Dr. med. Wolfgang Remus

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Lieblingsseite

Antwort von Dr. med. Wolfgang Remus

Frage:

Hallo Dr. Remus,
unser kleiner Sohn, 10 Wochen alt, hat seit der Geburt eine Lieblingsseite. Er hält seinen Kopf meist auf die rechte Seite gedreht. Wenn er wach ist, versuchen wir, ihn von der linken Seite anzusprechen, dort Spielzeug zu platzieren usw. Wenn er schläft, drehen wir oft den Kopf nach links.
Doch so wirklich helfen will das nicht. Der Kopf geht immer wieder nach rechts. Er ist seitlich hinten schon sichtbar abgeflacht.
Den Kinderarzt scheint das nicht zu beunruhigen, mich hingegen schon.
Können bzw. müssen wir noch etwas anderes tun, um auch den Kopf wieder in seine "normale" Form zu bringen? Oder gleicht sich das mit der Zeit wieder aus?
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Dominique

von Maliki am 11.02.2009, 15:02 Uhr

 

Antwort auf:

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Hallo Dominique,
ich bin zwar auch nicht beunruhigt,würde aber die Einseitigkeit mit einer zarten Physiotherapie ( Bobath ) behandeln.Das Ablenken und korrigieren bringt nichts,da das Kind immer seine eigene Lagerung findet.
Und bitte keinen formenden Helm !
Mit freundlichen Grüßen
Dr.Remus

von Dr. med. Wolfgang Remus am 12.02.2009

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Hallo Dominique,

hatten dieses Problem auch bei unserer Tochter. Es gibt Kinderärzte, die sagen, das wächst sich raus. Auf der anderen Seite gibt es auch Meinungen, das diese Fehlstellung korrigiert werden muss. Dieses nennt sich dann ATLAS-Syndrom (teilweise auch KISS-Syndrom). Hierbei handelt es sich um eine Blockade des 1. Halswirbels (ATLAS-Wirbel). Dieses tritt u.a. bei 30% aller Geburten auf. Es gibt in Deutschland einige Ärzte, die sich auf die Therapie des ATLAS-Syndroms spezialisiert haben (Manuelle Therapie).
http://www.kiss-kid.de/seiten/kiss_syndrom.html
http://www.kiss-kid.de/seiten/listen/liste_aerzte_de.html
Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Dr. Koch in Hamburg gemacht.
Liebe Grüsse
Jana

von Ellenyk am 15.02.2009

Antwort:

Lieblingsseite - wir haben das gleiche Problem (Tochter 11 Monate)

Hallo,
wir hatten das gleiche Problem. Unser Arzt war da auch sehr gelassen. Unsere Tochter ist inzwischen schon 11 Monate alt. Sie schlief und schläft auch heute noch gern auf der rechten Seite. Ihre Kopfform mit der Zeit sehr stark verändert (rechte Seite schräg platt). Die rechten Ohren sind 1 cm weiter vorn als sie linken. Mit der Kopfform hat es sich schon etwas gegeben, aber man muss da wirklich konsequent am Tag zumindest den Kopf drehen. Das Problem ist nicht nur die Kopfform, sondern auch die Halsmuskeln, die auf der rechten Seite nicht richtig beansprucht werden. Das hatten wir gemerkt, als sie anfing den Kopf zu halten. Der Kopf hing mehr in Schräglage.
Ich kann Euch nur raten am Tag den Kopf ständig auf die linke Seite zu drehen, da Ihr in der Nacht dies nicht tun könnt. Also: Tag links, Nachts rechts. Auch wenn es manchmal nervt das konsequent zu machen, aber ich kann es Euch nur ans Herz legen. Macht also so weiter, wie bisher (mit Spielzeug, Licht und alles was interessant ist von links).
Die Kopfform wird nicht mehr ganz normal, aber sie kommt dem schon sehr nah. Etwas schief bleibt der Kopf jedoch.
Das hat dann den Vorteil (bei uns jedenfalls), dass das Kind kein Supermodel werden wird. Da haben wir später vielleicht ein Problem weniger.
Macht Euch ansonsten nicht so viele Gedanken darüber.
LG
Kolaika

von Kolaika am 16.02.2009

Antwort:

Lieblingsseite - wir haben das gleiche Problem (Tochter 11 Monate)

Hallo,

meine Tochter hatte auch das Problem mit der Lieblingsseite. Seitdem sie 6 monate ist gehen wir zum osteopathen. das kann ich sehr empfehlen. Der seitlich abgeflachte hinterkopf ist viel besser geworden. Aber "kugelrund" wird er sicher auch dadurch nicht. Wir werden uns wahrscheinlich für die helmtherapie entscheiden. Mal sehen was der osteopath morgen sagt.
Naja, die Äußerung mit dem Supermodel finde ich eher unpassend. Und die Aufforderung, dass man sich "ansonsten nicht so viele Gedanken machen soll" geht gar nicht. Schließlich geht es nicht nur um den Schönheitsaspekt, sondern auch um "Folgeschäden". Nur verständlich, dass man sich als sorgende Eltern Gedanken macht.

Also ich würde es in jedem Fall immer behandeln lassen. Hat meine Hebi schon damals gesagt...

Liebe Grüße

von tante-bolle am 16.02.2009

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