Dr. med. Wolfgang Remus

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Bakerzyste

Antwort von Dr. med. Wolfgang Remus

Frage:

Guten Morgen,

Bei meiner zwei Jahre alten Tochter ist eine Bakerzyste festgestellt worden im rechten Knie.Am 30.09.2009 habe ich ihnen schon einmal geschrieben und sie rieten mir unter anderem zu einer Kernspintomografie. Ich habe ihren Rat befolgt und einige Untersuchungen durchführen lassen. Am 07.10.09 ist bei einer Blutuntersuchung festgestellt worden, das sie deutlich erhöhte Entzündungswerte hat. Die Rheumawerte aber negativ ausgefallen sind.Letzte Woche wurde erneut Blut genommen, die Befunde dafür stehen aber noch aus. Ebenfalls wurde letzte Woche bei der Kernspinntomografie festgestellt, das keine weiteren Schäden am Knie vorhanden wären.Es wurde nochmal Ultraschall gemacht an der Zyste und im Bauchraum.Die Zyste ist seit der letzten Ultraschalluntersuchung (mitte September) von 1,5cm auf 2 cm gewachsen(Längsdurchschnitt 2,2cm). Bei der Sonografie am Bauch wurde eine vergrößerte Milz festgestellt und nochmal zusätzlich Blut und Urin genommen (Befunde stehen ebenfalls noch aus). Kein Arzt will mir so richtig sagen, was das alles zu bedeuten hat.Können diese Anzeichen trotz negativem Rheumawert trotzdem auf Rheuma hinweisen? Ebenfalls wollte ich gern ihre Meinung dazu, ob ich die Zyste operieren lassen sollte. Es gibt Tage da macht sich die Zyste kaum bemerkbar und an anderen Tagen kann sie noch nicht mal kurze Strecken ohne Beschwerden laufen. Stellt die vergrößerte Milz ein höheres OP Risiko dar?Bis jetzt sind 4 Ärzte involviert (Kinderazt, Kinderchriurg, Chirurg und Orthopäde), zwei von ihnen würden sofort operieren, ein Arzt ist sich selber nicht sicher und der andere Arzt würde es nicht unbedingt operieren. Ich bin wirklich im Zwiespalt wegen dieser OP, da ich meine kleine Maus nicht unnötig damit "belasten" will. Ich sage schon einmal im voraus danke.

liebe Grüße samashmel mit Melissa

von samashmel am 02.11.2009, 09:31 Uhr

 

Antwort auf:

Bakerzyste

Hallo,
ich weiß trotz des Kernspins immer noch nicht, ob es sich um eine Bakerzyste handelt, die wie erwähnt bei Kindern so gut wie nie vorkommt oder um eine Sehnenzyste (Poplitealzyste). Das wäre meine 1. Frage, die ich stellen würde. Welche Zyste es auch immer ist, bei den von Ihnen so massiv beschriebenen Beschwerden kann ich mir nicht vorstellen, dass diese durch die Zyste hervorgerufen werden. Man entfernt die Zyste und die Beschwerden sind danach die gleichen.
Man könnte auch testhalber die Zyste punktieren und die Flüssigkeit absaugen, dann sollten zu mindest vorübergehend die Beschwerden weg sein.
Zur Frage der Milzvergrößerung und einem evtl. OP-Risiko kann ich keine Stellung nehmen.
Meine Meinung dazu: Bevor ich die Zyste operativ entfernen lassen würde, müsste man genau wissen, dass die Beschwerden nur durch diese verusacht werden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Remus

von Dr. med. Wolfgang Remus am 02.11.2009

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Bakerzyste

Guten Tag Herr Dr. Remus,

es handelt sich nachweislich um eine Bakerzyste.Man konnte im MRT genauso wie im Ultraschall sehr gut die Verbindung zum Gelenk sehen. Die Ärzte erklärten mir das der Stiel zum Gelenk offen ist. Im Knie selber ist wenig Gelenkflüssigkeit.Das Bakerzysten bei Kindern selten sind, wurde mir im Krankenhaus auch gesagt.
Die Zyste entstand nach zwei aufeinanderfolgenden Stürzen im Frühjahr.Der Arzt meinte das sich die Zyste eventuell posttraumatisch gebildet haben könnte, durch die Stürze. Oder kann das immernoch ein Zeichen von Rheuma sein zusammen mit den erhöhten Entzündungswerten und der vergrößerten Milz? Eine Infektion hatte meine Maus nicht, die die hohen Werte (leider weiß ich nicht wie hoch, der Arzt meinte nur deutlich erhöht) erklären könnte. Wenn sich der Rheumaverdacht bestätigen sollte, macht es dann überhaupt Sinn diese Zyste entfernen zu lassen oder kommt sie dann trotzdem immer wieder?

liebe Grüße samashmel mit Melissa

von samashmel am 02.11.2009

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Bakerzyste

Nachtrag

hab gerade mal in den vorläufigen Befund für mein Kinderarzt geschaut da steht drin:
Klinischer Befund: prall elastische tumorartige Schwellung am dorsomed. Aspekt des rechten Knies.Keine Ergussbildung.
Erhobene Befunde: mündlicher Vorabbefund des MRT des rechten Knies.Bakerzyste.Keine stärkergradigen entzündlichen synovialen Veränderungen.

von samashmel am 02.11.2009

Antwort auf:

Bakerzyste

Hallo,
wie im Kernspin nun eine Verbindung zum Gelenk beschrieben ist, muss man von einer Bakerzyste ausgehen. Ich bin der Meinung, dass man bevor man diese operativ entfernt der Frage einer möglichen rheumatischen Erkrankung genauer nachgehen muss.
Ich kann Ihnen sagen, dass in der Rheumatologie wie in den anderen Gebieten auch, die Kinderrheumatologen sich sehr spezialisiert haben und nur diese sind meist in der Lage, Ihnen auf Ihre richtig gestellten Fragen Antwort zu geben. Ich würde diesem gezielt nachgehen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Remus

von Dr. med. Wolfgang Remus am 03.11.2009

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Stichwort: Bakerzyste

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