlich irgendwann einen fuß ins Gesicht. Eigentlich bin ich nämlich durchaus ein befürworter von familienbett. Aber da bekommen wir echt zu wenig schlaf.
Bei uns sind nachts alle türen offen, und nachlichter sorgen dafür dass man genug sieht. Das kinderzimmer befindet sich direkt wand an wand mit unserem schlafzimmer. Sie schreit aber einfach so lang bis jemand kommt, und wehe es ist nicht die mama. Sie erdrückt mich sehr, und das schon seit ihrer geburt so. Ich kann ihr nähe geben soviel ich will, es ist niemals genug. Wenn ich nur duschen will, brüllt sie. Wehe ich gehe abends in den sport, oder wage es mal mich mit freunden zu treffen. Immer terror. Ich denke das hängt alles zusammen, und ich weiß langsam einfach nicht weiter. Ihrem bruder und auch mir gegenüber ist sie oft aggressiv wenn sie nicht ihren willen bekommt oder aufmerksamkeit will.

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Re: Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Antwort von Shinobu am 09.07.2019, 10:49 Uhr

Sie will nicht im gleichen Raum schlafen, sie will dass ich auf ihrer matratze liege. Umbetten kann man sie nicht, sie wird immer wach.
Im gleichen bett wie ich schlafen, heißt für mich oftmals gar kein schlaf weil sie sich mitten in der nacht auf mein gesicht legt oder mir die füße ins gesicht streckt.

Sie gilt als hochsensibel und ggf hochbegabt, kam als baby wie gesagt auch super schwer runter und war ein schreibaby. Ich trug sie soviel herum, dass ich eine hüftentzündung bekam.

Ich weiß auch nicht, mir wäre am liebsten sie würde nachts einfach rüberkommen und dann friedlich bei uns schlafen aber das scheint utopisch...

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Re: Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Antwort von Häsle am 09.07.2019, 11:22 Uhr

Ich kann die zappeligen Kinder in meinem Bett auch nicht ertragen. Schwierig.
Wahrscheinlich wäre ich verzweifelt genug, ein riesiges Familienbett zu bauen und sobald sie eingeschlafen ist, ein großes Seitenschläferkissen o.ä. zwischen uns zu legen. Das mache ich, wenn der Kleine wegen Krankheit bei uns im Bett schläft. Auf Dauer wäre es dafür zu dritt auf 1,80 m aber zu eng.

Meine Kinder brauchten als Babys auch ständigen Körperkontakt und haben sehr wenig geschlafen. Der Kleine war irgendwann zum Glück mit der Manduca zufrieden, die Große wollte nur ohne Hilfsmittel getragen werden.

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Re: Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Antwort von Shinobu am 09.07.2019, 15:12 Uhr

Ja unser bett ist leider auch nur 1,80 breit. Und wie gesagt, sie wacht halt auch echt schnell auf weil sie total sensibel ist.
Das mit dem stillkissen/seitenschläferkissen wäre vielleicht was. Dann bräuchten wir aber noch ein zweites kinderbett, denn eigentlich schläft die große schon in einem großen bett, das perspektivisch als etagenbett ausgebaut werden kann. Und mein kleiner braucht bald das gitterbett da das babybay langsam eng wird. Und wie gesagt, unser Schlafzimmer gibt das auch einfach nicht her.
Wir haben inzwischen ja sowieso gefühlt überall schlafmöglichkeiten. Lm kinderzimmer liegt auch eine zusatzmatratze auf der ich theoretisch schlafen kann.

Um nochmal auf meine ausgangsfrage einzugehen - das hab ich vielleicht bissl ungeschickt ausgedrückt: könnte es sein, dass sie nachts besser schläft, wenn sie abends allein einschläft? Weil sie halt nachts einfach dasselbe prozedere haben will wie nachts? Das war so bisschen meine hoffnung. Dann würde ich das mal mit ihr üben (kein schlafprogramm)...

Ach ich weiß auch nicht irgendwie zermürbt mich diese ganze schlafsituation jedenfalls. Am liebsten würde ich einfach mit beiden kids in einem Zimmer schlafen, aber leider weckt sie (absichtlich) ihren bruder zur zeit sobald sie nicht kriegt was sie will (noch eine geschichte oder was weiß ich). Und nachts weckt er sie teilweise wenn er noch was trinken will. Ich würde das glaube erst wieder angehen wenn er nachts keine milch mehr kriegt.

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Re: Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Antwort von Baerchie90 am 09.07.2019, 19:09 Uhr

Wir haben lange auf 2,40m x 2 zu viert geschlafen, weil so jeder ausreichend Platz hatte und unsere Kinder nur mit mir einschliefen. Sämtliche Versuche die Kinder ausquartieren endeten damit, dass ich sie wieder zu mir holte.

Bei meinem Sohn war es immer so, dass er wie ein Stein schlief. Wenn wir uns neben ihn legten kümmerte es ihn also absolut nicht. Er schlief aber auch schon immer seine 10 Stunden durch.

Bei meiner Tochter ist es so, dass sie ein bestimmtes Zeitfenster hat, in dem sie wach wird, nämlich recht zuverlässig zwischen 23 & 1 Uhr. Da wir meistens gegen Mitternacht zu Bett gehen, wird sie oft wach, wenn wir uns hinlegen. Es sei denn sie wurde schon wach, bevor wir zu Bett gegangen sind. Wenn sie wach wird, lege ich mich zu ihr, kuschel ich sie in den Schlaf und stehe dann gegebenfalls wieder auf... In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie, wenn ich wirklich ins Bett gehe, nicht aufwacht.
Danach wird sie auch noch regelmäßig wach, unabhängig davon, ob ich neben ihr liege, noch im Wohnzimmer hocke oder außer Haus ist, der einzige Unterschied ist, dass sie mit mir an ihrer Seite wesentlich leichter wieder in den Schlaf findet oder noch besser gar nicht richtig wach wird. Sie ist im übrigen 4 Jahre alt.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass dein Töchterchen auch einfach noch zu jung zum durchschlafen ist und dass das mit der Zeit von alleine kommt

Da deine Maus zur Zeit so an dir klebt, würde ich wohl nicht versuchen ihr das gemeinsame Einschlafen abzutrainieren, sondern ihr abends/nachts eben auch Nähe schenke.

Was für ein Bett hat deine Tochter denn? Hat sie ein großes? Dann könntest du dich, wenn sie wach wird, einfach neben sie kuscheln und anschließend wieder aufstehen. Das stelle ich mir wesentlich gemütlicher und entspannter vor, als auf der Bettkante eines (kleinen) Bettes zu hocken..

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Re: Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Antwort von Shinobu am 09.07.2019, 20:22 Uhr

Danke für deinen tollen Beitrag!
Ja das mit dem riesen-familienbett würde vielleicht echt funktionieren, hieße aber ein größerer Umbau bei uns da das im schlafzimmer so nicht geht. Vielleicht berate ich mich da mal mit meinem Mann...

Sie schläft in einem 90x200 meter bett und daneben liegen ist auch eine option die ich mir schon öfter überlegt habe. Leider schläft sie so unruhig dass ich alles etwas ausstaffieren muss weil sie sich sonst den kopf anschlägt (und noch öfter wach wird ) daher ist der platz schon eng.

Was mir aber gerade auffällt: wir schlafen grad bei meinen eltern und dort auf der (1,40 breiten) schlafcouch ist wirklich gemütlich platz für uns und! Sie dreht sich nicht um im schlaf. Vielleicht stört sie im ehebett also auch nur der matratzenschlitz...

Naja ich muss mir das mal durch den Kopf gehen lassen.
Ich danke euch sehr für das bestärken im liebevollen bedürfnisorientierten ansatz, denn ich höre zur zeit ständig nur „das muss sie jetzt lernen“ und ähnliches, was mich auf dauer eben doch immer etwas unsicher macht.
Ihr habt mich wieder aufgegleist, danke
Egal wie wir es machen - ob ich einfach bei den beiden im zimmer schlafe oder wir uns doch ein riesen familien bett bauen, mal sehen aber auf jeden fall soll sie die nähe bekommen wenn sie sie braucht

Danke!!

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Re: Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Antwort von Maroulein am 09.07.2019, 20:38 Uhr

Es gibt Menschen die sind einfach schlechte Schläfer,meine Große ist 17 und schläft schon immer schlecht.

Deine Tochter ist aber alt genug dass du ihr erklären kannst dass du deinen Schlaf brauchst, vielleicht kannst du ihr eine Matratze im Schlafzimmer schmackhaft machen so dass sie nicht zu euch ins Bett muss ?
Bei meiner Großen habe ich ein Schlafsofa ins Zimmer gestellt,da ist einer von uns einfach im Kinderzimmer geblieben,das ist immer noch besser als ständig hin und her zu wandern.

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Re: Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Antwort von Zava-Mamy am 10.07.2019, 8:18 Uhr

Hallo Shinobu,
Es ist schön dass du deine Tochter bisher so liebevoll einschlafbegleitet hast.
Sie sucht die Nähe und bekommt sie, das ist wichtig.
Ich lese heraus, dass inzwischen allerdings ein gewisser Leidensdruck entsteht und da finde ich es auch richtig nach anderen Lösungen zu suchen.
Wenn es klappt, dass deine Tochter ruhiger schläft oder sogar dufchschläft, tut es ja auch euch beiden gut.
Ich denke, es könnte schon sein, dass wenn sie es schafft alleine einzuschlafen, dass sie dann auch nachts besser alleine weiterschlafen kann, bzw. Gar nicht erst so richtig wach wird.
Bisher schläft sie in deiner Nähe ein, in der Geborgenheit. Wenn sie dann nachts wach wird fehlt diese. Das macht Angst. Das ist ja auch ein gewisser Kontrollverlust "wenn ich einschlafe ist Mama plötzlich weg".
Unsre große Tochter braucht auch Gemeinschaft. Sie hat einfach Angst alleine. Sie habe ich auch zunächst in ihrem Zimmer einschlafbegleitet und bin nachts zu ihr rüber.
Unser Weg war, abends sie ins Bett zu bringen und dann erst mal nur in ihrem Zimmer zu verweilen, bis sie schläft (nicht in ihrem Bett).
Einige Zeit später haben wir, bevor sie schlief, angekündigt, dass wir jetzt schon mal ins Nebenzimmer gehen und die Tür weit offen lassen. Und schließlich hat es geklappt dass sie alleine einschlief ganz ohne dass jemand dabei war, nur die Tür zum Wohnzimmer musste immer offen stehen bleiben. Und tatsächlich- seit dem schläft sie wunderbar durch.
Für uns war das eine sanfte Methode die letztendlich uns allen geholfen hat.
Vielleicht hilft dir das irgendwie weiter.
Alles Gute euch!

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Re: Schlafbegleitung vs nächtliche Kämpfe

Antwort von Shinobu am 10.07.2019, 16:06 Uhr

Ja so eine sanfte entwöhnung könnte ich mir auch vorstellen. So ähnlich hat es ja auch schonmal vor einem guten jahr geklappt. Da war ich abends immer duschen während sie schon im bett lag - alle türen offen und sie hat mich duschen hören. Irgendwann konnte ich dann nebenan ins schlafzimmer etwas lesen. Und dann ging es dass ich runterging bzw wir (mein mann bringt sie auch regelmäßig ins bett, so ists ja nicht..). Die Schwangerschaft und eine schwere Magen-Darm-Grippe haben das dann alles durcheinander gewirbelt und seitdem haben wir das nicht mehr hingekriegt.

Deine Geschichte macht mir jedenfalls Mut, es vielleicht doch nochmal so zu probieren bevor wir größere Umbauten machen. Vielleicht würde sie ja dann doch mal besser schlafen - denn ich sehe es auch so: sie schläft geborgen ein bzw mit mir in der nähe, und ist vermutlich einfach felsenfest davon überzeugt dass sie sonst nicht schlafen kann. Es geht ja gar nicht drum ihr nähe zu entziehen, man kann ja vorher wunderbar zusammen in ihrem bett kuscheln beim lesen oder hörbuch hören...

Das mit der Matratze im Schlafzimmer finde ich aber auch eine ganz gute Idee. Damit hätten wir zwar immernoch das Problem dass wir sie wecken wenn wir ins bett gehen, und im sommer unsere fenster zulassen müssen, aber ab herbst wäre das sicher eine variante die wir mal testen könnten.

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