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Geschrieben von susu75 am 25.11.2010, 21:05 Uhr

was ich wirklich verletzend fand

war folgendes Satz, nachdem ich von meiner FG berichtete und dass es eine leere Fruchthöhle war:" Achso, dann warst Du also gar nicht schwanger" Könnt Ihr verstehen, was ich meine? Es fällt mir schwer, das verständlich zu machen

 
17 Antworten:

Re: was ich wirklich verletzend fand

Antwort von susu75 am 25.11.2010, 21:06 Uhr

tausche s gegen r

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Re: was ich wirklich verletzend fand

Antwort von Fredda am 25.11.2010, 22:35 Uhr

Das verstehe ich sehr gut. Ich hatte mit 19 eine solche Fehlgeburt und erst Jahre später ging mir auf, dass es nicht nur ein "Windei" war, so nannte mein Gyn das damals, sondern wirklich ein Verlust, den ich mit Recht betrauern durfte. War eine üble Zeit damals. 10 Jahre später hatte ich das gleiche nochmal :-( und danach habe ich 3 Kinder bekommen.

Laß dich mal unbekannterweise drücken.

Lg

Fredda

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Re: was ich wirklich verletzend fand

Antwort von oldchick am 26.11.2010, 8:30 Uhr

Ja, das verstehe ich gut. Oder Sachen wie "Das war doch noch nichts".

Was mir geholfen hat war dieses:
"Trauer lässt sich nicht wiegen oder berechnen.
Trauer lässt sich nicht in Schwangerschaftswochen messen.
Die Trauer ist da, auch wenn sie oft immer weniger Platz findet, je kleiner das Baby war. "

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Re: was ich wirklich verletzend fand

Antwort von susu75 am 26.11.2010, 8:34 Uhr

Das ist wirklich ein schöner und treffender Spruch. Ich ertappe mich tatsächlich selbst dabei, dass ich mich frage, ob mir die Trauer überhaupt zusteht, da ich (wie so viele der Meinung sind) ja eigentlich "nichts" verloren habe. Das tut schrecklich weh

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Re: was ich wirklich verletzend fand

Antwort von zauberwaldmädel1 am 26.11.2010, 14:06 Uhr

Ich schreibe hier selten, da ich eben auch "nur" eine MA in der 10.SSW hatte, und mich anfangs auch mehr oder weniger selbst damit getröstet habe "das da ja nichts (mehr) war". Erst einige Wochen später habe ich richtig angefangen zu trauern, erst dann ist mir bewußt geworden, dass ich auch das "Recht" habe zu trauern, denn auch wenn da "nichts mehr war ", dann war doch mein Körper auf Schwangerschaft eingestellt, und auch wir haben uns eigentlich ja auf ein drittes Baby eingestellt und (wenn auch "hinter vorgehaltener Hand" mit den Planungen begonnen).

Ich wünsche dir ein paar Leute, die dich verstehen und mit dir fühlen.

Stille Grüße
Tanja

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Re: was ich wirklich verletzend fand

Antwort von susu75 am 26.11.2010, 14:16 Uhr

Danke! Das ist genau das, was ich fühle. Man hat das Gefühl, dass man kein Recht zur Trauer hat und ich merke, dass es viele auch so sehen bzw. meine Trauer nicht verstehen können. Natürlich ist dieser Verlust mit keinem der weiter oben aufgezählten zu vergleichen und ich schäme mich tatsächlich fast für meine Trauer, wenn ich diese Schicksale lese. Dennoch kränkt mich dieses Unverständnis (gerade von denen, die noch keine Kinder haben)

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Re: was ich wirklich verletzend fand

Antwort von oldchick am 26.11.2010, 15:55 Uhr

Das ist Deine Trauer, Deine Gefühle. Darauf hast Du ein Recht. Und das kann/darf Dir niemand nehmen. Verstehen muss Dich nicht jeder, Du aber auch nicht jeden.
Hier können das ganz sicher viele nachvollziehen.
Wir haben eine kleine Ecke im Garten für unser Sternchen. Da brennt auch oft eine Kerze, sie wird immer wieder neu geschmückt. Und wir haben eine Rose gepflanzt als Erinnerung.
Meine Gyn hat mir auch ein US Bild von damals gegeben, ich brauchte das irgendwie für mich. Sie redet jetzt auch ganz bewusst von der 3.Schwangerschaft (aktuell). Was ja auch so ist. Aber wohl auch nicht jeder Arzt so machen würde...
Fühl Dich mal vorsichtig umärmelt!

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Re: was ich wirklich verletzend fand

Antwort von Nomadin1974 am 26.11.2010, 16:55 Uhr

Hallo susu

Ich kann dich sehr gut verstehen, da es mir ebenso ging.

Wir haben uns darauf eingestellt, ein Baby zu bekommen nachdem der SST positiv angezeigt hat und darum haben wir auch ein Baby verloren.

Anstelle von "Windei" kannst du ja auch sagen "die Schwangerschaft war nicht intakt".

Alles Liebe, Nomadin

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Re: was ich wirklich verletzend fand

Antwort von Sanni82 am 26.11.2010, 21:19 Uhr

Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich jemand bin, der es nicht nachvollziehen kann, wie man nach einer frühen FG extrem trauern kann?! Ich verstehe, dass man sich. wie jede andere Schwangere auch, über das entstehende Leben freut, auch dass man dann traurig ist, wenn es nach 2 Wochen verloren geht. Aber ich verstehe es nicht, dass man daran zerbricht, ich kann das einfach nicht verstehen. Ich will dir nicht zu nahe treten. Ich meine, ich habe meinen ersten Zwerg auch in der 18, SSW verloren. Die ersten 12 Wochen habe ich immer daran gedacht, dass eventuell ja noch was passieren kann. Danach habe ich durchgeatmet und dann das. Ich war auch sehr traurig, konnte es kaum fassen, wo man doch die ersten kritischen 12 Wochen gut überstanden hat.
Ich kann für mich sagen, dass ich diesen Verlust verarbeitet habe. Das war im März 2007, inzwischen habe ich 2 Folgekinder (02/2008, 07/2010). Ich habe viel darüber gesprochen, auch mich mit anderen Betroffenen ausgetauscht und nicht lange dem nachgetrauert. Ich denke noch immer an meinem Stern, dass ist klar. Er wird nie vergessen sein.
Aber ich muss gestehen, wenn ich lese, wie sehr jemand am Boden zerstört ist, der erst 2 Wochen wusste, dass er SS ist, kann ich einfach nciht verstehen. Und es gibt noch weit aus schlimmere fälle hier, und ich kann mir nicht vorstellen, dass die denken "Oh Gott wie schlimm, sie hat ihr Kind in der 6 Woche verloren" sondern eher denken "Die Probleme will ich mal haben" überspitzt gesagt! So sind jedenfalls meine Gedanken.
Wie gesagt, ich will keinem zu Nahe treten, aber es muss doch auch welche geben, die wie ich denken oder?
Niemand sollte je diese Erfahrungen machen, die jede einzelne hier erlebt haben, denn es gibt weitaus schlimmeres wie meinen Fall und die Trauer mag da verständlicher Weise extrem zu sein, aber in der Früh-SS kann ichs nicht verstehen.

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Sanni

Antwort von susu75 am 26.11.2010, 21:32 Uhr

Danke für Deine Meinung. Zur kurzen Erklärung vielleicht: ich war in der 8 Woche, hatte erst gestern meine AS und weiß es erst seit 2 Tagen. Von der Schwangerschaft selbst wusste ich 4 Wochen und ich habe nicht gesagt, dass ich am Boden zerstört bin oder daran zu zerbrechen drohe. Ich weiß, dass es gemessen an zahlreichen Schicksalen hier ein sehr geringer Verlust ist, aber es ist dennoch auch für mich ein Verlust. Es schmerzt und ich weiß auch, dass ich es "schnell" verarbeiten werde. Wie gesagt, es ist alles ganz frisch und da ist eine Traurigkeit doch sicher berechtigt. Ich habe selbst tatsächlich nicht einmal das Gefühl, dass ich eine "Berechtigung" hätte, hier zu schreiben, wurde aber auf Euch aufmerksam gemacht mit dem Hinweis, dass ich hier viele Mamas finden werde, die Ähnliches erlebt haben. Das scheint ja auch der Fall und für die anfängliche Trauer ist es schön, dass man verstanden wird. Leider ist das nämlich bei Menschen, die gar keine Kinder haben, oder nie eine Fg hatten nicht immer der Fall. Ich werde sicher bald wieder meinen Alltag leben und auch hier nicht mehr schreiben.
Alles Gute

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Re: Sanni

Antwort von Sanni82 am 26.11.2010, 21:41 Uhr

So meine ich das auch nicht. Das man traurig ist, das verstehe ich ganz gut und es war auch nicht auf deine Situation bezogen, sondern im Allgemeinen. Fühl dich bitte nicht angegriffen durch meinen Beitrag, ich wollte nur diesbezüglich meine Gedanken dazu niederschreiben. Jeder fast dieses Thema anders auf.

Ich wünsche dir alles gute, habe weiter unten deinen Bericht gelesen.

Und natürlich darfst du hier weiter schreiben, hat ja keiner zu bestimmen. Ich schreib hier auch eher selten, aber ab und an muss ich auch was loswerden. Und das Austauschen von Erfahrungen hilft immer.

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Re: Sanni

Antwort von wolke76 am 26.11.2010, 22:33 Uhr

Liebe Sanni,

du willst niemandem zunahe treten, niemanden verletzen und tust es dennoch!

Trauer lässt sich nicht vergleichen. Den einen nimmt es mehr mit, den anderen weniger. Für den einen bricht die Welt zusammen, der nächste schüttelt sich, steht wieder auf und kann sofort wieder positiv in die Welt schauen. Wir sind alle verschieden und das ist gut so. Daher steht es aber auch niemandem zu, über die Trauer bzw ob jemand ein Recht zu trauern hat, zu urteilen.

Ich habe mein erstes Kind auch in der frühen Schwangerschaft (8.SSW) verloren. Für mich stand damals die Erde still und ich wollte auch gar nicht, dass es weitergeht. Es war furchtbar und auch heute - nach 3,5 Jahren - tut es noch verdammt weh. Es gibt Tage, an denen ich noch heute um mein Sternenkind weine. Und verdammt nochmal, ich DARF das. Wenn Leute es nicht verstehen können, ist mir das egal. Aber ich finde, diese Menschen sollten ihre Meinung dann lieber für sich behalten als sie anderen um die Ohren zu hauen.

Ich verstehe auch viele Meinungen nicht. Bei "sachlichen" Themen muss und kann man darüber sprechen. Bei gewissen sehr persönlichen, emotionalen Dingen halte ich lieber meine KLappe, um den anderen nicht zu verletzen.

Ich weiß, dass du es nicht böse meinst und sicher keinen verletzen willst. Du kannst es einfach für dich nicht nachvollziehen. Aber manchmal sollte man seine Meinung lieber für sich behalten...

VIele Grüße

WOlke

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Re: Sanni

Antwort von Tonic2108 am 26.11.2010, 22:45 Uhr

Hallo,

Sanni sagt, was ich denke.
Nur weil das manche nicht hören möchten, soll sie ihre Meinung für sich behalten??? Sehe ich nicht so!

Tonic

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Re: Sanni

Antwort von wolke76 am 26.11.2010, 22:54 Uhr

Ja, grundsätzlich darf jeder sagen was er will.

Ob er/sie es denn auch tut, hat was mit Feingefühl zu tun. Nicht mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung. So sehe ich das!

Wolke

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Re: Sanni

Antwort von Tonic2108 am 27.11.2010, 12:26 Uhr

Hi,

ich finde, sie hat ihre Meinung sehr feinfühlig kundgetan - für mich demnach völlig ok.

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Re: Sanni

Antwort von Sanni82 am 27.11.2010, 13:33 Uhr

Ich finde auch, dass man das ruhig mal sagen darf. Ich habe es aus meiner Sicht gesagt, und ich habe auch nicht erwähnt, dass niemand trauern darf, nur weil er sein Zwerg so früh verloren hat. Ich habe nur gesagt, dass ICH es nicht nachvollziehen kann. Und ich habe es auch versucht, so rüber zu bringen, dass es niemanden persönlich verletzt.
Das sind meine Gedanken, wenn ich so etwas lese und die darf ich auch ruhig äußern.
Niemand ist so ein Schicksal zu wünschen, dass ist ganz klar und jeder verkraftet die Situation auch anders. Ich habe auch nicht gesagt, dass einer, der sein Kind in der 40 Woche verliert mehr trauern darf, als einer, der es in der 6. Woche verliert! Nur wie so oft schon beton, kann ich das nicht nachvollziehen.
Jeder trägt von uns sein Schicksal, jeder muss damit selbst zu recht kommen. Jeder darf sich dazu äußern. Dem einen passt es in den Kragen, dem anderen nicht, auch dazu darf man seine Meinung sachlich äußern.

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Re: was ich wirklich verletzend fand

Antwort von hormoni am 28.11.2010, 21:40 Uhr

Susu, ähnliches durfte ich mir auch anhören.

Eine Bekannte meinte tatsächlich: "Ach, dann hast du dir die Schwangerschaft nur eingebildet! Ja,ja, das passiert manchmal, wenn man unbedingt schwanger werden möchte...!"

Ich hatte einen Tag vorher die Ausschabung,hab mich grottenschlecht gefühlt und hatte jegliches Vertrauen in meinen Körper verloren.

LG

hormoni

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