Kleine Engel

Kleine Engel

Fotogalerie

Redaktion

 

Geschrieben von smily-tina am 03.11.2009, 14:54 Uhr

@all

Ja, warum lesen Nicht-Betroffene hier...? Ich habe damals, als ich das RuB entdeckte, alle Foren einmal durchgeklickt und geschaut... So kam ich auch in das Kleine-Engel-Forum... Ansclhießend habe ich nur im Septemberbus 2007 geschrieben, ab und an bei den Vornamen, aber das wars auch schon. Laraluca hat damals ihren kleinen Engel gehen lassen müssen - ich mochte sie sehr gern, wir haben uns ja eine ganze Zeit ausgetauscht - und ich wollte ihre Geschichte hier weiterverfolgen. Auch Iffy habe ich damals im Septemberbus kennengelernt und so erfahren, dass sie ihren Sohn gehen lassen musste. So habe ich mir ab und an deren Beiträge hier durchgelesen und nach und nach auch andere, um zu erfahren, wie ihr trauert, wie ihr verarbeitet... Mein Vater hat ein Kind verloren (1 Tag nach der Geburt), meine Oma hat ihre Zwillinge verloren (1 Woche nach der Geburt), meine Schwester hat ein Baby verloren (kurz vor der Geburt) - und ich wollte sie verstehen.Diese Gedanken hatte ich erst ganz bewusst, als ich hier mitgelesen habe - denn leider wurde dieses Thema vorher auch bei uns immer totgeschwiegen. Es wurde nur nebenbei einmal erwähnt, damit ich meinen FA informieren kann, dass es bei uns in der Familie "Probleme" gab (es wurde wirklich so begründet). Durch dieses Forum traute ich mich, meine Schwester anzusprechen und fand eine ganz neue Bindung zu ihr. Meine Oma und meinen Vater kann ich leider nicht mehr darauf ansprechen...
Kurz nach der Geburt meiner Tochter, die nur durch ein Wunder überlebte, machte ich mir noch mehr Gedanken über das Thema als vorher schon. 1 Woche später erlitt meine Cousine eine Fehlgeburt, 2 Monate später eine liebe Freundin und 5 Monate später meine Schwägerin. Alle drei stehen mir nahe und ich konnte in der Zeit für sie da sein, weil ich eine Ahnung (nur eine Ahnung) davon hatte, wie ich mich verhalten kann, weil ich wusste, dass ich das Thema nicht totschweigen darf! Ich war die einzige, mit der sie reden konnten - wiel ich zuhörte, in den richtigen Momenten meinen Mund hielt und sie in den Arm nahm. Im Sommer verlor die Mutter einer meiner Schülerinnen zum zweiten Mal ein Baby (einmal ca. 7. Monat und einmal ca. 5. Monat) - ich konnte zu ihnen nach Hause fahren und wusste, wie ich meiner Schülerin und ihrer Mutter helfen konnte.

Leider, leider wird man häufig als Nicht-Betroffene im nahen Umfeld mit einer FG konfontiert - und ist unwissend, weiß nicht, wie man reagieren soll, denkt, man sollte das Thema lieber totschweigen - aber hier erfährt man, was sich Mütter wünschen! Ich hätte keinen der Betroffenen, die ich kenne, direkt gefragt, wie es für sie ist, was sie sich wünschen - weil ich immer dachte: Vielleicht ist es der falsche Moment, vielleicht sind sie gerade in einer "Hochlage" und ich ziehe sie runter! Jetzt weiß ich: Ja, sie sind vielleicht gerade dann, wenn ich sie anspreche, in einer "Hochlage" - und sie weinen, wenn ich sie anspreche - aber sie sind einfach dankbar, dass man ihr Baby nicht vergisst! Sie "freuen" sich, dass sie ihren Gefühlen - mal wieder - freien Lauf lassen können, ohne sich verstecken zu müssen oder sich unpassende Sätze anzuhören...

 
Unten die bisherigen Antworten. Sie befinden sich in dem Beitrag mit dem grünen Pfeil.
Die letzten 10 Beiträge
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.